Frage zur jetzigen Tomaten-Aussaat

Hallo,
ich habe ja schon einmal einen Thread zu Tomaten gestartet.
Jetzt hatte ich wieder welche ausgesät (nachdem mein letzter Vesuch leider nichts war…). Alles genau so gemacht wie es mir hier empfohlen wurde.
Nun die Frage an Euch: Wenn Ihr Tomaten selber gesät habt, WANN habt Ihr die gesät und WIE groß sind die jetzt.
Meine sind jetzt ca. 5-6 cm auf einem kleinen (länglichen) Stängel sind oben dann zwei kleine Blättchen.
Habt Ihr Eure Tomaten auch in dieser kleinen Größe. Ich habe so die Vermutung, dass die bis Mitte Mai -wo ich die gekauften immer in den Garten gepflanzt haben sonst- nicht wirklich so groß sind, dass man die auch wirklich noch rechtzeitig in dieser „Saison“ ernten könnte. Ich sah nämlich beim Gärtner schon Tomatenpflanzen zum Kauf, die schon bestimmt 20 cm hoch waren und wunderbare Blattverzweigungen und einenb dicken,festen Stängel hatten.
Meint Ihr ich könnte bei meinen jetzt kleinen Planzen noch Hoffnung auf eine Tomatenernte dieses Jahr haben - ansonsten werde ich die nämlich jetzt „entsorgen“ und mir keine weitere Arbeit mehr damit machen :wink:) Trage sie jeden Morgen raus in die Sonne und jeden Abend wieder rein - und das bei „gefühlten“ 100 Pflanzen…

DANKE

Grüße
Marie

Ich bin der Meinung, dass du es genau richtig machst. Jetzt ist es draußen einfach noch zu kritisch.

Ich habe meine vor 2 Wochen ausgesät und sie sind etwa 5 cm hoch und zart. Sie sind in Anzuchterde, damit sie sich gut bewurzeln und nicht zu schnell wachsen. Langsames Wachsen ist besser, weil am Fensterbrett immer noch viel zu wenig Licht ist und sie sonst vergeilen.
In 4 Wochen sind sie richtig zum Auspflanzen. Sie müssen keineswegs so groß sein wie gekaufte. Im Sommer ist noch genug Zeit zum wachsen.
Wo in aller Welt willst Du 100 Tomatenpflanzen auspflanzen ?
Udo Becker

Hallo,
danke für die Antwort.

Ich hatte meine auch in Anzuchterde gesät und immer zu zweit in einem Töpfchen.
Das Deine Tomaten auch „nur“ 5 cm groß sind beruhigt mich jetzt.

Ich habe jetzt so viele ausgesät, weil bei meinem ersten Versuche mit ca. 30 Samen kein Pflänzchen was geworden ist… ich gehe mal nicht davon aus, dass alle 100 Pflänzchen aus „durchkommen“. Wenn doch - mein Garten ist SEHR groß und da wird sich ein Plätzchen finden, habe bisher immer ca. 35-40 gekaufte Pflanzen in den Garten gesetzt und davon haben dann wiederum später ca. 10-15 Pflanzen diese komische „braunfäule“ bekommen, die Blätter kringeln sich ein, werden braun und dann werden auch die Tomaten braun und ungenießbar - leider. Aber Chemie spritzen will ich nicht - dann kann ich auch im Laden kaufen…
Wenn ich doch zu viele Tomaten ernten kann, dann mache ich diese ein für den Winter.

Langsames Wachsen ist

besser, weil am Fensterbrett immer noch viel zu wenig Licht
ist und sie sonst vergeilen.
In 4 Wochen sind sie richtig zum Auspflanzen. Sie müssen
keineswegs so groß sein wie gekaufte. Im Sommer ist noch genug
Zeit zum wachsen.

Trägst Du Deine Pflänzchen dann auch jeden Tag nach draußen und abends wieder rein ins warme?

