Fragebogen vor Aufnahme einer Psychotherapie

was will man mit solch einem fragebogen herausfinden,und führen solche therapien überhaupt zu irgendeinem erfolg???

was will man mit solch einem fragebogen herausfinden,und
führen solche therapien überhaupt zu irgendeinem erfolg???

Hallo Tippi,
jetzt weiss ich nicht genau, welche Fragen in deinem Fragebogen stehen, aber wahrscheinlich sollen sie dazu dienen, dem Therapeuten einen groben Überblick über deinen Lebenshintergrund zu geben. Jetzt können die Fragen direkt auf deine Lebensphasen bezogen sein - Kindheit, Jugendalter, Erwachsenenalter oder bzw und auf deine Haltungen, zB. Einstellung zu bzw. Erleben deiner Körperlichkeit, deines sozialen Umfeldes, deiner Arbeit, Einstellung zu Materiellem und deine Werte und Normen bzw. was dir in deinem Leben wichtig ist. Sie können aber auch auf deine gegenwärtigen Schwierigkeiten und Probleme bezogen sein und was du mit einer Therapie erreichen willst.
Also ich finde so Fragen schon hilfreich, weil sie einem auch selber zur Klärung dienen.
Was den Erfolg von Therapien betrifft, kann ich grundsätzlich nur sagen, dass ich schon viele Menschen getroffen habe, die eine Therapie machen oder gemacht haben und sie als große Hilfe empfunden haben. Therapien können helfen, dich erst mal besser zu verstehen, bzw. warum du was machst, bzw wie dich manche Verhaltensweisen und Gedankengänge daran hindern, zu dem zu kommen was du willst und was du brauchst. In der Therapie kann es auch dazu kommen, dass du wieder mit alten sehr schmerzlichen Erfahrungen in Berührung kommst, aber dieses Mal in einem geschützten Rahmen mit einem stützenden und zu dir haltenden Therapeuten was zum Heilen von alten Wunden führen kann und auch zum Gewahr werden deiner jetzigen Möglichkeiten. Wichtig finde ich, dass du dir einen Therapeuten wählst, der dir sympathisch ist und vertrauenswürdig und bedenke, der macht seine Arbeit nicht aus Sensationsgier, sondern weil er dich dabei unterstützen will dass du dich gut und wohl fühlst mit dir und anderen und du verantwortungsvoll und fürsorglich mit dir umgehst.
Ich hoffe, ich habe deine Frage beantwortet und wünsche dir viel Mut und Energie und Geduld und ich sage dir, es ist ein gutes Gefühl, mit sich ausgesöhnt zu sein und sich über vieles keinen Kopf mehr machen zu müssen und für das eigene Glück die Verantwortung zu übernehmen.
Alles Gute!

was will man mit solch einem fragebogen herausfinden,und
führen solche therapien überhaupt zu irgendeinem erfolg???

Wenn Ihnen ein Psychologe helfen soll, dann müssen Sie auf jeden Fall VERTRAUEN zu ihm haben. Was bedeutet, daß sie Ihm offen und ehrlich seine Fragen beantworten.
Wenn Sie Ihn belügen oder etwas verschweigen (weil es Ihnen peinlich ist), können Sie gleich Zu Hause bleiben.
Eine Psychotherapie setzt IMMER die Mithilfe des „Patienten“ voraus. Ohne EIGENES Umdenken, kann Ihnen keiner helfen. (es sei denn, mit Medikamenten etwas unterdrücken – doch das bekämpft nicht die Ursache, sondern die Wirkung).
Ansonsten gibt es bei den Psychologen (wie in jedem anderen Beruf) auch „bessere“ und „schlechtere“, und Wunder kann keiner vollbringen. Doch es soll vorkommen, daß sie manchem helfen können.

Zwar kenne ich den Fragebogen natürlich nicht, aber generell dienen solche Bögen der Vorklärung, was wirklich los sein könnte - Depression ist ja heute ein Sammelbegriff für alle möglichen Dinge.

Der Therapeut hat damit also die Chance einer Beurteilung, ob die von ihm verwendete Methode hier hilfreich sein könnte oder eher nicht und könnte Dir so im Zweifelsfall die Kosten der ersten Stunden ersparen, die Du ja üblicherweise selbst tragen müsstest.

was will man mit solch einem fragebogen herausfinden,und
führen solche therapien überhaupt zu irgendeinem erfolg???

Der Fragebogen dient dem Therapeuten dazu, die wesentlichen Eckdaten seines Klienten zu ermitteln, genauso wie der Arzt Fragen nach Vorerkrankungen, Allergien, Erkrankungen in der Familie fragt, um eine falsche Behandlung zu vermeiden / die richtige zu finden.

Natürlich helfen Therapien, sonst gäbe es sie längst nicht mehr. Allerdings nicht, wenn man ihnen voller Bedenken begegnet oder sich gegen sie stellt. Du musst es selbst wollen, dass Du Hilfe bekommst.

