Hallo!Ich bin seit über 3 Jahren mit meiner Freundin zusammen.Wir hatten eine super Beziehung mit all dem Guten und dem wenigen Schlechten,was dazu gehört.Aber es war viel Vertrauen da und wir konnten über alles Reden.Dann der Knall.Von einem Tag auf den Anderen alles vorbei.Seit dem 23-08-2009 wurde alles anders.Meine Freundin zog sich zurück,redete nicht mehr mit mir und zog dann eine Woche später aus unserer gemeinsammen Wohnung aus.Dann 4 Wochen lang Funkstille.Auf Nachrichten von mir reagierte Sie garnicht mehr.Dann erfuhr ich über Bekannte das Sie zusammen gebrochen sei.(Burnout)Die darauf folgende Dianose Vom Arzt Depressionen.Daraufhin schaffte ich es wieder mit Ihr Kontakt auf zu nehmen.Sie machte alles was man dann wohl so tun muß.Eingehende Psychotherapie,Antidepressiva und ständige Kontrolle beim behandelnden Arzt.Nach einer schweren Phase ca.3Monate schien es zu gehen.Alles wurde wieder besser.Dann wieder Rückzug.So geht es jetzt seit fast einem Jahr.Im Augenblick ist Sie zur Reha in Göhren.Sie ist gefahren ohne sich zu verabschieden und lässt auch nichts von sich hören.Ich weiß nur das Sie sich bei Ihren Kindern und Bekannten meldet und das es Ihr gut geht,den Umständen entsprechend.Nun meine Frage.Warum verhällt Sie sich nur mir gegenüber so Abweisend???Ich weiß das bei dieser Krankheit solche Verhalten vorkommen aber ist es bei Dieser Krankheit auch möglich das Es sich nur auf den Partner bezieht??Ich will nochmal sagen das Sie immer zu mir gesagt hat"Das hätte nichts mit mir zu tun"!! Da ich Sie sehr lieb habe,weiß ich nun langsam nicht mehr was ich tun kann.Es tut natürlich jedesmal weh,wenn Sie sich wieder von mir zurück zieht.Ich garnicht weiß was jetzt wieder passiert ist.Dann lasse ich Sie in Ruhe und hoffe das es wieder wird.Nur so langsam schwinden mir die Kräfte und immer die Hoffnung aufrecht erhalten ist wahnsinnig schwer.Hat jemand Erfahrung mit ähnlicher Situation??Für Antworten wäre ich sehr dankbar!!Ach so,ich weiß nicht ob das eine Rolle spielt aber wir sind beide 50 Jahre alt,also ein Alter wo man denkt mann weiß schon alles,bis man eines besseren belehrt wird.
Hallo,
als Partner die psychische Erkrankung des anderen auszuhalten, ist immer schwer. Und wenn man nicht selbst sehr stabil ist, geht man dabei oft vor die Hunde.
In deinem Fall könnte die gute Nachricht sein, dass es sich offenbar um eine akute Krise handelt, die erst zum jetzigen Zeitpunkt aufgetreten ist. Mag sein, dass da einiges für deine Partnerin zu bearbeiten ist, aber nach meiner Erfahrung stehen die Chancen für eine „Normalisierung“ grundsätzlich besser als bei Menschen, die sich mehr oder weniger lebenslang zwischen irgendwelchen Krisen bewegten und außerhalb von Therapien kaum lebensfähig scheinen.
Und doch: Die beste Unterstützung, die du deiner Partnerin und letzten Endes auch eurer Beziehung geben kannst, ist, erst mal für dich selbst zu sorgen. Solange du in der Passivität des Wartens und Hoffens gefangen bleibst, geht nicht nur dein Leben an dir vorbei: Deine Partnerin spürt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verantwortung für dich, der sie derzeit nicht gerecht werden kann oder will. Das erleichtert die Gesundung nicht.
Heißt: Versuche zu leben. Umgib dich mit Menschen, die dein Leben bereichern, tu Dinge, die dir gut tun. Das bedeutet nicht, dass du dich von deiner Partnerin abwenden sollst. Aber ihr stark, gesund und in dir ruhend begegnen zu können, wird euch beiden besser bekommen, als verzweifelt darauf zu warten, dass der böse Traum vorbei ist. Mag sein, dass dein Leben tatsächlich irgendwann ohne sie weitergehen muss. Auch dann wird es dir besser gehen, wenn du dich erinnert hast, wie Leben aussieht.
In jedem Fall wird es nicht mehr so sein wie vor dem Zusammenbruch. Wenn euer gemeinsames Leben weitergehen soll, werdet ihr euch neu finden müssen. Und das ist keineswegs nur schrecklich und angsterfüllend - im Gegenteil: Es eröffnet euch neue Wege, die ihr zusammen gehen könnt.
Versuche, euch beiden ein Geschenk zu machen, indem du für dich Sorge trägst.
Schöne Grüße,
Jule
Hei,
mir hat es damals geholfen, mich mit anderen betroffenen Personen - Partnern, Familienangehörigen und auch selbst Betroffenen - darüber zu unterhalten. Schau mal hier rein: http://www.diskussionsforum-depression.de/index.php?..
Viele Grüße
Natascha
Hey!Ich danke Euch für eure Antworten auf meine Anfrage.Es tut schon mal gut das Gefühl zu bekommen,das man Tipps und Ratschläge bekommen kann.Im Alltag ist das leider schwer möglich,weil es niemanden so wirklich interessiert,was ich ja auch verstehen kann.Mir hat es jedenfalls sehr gut getan das Gefühl zu haben:"Da hört jemand zu und Derjenige weiss wovon ER oder Sie spricht.Ganz,ganz lieben und herzlichen Dank. Detti 2308
Lieber Detti,
bitte nimm nichts, was diese Frau Dir angetan hat, persönlich. Sie meint es nicht so. Sie kann nur einfach nicht aus ihrer Haut. In dem Zustand, in dem sie lebt, tut ihr einfach alles weh - und sie vergisst sehr oft, wie andere Menschen, auch sehr nahe, darauf reagieren könnten, was die dabei fühlen.
Sie ist in solchen Momenten einfach nicht fähig, so zu reagieren, dass „die Gesellschaft“ das akzeptieren könnte. Bitte begreife doch ihre Not!
Der Grund für solche Depressionen wird von den Ärzten oft nicht erkannt, sie verschreiben dafür gerne Medikamente.
Es ist nicht einfach, an solche Menschen heranzukommen, es ist ein schwerer Weg. Ich könnte Dir einiges dazu sagen, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Nur so viel:
Es gibt ein kluges Buch von Winfried Picard zu diesem Thema, er wohnt in Niedersachsen und wäre u.U. als Psychotherapeut ein Ansprechpartner für sie.
Mehr könnte ich Dir per Mail mitteilen - ansonsten - LG Susanne
Hallo Detti!Eure Freundschaft ist zu ende, laß sie „gehen“. Wünsche ihr von Herzen, aber in Gedanken, alles Gute. Dir wünsche ich, daß Du
über den Schmerz „hinwegkommst“. Es wird schon werden. Gruß Erika