Danke
Grüße
Marie

Die „schönen großen“ Pflanzen, die man jetzt schon zu kaufen kriegt, sind im Gewächshaus mit viel Heizenergie und Dünger so hochgezogen worden, können jetzt genausowenig raus wie deine (und meine) kleinen und vergeilen und verkümmern in der Wartezeit nach Strich und Faden. Mein erster Schwung ist mir im Frühbeet erfroren, weil ich sie eines kühlen Abends vergessen hatte reinzuholen. Der zweite Schwung holt das aber locker noch auf, ich habe sogar vorgestern erst neue Tomaten gesät, die ich erst so spät geliefert bekommen hab (aus Wisconsin/USA, ebay.com…) Du würdest staunen, wie schnell mickrig aussehende Pflanzen aufholen, sobald sie draußen in der Sonne stehen! Letztes Jahr habe ich einen großen Schwung überzähliger Tomatenjünglinge von meiner Oma bekommen, deren Beet war noch lange nicht vorbereitet und sie standen noch wochenlang in den winzigen Anzuchttöpfen im Garten, trockneten aus, wurden ersäuft und sahen eigentlich schon halb tot aus, als ich sie endlich gepflanzt hab. Binnen weniger Wochen sind sie förmlich explodiert, ich bin in Tomaten ertrunken! Stell deine Winzlinge so hell wie nur irgend möglich, dabei aber nicht zu warm. Meine Schlafzimmerfenster sind zum Bersten voll mit Saatschalen und Anzuchttöpfen, da ist es am kühlsten. Da ich meine geliebte Monstera im Zimmer ohnehin mit Pflanzenlicht füttere, ist auch sie von Saatschalen umzingelt. Ich ziehe ALLES im Haus vor, um den Turboschnecken im Garten ein Schnippchen zu schlagen, habe jetzt Erbsen, Bohnen, Zucchini, Tomaten in mehreren Sorten, Porree, Kapuzinerkresse, diverse Blumen und Mais um mich rum. Ein belebender, beglückender Anblick, überall diese zarten Sämlinge zu kräftigen Jungpflanzen heranwachsen zu sehen!

Übrigens: Das Einkochen meiner reichlichen Tomaten, zu leckerer Soße gekocht, hat letztes Jahr nur bedingt geklappt, die meisten Gläser sind verschimmelt und der Rest war nicht so die Wucht in Tüten… Wie machst du das? Ich würde sonst Soße kochen und portionsweise einfrieren dieses Jahr…

Also keine Sorge, ich ziehe jedes Jahr meine Tomaten selbst. Wie schon erwähnt, die holen dann schon auf. Ich persönlich finde ja, man kann nie genug Sorten und Stückzahl haben. Ich habe im Gewächshaus und unter Tomatendächern etwa 80-90 Pflanzen. Und je nach Ertrag reichen die immer fast bis zur nächsten Ernte.

Ich ernte dann in den Hochzeiten 1 kg pro Tag, was nicht gleich verschenkt oder gegessen wird. Ich häute die Tomaten sofort und friere sie dann ein, locker in großen Tüten. Anfrieren auf einem Tablett (Tortenretter) und dann ab in die Tüte. So kann ich immer genau soviel Tomaten in der Größe entnehmen wie ich brauche. Das mit dem Häuten geht schnell, ab in das Garkörbchen vom Thermomix, je nach Größe bis zu einer Minute, schrecken und abziehen.

Was sind denn Tortenretter und Thermomix? Hört sich verdächtig nach Tupper an…? Und die Tomaten sind dann wie frisch für Soßen etc. zu verwenden?

habe bisher immer ca. 35-40
gekaufte Pflanzen in den Garten gesetzt:

Wow, das ist sicher teuer?

und davon haben dann
wiederum später ca. 10-15 Pflanzen diese komische „braunfäule“
bekommen, die Blätter kringeln sich ein, werden braun und dann
werden auch die Tomaten braun und ungenießbar - leider.:

Diesem Risiko unterliegen alle Tomatensorten, aber manche sind robuster dagegen als andere. Ich schwöre auf „richtige“ Sorten, die sind da teilweise wesentlich widerstandsfähiger dagegen als die Hybridsorten, bei deren Entwicklung es hauptsächlich auf die Fruchtmasse ankommt. Erkennbar sind Hybriden am Namenszusatz „F1“. Die kannst du dann auch nicht aus gesammelten Samen weitervermehren, da kommen dann die Mendelschen Gesetze zum Vorschein und du erntest entweder gar nix oder irgendwas Unerwartetes (was auch spannend sein kann!) Außerdem müssen die Pflanzen genug Abstand zu allem haben, was das Abtrocknen der Blätter behindern kann, dann brauchen sie auch kein Dach überm Kopf. Ich ziehe seit jeher meine Tomaten „schutzlos“ und habe aufgrund der Sortenwahl und Mischung mit anderen Gemüsearten weit weniger Probleme mit Braunfäule als meine monokultivierenden, plastebeutelüberstülpenden Nachbarn.

