Frage zur BWl..ich komm nicht weiter..bitte Hilfe

Hallo,

kann mir vielleicht jemand bei folgender Frage helfen, komme echt nicht weiter oder weiß nicht wo ich ansetzen soll.

Hat das ökonomische Prinzip die Gültigkeit eines Naturgesetzes? Nennen Sie eine mögliche Ausnahme!

Danke
für eure Hilfe

Hallo,

kann mir vielleicht jemand bei folgender Frage helfen, komme
echt nicht weiter oder weiß nicht wo ich ansetzen soll.

Hat das ökonomische Prinzip die Gültigkeit eines
Naturgesetzes? Nennen Sie eine mögliche Ausnahme!

Was ist das „ökonomische Prinzip“ ?

thx
moe.

Was ist das „ökonomische Prinzip“ ?

BWL, erstes Semester, erste Veranstaltung:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96konomische_Prinzip

Gruß,
Christian

Auslegung des ökonomischen Prinzips
Hallöchen,

Hat das ökonomische Prinzip die Gültigkeit eines
Naturgesetzes? Nennen Sie eine mögliche Ausnahme!

wer-weiss-was ist so eine Ausnahme, wenn man das Prinzip rein auf der materiellen Ebene auslegt. Hier werden Fragen kostenlos beantwortet und das sogar, wenn die geltenden Regeln, die teilweise sogar über dem Artikeleingabefenster stehen, mißachtet werden.

Wenn man das Prinzip allerdings weiter auslegt, treibt jedes Mitglied, das Fragen beantwortet, irgendein immaterieller Nutzen dazu an, meist Unbekannten und Undankbaren sogar Hausarbeiten abzunehmen. Ob dabei das Minimal- oder Maximalprinzip zum Tragen kommt, hängt vom Mitglied, von der Tageszeit, vom Thema und vom Fragenden ab. Fragesteller scheinen allerdings praktisch durchgängig nach dem Minimalprinzip zu handeln, wenn es bspw. um Aussagekraft des Betreffs, die Strukturierung der Frage oder die eigene Vorarbeit geht.

Will sagen: Menschen machen viel dummes Zeug, das sich auf materieller Ebene nicht mit dem ökonomischen Prinzip erklären läßt. Wechselt man aber auf die immaterielle oder gar spirituelle Ebene, scheint sich das ökonomische Prinzip schon als Naturgesetz zu bestätigen.

Gruß,
Christian

Wenn man das Prinzip allerdings weiter auslegt, treibt jedes
Mitglied, das Fragen beantwortet, irgendein immaterieller
Nutzen dazu an, meist Unbekannten und Undankbaren sogar
Hausarbeiten abzunehmen.

Ha, von wegen immaterieller Nutzen - Die Sternchen sind’s!

:wink: SCNR

Grüsse
Joshua

Hallo,

auch Hallo

kann mir vielleicht jemand bei folgender Frage helfen, komme
echt nicht weiter oder weiß nicht wo ich ansetzen soll.

Diskussion mit anderen Komilitonen?

Hat das ökonomische Prinzip die Gültigkeit eines
Naturgesetzes? Nennen Sie eine mögliche Ausnahme!

ad 1: nein. Naturgesetze beschreiben Sachverhalte, die unter gleichen Bedingungen immer gleich ablaufen. Abhängigkeiten sind klar definiert und nicht von menschlichen Entscheidungen abhängig. Bsp.: bei Erwärmung dehnen sich Stoffe aus; der Mensch kann nur entscheiden, ob etwas erwärmt werden soll.

