Stellt euch zehn Leute vor.
1: sie sollen die Augen tagsüberschliessen und man fragt sie, ob das die eigene „Schwärze“, das Nichts sei, was sie sehen. Vermutlich sage sie ja.
2: Dasselbe bei stockdunkler, mondloser Nacht. Vermutlich sagen sie wieder ja.
3: Jetzt sollen sie die Augen öffnen und sagen, ob sie nur noch ihre eigene Dunkelheit sehen oder ob das eine allgemeine ist. Vermutung: sie sagen, es sei die allgemeine Dunkelheit.
Wenn die Vermutungen richtig sind, liegt hier eine logische Wendung. Woran liegt das?
Hallo Frank,
das erinnert mich an das berühmte Höhlengleichnis von Platon.
Sofort denke ich: Oh! Frank ist doch alles andere als ein Platoniker (=Idealist).
Aber wird sind ja alle nicht nur aus einem „einzigen Material“…
Gruss, Branden
Hallo Frank,
das erinnert mich an das berühmte Höhlengleichnis von Platon.
Sofort denke ich: Oh! Frank ist doch alles andere als ein
Platoniker (=Idealist).
Aber wird sind ja alle nicht nur aus einem „einzigen
Material“…
Hallo Branden,
traust du einem echten (phil.) Idealisten tatsächlich zu, gezielt solch eine Frage zu stellen?
Ich kann mich in ein idealistisches Weltbild trotz meines Determinismus nur mit größter Mühe hineindenken. Imho ist es nicht möglich, ein einmal erworbenes Weltbild zu wechseln. Evtl besteht hier sogar die Ursache für Nervenzusammenbrüche, nämlich das Tele logisch einfach negiert werden zund man dadurch mit der Gesamtlogik nicht mehr zurechtkommt. Was meint ein Psychologe dazu?
Ein zwiefach beherzten JA! möchte ich ausrufen. Aber ich will versuchen auf alle Fragen einzugehen:
traust du einem echten (phil.) Idealisten tatsächlich zu,
gezielt solch eine Frage zu stellen?
Aber JA doch! Ich sage ja, es erinnert mich SEHR an dieses Höhlengleichnis von Platon.
nicht möglich, ein einmal erworbenes Weltbild zu wechseln.
Das fällt vielen von uns recht schwer, klar. Man hat sich ja geistig einiges aufgebaut im Laufe der Zeit. Mir würde es z.B. sehr schwer fallen, mich vom geistigen Fundament der Psychoanalyse zu verabschieden.
Evtl besteht hier sogar die Ursache für Nervenzusammenbrüche,
nämlich das Tele logisch einfach negiert werden zund man
dadurch mit der Gesamtlogik nicht mehr zurechtkommt. Was meint
ein Psychologe dazu?
JA. Ohne Frage wirft uns „Kopfarbeiter“ sowas schnell aus der (Nerven-)Bahn.
dass hier nur Schwärze zu sehen sei? Farbexplosionen, lichter,
etc. Gibt es das bei euch nicht? (ohne psychopharmaka, meine
ich!!!)
Um ehrlich zu sein, nein. Wenn ich die Augen schliese, sehe ich im Prinzip nichts. LSD nehme ich auch nicht.
Aber das berührt weniger den Inhalt meiner Frage.
jeder…
… von euch wird doch schon einmal die farbexplosionen gesehen haben, wenn ihr die augen geschlossen habt…
dazu braucht unser gehirn kein lsd! das hat (glaube ich) mit den restlichen reizungen der nervenzellen zu tun - unser gehirn „erinnert“ sich sozusagen noch an farben, die kürzlich noch wahrgenommen wurden.
es liegt daran, dass diese 10 Leute keine wahre Erkenntnis erlangt haben
Meine Dunkelheit, deine Dunkelheit, allgemeine Dunkelheit… nichts als Kategorien in deinem Gehirn, da so etwas wie Dunkelheit nicht existiert ausserhalb unserer Gehirne. Physikalisch gibt es nur Licht. Dunkelheit ist dann nur unsere Definition für dessen absolute Abwesenheit, wobei eine Katze sich wohl z.t. scheckig lachen dürfte, was wir als „Dunkelheit“ bezeichen.