Aber
Chemie spritzen will ich nicht - dann kann ich auch im Laden
kaufen…:

Da hast du voll und ganz Recht. Probiere es mal mit Brennesseljauche zum Gießen, die soll die Tomaten düngen und stärken und ihre Abwehrkräfte unterstützen. Ich persönlich werde das dieses Jahr erstmals im großen Stil ausprobieren. Laut dem mir vorliegenden Rezept gibt man 1kg frische Brennesseln auf 10l Wasser, das lässt man einige Tage stehen, bis es gärt (Schaumbildung), täglich umrühren. Ist die Jauche dunkel, kann man sie 1:10 verdünnt anwenden. Dunkel und verschlossen lässt sie sich sogar aufbewahren. Die Pflanzenreste würde ich mit aufs Beet schmeißen. In meinem Heft steht, dass Bohnen, Erbsen, Knoblauch und Zwiebeln die Brühe nicht vertragen. Ackerschachtelhalmsud, 24h kalt gezogen und dann aufgekocht, 1:5 verdünnt gespritzt soll gegen Pilzbefall helfen. Am besten suchst du mal gezielt nach pflanzlichen Jauchen. Da gibts reichlich Rezepte im Netz, wie immer natürlich auch mit 1000 gegensätzlichen Meinungen versehen…

Hallo,
danke für die Antwort.

Die „schönen großen“ Pflanzen, die man jetzt schon zu kaufen
kriegt, sind im Gewächshaus mit viel Heizenergie und Dünger so
hochgezogen worden, können jetzt genausowenig raus wie deine
(und meine) kleinen und vergeilen und verkümmern in der
Wartezeit nach Strich und Faden.

Ach - na dann, ich hätte die jetzt eh nicht gekauft - aber sahen wirklich toll aus im Laden.

Mein erster Schwung ist mir

im Frühbeet erfroren, weil ich sie eines kühlen Abends
vergessen hatte reinzuholen.

Hätte mir auch passieren können :wink:)

Der zweite Schwung holt das aber

locker noch auf, ich habe sogar vorgestern erst neue Tomaten
gesät, die ich erst so spät geliefert bekommen hab (aus
Wisconsin/USA, ebay.com…)

Auf das AUFHOLEN hoffe ich jetzt auch sehr, ist hatte auch am letzten Montag noch welche ausgesät - aber eigentlich nicht zu hoffen gewagt, dass daraus noch was wird, bis jetzt ist nämlich noch kein einziges Pflänzchen draus geworden.
Hast Du denn ganz besondere Tomaten aus USA bekommen, die man hier nicht bekommt?

Du würdest staunen, wie schnell

mickrig aussehende Pflanzen aufholen, sobald sie draußen in
der Sonne stehen! Letztes Jahr habe ich einen großen Schwung
überzähliger Tomatenjünglinge von meiner Oma bekommen, deren
Beet war noch lange nicht vorbereitet und sie standen noch
wochenlang in den winzigen Anzuchttöpfen im Garten, trockneten
aus, wurden ersäuft und sahen eigentlich schon halb tot aus,

… so wie meine derzeit aussehen - ich habe allerding nicht jede Tomate einzeln in Anzuchttöpfen gesät, sondern in leere Joghutbecher (mich Löcher unten) usw. immer zu zwei/dritt…

als ich sie endlich gepflanzt hab. Binnen weniger Wochen sind
sie förmlich explodiert, ich bin in Tomaten ertrunken!

Das hätte ich auch mal gerne…

Stell

deine Winzlinge so hell wie nur irgend möglich, dabei aber
nicht zu warm.

