Frage zur Investition an der Börse

Hallo,

ich möchte jetzt wo sich die Konjunktur langsam erholt wieder ein wenig Geld an der Börse anlegen. Als Anlagedauer habe ich mir mal ein Jahr vorgestellt, es kann aber auch länger sein, ich brauche das Geld nicht kurzfristig.

Zum Ersten würde ich gerne in ein Index-Zertifikat für den TecDax investieren. Ich denke, da kann man bei der Auswahl nicht viel falsch machen. Zertifikat ist Zertifikat und wenn es den TecDax zu 100% abbildet, gibt es auch keine Unterschiede. Konkret geht es hier um die WKN 201599.

Und dann würde ich gerne noch in einen Technologie-Fonds einsteigen. Die WKN von DIT lautet 847512. Gibt es da etwas, was ich beachten muss? Es ist das erste Mal, dass ich Geld in einen Fonds anlege. Früher habe ich immer Einzelaktien gekauft. Aber das ist mir seit der Erfahrung der letzten beiden Jahre irgendwie zu heiss. Ich wollte in beide Richtungen je 3.000 Euro investieren. Würdet ihr es anders aufteilen?

Bin für jede Anregung oder Bemerkung offen. Ich beschäftige mich nicht wirklich viel mit dem Thema. Aber das Geld einfach nur auf das Sparbuch zu legen ist mir „einfach“.

Danke für eure Hilfe!

Gruss,
Daniel

hallo daniel,

das ist ja haarsträubend.
du willst also nach einer verdopplung unbedingt in tec-aktien investieren? und das zu 100%?
hochgefährlich!
bitte informiere dich erstmal über die grundlagen der geldanlage.
du solltest dein geld nie in eine branche stecken, sondern schön verteilen, das nennt man risikominimierung oder diversifikation.
und zwar in verschiedenen branchen, marktsegmenten und auch regionen investieren.
sieh auch mal in den faq nach, ob sich was dazu findet.

erschütterte grüße

strubbel
=:open_mouth:)

Hallo Daniel,

deine „Strategie“ ist goldrichtig wenn du an eine weitere Erholung des Technologiesektors glaubst und davon überzeugt bist.

Ansonsten wäre sie mir eben viel zu einseitig ausgerichtet und bietet auch hohes Rückschlagspotential.

Gruß ivo

Hallo Daniel,

wie du bei den beiden Postings erkennen kannst, ergeben drei Experten auch vier Meinungen.

Ich persönlich finde deine Auswahl schon ein bißchen riskant. Wenn du dich über die Entwicklungspotentiale der Branche informiert hast und du an eine weitere Erhohlung glaubst, ist deine Entscheidung richtig.

Andere Frage mal: „Wieviel Verlust kannst du verschmerzen?“

Fragende Grüße

Martin

Also meiner Ansicht (und leidvoller Erfahrung *g) nach zäumst Du das Pferd von hinten auf.

Ein Investment an der Börse geht man nur unter einer Bedingung ein :
„Wieviel bin ich bereit zu verlieren ?“

Dein Investitionsmix birgt hohes Risiko und hohe Chancen, dessen solltest Du dir bewusst sein… 30 % Verlust in 12 Monaten sind da durchaus drin.

Gruß
Udo

Ein Investment an der Börse geht man nur unter einer Bedingung
ein :
„Wieviel bin ich bereit zu verlieren ?“

Hallo Udo,

ich denke, bei einer solchen Grundeistellung sollte ich dann lieber auf das sichere Pferd setzen. Ein Investment in schwankende Finanzwerte soll immer einen Profit bieten!! Natürlich muß ich bereit sein, zeitweise auch Verluste hinzunehmen und mir im vorraus auch Gedanken machen, wie ich dem entgegen steuere (Zukauf, SL-Oder, etc.), aber die positive Grundeinstellung zum Profit muß da sein. Denn auch bei Kapitalanlagen gilt:„Zielorientierte Handlungsstrategie!!!“

Wollte ich nur mal so dazutun.

Gruß

Martin

Hallo,

vielen Dank für alle eure Antworten.

Dein Investitionsmix birgt hohes Risiko und hohe Chancen,
dessen solltest Du dir bewusst sein… 30 % Verlust in 12
Monaten sind da durchaus drin.