Das ökonomische Prinzip beschreibt menschliches Handeln auf rationaler Basis. Und diese ist eben nicht immer gegeben. Hätte es den Charakter eines Naturgesetzes würden Menschen immer danach handeln.

ad 2: Manchmal werden Mittel eingesetzt, ohne den Nutzen zu maximieren - Bsp. Gesundheitswesen: hier sind die vorhandenen Ressourcen nach Bedürftigkeit und Dringlichkeit zu verwenden und nicht nach maximalem Nutzen. Die 80-jährige Oma mit Lungenembolie wird eben vor dem 30-jährigen Schlosser mit Sprunggelenksverletzung behandelt, obwohl der bei schneller Gesundung der Volkswirtschaft wieder zur Verfügung steht.
Anderes Beispiel: Kernkraft. Kein Schwein kennt die Folgekosten, die dem Nutzen der Stromerzeugung gegenüberstehen, dennoch wird gemacht.
Oder: Nutzung privater KFZ ist komplett gegen das ök. Prinzip: der öffentliche nahverkehr erfüllt das Ziel von A nach B zu kommen genauso, nur viel ressourcenschonender. Dennoch werden private PKW in starkem Maße genutzt.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

Gruß

Frank

Danke
für eure Hilfe

Hallo,

ad 2: Manchmal werden Mittel eingesetzt, ohne den Nutzen zu
maximieren - Bsp. Gesundheitswesen: hier sind die vorhandenen
Ressourcen nach Bedürftigkeit und Dringlichkeit zu verwenden
und nicht nach maximalem Nutzen. Die 80-jährige Oma mit
Lungenembolie wird eben vor dem 30-jährigen Schlosser mit
Sprunggelenksverletzung behandelt, obwohl der bei schneller
Gesundung der Volkswirtschaft wieder zur Verfügung steht.
Anderes Beispiel: Kernkraft. Kein Schwein kennt die
Folgekosten, die dem Nutzen der Stromerzeugung
gegenüberstehen, dennoch wird gemacht.
Oder: Nutzung privater KFZ ist komplett gegen das ök. Prinzip:
der öffentliche nahverkehr erfüllt das Ziel von A nach B zu
kommen genauso, nur viel ressourcenschonender. Dennoch werden
private PKW in starkem Maße genutzt.

nur mal so: Das ökonomische Prinzip entstammt der Mikroökonomie. Du versteigst Dich in Aussagen zur Makroökonomie. Aus meiner Sicht wenig hilfreich.

Gruß,
Christian

Da schau her:

makroökonomisch ergibt die Nichtanwendung des ök. Prinzips und somit Verschwendung also Sinn? Jetzt kapier ich endlich, wieso keiner was gegen unsere Staatschulden unternimmt!

Welche Disziplin der VWL kann denn isoliert betrachtet werden?
Welchen Sinn ergibt Makroök. ohne die (Er)Kenntnisse der Mikroök.?
Und seit wann entstammt das ök. Prinzip der Mikroökonomie?
Vielmehr baut sie darauf auf.

Im Übrigen ist meine Argumentation mit privatem vs. öffentlichem Verkehr durchaus der Mikroökonomie zuzuordnen.
Es geht für das einzelne Wirtschaftssubjekt darum, eine bestimmte Strecke Weg mit den geringsten Kosten zu überbrücken (Minimalprinzip). Und da ist im Nahverkehr nun mal der ÖPNV unschlagbar (Fixkosten und Risikoprämie, die für das risikoträchtigste Verkehrsmittel gegenüber dem risikoärmsten auch angesetzt gehört, nicht vergessen!).

Wenn Du mir nicht glaubst - kannst Du das Thema ja mit Deinen Kollegen aus dem sovereign-riskmanagement diskutieren :wink:

Interessant wäre zu wissen, ob es der Fragenden geholfen hat.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

makroökonomisch ergibt die Nichtanwendung des ök. Prinzips und
somit Verschwendung also Sinn?

Hab ich nicht behauptet.

Welche Disziplin der VWL kann denn isoliert betrachtet werden?
Welchen Sinn ergibt Makroök. ohne die (Er)Kenntnisse der
Mikroök.?
Und seit wann entstammt das ök. Prinzip der Mikroökonomie?
Vielmehr baut sie darauf auf.

Wie auch immer: Das ök. Prinzip funktioniert nur bei einzelnen Wirtschaftssubjekten.

D.h. das Nahverkehrsunternehmen handelt danach und die Pendler auch. Daß dabei Murks heraus kommt, ist klar, aber man kann sich für die Betrachtung des Gesamtergebnisses nicht das ökonomische Prinzip heranholen, weil die Akteuere eben ihre eigenen Interessen verfolgen.

