Frage zum Zement

Hallo,

wir nehmen in der Schule gerade den Zement durch, damit ich dass besser verstehe, was wir gelernt haben, habe ich mir zwei Sätze selber geschrieben kann mir mal jemand sagen ob dass alles richtig ist?

Erst wenn jedes CaO Teilchen (Branntkalk) von einem Hydraulen Faktor gebunden ist, darf es als Zement verkauf werden. Verbleibendes freies CaO könnte, wenn es in Verbindung mit Wasser kommt, im verfestigten Zementstein (bzw. Mörtel oder Beton) Kalktreiben (Volumenvergrößerung durch löschen) auslösen.

Danke für eure Mühe

Liebe Grüße Matthias

Hi!

Ja, das kann man im Großen und Ganzen so stehenlassen!

Es entsteht alledings nicht zuerst reiner Branntkalk der dann mit den Hydraulefaktoren (SiO2, Al2O3 und Fe2O3) gemischt wird, sondern man gibt ein Rohmaterial, bestehend aus allen Komponenten, in den Ofen und brennt das Ganze dann bei ca. 1450°C zu Zementklinker. Im Ofen verbinden sich dann das CaO mit den oben erwähnten Stoffen.

Die „Kunst“ ist es, aus natürlichen Rohmaterialien die mehr oder weniger stark in ihrer chemischen Zusammensetzung variieren, ein immer gleiches Produkt zu erzeugen bzw. immer das richtige Verhältnis aller Hauptkomponenten einzustellen. Dazu bedarf es regelmäßiger Kontrollen.

Wenn trotzdem ein geringer Gehalt an CaO nicht gebunden wird ist dies erstmal nicht kritisch, solange es nicht mehr als 1,5 bis 2 % werden. Der „Zementer“ spricht dann von Freikalk (ungebundenes CaO). Dieses kann übrigens auch trotz optimaler chemischer Zusammensetzung entstehen, z.B. durch zu langsames Abkühlen des Zementklinkers nach dem Brennen. So kommt es technisch bedingt immer zu einem geringen Freikalkgehalt im Klinker.

Zement nennt sich das Produkt allerdings erst, nachdem man noch eine gewisse Menge Gips als Erstarrungsregler zugegeben hat und fein vermahlt.

Schöne Grüße aus der Zementstadt Beckum

Sven

Hallo Sven,

danke für dein Antwort, echt klasse

Liebe Grüße Matthias