Das es ziemlich riskant ist, alles in die Technologie-Branche zu investieren, ist mir klar. Dies ist wohl nicht besonders konservativ. Damit kann ich aber leben. Ich arbeite in der IT-Branche und glaube fest daran, dass es wieder bergauf geht.

30% Verlust könnte ich verschmerzen. Auch wenn es nicht schön ist. Ich benötige das Geld nicht unbedingt in einem Jahr. Wegen mir kann es auch 5 Jahre angelegt bleiben. Aber als Ziel habe ich mir erstmal ein Jahr gesetzt.

Ansonsten ist der Fonds aber nicht verkehrt? Gibt es da irgendwelche versteckten Fallen oder so etwas auf die ich achten muss? Ausgabeaufgeld sind 5%, ist das ok? Wie wird die Verwaltungsgebühr abgezogen?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Gruss,
Daniel

Hallo Daniel,

5% sind soweit O.K., wie Sie für dich O.K. sind. Aber bei einem Anlagehorizont von einem Jahr, müßte der Fond ja schon weit über 13% bringen, um dir eine entsprechende Rendite zu gewährleisten. Da würde ich nur einen Fond ohne Aufschlag nehmen, oder halt einen geringeren. Sprech mal mit deiner Bank oder Investmentberater. Für die Verwaltungskosten werden dann deine Anteile veräußert. Frag genau nach und laß dir im Vertrag die einzelnen Kosten erläutern.

Viele Grüße
Martin

Servus Daniel,

hier noch ein paar Anmerkungen von mir.

ich möchte jetzt wo sich die Konjunktur langsam erholt wieder
ein wenig Geld an der Börse anlegen. Als Anlagedauer habe ich
mir mal ein Jahr vorgestellt, es kann aber auch länger sein,
ich brauche das Geld nicht kurzfristig.

Ein Jahr ist für ein Geldanlage etwas kurz, wegen Ausgabekosten, Kursrisiko etc. Aber Du schreibst ja auch, dass es eventuell auch länger sein kann. Dazu mußt Du Dir die Frage stellen, wie schnell muß ich an mein Geld in einem Notfall kommen (unvorhergesehene Anschaffung, Reparatur, Krankheit etc.) und wieviel von diesem Geld benötige ich dann. (Hab ich noch andere Reserven)

Zum Ersten würde ich gerne in ein Index-Zertifikat für den
TecDax investieren. Ich denke, da kann man bei der Auswahl
nicht viel falsch machen. Zertifikat ist Zertifikat und wenn
es den TecDax zu 100% abbildet, gibt es auch keine
Unterschiede. Konkret geht es hier um die WKN 201599.

Und dann würde ich gerne noch in einen Technologie-Fonds
einsteigen. Die WKN von DIT lautet 847512. Gibt es da etwas,
was ich beachten muss? Es ist das erste Mal, dass ich Geld in
einen Fonds anlege. Früher habe ich immer Einzelaktien
gekauft. Aber das ist mir seit der Erfahrung der letzten
beiden Jahre irgendwie zu heiss. Ich wollte in beide
Richtungen je 3.000 Euro investieren. Würdet ihr es anders
aufteilen?

Was positiv ist, dass Du schon früher in Aktien investiert hast, und damit also durchaus mit den Risiken dieser Anlage leben kannst. Sonst würdest Du ja jetzt nicht wieder investieren. Dein Vorschlag birgt die Chance auf einen guten Ertrag, birgt aber leider auch das Risiko eines hohen Verlustes. Die Frage ist hier, welche Rendite Du Dir erhoffst. Sollte Deine Strategie aufgehen, mußt Du auch bereit sein die Gewinne zu realisieren. Genau so mußt Du bereit sein, deine Verluste hinzunehmen und eventuell Deine Anlagestrategie zu ändern.

Bin für jede Anregung oder Bemerkung offen. Ich beschäftige
mich nicht wirklich viel mit dem Thema. Aber das Geld einfach
nur auf das Sparbuch zu legen ist mir „einfach“.