Im Übrigen ist meine Argumentation mit privatem vs.
öffentlichem Verkehr durchaus der Mikroökonomie zuzuordnen.

Genau, aber eben nicht das Gesamtergebnis. Das ökonmische Prinzip wird von den einzelnen Akteuren nämlich durchaus beachtet. Die Pendler kommen nämlich in der Regel billiger und/oder schneller und/oder komfortabler zum Ziel, jedenfalls nach ihrer eigenen Einschätzung und das ist die einzig relevante.

Wenn Du mir nicht glaubst - kannst Du das Thema ja mit Deinen
Kollegen aus dem sovereign-riskmanagement diskutieren :wink:

Mit denen rede ich solange nicht, wie die der Ansicht sind, daß deutsche Gebietskörperschaften in die beste Bonitätsklasse gehören, obwohl wir schon bei Unternehmenskunden Geld verloren haben, weil die Städte ihre Rechnungen nicht bezahlen konnten (konnten, nicht wollten).

Gruß,
Christian

Hallo,

Hat das ökonomische Prinzip die Gültigkeit eines
Naturgesetzes? Nennen Sie eine mögliche Ausnahme!

Hallo Kathrin,

komische Antworten hast Du hier bekommen.

Das ökonomische Prinzip basiert grundlegend auf zwei Annahmen: Der Mensch sei ein homo oeconomicus - er würde also rational handeln. Dies ist erwiesenermaßen falsch, auch in der BWL (Marketing).
Es ermöglicht die Berechnung eines Optimums, indem ein Faktor fix ist (das Ziel oder das Mittel). Die Dritte Möglichkeit einer Mittelabwägung gibt es hier nicht (generelles Extremumprinzip, d.h. mit geringsten Mitteln das maximale Rausholen). In der Psychologie wird es so beschrieben: Aufwand des Einsatzes * Wertigkeit des Zieles * Wahrscheinlichkeit der Erreichung des Zieles = Entscheidung, ob das Individuum dieses Ziel angreift. Der Vergleich hinkt etwas, aber folgendes wird deutlich:

Das ök. Prinz. ist kein Naturgesetz, weil Menschen sich irrational verhalten, während die Naturgesetze ständig und überall gelten.
Menschen verhalten sich im Gegensatz dazu völlig anders. Die Ausnahme vom ök. Prinz. ist also die Regel.

Beispiel Du kaufst bei Deinem Lieblingslebensmittelhändler ein, nicht, weil er näher dran liegt als ein anderer, oder weil er günstiger ist (wir rechnen ja nur in Preisen), sondern, weil die Bedienung so hübsch ist, obwohl die Brötchen woanders leckerer sind und dichter dran leigen und günstiger sind.

(Wenn Du willst, ist es natürlich ökonomisch sich über diesen Weg einen Partner zu suchen, wenn man bedenkt, dass eine Anzeige oder das Warten auf eine andere Chance, mehr Aufwand bedeuten würde - Ziel fix, Mittel variabel).

Wie Du siehst, kann man ordentlich damit diskutieren, aber nicht von vorneherein das Verhalten von Menschen bestimmen. Von Atomen und Kräften schon. Menschen sind einfach nicht durchschaubar, zu irrational. Solange dies so ist, ist das ök. Prinzip kein Naturgesetz. Schonlange nicht, wenn die Erklärungen aus der Soziologie und der Psychologie keine sind.

Na, hat es geholfen?

Viele GRüße, Ingo

Hallo,

sondern, weil die Bedienung so hübsch ist,

und sobald wir uns von der materiellen auf die immaterielle Ebene begeben, ist das ökonomische Prinzip wieder bestätigt. Die Behauptung, daß der Mensch irrational handele, ist nur dann richtig, wenn man ausschließlich den materiellen Aspekt betrachtet.

Daß das zu kurz greift, haben die Wirtschaftswissenschaften schon lange begriffen und beschäftigen sich bspw. intensiv mit der verhaltensorientierten Analyse von Entscheidungen (Neue politische Ökonomie, Anreizsysteme, Principal-Agent-Ansatz usw.).

