Hallo.
In unserer Heizanlage Baujahr 1992 für 14 Wohneimheiten sind in den letzten 1 - 2 Jahren verstärkt Unregelmäßigkeiten aufgetreten (unterschiedliche Wärmemengenverteilung). Die bisherige Wartungsfirma hat, ohne die Ursachen zu suchen, als Reaktion auf Beschwerden fortlaufend die Temperatur-Parameter nach oben verstellt um die Beschwerdeführer zu besänftigen. Jetzt ist Ende der Fahnenstange und die Heizung läuft auf vollen Touren. Daraufhin haben wir der Wartungsfirma gekündigt und eine andre mit dem Problem konfrontiert. Es fand folgender Informationsaustausch statt:
a) „Wurden dem Heizkreislauf schon einmal Zusätze beigegeben“?
„Nein“!
b) „Wird eine evtl. erforderliche Nachfüllung mit einfachem Trinkwasser vorgenommen“? - „Ja“!
c) "Wurde die Anlage bereits einmal gespült? - „Nein“!
Diagnose: Es handelt sich vermutlich um eine Verschlammung des Systems. Der Sauerstoff im Frischwasser bewirkt im Zusammenhang mit dem Kunstoff der Heizkreise (es sind PE?-Rohre) eine Schlammbildung. Es gibt eine DIN-Vorschrift die hiergegen Zusätze vorschreibt.
Die Anlage muss komplett gespült werden und mit konditioniertem Wasser befüllt werden. Dann zunächst alle 3 Monate, dann später jährliche Überprüfung.
Meine Frage: Ist diese Diagnose seriös?
In unserer Heizanlage Baujahr 1992 für 14 Wohneimheiten sind
in den letzten 1 - 2 Jahren verstärkt Unregelmäßigkeiten
aufgetreten (unterschiedliche Wärmemengenverteilung). Die
bisherige Wartungsfirma hat, ohne die Ursachen zu suchen, als
Reaktion auf Beschwerden fortlaufend die Temperatur-Parameter
nach oben verstellt um die Beschwerdeführer zu besänftigen.
Jetzt ist Ende der Fahnenstange und die Heizung läuft auf
vollen Touren. Daraufhin haben wir der Wartungsfirma gekündigt
und eine andre mit dem Problem konfrontiert. Es fand folgender
Informationsaustausch statt:
a) „Wurden dem Heizkreislauf schon einmal Zusätze beigegeben“?
„Nein“!
b) „Wird eine evtl. erforderliche Nachfüllung mit einfachem
Trinkwasser vorgenommen“? - „Ja“!
c) "Wurde die Anlage bereits einmal gespült? - „Nein“!
Diagnose: Es handelt sich vermutlich um eine Verschlammung des
Systems. Der Sauerstoff im Frischwasser bewirkt im
Zusammenhang mit dem Kunstoff der Heizkreise (es sind
PE?-Rohre) eine Schlammbildung. Es gibt eine DIN-Vorschrift
die hiergegen Zusätze vorschreibt.
Die Anlage muss komplett gespült werden und mit
konditioniertem Wasser befüllt werden. Dann zunächst alle 3
Monate, dann später jährliche Überprüfung.
Meine Frage: Ist diese Diagnose seriös?
Grundsätzlich mal, ja. Wobei es schon auf Details der gesamtem Anlage ankommt. Es beginnt bereits bei der Art des verlegten PE?-Rohres (Sauerstoffsdiffusionsschicht vorhanden ?). Sind Schmutzfilter eingebaut ? Wenn ja, welche ?
Die vorgeschlagene Lösung halte ich für richtig, aber weitere Massnahmen wären auch noch möglich. Es ist jedenfalls ein in der Branche bekanntes Thema, und gigantisch umfangreich.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim
Grüße
BW
(ich versuche dir am Wochenende mal einige Unterlagen per Mail zu schicken, ohne Werbung, unverbindlich)
Ein paar mehr Dteails wären wirklich von Vorteil wie Vanic schon sagte.
Eine Verschlammung wäre möglich. Hier würde der Einbau eines kombinierten Schlamm- und Mikroblasenabscheider empfhelenswert. Deratige Probleme werden dann zukünftig nicht mehr all zu stark auftreten. Die Fachfirma vor Ort sollte mal eine Systemtrennung in Erwägung ziehen und zusätzlich sollte der hydraulische Abgleich überprüft werden.
Vorteilhaft und energieeinsparend wäre eine raumweise Reglung der FBH mittels Raumthermostaten und STellantrieben auf den Verteilern.
Und um bei dieser Anlagengröße eine Leistungsanpassung zu erzielen, sollten elektronisch geregelte Pumpen vorgesehen werden.
Bezüglich dieser Angaben mal die Firma vor Ort ansprechen und sich ausreichend beraten lassen. Bei dieser Problematik sollte die Anlage in einem optimiert werden.
Gruß
Nelsont
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Zusatz.
Hallo nochmal.
Es ist eine Fußbodenheizung mit baubedingten zusätzlichen Niedriegtemperatur-Heizkörpern pro Wohnung 2 - 3.
Bodenheizkreise pro Wohnung, je nach Größe 2 - 5.
Anlage: Viessmann Trimatic MC 70 kW.
Im Rücklauf ist ein ‚Schnutzfänger‘ eingebaut, kein Mikroporfilter.
Ob die Heizrohre beschichtet sind weiß ich nicht.
Bis zum Eintreten der ersten Unregelmäßigkeiten ist die Anlage einwandfrei gelaufen mit einer maximalen Vorlauftemperatur von ca. 50°C bei - 16°C Außentemperatur und einer durchschnittlichen Raumtemperatur von ca. 21°C - 23°C.
Spreizung ca. 14K.
Welche Details noch?
Danke für Info. Eigene Erfahrung: Bungalow 250 qm, ca. 10 Jahre alt, komplett FBH.
Kessel durchgerostet, erneuert, Schmutzfänger durchgerostet, erneuert. Wöchentlich Wasser aufgefüllt, monatlich entschlammt. Fachfirma aus der Nachbarschaft.
Ich habe die Anlage vor 10 Jahren überprüft. Das Ausdehnungsgefäß hatte 3 bar Vordruck (und war damit außer Funktion) die Anlage war mit 2,5 bar abgesichert und der Betriebsdruck war 1,5 bar.
Ich habe das Gefäß vergrößert und den Druck eingestellt. Seitdem läuft die Anlage ohne entschlammen und wöchentliches Nachfüllen. Und das ist kein Einzelfall. Viele „Fachleute“ sind leider mit der Funktion der Ausdehnungsgefäße überfordert.
Bei FBH mit Verschlammung lag es nach eigener Erfahrung immer am Ausdehnungsgefäß. Zu klein, zu hoher Vordruck oder beides zusammen. Wenn du oft Wasser nachfüllen mußt, ist dieses genau die Ursache. Ausdehnungsgefäß in Ordnung bringen und Anlage entschlammen, dann müßte es klappen. Gefäß kann natürlich auch defekt und damit drucklos sein.
(Seit 10 Jahren, ca 2mal jährlich, mit Leitungswasser nachgefüllt)