Das Problem, dass sich immer wieder ergibt, ist das Verhältnis Rendite - Sicherheit - Verfügbarkeit. Insgesamt würdest Du etwa 6 000,-- € investieren. Ich würde diesen Betrag nutzen, um das Risiko zu streuen. Dadurch sinkt natürlich die Ertragschance, aber auch das Risiko hoher Verluste. Ideal wäre eventuell eine Streuung in Aktienfonds, Hedge- und Futurefonds, für die Verfügbarkeit eventuell als Beimischung ein Geldmarktfonds. Leider gibt es aber das Problem mit der Mindesterstanlage, die meist über 2 000,-- zzgl. Agio liegt. Also mußt Du selbst entscheiden, wo Dein Anlageschwerpunkt liegt. Eventuell kannst Du auch noch einen Sparplan dazu machen, der dann eine breitere Diversifikation ermöglicht.

Der Vorteil für Dich ist, dass Du auch mal mit anderen Anlageklassen Bekanntschaft machst, und für Anlagen die über ein Jahr hinaus gehen Erfahrungen sammelst.

Für Fragen stehe ich gern zur Verfügung.

Ade, Micha

Da hab ich wohl den Anlagehorizont überlesen
Hallo Daniel,

bei einem AH von einem Jahr auch bis zu 5 Jahren ist der Fonds der falsche für dich. Dann würde ich eher in einen ausgabeaufschlagsfreien mit höherer Verwaltungsgebühr tendieren.

Gruß Ivo

Hallo Martin,

da hast Du sicherlich recht :smile:
Ich wollte nur deutlich darauf hinweisen , dass es an der Börse nichts geschenkt gibt. Diese Tatsache wird leider sehr oft vernachlässigt.
Hohen Chancen stehen immer hohe Risiken gegenüber.

Ich habe für definitiv jedes Investment eine rigorose Stop-Marke die mich vor größeren Verlusten bewahrt. Denn : "DEr erste Verlust ist immer der kleinste " *g*

Gruß
Udo

Hallo Daniel,

vielleicht solltest Du dir alternativ zum Fonds mal ein Index-Zertifikat ansehen. Hier bietet sich ein Zertifikat auf den "Dow Jones Sector Titans Technology an "
WKN 635 166

Vorteile : Keine Managementgebühren, kein Ausgabeaufschlag von 5 %.

Mehr Informationen findest Du hier :
http://zertifikate.onvista.de/snapshot.html?ID_OSI=4…

Viele Grüße
Udo

Hallo Udo,

vielleicht solltest Du dir alternativ zum Fonds mal ein
Index-Zertifikat ansehen. Hier bietet sich ein Zertifikat auf
den "Dow Jones Sector Titans Technology an "
WKN 635 166

Das ist ein sehr guter Tipp. Das Zertifikat hat eigentlich alle Aktien drin, die ich mir in einem Fonds auch gewünscht hätte. Das Zertifikat ist aber wohl in den USA gelistet. Muss ich da mit wesentlich höheren Gebühren bei einem Kauf/Verkauf rechnen?

Gruss,
Daniel

Das Zertifikat ist aber wohl in den USA gelistet. Muss
ich da mit wesentlich höheren Gebühren bei einem Kauf/Verkauf
rechnen?

Das ist nicht richtig. Das Zertifikat wird in Stuttgart und Frankfurt gehandelt. Der Emittent ( Dresdner Bank ) stellt zusätzlich An- und Verkaufskurse an der EUWAX . Die Börsenumsätze an sich sind sehr gering, das sollte aber durch die Kursstellung des Emittenten kein Problem sein. Das einzige Risiko das Du (neben dem Kursrisiko) hast , ist das Euro / Dollar - Verhältnis. Basiswährung des Indexes ist der Dollar. D.h. fällt der Dollar um 5 % bei unverändertem Index , fällt auch der Wert des Zertifikates um 5 %. Umgekehrt natürlich genauso :smile:

Viele Grüße
Udo

Hallo Udo,

Ich habe für definitiv jedes Investment eine rigorose
Stop-Marke die mich vor größeren Verlusten bewahrt.

SL Order sind wirklich eine schöne (wenn auch teilweise teure) Sache. Ich nutze Sie aber überwiegend bei sehr stark schwankenden Titeln. Standartwerte laufen zur Zeit ohne. Die sind eh zu stark gebeutelt und ich wrte erstmal bis eine entsprechende Erhohlung vollzogen ist. Wenn nicht, bleiben die halt im Depot und fertig. Haben schon genug Geld gekostet und auf die Depotgebühren kommt es eh nicht an.

Viele Grüße an alle, die nicht nur immer Gewinn machen!!

Denn :

"DEr erste Verlust ist immer der kleinste " *g*

Gruß
Udo

Jau sagt auch Martin