Gruß,
Christian

Hallo,

sondern, weil die Bedienung so hübsch ist,

und sobald wir uns von der materiellen auf die immaterielle
Ebene begeben, ist das ökonomische Prinzip wieder bestätigt.
Die Behauptung, daß der Mensch irrational handele, ist nur
dann richtig, wenn man ausschließlich den materiellen Aspekt
betrachtet.

Hallo Christian,

was ist denn ein materieller Aspekt?
Dient nicht alles der Bedürfnisbefriedigung?
Ist nicht daher alles immaterieller Aspekt? Hunger, Durst, Aussehen, u.s.w.
(Vielleicht meinst Du ja die KLR, aber das hätte nichts mit Verhaltensbeschreibung von Menschen zu tun.)

Aber wie ich schrieb, es lässt sich vortrefflich darüber diskutieren.

Nebenbei:
Die Hirnforschung in Bremen hat eine interessante Theorie, wenn es denn überhaupt noch eine ist. Nach denen „nachverrationalisiert“ der Mensch, d.h. eine Zentrale Schaltstelle im Gehirn gibt die Antwort bereits vor, nachdem sie am Rande des Gehirns nach ähnlichen Lösungen, Erfahrungen geforscht hat. Das Bewusstsein erst gaukelt uns die bewusste Entscheidung vor und rationalisiert sie.

Ach, das ök. Prinz. ist reichlich Banane. Ich glaube fast, dass die Wirtschaft sich im ganzen Richtung Grundstudium Mikro etwas verhält, liegt daran, dass die BWLer im Job meinen die Theorien wären richtig. Dabei ist eben, wie Du auch im Prinzip ja mit Deiner Aufzählung sagst, die Industrieökonomik mit ihren Theorien besser.

Viele Grüße, Ingo

weite Auslegung des ök. Prinzips
Hallöchen,

was ist denn ein materieller Aspekt?
Dient nicht alles der Bedürfnisbefriedigung?

Grundelemente des ök. Prinzips sind das Minimal- und das Maximalprinzip. In der traditionellen Denkweise, ging es um die folgenden Probleme:
Ich habe einen begrenzten Geldbetrag und will damit möglichst viel bekommen.
Ich habe ein festes Ziel und will dafür möglichst wenig bezahlen.

Also rein materiell bzw. monetär orientiert.

Man kann das aber auch weiter (also ausgedehnt auf die immaterielle oder gar spirituelle Ebene) auslegen und ich hatte bei Deiner ersten Antwort das Gefühl, daß Du genau dies mit „seltsame Antworten“ meintest.

Die Hirnforschung in Bremen hat eine interessante Theorie,
wenn es denn überhaupt noch eine ist. Nach denen
„nachverrationalisiert“ der Mensch, d.h. eine Zentrale
Schaltstelle im Gehirn gibt die Antwort bereits vor, nachdem
sie am Rande des Gehirns nach ähnlichen Lösungen, Erfahrungen
geforscht hat. Das Bewusstsein erst gaukelt uns die bewusste
Entscheidung vor und rationalisiert sie.

Du meinst die Geschichte, daß das Gehirn zunächst erst den Impuls auslöst, den Arm zu bewegen und erst danach der Bereich aktiv wird, der diese Entscheidung trifft. Warten wir lieber mal ab, wir das ausgeht. Die kalte Fusion läßt grüßen.

Ach, das ök. Prinz. ist reichlich Banane. Ich glaube fast,
dass die Wirtschaft sich im ganzen Richtung Grundstudium Mikro
etwas verhält, liegt daran, dass die BWLer im Job meinen die
Theorien wären richtig. Dabei ist eben, wie Du auch im Prinzip
ja mit Deiner Aufzählung sagst, die Industrieökonomik mit
ihren Theorien besser.

Also, die Wirtschaft, die ich kenne, ist viel eher durch psychologische Ansätze erklärbar als durch ökonomisch-theroetische.

Gruß,
Christian