Zeugnisformulierung Kündigung

Hallo,

folgende Situation: ich moechte meine Arbeitsstelle kuendigen, dann fuer einen Monat Arbeitslosengeld erhalten,und dann woanders wieder als Arbeitnehmer anfangen.

Um Arbeitslosengeld zu erhalten, darf ich nicht selber kuendigen, korrekt? Also lasse ich mich in Einverstaendnis mit meinem momentanen Arbeitgeber kuendigen. Meine Frage ist nun, wie formuliert man das am besten im Zeugnis?

Ist das so akzeptabel, oder muss die Kuendigung von seiten der Firma explizit erwaehnt werden (?):

„Herr F. verlaesst unsere Firma, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wir bedauern sehr, ihn zu verlieren, und danken ihm fuer seine stets sehr guten Leistungen. Fuer seinen weiteren beruflichen Werdegang wuenschen wir ihm viel Erfolg.“

Dank im voraus,
Uwe

Hallo

Um Arbeitslosengeld zu erhalten, darf ich nicht selber
kuendigen, korrekt? Also lasse ich mich in Einverstaendnis mit
meinem momentanen Arbeitgeber kuendigen.

Dir ist klar, daß Du entweder ehrlich bist und doch eine Sperre (völlig zurecht) bekommst oder aber dich der Straftat des Sozialbetruges schuldig machst (wie Dein AG übrigens auch)?

Was dem ganzen hier die Krone aufsetzt, ist die Tatsache, daß es sich um einen Monat handelt. Mag ja sein, daß es in der Praxis Situationen gibt, wo diese von Dir avisierte Handhabe zumindest emotional nachvollziehbar ist. Aber, jetzt nenn mir doch mal einen rational nachvollziehbaren Grund, warum Du nicht einen Monat später Dein AV beenden, nahtlos beim neuen AG anfangen kannst, ohne die Sozialkassen zu schröpfen?

Gruß,
LeoLo

Hallo

Um Arbeitslosengeld zu erhalten, darf ich nicht selber
kuendigen, korrekt? Also lasse ich mich in Einverstaendnis mit
meinem momentanen Arbeitgeber kuendigen.

Dir ist klar, daß Du entweder ehrlich bist und doch eine
Sperre (völlig zurecht) bekommst oder aber dich der Straftat
des Sozialbetruges schuldig machst (wie Dein AG übrigens
auch)?

Gut, da war ich vielleicht etwas sehr blauaeugig. Nein, so klar war mir dass noch nicht. Jetzt aber schon.

Was dem ganzen hier die Krone aufsetzt, ist die Tatsache, daß
es sich um einen Monat handelt.

Und bei 12 monaten waer’s nicht so schlimm, oder wie? Die ‚Krone aufsetzt‘ Bemerkung kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Weisst du was eine Alternative waere? Man provoziert die Kuendigung selbst, entweder durch Arbeitsverweigerung, oder sonstwas. Und _das_ wuerde ich als unverschaemt empfinden. Deshalb erschien mir meine Variante als die von allen Seiten bevorzugte.

Mag ja sein, daß es in der
Praxis Situationen gibt, wo diese von Dir avisierte Handhabe
zumindest emotional nachvollziehbar ist. Aber, jetzt nenn mir
doch mal einen rational nachvollziehbaren Grund, warum Du
nicht einen Monat später Dein AV beenden, nahtlos beim neuen
AG anfangen kannst, ohne die Sozialkassen zu schröpfen?

Gut, ein rationaler Grund: aus privaten Gruenden Umzug in eine neue Stadt, und dort Suche nach neuem Arbeitsplatz. Sowohl der Umzug kostet Zeit (und Geld), als auch die Jobsuche. Deshalb der geplante Aussetzer von einem Monat. Rational genug?

Hallo

Was dem ganzen hier die Krone aufsetzt, ist die Tatsache, daß
es sich um einen Monat handelt.

Und bei 12 monaten waer’s nicht so schlimm, oder wie? Die
‚Krone aufsetzt‘ Bemerkung kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Ich für meinen teil mache da auch keinen Unterschied. Ich verurteile das bei einem Monat genau so wie bei 12 Monaten, daher mein Nachsatz. Ich bin aber bekanntermaßen auch ein unverbesserlicher Prinzipienreiter :o) Ich weiß aber auch, daß es in der Praxis manchmal Situationen gibt, die eine gewisse Grauzone schaffen, die ich zwar nicht gutheiße, aber zumindest irgendwo nachvollziehen kann. Etwas derartiges kann ich hier in keinester Weise erkennen.

Weisst du was eine Alternative waere? Man provoziert die
Kuendigung selbst, entweder durch Arbeitsverweigerung, oder
sonstwas. Und _das_ wuerde ich als unverschaemt empfinden.

Nein. Das ist keine Alternative, denn dann bekommst Du auch eine Sperre, weil Du den Grund der Kü zu verantworten hast.

