Frage zur Energie-Spar-Lampe!

Hallo liebe Experten,

zurzeit steht ja die sogenannte Energie-Spar-Lampe stark zur Diskussion!

Ein bekannter Ingenieur hatte mir erklären wollen, das bei diesen Lampen die Scheinleistung annähernd so hoch ist wie die effektive Leistung der konventionellen Glühlampe, sodass eigentlich keine Energie eingespart wird! => Ist diese Aussage korrekt?

Gruß

Hallo liebe Experten,

zurzeit steht ja die sogenannte Energie-Spar-Lampe stark zur
Diskussion!

Ein bekannter Ingenieur hatte mir erklären wollen, das bei
diesen Lampen die Scheinleistung annähernd so hoch ist wie die
effektive Leistung der konventionellen Glühlampe, sodass
eigentlich keine Energie eingespart wird! => Ist diese Aussage
korrekt?

Das hängt von der Qualität der Vorschaltelektronik ab. Soweit ich weiß, gibt es dazu Richtlinien, bei deren Einhaltung das nicht passieren sollte, aber daran hält sich wohl nicht jeder Hersteller.

Hallo,

Frage Deinen Meister mal nach dem Energieaufwand, eine EGS herzustellen.

Könnte Edison doch das bessere Potential haben ?

mfg

nutlos

Hallo,

Frage Deinen Meister mal nach dem Energieaufwand, eine EGS
herzustellen.

nenne Du ihn uns doch einfach.

Gruß, Niels

Hallo,

Ein bekannter Ingenieur hatte mir erklären wollen,

war das ein Agraringenieur?

das bei
diesen Lampen die Scheinleistung annähernd so hoch ist wie die
effektive Leistung der konventionellen Glühlampe, sodass
eigentlich keine Energie eingespart wird! => Ist diese Aussage
korrekt?

Nein! Die stimmt schon im physikalischen Ansatz nicht. Offenbar hat der „Ingenieur“ nicht verstanden, was Scheinleistung ist. Scheinleistung tritt bei Wechselspannung in Verbindung mit nicht-ohmschen (induktiven oder kapazitiven) Lasten auf. Bei diesen Lasten ist im Idealfall die Phase von Strom und Spannung um 90° verschoben, so dass keinerlei Leistungsabnahme erfolgt (ein Schwingkreis ohne jeglichen ohmschen Anteil schwingt ewig). Von Scheinleistung spricht man deshalb, weil aus dem Produkt von Spannung und Strom scheinbar einen Leistungswert ergibt (P=U*I).
Die Scheinleistung wird auch vom Stromzähler nicht gezählt. Allerdings bewirkt der Strom der Scheinleistung einen höheren Verlust im Leitungsnetz des Energieversorgers, da das leitungsnetz v.a. ohmscher Widerstand ist. Da es mehr induktive Lasten im Netz gibt als kapazitive (Leuchtstoffröhren, E-Motoren), heben sich diese beiden nicht vollständig auf. Um das zu kompensieren, werden induktive Lasten wie Leuchtstoffröhren mit Kondensatoren ausgestattet (bei induktiven Lasten läuft die Spannung voraus, bei kapazitiven der Strom).

Ist übrigens Lehrstoff Physik in der gymnasialen Oberstufe (war’s zumindest zu meiner Schulzeit noch). Eigentlich braucht man dazu also nicht mal Ingenieur zu sein.

Gruß, Niels

Hallo Niels,

was genau möchtest du damit sagen? Die Energie-Spar-Lampe ist doch eine induktive Last, oder etwa nicht?

GRuß

Hallo,

was genau möchtest du damit sagen?

dass der „Ingenieur“ es nicht blickt!

Die Energie-Spar-Lampe ist
doch eine induktive Last, oder etwa nicht?

Genau. D.h. es entstehen bestenfalls geringfügig (praktisch nicht nachweisbar) höhere Leitungsverluste falls die Kompensation nicht vollständig stattfindet. Da die Kompensation kein Hexenwerk ist, dürfte das selbst bei Billiganbietern weitestgehen erreicht werden. Weil die Scheinleistung (genauer der Blindleistungsanteil) keinen Energieverbrauch im Gerät darstellt, hat Sie auch keinen direkten Einfluss auf den Wirkungsgrad des Geräts.

Gruß, Niels

Hallo,

Genau. D.h. es entstehen bestenfalls geringfügig (praktisch
nicht nachweisbar) höhere Leitungsverluste falls die
Kompensation nicht vollständig stattfindet. Da die
Kompensation kein Hexenwerk ist, dürfte das selbst bei
Billiganbietern weitestgehen erreicht werden. Weil die
Scheinleistung (genauer der Blindleistungsanteil) keinen
Energieverbrauch im Gerät darstellt, hat Sie auch keinen
direkten Einfluss auf den Wirkungsgrad des Geräts.

er hatte mir erklärt, das der von dir angesprochene Blindleistungsanteil zwar keinen Energieverbrauch im Gerät selbst, aber das Kraftwerk diese Energie trotzdem erzeugen muss! Ist das korrekt?

Gruß

Hallo,

er hatte mir erklärt, das der von dir angesprochene
Blindleistungsanteil zwar keinen Energieverbrauch im Gerät
selbst, aber das Kraftwerk diese Energie trotzdem erzeugen
muss! Ist das korrekt?

Nein! Er hat Dir dann sicher auch gesagt, was mit der Energie passiert, die das Kraftwerk erzeugen muss, die aber im Verbraucher nicht verbraucht wird. Also rein gemäß EEH.
Was richtig ist (ich erwähnte es bereits) dass die Scheinleistung einen Einfluss auf das Leitungsnetz hat, weil das Netz diese Leistung übertragen muss. Der Blindleistungsanteil ist Energie, die der Verbraucher kurzfristig aufnimmt um sie gleich wieder ins Netz einzuspeisen. Die Energie wird dabei entweder im elektrischen Feld der Kapazität oder im Magnetfeld der Induktivität zwischengespeichert.

Diese Energie, die im Netz praktisch nur „hin- und hergeschoben“ wird hat aber einen Einfluss auf die Dimensionierung der Netzkomponenten (Leitungen, Trafos etc). Da die Netzkomponenten auch ohmsche Anteile besitzen führt das natürlich dort zu einem etwas höheren Verbrauch (ich erwähnte es bereits). Das ist dann aber keine Blindleistung mehr sondern Wirkleistung.

Gruß, Niels

Hallo,

was genau möchtest du damit sagen? Die Energie-Spar-Lampe ist
doch eine induktive Last, oder etwa nicht?

Moderne Energiesparlampen und zunehmend auch Leuchtstoffröhren haben ein elektronisches Vorschaltgerät. Das hat keine induktiven Lastanteil. Die erzeugen durch ihren Gleichrichter mit Siebelko allerdings etwas Oberwellen, was wegen der kleinen Lampenleistung aber zulässig ist und auch keinen nennenswerten zusätzlichen Energieverbrauch verursacht.

Jörg