Ich habe die zum Anziehen nach dem Aussäen auf das Fensterbrett gesetzt und etwas Heizung angemacht - dann raus und runter auf einen großen Tisch in die Garage gestellt und über Tag raus ins Freie, abends wieder in die Garage zurück - wie gesagt, leider bisher total mickrige kleine Pflänzchen…

Meine Schlafzimmerfenster sind zum Bersten voll

mit Saatschalen und Anzuchttöpfen, da ist es am kühlsten. Da
ich meine geliebte Monstera im Zimmer ohnehin mit
Pflanzenlicht füttere, ist auch sie von Saatschalen umzingelt.
Ich ziehe ALLES im Haus vor, um den Turboschnecken

-DAVON habe ich auch mehr wie genug *seufz*

im Garten

ein Schnippchen zu schlagen, habe jetzt Erbsen, Bohnen,7

-Bohnen hatte ich auch versucht, sind auch sehr schön gekommen (Stangenbohnen), dann aber leider eingegangen, keine Ahnung warum, die haben auch bei den Tomaten gestanden-

Zucchini, Tomaten in mehreren Sorten, Porree, Kapuzinerkresse,
diverse Blumen und Mais um mich rum. Ein belebender,
beglückender Anblick, überall diese zarten Sämlinge zu
kräftigen Jungpflanzen heranwachsen zu sehen!

Übrigens: Das Einkochen meiner reichlichen Tomaten, zu
leckerer Soße gekocht, hat letztes Jahr nur bedingt geklappt,
die meisten Gläser sind verschimmelt und der Rest war nicht so
die Wucht in Tüten… Wie machst du das? Ich würde sonst Soße
kochen und portionsweise einfrieren dieses Jahr…

Ja - das mit dem einfrieren habe ich noch nicht versucht, habe mir aber schon „fertige“ Tomatensuppe davon gemacht und eingefroren, war nicht ganz so lecker wie frische Suppe…

DANKE Dir sehr und dafür ein Sternchen.

Grüße
Marie

Hallo,
danke für die Antwort.

Also keine Sorge, ich ziehe jedes Jahr meine Tomaten selbst.
Wie schon erwähnt, die holen dann schon auf. Ich persönlich
finde ja, man kann nie genug Sorten und Stückzahl haben.

In diesem Jahr versuche ich erstmals 20 verschiedene Sorten, aber ich weiß nicht ob alles was wird :wink:)

Ich

habe im Gewächshaus und unter Tomatendächern etwa 80-90
Pflanzen. Und je nach Ertrag reichen die immer fast bis zur
nächsten Ernte.

SO viele Pflanzen, wow.

Ich ernte dann in den Hochzeiten 1 kg pro Tag, was nicht
gleich verschenkt oder gegessen wird. Ich häute die Tomaten
sofort und friere sie dann ein, locker in großen Tüten.
Anfrieren auf einem Tablett (Tortenretter) und dann ab in die
Tüte.

DAS habe ich so noch nie gehört - hört sich aber sehr gut an. Bisher habe ich die gehäutet und in diese „Twist Off“ Einmachgläser eingeweckt, aber manche Gläser gehen auf oder gären oder schimmeln, einfrieren scheint dann besser zu sein.

So kann ich immer genau soviel Tomaten in der Größe

entnehmen wie ich brauche. Das mit dem Häuten geht schnell, ab
in das Garkörbchen vom Thermomix,

-habe ich leider leider keinen - mache es aber in einem großen Topf auf dem Herd, alle kurz nacheinander rein, geht auch, Thermomix ist mir bisher „zu teuer“…

je nach Größe bis zu einer

Minute, schrecken und abziehen.

Was machst Du dann mit den eingefrorenen Tomaten? Werden die nicht matschig, kannst Du die noch für Salat/Pizza oder sowas brauchen, taust Du sie auf, dass Du sie wieder heiß überbrühst oder läßt die „alleine“ auftauen irgendwie?

DANKE für die tolle Antwort - habe einiges gelernt.

Grüße
Marie

Hallo,

Was sind denn Tortenretter

ich vermute, da ist dieser tortengroße „Schieber“ gemeint, den man unter Böden schieben kann, die z. B. in einer Springform gebacken wurden - quasi zum herausheben des Bodens - oder ist meine Meinung doch nicht richtig???

und Thermomix? Hört sich verdächtig

nach Tupper an…?

M.E. nach ist der Termomix dieses tolle Superding - ein Alleskönner - von der Fa. Vorwerk.
Meine Kollegin hatte einen und hat da ALLES mit gemacht, Erbsensuppe gekocht (so auch nicht anbrennen) und lauter tolle Sachen, ich war dann total begeistert von Ihren Kostproben und Erzählungen und war schon geneigt mir auch einen zu kaufen - BIS, ja bis ich den Preis hörte - dann fand ich ihn gar nicht mehr ssoo schön :wink:)

Und die Tomaten sind dann wie frisch für

Soßen etc. zu verwenden?