Gut, ein rationaler Grund: aus privaten Gruenden Umzug in eine
neue Stadt, und dort Suche nach neuem Arbeitsplatz. Sowohl der
Umzug kostet Zeit (und Geld), als auch die Jobsuche. Deshalb
der geplante Aussetzer von einem Monat. Rational genug?

Mmmh. Das klingt jetzt aber so, als hättest Du noch keinen neuen Job. Dein Ausgangsposting erweckte den Eindruck, als wäre der neue Job schon sicher und Du müßtest nur einen Monat überbrücken? Welches von beidem ist korrekt?

Um auf Deine Gründe einzugehen: Ein Umzug dauert sicherlich, ist aber auch an Wochenenden durchzuführen. Desweiteren hast Du doch vermutlich auch noch Resturlaub, oder? Die Arbeitsplatzsuche ist zumindest in nicht geringem Umfang durch den §629 BGB gedeckt (und je nach Vertragslage dann auch unter Fortzahlung der Vergütung). Gerade übrigens der Umstand, daß der Umzug Geld kostet, sollte doch ein Argument GEGEN den Bezug von ALG sein, oder? Fakt bleibt aber auch, daß Du deine Arbeitslosigkeit selber verschuldest und alleine daher keinen rechtlich einwandfreien Anspruch auf den Bezug von ALG hast. Das sage ich nicht nur aus Prinzip, sondern auch, weil ich nicht will, daß Du es erst zu spät vom Sachbearbeiter beim AA erfährst.

Gruß,
LeoLo

Was dem ganzen hier die Krone aufsetzt, ist die Tatsache, daß
es sich um einen Monat handelt.

Und bei 12 monaten waer’s nicht so schlimm, oder wie? Die
‚Krone aufsetzt‘ Bemerkung kann ich nicht ganz nachvollziehen.

Ich für meinen teil mache da auch keinen Unterschied. Ich
verurteile das bei einem Monat genau so wie bei 12 Monaten,
daher mein Nachsatz. Ich bin aber bekanntermaßen auch ein
unverbesserlicher Prinzipienreiter :o) Ich weiß aber auch, daß
es in der Praxis manchmal Situationen gibt, die eine gewisse
Grauzone schaffen, die ich zwar nicht gutheiße, aber zumindest
irgendwo nachvollziehen kann. Etwas derartiges kann ich hier
in keinester Weise erkennen.

Weisst du was eine Alternative waere? Man provoziert die
Kuendigung selbst, entweder durch Arbeitsverweigerung, oder
sonstwas. Und _das_ wuerde ich als unverschaemt empfinden.

Nein. Das ist keine Alternative, denn dann bekommst Du auch
eine Sperre, weil Du den Grund der Kü zu verantworten hast.

Aha, dass wusste ich auch noch nicht…

Gut, ein rationaler Grund: aus privaten Gruenden Umzug in eine
neue Stadt, und dort Suche nach neuem Arbeitsplatz. Sowohl der
Umzug kostet Zeit (und Geld), als auch die Jobsuche. Deshalb
der geplante Aussetzer von einem Monat. Rational genug?

Mmmh. Das klingt jetzt aber so, als hättest Du noch keinen
neuen Job. Dein Ausgangsposting erweckte den Eindruck, als
wäre der neue Job schon sicher und Du müßtest nur einen Monat
überbrücken? Welches von beidem ist korrekt?

Nein, ich habe noch keinen neuen Job. Ich bin mir aber sicher, innerhalb von einem Monat einen zu finden.

Um auf Deine Gründe einzugehen: Ein Umzug dauert sicherlich,
ist aber auch an Wochenenden durchzuführen. Desweiteren hast
Du doch vermutlich auch noch Resturlaub, oder?

Nein, ich habe keinen Resturlaub mehr, nur noch regulaeren. Und ja, es waere moeglich, in diesem Zeitraum hier seine Wohnung aufzuloesen, und umzuziehen. Allerdings wuerde ich mir dafuer gerne ein paar Tage mehr Zeit lassen.

Die
Arbeitsplatzsuche ist zumindest in nicht geringem Umfang durch
den §629 BGB gedeckt (und je nach Vertragslage dann auch unter
Fortzahlung der Vergütung).

Ahhh… *google*… ‚Freistellung fuer Vorstellungsgespraeche‘… wieder was neues, danke!

Gerade übrigens der Umstand, daß
der Umzug Geld kostet, sollte doch ein Argument GEGEN den
Bezug von ALG sein, oder?

Wieso? Ich sehe eher das Zeitproblem - ich verzichte lieber auf etwas Geld, und kann dafuer die ganze Sache etwas ruhiger angehen.

