Hallo Forum,
ich mache mir derzeit Gedanken zu einer Versicherung im Falle von Berufsunfähigkeit.
Zwei Fragen hierzu:
-
Nehmen wir an ich habe einen Bürojob. Ab wann bin ich denn Berufsunfähig ? Wer entscheidet das bzw. verschiedene Versicherungen dürften das doch unterschiedlich bewerten oder ?
-
Nehmen wir an ich schließe heute ein BU ab und nächste Woche habe ich einen Bandscheibenvorfall - stellt sich da die Versicherung quer ? Darf sie eigentlich nicht oder (vorausgesetzt es bestanden vorher keine Probleme).
Meine Bedenken einer BU sind, dass im Falle einer Berufsunfähigkeit die Versicherungen sagen „Nein Herr Berger sie könnten eigentlich noch arbeiten …“.
Danke für die Antworten
Hallo Michi
ich mache mir derzeit Gedanken zu einer Versicherung im Falle
von Berufsunfähigkeit.
Zwei Fragen hierzu:
- Nehmen wir an ich habe einen Bürojob. Ab wann bin ich denn
Berufsunfähig ? Wer entscheidet das bzw. verschiedene
Versicherungen dürften das doch unterschiedlich bewerten oder
Neinj, die entscheidung des Arztes ist bindend. Das Problem ist, dass es einige Versicherungen gibt, die grundsätzlich prozessieren.
?
- Nehmen wir an ich schließe heute ein BU ab und nächste
Woche habe ich einen Bandscheibenvorfall - stellt sich da die
Versicherung quer ? Darf sie eigentlich nicht oder
(vorausgesetzt es bestanden vorher keine Probleme).
Wenn Du bei Vertragsabschluss von dem Problem nichts wussest, ist diese Erkrankung mitversichert… so Du
- die Police schon hast (sonst bist Du verpflichtet, das der Versicherung zu melden.
- Du einen Job hast, in dem diese „kleine“ Erkrankung Dich mindestens 50 % berufsunfähig macht.
Meine Bedenken einer BU sind, dass im Falle einer
Berufsunfähigkeit die Versicherungen sagen „Nein Herr Berger
sie könnten eigentlich noch arbeiten …“.
Suche Dir die passende aus.
Ich empfehle hier immer die CONDOR. Der Grund: diese Verssicherung beinhaltet auch eine Arbeitsunfähigkeits-Rente. Wenn Deine Arzt also feststellt, dass du nicht arbeiten kannst (also den gelben AU-Zettel ausstellt) und Du nach 6 Monaten immer noch krank geschrieben bist, dann bekommst Du eine BU-Rente ab dem ersten Tag der AU.
Also ist die Streiterei ob Du schon BU bist oder nicht vom Tisch.
allerdings ist die CONDOR etwas pinglelig in der Annahme.
eine andere gute BU ist die von der Osbach (gehört zum AXA-Konzern). die bieten die bekannt gute BU der AXA investmentgestützt an. Ergebnis: Du bekommst am Ende der Laufzeit Geld heraus und hast also Deine BU imsonst oder fast umsonst gehabt. Da die Osbach dazu Fonds verwendet, die in den letzten 6 Jahren knapp 45 % Gewinn erwirtschaftet hat, dürfte vermutlich sogar ein schönes Plus wahrscheinlich sein.
Grüße
Babalou
Hallo Babalou,
vielen Dank für die kompetente Antwort.
Neinj, die entscheidung des Arztes ist bindend. Das Problem
ist, dass es einige Versicherungen gibt, die grundsätzlich
prozessieren.
Bedeutet also ich muss vorher zu einem Arzt.
Du empfiehlst mir die CONDOR oder die AXA. Weißt du oder jemand anderes wie diese in der Finanztest abgeschlossen haben? Die hatten glaube ich auch den Bereich Proeziesieren bewertet. Mir ist wichtig das im Falle eines Falles nicht gleich, wie oben von dir geschrieben, prozesiert wird. Ich glaube mich zu erinnern, dass die Cosmos (und Debeka?) dort gut abgeschnitten haben.
Grüße
Babalou
Grüße zurück.
Michi.
Hallo Michi,
Neinj, die entscheidung des Arztes ist bindend. Das Problem
ist, dass es einige Versicherungen gibt, die grundsätzlich
prozessieren.
Bedeutet also ich muss vorher zu einem Arzt.
ich würde auf keinen Fall dazu raten vor Abschluss einer BU eine ärztliche Untersuchung durchzuführen. Der Arzt könnte doch etwas finden, von dem du bisher noch garnichts wusstest.
Gehe höchstens zu den Ärzten, die dich bisher behandelt haben, um nachzufragen, weswegen du dort in der Vergangenheit in Behandlung warst und gib alles wahrheitsgemäß im BU-Antrag an.
