für die Wahl des
Bezugssystems ist es entscheidend, wo die Energie her kommt.
Das Bezugssystem hat damit nun gar nichts zu tun. Im Gegenteil kannst Du als Bezugssystem Dir auch irgendetwas völlig exotisches ausdenken - nur die Berechnung der Vorgänge wird dadurch komplizierter, das ist alles.
Auch, wenn der Strahl in der späteren Flugphase an der Erde
vorbeibläst, stammt doch der Treibstoff von der Erde.
Aber der Treibstoff der Rakete ergibt keinen Stoß an die Erde, wenn die Rakete fliegt. (Weshalb eine Wand zum ‚Abstoßen‘ hinter einer Rakete oder einem Düsenjäger kein positive Wirkung beim Beschleunigen desselben bringt.) Im Unterschied dazu ergibt der Kanonenschuss einen ziemlich heftigen Rückstoss.
Gruß
loderunner
Du hast ja Recht, eine Kanonenkugel wird von der Kanone abgestossen, und eine Rakete stösst sich an ihrem Strahl ab. Aber der Effekt davon ist lediglich ein vergleichsweise geringerer Wirkungsgrad der Rakete, der Strahlwirkungsgrad. Der von der Erde mitgebrachte Treibstoff wird also nur zu einem geringen Anteil in kinetische Energie umgesetzt, welche aus Sicht der Erde einem Massezuwachs entspricht, einem relativistischen Effekt, der parallel läuft mit den anderen Effekten wie Zeitdilatation und Längenkontraktion. Diese Effekte sind nur aus der Sicht der Erde da, die Astronauten selber fühlen sich nicht verkürzt oder werden phlegmatisch aufgrund zäh werdender Zeit. Können wir uns darauf einigen?
Viele Grüsse!