ich habe in ein paar Tagen mal wieder ein Bewerbungsgespräch bei einem wirklich excellenten Unternehmen im Dienstleistungsbereich (Finanzbereich).
Ich will mich natürlich optimal vorbereiten und habe auch schon einen Leitfaden über die 100 wichtigsten Fragen und Antworten studiert. Bin dennoch für jeden wertvollen Tipp sehr dankbar.
Was antworte ich am besten auf folgende Fragen:
Worin liegen Ihre Stärken und Schwächen ? Was tun Sie um Ihre Schwächen zu stärken und wie äußern sich Ihre Schwächen ?
Ich habe bisher auf meine mangelnde Berufserfahrung hingewiesen, meine Hang zur Professionalität und Detailgenauigkeit.
Eigentlich sind dies ja keine Schwächen, denn man sollte Schwächen angeben, die keine sind.
Bei Stärken: analytische Denkweise, Flexibilität, überdurchschnittlicher Einsatz… eigentlich der übliche Schmarn… oder ?
Aber wie antworte ich professionell auf die Fragen ?
Wieso haben Sie sich bei uns beworben ?
Was wollen Sie in fünf Jahren erreicht haben ?
Ich möchte schon Karriere machen. Wie drücke dies denn aber aus, ohne dem derzeitigen Leiter bzw. anderen Mitarbeitern als gefährlicher Konkurrent zu erscheinen ?
Auf welche heikle Fragen sollte ich mich vorbereiten ? Und was kann man darauf sinnvollerweise entgegnen ?
Wäre sehr dankbar für wirklich nützliche Tipps und Kritik.
kann dich gut verstehen. hatte auch sämtliche bücherund tipps studiert.
so blöd es klingt, sei einfach du selbst und nciht aufgeregt, dass ist besser als 08 15 standrad antworten. ich bin damit immer gut gefahren.
bei schwächen, wie du schon sagtest, irgend etwas was nciht wirklich schlimm ist, wie z.b. kreative unordnung oder so. das klingt dann auch ncoh ganz nett.
stärken, auf keinen fall den typischen stamm runterlabern. suche dir gezielt was aus, was wirklich zu dir passt und auch für stelle wichtig ist.
ab erich habe die erfahrung, dass ich so etwas noch nie gefragt worden bin. von wegen stärken und so. aber man weiss ja nie.
ich mag diese Fragen nicht. Sie sind auch oft nur taktische Phrasen, um zu schauen, wie Du Dich unter Stress verhältst. Die ersten beiden Fragen (Stärken/Schwächen) finde ich gut beantwortet.
Warum Du Dich bei der Firma bewirbst weiß ich nicht. Ich antworte meist, daß ich mit den Produkten/Philosophie/Struktur etc. konform gehe. Einmal habe ich geantwortet: „Weil ich Geld zum Leben brauche“. Die haben vielleicht blöde geschaut. Einstellen wollten sie mich trotzdem ;o)
Die Frage, was wollen sie in 5 Jahren erreicht haben, finde ich auch heikel. Wenn Du sagst: „Auf ihrem Stuhl sitzen“ könntest Du als Bedrohung angsehen werden. Ich würde sowas in der Richtugn sagen, daß Du dann selbstständig und eigenverantwortlich Projekte abwickeln und Kunden betreuen willst, worum es auch immer in Deinem Job geht.
Bleib locker, zeig nicht, daß Du den Job dringend willst.
Ich möchte schon Karriere machen. Wie drücke dies denn aber
aus, ohne dem derzeitigen Leiter bzw. anderen Mitarbeitern als
gefährlicher Konkurrent zu erscheinen ?
Also das mit dem Konkurrenten finde ich Blödsinn. Wenn die Firma nicht gerade so klein ist, dass es über dem normalen Arbeiter nur noch eine Ebene gibt, dann kann man ruhig sagen, dass man aufsteigen will. Wenn der Mitarbeiter selbst Karriere machen will, dann geht der davon aus, dass der in 5 Jahren nicht mehr auf seinem Platz sitzt, dann ist der frei für dich
Also ich hab im Bewerbungsgespräch dem Projektleiter gesagt, das ich in fünf Jahren gerne Projektleitung machen will, und wurde genommen. Ob es jetzt an der Aussage lag, glaube ich nicht, aber sie hat auf jeden Fall nicht geschadet
Die anderen Fragen wurden mir übrigens nie gestellt.
ja ja, die üblichen unangenehmen Fragen
zu 1.)