Du empfiehlst mir die CONDOR oder die AXA. Weißt du oder
jemand anderes wie diese in der Finanztest abgeschlossen
haben? Die hatten glaube ich auch den Bereich Proeziesieren
bewertet. Mir ist wichtig das im Falle eines Falles nicht
gleich, wie oben von dir geschrieben, prozesiert wird. Ich
glaube mich zu erinnern, dass die Cosmos (und Debeka?) dort
gut abgeschnitten haben.
Die von Babalou empfohlenen Versicherer haben sehr gute BU-Bedingungen und gerade das von Osbach/AXA angebotene Produkt halte ich für sehr interessant, aber wenn es dir vor allem um Rechtssicherheit und um die Vermeidung von Prozessen geht, dann solltest du für deinen BU-Vertrag einen Anbieter wählen, der eine zusätzliche Individualvereinbarung zum Vertrag zulässt. Dadurch sind eine ganze Menge potentieller Streitpunkte von vornherein ausgeschlossen.
Schau dir diese Seite einmal an:
http://iv.trixi-online.de/
Viele Grüße
Ralf
Hallo Babalou,
vielen Dank für die kompetente Antwort.
Nein, die entscheidung des Arztes ist bindend. Das Problem
ist, dass es einige Versicherungen gibt, die grundsätzlich
prozessieren.
Bedeutet also ich muss vorher zu einem Arzt.
Aber nein!
Antworte auf die Frasgen nach besten Wissen und Gewissen. Dann kann dir nichts passieren.
Du kannst natürlich auch noch dazu schreiben: ich habe nach besten Wissen die Fragen beantwortet. Doch z.Sicherheit fragen Sie nach bei: Dr. …
Dann ist´s nicht mehr Dein bier, wenn dann doch irgend wann eine KH auftaucht, die du gar nicht wissen konntest aber beim Arzt notiert war.
Du empfiehlst mir die CONDOR oder die AXA. Weißt du oder
jemand anderes wie diese in der Finanztest abgeschlossen
haben?
Beide
in der absoluten Spitzengruppe.
Allerdings sagt das wenig. Denn Finanztest hat schon viel Blödsinn geschrieben.
Die hatten glaube ich auch den Bereich Proeziesieren
bewertet. Mir ist wichtig das im Falle eines Falles nicht
gleich, wie oben von dir geschrieben, prozesiert wird. Ich
glaube mich zu erinnern, dass die Cosmos (und Debeka?) dort
gut abgeschnitten haben.
Das würde mich wundern.
denn 1. ist die Cosmis eine, die sogar deswegen prozessiert, weil sie sich bei Vertagsabschluss geirrt hat. Der Paragraf ist zwar im Gesetz verankert, doch wenden ihn die anderen nicht an.
2. ist die DeBeKa nicht gerade berühmt für ihren Tarif. Nur unter ferner liefen.
Grüße
Babalou
ich würde auf keinen Fall dazu raten vor Abschluss einer BU
eine ärztliche Untersuchung durchzuführen. Der Arzt könnte
doch etwas finden, von dem du bisher noch garnichts wusstest.
,tzt,tzt,tzt,… kopfschüttel…
stimmt am Ende findet der Arzt noch was, und rettet ihm durch eine rechtzeitige Behandlung auch noch das Leben…
wäre doch zu blöd… (Ironie aus)
Guido
Die von Babalou empfohlenen Versicherer haben sehr gute
BU-Bedingungen und gerade das von Osbach/AXA angebotene
Produkt halte ich für sehr interessant, aber wenn es dir vor
allem um Rechtssicherheit und um die Vermeidung von Prozessen
geht, dann solltest du für deinen BU-Vertrag einen Anbieter
wählen, der eine zusätzliche Individualvereinbarung zum
Vertrag zulässt. Dadurch sind eine ganze Menge potentieller
Streitpunkte von vornherein ausgeschlossen.
Schau dir diese Seite einmal an:
http://iv.trixi-online.de/
Sehe ich nicht so. In der IV bestätigen die teilnehmenden Versicherer nur nochmal das, was eh scon in den Bedingungen steht.
Condor-meiner Ansicht nach führend vom Bedingungswerk- würde ich eher empfehlen (ohne IV) als eine andere mit IV.
Guido
Tach Guido,
mal im Ernst.
Wer mit seiner Gesundheit verantwortungsvoll umgeht, der lässt ohnehin regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen durchführen.
Und wer vor Abschluss einer BU zum Arzt geht, um dem Versicherer das Risiko abzunehmen, der ist selber Schuld, wenn gerade bei dieser Untersuchung ein Befund ans Tageslicht gerät, der vorher nicht vorhanden war.
Schöne Grüße
Ralf
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Die von Babalou empfohlenen Versicherer haben sehr gute
BU-Bedingungen und gerade das von Osbach/AXA angebotene
Produkt halte ich für sehr interessant, aber wenn es dir vor
allem um Rechtssicherheit und um die Vermeidung von Prozessen
geht, dann solltest du für deinen BU-Vertrag einen Anbieter
wählen, der eine zusätzliche Individualvereinbarung zum
Vertrag zulässt. Dadurch sind eine ganze Menge potentieller
Streitpunkte von vornherein ausgeschlossen.
