Hallo Fritz,
An allen Orten dieser Erde, wird seit Jahrhunderten gestritten
zwischen verschiedenen Religionsansichten und Auslegungen.
Begreiflicherweise trennen sich viele Leute wegen dieser
„Streitereien“ von den „Grossreligionen“.
Ich glaube da muß man unterscheiden. Es gibt sicher viele, die aus der Kirche austreten, weil sie mit Entscheidungen oder Vorschriften der Amtskirche nicht einverstanden sind, die aber trotzdem eigentlich gläubig sind. Und dann gibts Leute (dazu gehöre ich), die austreten, weil sie mit der christlichen Religion (also Jesus, Auferstehung, Gott etc.) nichts anfangen können. Das hat dann wenig mit Streitigkeiten zu tun. Man glaubt halt einfach nicht dran und würde es vermutlich auch dann nicht glauben, wenn nur Friede, Freude, Heiterkeit den Ton angeben würden.
Ich bin hauptsächlich aus diesem Grund vor 36 J aus der ref.
Kirchgemeinde,unter Protest, ausgetreten.
Danach spürte ich, von etwas ausgeschlossen zu sein,
welches doch irgendwie nützlich und gut sein muss.
Dann gehörst du wahrscheinlich eher zur ersten Gruppe. Meine persönliche Meinung dazu ist, daß man dann vielleicht doch lieber nicht austreten sollte. Man kann ja auch versuchen, die Organisation von innen zu verbessern. Wenn man erst mal ausgetreten ist, hat man ja eigentlich auch kein Recht mehr, sich einzumischen. Das wird dann zu einer Frage der Toleranz gegenüber Andersgläubigen.
Obwohl ich gestehen muß, daß ich es trotzdem manchmal nicht lassen kann, meinen Senf dazu abzugeben
).
Nun Die Fragen an die „Ungläubigen“, auch solche die nur aus
Tradition einer
Glaubensgemeinschaft angehören:
Warum ist Wasser bei 4° C am schwersten. (bei 0° C gäbe es
keine Fische) ?
Warum findet nur ein „Hirnwurm“ von ca.50 den Weg vom Magen
zum Hirn einer
Ameise ? wie kann dieser „Hirnwurm“ im Hirn einer Ameise
bewirken, dass diese
morgen`s 06.00 h , an die Spitze eines Grashalmes kriecht ?
Ich hab keine Ahnung. Ist nun wirklich überhaupt nicht mein Gebiet. Und daher verstehe ich auch nicht, was das mit meinem Glauben (bzw. Unglauben) zu tun haben soll.
Für mich genügt „Zufall und Evaluation“ nicht als Antwort, dem
nach könnten nur
„Gläubige“ antworten, oder …
Jeder ist irgendwie gläubig. Wir alle haben Überzeugungen und nicht immer lassen sich diese rational begründen. Die Frage ist nur, was man glaubt und ob sich die eigene Überzeugung mit der irgendeiner Glaubensgemeinschaft (in unseren Breitengraden insbesondere der christlichen) vereinbaren lässt.
Ich persönlich denke, daß die Antwort möglicherweise irgendwo zwischen den Extremen „Zufall“ und „Schöpfergott“ liegt. Oder vielleicht auch ganz woanders. Allerdings halte ich die Antwort auf diese Frage auch gar nicht für so wichtig. Wichtiger ist mir die Frage, welche Auswirkungen Glaube und Religionen auf unser Leben haben (auf individueller und gesellschaftlicher Ebene).
Viele Grüsse,
Lisa