Steinspecht

was will man mit solch einem fragebogen herausfinden,und
führen solche therapien überhaupt zu irgendeinem erfolg???

Hallo Tippi, Deine Fragen sind leider sehr knapp und allgemein gehalten, insofern kann ich auch nur sehr allgemein Auskunft geben. Welche/r Fragebogen/ Fragebögen wurden denn vorgelegt? Es gibt sehr viele. Normalerweise erfragt man wichtige lebensgeschichtliche Daten, um einen Eindruck über den Patienten zu gewinnen, z.B. über die bisherige Entwicklung, kritische Lebensereignisse, Wendepunkte im Leben usw. Was ist gut gelaufen, wo hat der Patient es vielleicht schwer gehabt? Wie ist die Vorgeschichte des Problems, mit dem der Patient in die Behandlung kommt? Manchmal werden auch die Symptome genauer erfasst (Schweregrad der Ängstlichkeit oder Depressivität, Vorhandensein körperlicher Beschwerden usw.) oder detaillierter erfragt, was der Patient für ein Behandlungsziel hat.
Die Fragebogendaten ergänzen dann den Eindruck, den der Therapeut im Gespräch mit dem Patienten hat.

Zu den Erfolgsaussichten: natürlich führt Psychotherapie zu Erfolgen. Die Behandlungsmethoden, die zu Lasten der Krankenkassen abgerechnet werden dürfen, haben in teilweise jahrzehntelanger Forschung ihre Wirksamkeit unter Beweis gestellt. Natürlich haben auch noch andere Faktoren Einfluss auf den Behandlungserfolg, insbesondere auch die Motiviertheit des Patienten, mitzuarbeiten und eine Verbesserung im eigenen Befinden herbeizuführen. Behandlungserfolge wären hier z.B. verminderte Beschwerden, eine dadurch verbesserte Lebensqualität, eventuell neue Erkenntnisse und neue Strategien des Patienten, mit eigenen Problemen umzugehen. Idealerweise verhilft Psychotherapie dem Patienten auch zu einer größeren Unabhängigkeit und Selbständigkeit beim Lösen zukünftiger Probleme.

Viele Grüße
Dölma

Ihre Frage enthält zwei Punkte:
der erste Punkt ist offensichtlich und bezieht sich auf den Fragebogen. Hierzu ist zu sagen, dass der Fragebogen dem Therapeuten hilft, um sich auf Sie persönlich besser einzustellen. Es ist also in ihrem Interesse, den Fragebogen auszufüllen. Da der Therapeut unter Schweigepflicht steht, brauchen Sie auch keinen Datenmissbrauch zu befürchten.

Der zweite Punkt ist in der Frage, ob „solche therapien“ überhaupt zu irgendeinem erfolg führen, eingepackt, nämlich ihre große Skepsis gegenüber einer Therapie.

Dazu ist zu sagen, dass im Gegensatz zu einer körperlichen Erkrankung es letzendlich Ihre Leistung ist, die zu einem Erfolg viel beiträgt. Wenn Sie aber gegenüber einer Therapie eher Vorbehalte haben, empfehle ich Ihnen, sich zu überlegen, ob derzeit der geeignete Zeitpunkt ist, sich in eine Therapie zu begeben.

Ihre Vorbehalte können ja auch daher kommen, dass Sie gar nicht in Therapie wollen und eine dritte Person (Mann/Frau/Elternteil etc.) Sie dazu drängen will.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, ich wünsche Ihnen, dass diese Entscheidung Ihnen gut tut.

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führen solche therapien überhaupt zu irgendeinem erfolg???

Zitat:
"Die Anamnese und der Befund bilden immer eine Einheit, da das Leben des Patienten und seine Gesundheit bzw. Leben und Krankheit nie zu trennen sind.

Die psychischen Befunde gewinnen erst auf der Grundlage einer individuellen Biografie ihren Sinn. Dadurch wird es erst möglich, Symptome und Beschwerden in einen komplexen bio-psycho-sozialen Zusammenhang einzuordnen und zu verstehen." Zitat Ende

Eine Depression kann man heilen. Die Behandlung einer Depression kann sowohl mit psychotherapeutischen Verfahren als auch in Kombination mit einer Pharmakotherapie eingesetzt werden.

was will man mit solch einem fragebogen herausfinden,und
führen solche therapien überhaupt zu irgendeinem erfolg???

Weder das eine noch das andere kann ich beantworten, denn es gibt unterschiedliche Fragebogen: Gesundheit, Schlafprobleme, Ängste usw.

Diese Fragebögen dienen der Orientierung und Vorab Information zur eigentlichen Problematik, sie haben erst einmal nicht viel mit der Aufnahme einer Psychotherapie zu tun.

Grüße von Mondsteinperle