Schau dir diese Seite einmal an:
http://iv.trixi-online.de/
Sehe ich nicht so. In der IV bestätigen die teilnehmenden
Versicherer nur nochmal das, was eh scon in den Bedingungen
steht.
Hallo Guido,
hieran erkennt man, dass du die IV nicht verstanden hast. Du glaubst doch wohl nicht an die Mär der Versicherer die da verbreiten: „Unsere Bedingungen sind so eindeutig, dass ein Kunde diese zusätzliche Vereinbarung garnicht braucht“. Woher willst du wissen, ob z.B. beim Wechsel des Vorstandes einer Gesellschaft die bisherige Geschäftspolitik nicht vollkommen über den Haufen geworfen wird? Gibst du deinen Kunden schriftlich, dass der Versicherer in bestimmten Leistungsfällen eintritt? Es ist doch wohl besser, wenn diese Erklärung vom Versicherer kommt und Vertragsbestandteil wird! Wenn dein Maklerbetreuer dir erzählt: „Sowas brauchen sie bei unserer Gesellschaft nicht“, dann glaubst du das??? Der Maklerbetreuer kann nächste Woche bereits für eine andere Gesellschaft tätig sein und erzählt plötzlich ganz andere Dinge! Alles schon erlebt!
Condor-meiner Ansicht nach führend vom Bedingungswerk- würde
ich eher empfehlen (ohne IV) als eine andere mit IV.
Klar hat die Condor ein gutes Bedingungswerk. Aber Bedingungen sind auch Auslegungssache.
Gruß
Ralf
Hallo Ralf,
Klar hat die Condor ein gutes Bedingungswerk. Aber Bedingungen
sind auch Auslegungssache.
Jetzt sind wir auf dem besten Weg über den Kopf des Frager hinweg zur Fachdiskussion zu kommen. *g*
Doch zu Deinem Hinweis bei der Condor. mein Grund für die Bevorzugung der Condor ist fast nur die AU Leistung.
- gibt es hier für die Condor keinen Prozessausweg: entweder der Kunde ist arbeitsfähig, oder er ist es nicht. Bei BU kann man streiten, bei AU nicht mehr.
- es ist auch eine arbeitsrechtliche Seite: bist Du arbeitsunfähig, dann muss der Boss Deinen Platz Dir frei halten. Bist Du BU, dann darf er ihn anderweitig besetzen.
Ich versuche das immer aus der Sicht des Kunden zu sehen. Klar, auch da kann man Fehler machen. Wer ist schon unfehlbar?
Der Trixi-Boss (mir fällt gerade sein Name nicht ein, obwohl ich ihn persönlich kenne. Wie gesagt: BSE) ist teilweise recht umstritten. So manches was er von sich gibt ist nicht gerade das Gelbe vom Ei.
Grüße
Babalou
hallo Ralf,
trotzdem gibt eine Situation, in der es besser ist, vorher zum Arzt zu gehen: bei einer bekannten Vorerkrankung.
Hier kann es von Vorteil sein.
Ich kenne die Sachbearbeiter in der Antragsabteilung leider zur Genüge. Hier wird einfach vom worst case ausgegangen: Kreislaufprobleme? Mal sehen, was die Tabelle bei „kurz vor dem Umfallen“ sagt… aha, 100 % Zuschlag! (etwas überzogen dargestellt).
Hier kann ein vernünftiges Attest des Arztes so einige Risikozuschläge auf ein Minimum senken.
Ist keine Garantie dafür, habe aber gute Erfahrung damit gemacht.
Grüße
Babalou
Hallo Babalou,
damit hast du vollkommen Recht. Wenn eine Diagnose für irgendeine Erkrankung vorliegt, die irgendwo zwischen todkrank und kleines Wehwehchen liegen könnte, sollte man der Gesellschaft vorab über eine ärztliche Bescheinigung die Möglichkeit einer kundenorientierten Lösung bieten, damit nicht von vornherein ein Ausschluss oder zu hoher Zuschlag erfolgt. Das wieder umzubiegen wäre schwieriger.
Viele Grüße
Ralf
das habe ich gerade gehabt…
Hallo Ralf,
…der Sachbearbeiter hat sich auf 25 % eingeschossen und wollte partout davon nicht runter! Trotz Attest, dass das überhaupt nicht krankheitsrelevant ist.
Der kam mit den dümmsten Ausreden.
Ich habe manchmal den Eindruck, dass diese Sachbearbeiter sich persönlich angegriffen fühlen, wenn man ihnen widerspricht.
also lieber die 60 € investieren und dann ein Versicherungsleben lang ohne oder mit geringem RZ leben.
Grüße
Babalou