Hallo!
Ich bekomme in 1-3 Wochen meinen ersten Hund und habe mir natürlich schon viel Welpen-Literatur durchgelesen, um von Anfang an alles richtig zu machen.
Trotzdem bleiben für mich noch zwei Fragen offen:
- In verschiedenen Büchern findet man verschiedene Angaben zum perfekten Abhol-Alter des Welpen. Manche sprechen von 8 Wochen (wo die Sozialisierung noch nicht abgeschlossen ist und der Mensch prägend eingreifen kann). Manche sprechen von 12 Wochen FRÜHESTENS, da der kleine Hund bis dahin bei seinem „Rudel“ bleiben soll.
Wie soll ich mich verhalten? Soll ich den Kleinen bis zur 12. Woche nur besuchen und ihn erst nachher mitnehmen? Natürlich würde ich ihn erst dann zur Stubenreinheit erziehen können.
Oder soll ich ihn schon mit 9 Wochen holen?
Kann ich ihn auch mal 3 Tage holen und ihn dann wieder für 3 Tage zu seinem „Rudel“ bringen usw.?
- Überall steht, man soll seinen Welpen langsam und stetig daran gewöhnen allein zu sein. Erst 5 Minuten, dann 10 Minuten usw. Nur bleibt hier eine wichtige Frage: Wie langsam ist langsam?? Kann ich ihn schon nach einer Woche mal für 2 Stunden alleine lassen, oder geht das erst nach 4 Wochen?.. oder gar nach 6?
Mir ist klar, dass jeder Hund einen eigenen Charakter hat und daher unterschiedlich reagiert, allerdings würden mir Durchschnittswerte zur Orientierung sehr nützen!! Danke euch,
Verena
Hallo,
woher kommt der Kleine denn?
Züchter? Priavat?
Auf alle Fälle würde ich dir, wenn du ihn dann bei dir hast, raten, zur Welpen(spiel)gruppe zugehen, da bekommst du mit Sicherheit viel mehr Tipps und Ratschläge, als in Büchern.
Manu
Hallo Verena,
ich würde den Kleinen erst nach 10-12 Wochen holen.
In diesem Zeitraum kann der Kleine sich noch das von
seiner Mama nehmen was Er brauch und trotzdem wird
Er sich ganz schnell an Dich gewöhnen und Dich als
Rudelführer (oder Mama) ansehen.
Mit dem alleine lassen würde ich bis zu 4 Wochen warten
und dann mal hin und wieder mit Steigerung den Kleinen
mal alleine lassen.
Denn vorher sollte Er sich an Dich gewöhnen und vor allem
vertrauen lernen. Für so einen kleinen Wicht der neu auf
dieser Welt ist und gerade von seiner Mama getrennt worden
ist…bist Du jetzt die Wichtigste für ihn.
Also die 4 Wochen schaden wirklich nichts.
Noch ein Tip…lasse Dich nicht zu sehr von den Büchern belehren.
Sicherlich sind dort viele kluge Ratschläge enthalten,aber Du
wirst schnell in Deine Rolle reinwachsen und oft weiß man automatisch
was gut für den Kleinen ist.
Viel Glück und Spaß mit Deinem kleinen Welpen.
Hallo Verena,
- Ich befürworte die 10-12 Wochen. Es ist so wichtig, daß die Welpen von ihrer Mutter soziales Verhalten lernen!! Für die Prägung auf den Menschen ist dann immer noch genug Zeit und auch das Stubenrein werden wird dadurch nicht schwieriger. ABER sehr wichtig dabei ist, daß der Züchter schon Sozialisierung macht. Die Welpen genügend (ausschließlich POSITIVEN) Kontakt zu Menschen haben. Es ist eine super Idee von dir den Welpen schon sehr oft zu besuchen und falls nötig die Sozialisierung anzufangen. Ich nehme an du hast gelesen, daß diese innerhalb der ersten 20 Lebenswochen stattfinden muß und es keine 2. Chance dafür gibt! Aber überfordere den Welpen auch nicht, wenn der Welpe gestresst und verängstigt ist bewirkst du genau das Gegenteil.
Auf gar keinen Fall solltest du den Welpen auf Urlaub mit nach Hause nehmen und ihn dann zurückbringen. Das ist ein unglaublicher psychischer und emotionaler Stress für das Tier!!
Eine gute Idee ist es ein Handtuch von dir oder so etwas für ein paar Tage in die Rudelschlafstätte zu legen und wenn du den Welpen abholst dieses Tuch mit zu nehmen und bei dir daheim in sein neues Körbchen zu legen damit er den gewohnten Geruch der Mutter und Geschwister noch ein bisschen hat.
- Warte ein paar Wochen, bevor du das alleine sein überhaupt anfängst zu üben. Der Welpe muß sich erst eingewöhnt haben und Vertrauen zu dir gefaßt haben. Solange er sich in der neuen Umgebung noch unsicher oder gar ängstlich verhält, solltest du nicht damit Anfangen. Baue erst sein Selbstbewußtsein und Vertrauen zu dir auf. Nach einer Woche 2 Stunden??? Nein, was du als allererstes lernen mußt ist Geduld. Wie du schon sagst hängt es sehr stark von deinem Welpen ab, aber GANZ arg wichtig ist, daß niemals Angst bei ihm aufkommen darf! