Hi Nic,
ich fang einfach mal an mit nem Brainstormig 
Worauf sollte der Bewerber beim Bewerbungsgespräch achten?
Erste Regel: versuch Dich um Himmels willen nicht zu verstellen! Sei einfach Du selber, erzähl was Du kannst, was Du gerne machen würdest und auch was Du nicht so gerne machen würdest. Ganz ehrlich, eben 
Ansonsten bereite Dich auf das Gespräch vor: sprich, Du solltest irgendwie rausfinden, wer alles dabei sein wird (das routinierte Unternehmen schreibt oder sagt Dir das vorher, sonst fragen) und lern die Namen und Positionen. So dass Du unter Stress weisst, dass Herr Schnurzel der Personaler ist, Herr Purzel der Abeteilungsleiter und Fräulen Schnurzelpurzel Deine Scheffin in Spe. Dann bereitest Du Dich auf das Unternehmen vor, um auf die Frage „Was glauben Sie denn, was wir hier so machen?“ was kluges sagen zu können. Idealerweise ergibt sich daraus für den späteren Teil des Gesprächs ne Frage: „Ich habe auf Ihrer Internetseite gelesen, dass Sie im xxx-Markt tätig sind. Planen Sie eine Erweiterung in den yyy-Markt?“ Oder „Ist Produkt A spezifisch auf Anwendung B ausgelegt oder könnte man auch an C oder D denken?“
Was sollte er von sich erzählen, was sollte er nachfragen?
Tja, von sich selber wohl eher weniger *fg* üblich ist aber, dass er sein Unternehmen vorstellt. Auch hier isses natürlich hilfreich, wenn Du über die Zahlen bzw. Übernahme anderer Firmen vorher schon informiert bist
Das macht meistens der Personaler. Frag ruhig auch nach Plänen für weitere Zahlen.
Dann kommt oft der Abteilungsleiter und erzählt Dir über seine Abteilung und Deinen Job. Da musst Du natürlich noch viel hellhöriger werden und einhaken. Sagt er also „Dabei müssten Sie auch xxx machen.“ Idealerweise kannst Du dann da gleich einhaken und fragen, ob sie denn das yyy-Programm dafür verwenden (bitte nicht missverstehen: nicht fragen „Ach? Textverarbeitung machen Sie wohl in Word.“ Sondern schon auf die fachspezifische Software abgestimmt *fg*). Ich persönlich finde es einfacher, meine Fragen gleich während der Erzählung loszuwerden aber das ist Geschmackssache, denn natürlich kannst Du auch hinterher sagen „Sie erwähnten vorhin Software xxx, dazu wollte ich fragen…“.
Und dann solltest Du seelisch und moralisch darauf vorbereitet sein, Deinen Lebenslauf zu erzählen. Notfalls Jahreszahlen lernen (Nicht: „im Jahre 1875 habe ich…“ sondern „vor 2 Jahren bin ich dann zur Firma xxx gegangen, dort habe ich…“). Das solltest Du einigermassen flüssig hinkriegen - kannst Du eh gut vor dem Spiegel daheim üben. Naja, wenn Du nun „Makel“ im Lebenslauf hast (erstes Studium nach 3 Semestern abgebrochen, in der Schule 3 mal durchgefallen, den ersten Job nach 3 Tagen verlassen etc.) solltest Du dafür eine Erklärung parat haben die nicht lautet „alle doof ausser ich“.
Gerne werden auch immer Stärken und Schwächen gefragt, Sachen die Dir im Leben gelungen sind, Sachen die volle Kanne schief gegangen sind. Auch da ist’s hilfreich wenn Du da nicht mehr gross überlegen musst.
Ach ja - wenn Du überdurchschnittliche Fremdsprachenkenntnisse behauptest zu haben solltest Du darauf gefasst sein, ein bis 50 Sätze in dieser Sprache von Dir zu geben 
Fragen stellen ist immer ein wenig doof. Ich frage meistens nach fachlichen Details (hab schon ein Gespräch gehabt, wo wir uns 20 min über Formalitäten und dann 2 Stunden über die Neuentwicklung unterhalten haben *fg*), Programmen, Schwerpunkten etc. Ansonsten noch Hierarchie, Firmenstruktur, Teamgrösse und so Kram.
Gehalt sollte eigentlich von der Firmenseite zur Sprache kommen, zumindest hatte ich nie den Fall wo ich selber fragen musste
Andere Konditionen hab ich nie gefragt, meist kommen auch hier die Firmen von selbst bzw. das Thema taucht dann im zweiten Gespräch auf (so ist das eventuell auch Verhandlungssache: „Für DIESES Gehalt brauchen wir Sie aber 40 Stunden in der Woche“)
Weiterbildungsmöglichkeiten,
Das frage ich schon immer
Weniger wegen dem Inhalt als weil es viel über ne Firma aussagt ob „wir schulen Sie, wenn wir feststellen, dass Sie das brauchen aber nicht können“ oder ob „Schulung? Da müssen Sie sich erstmal hochdienen, junger Mann/junge Frau!“.
Ähm, das mal fürs erste - viel Erfolg übrigens 
*wink*
Petzi