Er „sieht“ mit den Ohren z.B.
Aber darum ging es mir auch nicht, sondern um die Bestimung der Reflexion. Wird dieses Dunkel rein subjektiv wahrgenommen, da ich ja das Dunkel meines geistigen Auges sehe, oder wird es als das allegeine Dunkel wahrgenommen, das Dunkel, welche die objektive Realität der Abwesenheit von Licht darstellt.
Möglichst objektiv: wie hättest du bei geschlossenen Augen getippt?
ich vermute, an dem was wir gelernt haben. wir unterscheiden dem begriff nach zwischen „dunkler umgebung“ und dem „dunkel der augendeckel“. natürlich ist da physikalisch kein unterschied. wenn nicht genügend licht auf die netzhaut trifft, dann ist das bild immer schwarz…
zum „was sehen blinde“: die frage ist genauso sinnvoll wie „was für radiowellen nehmen menschen wahr?“ die antwort „schwarz“ auf die erste ist genauso falsch wie „static“ auf die zweite. zweimal scharf nachgedacht.
Hallo,
bei 3. würde ich sicher nein antworten. Ich jogge häufiger nachts und die komplette Dunkelheit erlebt man in zivilisierten Breitengraden nie (z.B. Reflektion von städtischen Licht). Bei Regen + mondlos kommt man dem Effekt sehr nahe aber ich würde trotzdem behaupten ein Unterschied zu geschlossenen Augen wäre vorhanden. In dem Zusammenhang erinnere ich mich an die schöne Def. von Michael Ende vom „Nichts“ - erinnert sich da auch noch jmd. dran ?
Ein zwiefach beherzten JA! möchte ich ausrufen. Aber ich will
versuchen auf alle Fragen einzugehen:
traust du einem echten (phil.) Idealisten tatsächlich zu,
gezielt solch eine Frage zu stellen?
Aber JA doch! Ich sage ja, es erinnert mich SEHR an dieses
Höhlengleichnis von Platon.
Du kennst ihn nicht, Torsten
nicht möglich, ein einmal erworbenes Weltbild zu wechseln.
Das fällt vielen von uns recht schwer, klar. Man hat sich ja
geistig einiges aufgebaut im Laufe der Zeit.
Leider verkennt aber mancher dann, dass er vielleicht irgendwo
einen Denkfehler hatte.
Mir würde es z.B.
sehr schwer fallen, mich vom geistigen Fundament der
Psychoanalyse zu verabschieden.
ganz verteufeln will ich die PA auch nicht, aber manches möchte ich,
speziell als Frau, dort so nicht stehen lassen…
Evtl besteht hier sogar die Ursache für Nervenzusammenbrüche,
nämlich das Tele logisch einfach negiert werden zund man
dadurch mit der Gesamtlogik nicht mehr zurechtkommt. Was meint
ein Psychologe dazu?
Wenn ich mir andere w-w-w-User so anseh, so könntest du recht haben, wenn du von dir ausgehst.
JA. Ohne Frage wirft uns „Kopfarbeiter“ sowas schnell aus der
(Nerven-)Bahn.
Nö, Blinde sehen manchmal durchaus auch etwas, vor allem wenn die erst später erblindet sind und nicht von Geburt an Blind waren. Visuelle Eindrücke können auch vom Gehirn selbst generiert werden.
Dunkelheit ist ohnehin relativ. Nimm ein sehr dunkel graues Stück Papier und halte es vor einen reinweissen Hintergrund - es sieht schwarz aus. Halte das gleiche Stück Papier vor schwarzen Grund - es sieht hell aus.
Es gibt kein „objektives Dunkel“. Es gibt nur die Abwesenheit von Photonen. Zu Dunkelheit wird es erst, wenn ein Mensch dies wahrnimmt. Es gibt da andere Beispiele: Welches Geräusch macht ein fallender Baum, wenn kein Beobachter da ist? Gar keines, er emmittiert lediglich Schallwellen - ein „Geräusch“ wird es erst durch die Wahrnehmung durch einen Beobachter.