Ja - das würde mich aus interessieren.

Danke
Marie

Hallo,

Wow, das ist sicher teuer?

Ja - das stimmt leider, aber wir essen total gerne Tomaten, deshalb wollte ich die ja jetzt mal selber anziehen und dan auch in verschiedenen Sorten eben. Im Handel bekommt man ja meistens nur diese typischen Holland-Tomaten, oder bestenfalls Fleischtomaten oder Cocktailtomaten

Diesem Risiko unterliegen alle Tomatensorten, aber manche sind
robuster dagegen als andere. Ich schwöre auf „richtige“
Sorten, die sind da teilweise wesentlich widerstandsfähiger
dagegen als die Hybridsorten, bei deren Entwicklung es
hauptsächlich auf die Fruchtmasse ankommt. Erkennbar sind
Hybriden am Namenszusatz „F1“.

Ja - ich hatte schon mal F1 -Bohnen gekauft…

Die kannst du dann auch nicht

aus gesammelten Samen weitervermehren, da kommen dann die
Mendelschen Gesetze zum Vorschein und du erntest entweder gar
nix oder irgendwas Unerwartetes (was auch spannend sein kann!)

-wohl wahr-

Außerdem müssen die Pflanzen genug Abstand zu allem haben, was
das Abtrocknen der Blätter behindern kann, dann brauchen sie
auch kein Dach überm Kopf.

Wir haben ein „Hügelbeet“ vor Jahren angelegt und darauf kommen eigentlich im Wesentlichen nur Tomaten, an diese Stahl-Spiral-Stäbe, davor habe ich jetzt mal eine Reihe „Pflücksalat“ gesät - der ist aber nach zwei Wochen -unter einem Folientunnel- auch noch nicht rausgekommen…

Ich ziehe seit jeher meine Tomaten

„schutzlos“ und habe aufgrund der Sortenwahl und Mischung mit
anderen Gemüsearten

mit welchen kombinierst Du da-

weit weniger Probleme mit Braunfäule als

meine monokultivierenden, plastebeutelüberstülpenden Nachbarn.

O. k. auf dem besagten Hügelbeet kommen auch nur Tomaten, aber drumherum im Garten steht natürlich alles andere.

Wenn jetzt meine (mickrigen) Tomatenpflänzchen noch was werden und die, die ich am Montag ausgesät habe (wo noch keine einzige von rausgekommen ist *grübel warum*) auch noch alle was werden, dann werde ich die Tomaten wohl über den ganzen Garten verteilt stellen müssen, ich habe z. B. auch einen Teil des Gartens nur mit grünen Gewächsen und Rindenmulch drumrum angelegt, also so Stauden, Sommerflieder kleine Zierbäumchen usw. -dann werde ich da wohl einige Tomaten zwischenpflanzen müssen. Aber ich denke, das geht, blöd wird dann nur das tägliche Gießen, weil man dann immer quer durch den Garten laufen musse -habe ca. 1.000 qm Garten- und keine automatische Bewässerung, sondern nehme solange es vorrätig ist nur Regenwasser aus Tanks.

Aber
Chemie spritzen will ich nicht - dann kann ich auch im Laden
kaufen…:

Genau SO sehe ich das auch, düngst Du die mit irgendwas? Ich hatte mal gelesen man kann mit „gebrauchtem“ Kaffee-Mehl (also Rest nach dem Kaffeebrühen) „düngen“, wei? aber nicht obs stimmt und will auch nichts falsch machen. Wir hatten auch mal einen Kompost - war aber zuviel Arbeit für uns.

Da hast du voll und ganz Recht. Probiere es mal mit
Brennesseljauche zum Gießen, die soll die Tomaten düngen und
stärken und ihre Abwehrkräfte unterstützen.

Ich persönlich

werde das dieses Jahr erstmals im großen Stil ausprobieren.
Laut dem mir vorliegenden Rezept gibt man 1kg frische
Brennesseln auf 10l Wasser, das lässt man einige Tage stehen,
bis es gärt (Schaumbildung), täglich umrühren. Ist die Jauche
dunkel, kann man sie 1:10 verdünnt anwenden. Dunkel und
verschlossen lässt sie sich sogar aufbewahren. Die
Pflanzenreste würde ich mit aufs Beet schmeißen. In meinem
Heft steht, dass Bohnen, Erbsen, Knoblauch und Zwiebeln die
Brühe nicht vertragen. Ackerschachtelhalmsud, 24h kalt gezogen
und dann aufgekocht, 1:5 verdünnt gespritzt soll gegen
Pilzbefall helfen.