Fakt bleibt aber auch, daß Du deine
Arbeitslosigkeit selber verschuldest und alleine daher keinen
rechtlich einwandfreien Anspruch auf den Bezug von ALG hast.
Das sage ich nicht nur aus Prinzip, sondern auch, weil ich
nicht will, daß Du es erst zu spät vom Sachbearbeiter beim AA
erfährst.

Gut. Danke fuer deine Sachlichkeit (nein, dass ist nicht ironisch gemeint, sondern ernst). Ich werd das Ganze nochmal 'ne Weile ueberdenken.

Hi!

Erst hast du nen Job und nun eher nicht - willst baer kündigen und gehst einfach davon aus innerhalb eines Monates wieder nen Job zu haben??? Entweder du bist verdammt blauäugig oder lügst hier wie gedruckt!

Das riecht eher danach als ob du zwischen den Jobs einen Monat Urlaub machen willst und dies mittels Sozialbetrug bezahlt bekommen möchtest!

Die Formulierung ist übrigens sehr gut!

Bernd

Hallo noch mal

Mmmh. Das klingt jetzt aber so, als hättest Du noch keinen
neuen Job. Dein Ausgangsposting erweckte den Eindruck, als
wäre der neue Job schon sicher und Du müßtest nur einen Monat
überbrücken? Welches von beidem ist korrekt?

Nein, ich habe noch keinen neuen Job. Ich bin mir aber sicher,
innerhalb von einem Monat einen zu finden.

Du wirst eventuell übrigens auch eine Sperre beim Bezug des ALG in Kauf nehmen müssen, wenn Du wegen des Umzugs Deinen Arbeitsplatz verlierst und dem AA nicht nachweisen kannst, daß Du dies durch frühzeitige Bewerbungsbemühungen versucht hast, zu verhindern. Insbesondere auch die Tatsache, daß der Zeitpunkt einer (ich nenn es jetzt mal) manipulierten fristgerechten Kü fast deckungsgleich mit Deinem Umzug ist, wird zu gespitzten Ohren beim Sachbearbeiter führen. Meines Erachtens gehst Du sehr sehr viele Risiken in allen Varianten ein. Setz das beides noch auf deine/meine „Vorsicht-Liste“ (Ja, die Welt ist ein Dschungel :o))

Gruß,
LeoLo

Hallo noch mal

Mmmh. Das klingt jetzt aber so, als hättest Du noch keinen
neuen Job. Dein Ausgangsposting erweckte den Eindruck, als
wäre der neue Job schon sicher und Du müßtest nur einen Monat
überbrücken? Welches von beidem ist korrekt?

Nein, ich habe noch keinen neuen Job. Ich bin mir aber sicher,
innerhalb von einem Monat einen zu finden.

Du wirst eventuell übrigens auch eine Sperre beim Bezug des
ALG in Kauf nehmen müssen, wenn Du wegen des Umzugs Deinen
Arbeitsplatz verlierst und dem AA nicht nachweisen kannst, daß
Du dies durch frühzeitige Bewerbungsbemühungen versucht hast,
zu verhindern. Insbesondere auch die Tatsache, daß der
Zeitpunkt einer (ich nenn es jetzt mal) manipulierten
fristgerechten Kü fast deckungsgleich mit Deinem Umzug ist,
wird zu gespitzten Ohren beim Sachbearbeiter führen. Meines
Erachtens gehst Du sehr sehr viele Risiken in allen Varianten
ein. Setz das beides noch auf deine/meine „Vorsicht-Liste“
(Ja, die Welt ist ein Dschungel :o))

*grins* Was es nicht alles zu beachten gibt… Kann denn nicht einmal irgendwas ganz simpel sein??

*Nachtrag auf Vorsicht-Liste mach*

Danke!

(Du bist nicht zufaellig Sachbearbeiter bei einer gewissen staatlichen Institution? Nein, brauchst nicht antworten… nur so ein Gedanke.)

Frechheit

Hallo,

folgende Situation: ich moechte meine Arbeitsstelle kuendigen,
dann fuer einen Monat Arbeitslosengeld erhalten,und dann
woanders wieder als Arbeitnehmer anfangen.

Hallo,

ich kann wirklich nicht sagen, was ich schlimmer finden soll:

Einen Monat auf Kosten der Allgemeinheit einen faulen Lenz schieben oder so dumm zu sein, hier auch noch um Hilfe für diesen Sozialbetrug zu fragen.

Ich ärgere mich Monat für Monat über die hohen Sozialabgaben, die ich bezahle und da kommt der Herr Faulpelz und fragt auch noch wie er sich am elegantesten in die von mir mitfinanzierte soziale Hängematte werfen kann.

Ich glaube es einfach nicht …

Matthias

Hallo, Uwe,

Nein, ich habe noch keinen neuen Job. Ich bin mir aber sicher,
innerhalb von einem Monat einen zu finden.

Was hast Du denn für einen überaus gefragten Beruf, dass Du Dir sicher bist, innerhalb eines Monats eine Anstellung zu finden?

Gruß
Andrea