Fragen bei Gewinnspielen im TV

Hallo zusammen!

Mir ist seit geraumer Zeit aufgefallen, dass bei praktisch allen Gewinnspielen im Fernsehen es so ist, dass zwei mögliche Antworten zur Wahl gestellt werden: Die Eine Richtige Antwort und eine so hanebüchen falsche, dass man sie nicht mal nach einer halbseitigen Gehirnamputation wählen würde.

Nun habe ich mich gefragt: Was soll das? Wenn es den Veranstaltern darum gehen würde, tatsächliches Wissen abzufragen, wäre die Alternative kniffliger (oder es gäbe vielleicht noch mehr als 2 Möglichkeiten).

Warum wird nicht einfach gesagt: „Rufen Sie unter … an und mit etwas Glück gewinnen Sie…“?

Hat das vielleicht irgendwelche rechtlichen Gründe?

Kann mich irgendwer diesbezüglich erleuchten?

Danke im Voraus,

Martin

Moien

Nun habe ich mich gefragt: Was soll das?

Um Leute anzulocken. Jeder Teilnehmer bringt Geld und nur aber einer gewissen Teilnehmerzahl lohnt sich die Sache.

Stell dir den durchschnittlichen Menschen vor, was er kann, was er weiss, wie er über die Welt denkt. Und dann mach dir klar: die Hälfe der Leute ist noch dümmer. Um nun möglichst viele zu erreichen muss man das Niveau anpassen und auf die Zielgruppe (und deren Zustand nachts um 2 Uhr) achten. Und genau das tun diese Spiele: sie suggerieren sicheren Erfolg (boah hey, dat wees ick !).

Warum wird nicht einfach gesagt: „Rufen Sie unter … an und
mit etwas Glück gewinnen Sie…“?

Dass man dabei eigentlich immer verliert ist den meisten inzwischen klar.

Hat das vielleicht irgendwelche rechtlichen Gründe?

Ich seh da nix verbindliches zu den Aufgabestellungen … :
http://www.alm.de/fileadmin/forschungsprojekte/GSPWM…

cu

Moien

Student oder tatsächlich Nordlicht? :smile:

Nun habe ich mich gefragt: Was soll das?

Um Leute anzulocken. Jeder Teilnehmer bringt Geld und nur aber
einer gewissen Teilnehmerzahl lohnt sich die Sache.

Ja, schon klar, aber warum sich die Mühe zu machen, sich eine saudumme zweite Alternative auszudenken, wenn auch ein einfaches „Rufen Sie diese Nummer an“ den selben Effekt hätte?

Dass man dabei eigentlich immer verliert ist den meisten
inzwischen klar.

Für den Veranstalter ist es doch schnurzegal, ob jemand die falsche Antwort wählt (wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass das jemand absichtlich tut) oder die richtige - es gibt genau einen Preis, der verlost wird.

Hat das vielleicht irgendwelche rechtlichen Gründe?

Ich seh da nix verbindliches zu den Aufgabestellungen … :
http://www.alm.de/fileadmin/forschungsprojekte/GSPWM…

cu

Also bleibt die Frage: Warum macht man sich die Mühe, eine 2. Antwortmöglichkeit einzurichten?

Gruß,
Martin

Moien

Moien

Student oder tatsächlich Nordlicht? :smile:

Sagen wir’s so: nicht aus Deutschland.

Ja, schon klar, aber warum sich die Mühe zu machen, sich eine
saudumme zweite Alternative auszudenken, wenn auch ein
einfaches „Rufen Sie diese Nummer an“ den selben Effekt hätte?

Nein. Es ist ein Unterschied. In dem einen Fall glauben die Leute tatsächlich sie hätten eine Chance. In anderen Fall kennen sie schon: Tombola & Co haben nunmal einen schlechten Ruf. Die Leute können die Chancen nicht beeinflussen, sie wollen einen aktiven Part haben (egal wie klein).

Für den Veranstalter ist es doch schnurzegal, ob jemand die
falsche Antwort wählt (wobei ich mir nicht vorstellen kann,
dass das jemand absichtlich tut) oder die richtige - es gibt
genau einen Preis, der verlost wird.

Aber die Leute rufen nicht an wenn sie unsicher sind. Und sie wollen nicht nachdenken, also nicht im Netz nachsehen wer der 3. König von England war. Es darf nicht pures raten sein.

cu

Hi,

ich denke das es sich dabei tatsächlich um einen rechtlichen Trick handelt.

Zitat: „Ein Glücksspiel liegt immer dann vor, wenn die Teilnahme entgeltlich erfolgt und die Entscheidung über Gewinn und Verlust alleine oder hauptsächlich vom Zufall abhängt.“ und
„Bei Gewinnspielen dagegen erfolgt kein entgeltlicher Einsatz oder die Gewinn-/Verlust-Entscheidung hängt alleine von den Fertigkeiten und Fähigkeiten des Teilnehmers an.“

Somit wäre also eine Anrufmöglichkeit ohne Auswahl dem Glückspiel zuzuordnen. Ist „Wissen“ abgefragt, hat man - rechtlich gesehen - wohl einen Einfluss auf seine Gewinnchance …

Hier kannst Du mehr dazu lesen: http://www.gluecksspiel-und-recht.de/gewinnspiel-glu…

gruß
tina

Ein Tipp
Hi,

Einen kleinen Lösungstipp: Bei Raab gewinnt immer Lösung 1!
[falls Du es aufgrund der schweren Frage/Antwort nicht rauskriegst]

Viele grüße
HylTox

Hallo,

genau so ist es. Es geht in diesem Fall NICHT darum, Leute anzulocken, sondern nur um den rechtlichen Status des „Gewinnspiels“.

Gruß,
Werner