Ist diese komische „Braun-Kraut-Fäule“ denn eine Pilzerkrankung?
Ich habe mal gehört, dass wenn man die Brennessel länger ziehen läßt, das als Pflanzenschutz benutzt wird. Aber ich weiß leider nicht genau WIE die Zeiten sind, wielange also die Brennessel ziehen müssen für Jauche zum düngen und für Jauche zum „spritzen“, ich weiß nur, das es da was gibt…

Am besten suchst du mal gezielt nach

pflanzlichen Jauchen. Da gibts reichlich Rezepte im Netz, wie
immer natürlich auch mit 1000 gegensätzlichen Meinungen
versehen…

DANKE Dir sehr

Grüße
Marie

mit welchen kombinierst Du da-

*Pflanzplan hernehm* Nun, ich habe letztes Jahr neue Erdbeerbeete angelegt, die bereits mit Knoblauch und frisch gesteckten Zwiebeln bestückt sind. Dazwischen kommen die Tomaten. Die Erdbeeren werden zur Erntezeit mit Stroh ausgelegt, das hält die Früchte sauber und trocken und den Boden feucht. Das Nachbarbeet (letztes Jahr mit angerottetem Pferdemist bedeckt) bekommt als Hauptfrucht Brokkoli, dazwischen Erbsen (die geben ganz nebenbei noch eine schöne Gründüngung). Solange der Brokkoli noch klein ist, kommt Kohlrabi in die Freiräume, der wächst wesentlich schneller und ist dann schon geerntet, wenn der Brokkoli sich ausbreitet. Und auch hier kommen Tomaten dazwischen, denn der Tomatengeruch verteibt die Weiße Fliege vom Kohl. Entstehende Lücken fülle ich überall gern mit Spinat, der beschattet den Boden gegen Sonnenaustrocknung und gibt ne Zusatzernte und letztlich auch Gründüngung. Der Kartoffelacker wird komplett mit Spinat übersät, so können Kartoffelkäfer sich schlecht ausbreiten. Ringelblumen helfen den Kartoffeln gegen Nematoden und sehen nebenbei nett aus. Auf einem anderen Beet habe ich letztes Jahr Perserklee und Luzerne als Gründüngung gesät, dort kommen die Zucchini hin als Hauptfrucht. Die Gründüngung bleibt dabei bestehen und beschattet den Boden. Längs kommen dort Stangenbohnen hin, zwischenrein Porree, noch mehr Kohlrabi und bestimmt auch wieder Tomaten. Ein weiteres Beet hatte ich noch nicht fertig geplant, da ich jetzt aber drei Maissorten hab, werden die wohl da hin kommen. Spinat und Kohlrabi kommen hier wieder zum Einsatz, auch Erbsen. Und überall wo noch Platz ist, können Pflanzen mit kurzen Reifezeiten (z.B. Pflücksalat) und Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Dill uvm. gesät werden. Hauptsache, der Boden ist immer bedeckt. Nackter Boden trocknet und laugt schnell aus. Wichtig ist, auf Verträglichkeit zu achten. Meine Standardtabelle ist auf kleingärtnerin.de zu finden, da guck ich gelegentlich sogar während der Arbeit per Handy drauf, bevor ich was säe oder pflanze. Und überall in meinem Garten wächst ganz von selbst Borretsch, wo ihm danach ist, der ist auch eine sehr hilfreiche Pflanze für alles mögliche.

düngst Du die mit irgendwas? Ich
hatte mal gelesen man kann mit „gebrauchtem“ Kaffee-Mehl (also
Rest nach dem Kaffeebrühen) „düngen“, wei?

Kann man. Kaffeesatz ist eine feine Sache, aber ich würds nicht zu stark konzentriert drumrumpacken. Damit hab ich keine große Erfahrung, ich trinke keinen Kaffee :wink: Hab mir mal aus der Firmenküche den Kaffeesatz mitgenommen, einige Kilo, und das um meine gerade austreibenden Dahlien gelegt, weil das Schnecken abhalten sollte. Erfolg würde ich mit etwa 60% einschätzen.