Die Frage auf Deine Stärken finde ich gut beantwortet.
Generell gilt :
Nur wirklich zutreffende Punkte nennen.
Das fällt dann auch leichter zu antworten oder auf Nachfragen
zu reagieren.
Die Frage mit den Schwächen ziehlt meiner Meinung primär darauf
hinaus zu sehen, ob die Bewerberin / der Bewerber sich ihrer/seiner
Schwächen bewußt ist bzw. diese auch eingestehen kann.
Also wie geht sie/er im Fehlerfalle mit Kritik um?
Als Stresstest würde ich das nicht bezeichnen.
Hier hast Du auch schon sehr passende Antworten gegeben.
Mangelnde Berufserfahrung ist ja eigentlich keine Schwäche sondern
eher ein zeitlich begrenzter Umstand den der neue Arbeitgeber
sehr schnell ändern kann in dem er Dich einstellt.
Da halte ich den Hang zur Genauigkeit schon für besser.
Überlege Dir da mal, was Du auf eine Nachfrage „wie äußert sich
das bei Ihnen?“ antworten würdest.
Ich würde die Frage u.U. stellen. Warum ist das bei Dir eine Schwäche?
2.) Warum hast Du Dich gerade bei dieser Firma beworben?
Das ist recht simpel. Horche tief in Dich rein, dann solltest Du
das selber wissen.
Anhaltspunkte sind z.B. das geschäftliche Umfeld (viel Kundenkontakt?)
oder das Produkt oder die im Internet angepriessene Firmenphilosophie (das hören die immer gerne).
Auch hier gilt natürlich immer ehrlich bleiben.
3.) Wenn Du eine gehobenere Position in 5 Jahren erreichten möchtest
würde ich das auch entsprechend formulieren.
Du kannst ja frei aussprechen, in welchen Bereichen Du Dich weiterentwicklen möchtest. Z.B. fachlich, organisatorisch oder führungstechnisch.
Klar könnte solch eine Äußerung immer etwas abschreckend auf den
potentiellen beisitzenden Vorgesetzten wirken.
Jedoch auch dieser wird evtl. in 5 Jahren nicht mehr da sitzen wo er
jetzt ist und sich weiterentwicklen wollen. Dann braucht er eine Nachfolge.
Wenn Du Berufseinsteiger/-in bist wäre ich jedoch hier etwas
zurückhaltender.
Hast Du schon sagen wir mal mind. 3 Jahre
Berufserfahrung dann sprich es auf Anfrage oder wenn die Stellenausschreibung es zuläßt auch an.
Die Kongurrenz solltest Du nicht fürchten.
Mit der musst Du immer rechnen, wenn Du weiter kommen willst.
Alles in allem scheinst Du sehr gut vorbereitet zu sein.
Worin liegen Ihre Stärken und Schwächen ? Was tun Sie um
Ihre Schwächen zu stärken und wie äußern sich Ihre Schwächen ?
Ich habe bisher auf meine mangelnde Berufserfahrung
hingewiesen, meine Hang zur Professionalität und
Detailgenauigkeit.
Eigentlich sind dies ja keine Schwächen, denn man sollte
Schwächen angeben, die keine sind.
Bei Stärken: analytische Denkweise, Flexibilität,
überdurchschnittlicher Einsatz… eigentlich der übliche
Schmarn… oder ?
Also ich hab auf die Frage ja gesagt, dass ich meinen Gesprächspartner nicht mit Bewerbungsbuchphrasen langweilen möchte, die Stärken zu Schwächen umformulieren. Echte Schwächen, wenn ich sie denn hätte, würde ich ihm aber auch nicht sagen, weil er mich ja schliesslich einstellen soll…
Kam eigentlich ganz gut an. Würde ich allerdings nicht bei Gesprächen mit Personalabteilungen bringen (bei mir wars der Chef persönlich). Personaler könnten sich da vielleicht „in ihrer Methodik auf den Schlips getreten fühlen“…
Gruß,
Iceman
P.S.: Nicht zu viel zurechtlegen vor dem Gespräch. Wichtig ist Natürlichkeit und dass Du über das Unternehmen informiert bist. Auch mit fachlichen Fragen musst Du rechnen!