Wir hatten auch mal
einen Kompost - war aber zuviel Arbeit für uns.

Dann habt ihr was falsch gemacht. Kompost ist für den Garten sein Gewicht in Gold wert. Abgesehen davon, dass man (zumindest bei uns) die Gebühren für die Biotonne sparen kann, wenn man selbst kompostiert, finde ich den Komposter unabdingbaren Bestandteil eines Gartens. Was Besseres kann man keiner Kultur gönnen. Ich hab von einem meiner Vorpächter das Vermächtnis eines riesigen Holzlattenkomposters bekommen, der ist ca. 3m lang und 1,5m breit. Er ist in drei Fächer unterteilt: 1 für aktuell anfallende Bioabfälle, 1 wo der Kompost ruht und reift und 1 mit reifem Kompost, den ich nach Bedarf entnehme. Ich schmeiße alle Küchenabfälle drauf, die ich in dichtschließenden Eimern zuhause sammle, auch alles an Gartenabfällen. Wenn das Jahr rum oder das Fach voll ist, lasse ich es einfach liegen, bis der reife Kompost alle ist und ich auf das neue Fach zurückgreifen muss. Was noch nicht vollständig verrottet ist, kommt einfach ins aktive Fach, das hilft dort der Rotte auf die Sprünge, weil die Mikroorganismen schon drin sind. Reifer, gesiebter Kompost wird dann einfach dick um die Pflanzen gepackt oder gleich vor dem Pflanzen auf dem Beet verteilt. Nicht einarbeiten.

Ist diese komische „Braun-Kraut-Fäule“ denn eine
Pilzerkrankung?

Ja.

Ich habe mal gehört, dass wenn man die Brennessel länger
ziehen läßt, das als Pflanzenschutz benutzt wird. Aber ich
weiß leider nicht genau WIE die Zeiten sind, wielange also die
Brennessel ziehen müssen für Jauche zum düngen und für Jauche
zum „spritzen“, ich weiß nur, das es da was gibt…

Geh mal auf bio-gaertner.de :wink:

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Hallo,
ganz lieben Dank für diese tolle Antwort - dafür ein Sternchen…

*Pflanzplan hernehm*

Ach so - habe ich keinen…

Längs kommen

dort Stangenbohnen hin,

ja - ich habe für dieses Jahr mal die Spaghetti-Bohne gekauft, hatte ich noch nie, sollen angeblich bis zu 1m langen Bohnen dran reifen - bin mal gespannt.

können Pflanzen mit kurzen

Reifezeiten (z.B. Pflücksalat)

ich habe schon vor längerem Pflücksalat gesät - er kommt aber nicht raus - obwohl ich einen Folientunnel drüber gespannt habe. Jeden Tag schaue ich nach und nichts tut sich, ich habe Lollo Roso und Lollo Bianco, daneben habe ich Radieschen gesät (gelbe runde), die haben schon leichtes grün, aber der Salat - nun ja ich warte mal, heute ist es nämlich hier SEHR kalt.

Meine

Standardtabelle ist auf kleingärtnerin.de zu finden, da guck
ich gelegentlich sogar während der Arbeit per Handy drauf,
bevor ich was säe oder pflanze.

SO genau habe ich keinen Plan, ich habe ja auch nur das eine Hügelbeet und ein weiteres kleineres für hauptsächlich Tomaten und ein wenig Salat, Petersilie usw.

Kann man. Kaffeesatz ist eine feine Sache, aber ich würds
nicht zu stark konzentriert drumrumpacken.

Ich wollte es beim Tomatenpflanzen in die Erde mit einarbeiten…

Dahlien gelegt, weil das

Schnecken abhalten sollte.

Ach - das habe ich auch noch nicht gewußt, Schnecken hätte ich nämlich in unerträglich großen Mengen. Deshalb hatte ich u. a. den Folientunnel über die Salatreihen gemacht, damit die sich nicht an meinem Salat sattfressen können - natürlich auch damit es schneller wächst - war ja aber leider nichts…

Geh mal auf bio-gaertner.de :wink:

So - jetzt ich aber wirklich sehr viel gelernt - klasse DANKE, werde mir die beiden Seiten mal in Ruhe anschauen.

DANKE

Grüße
Marie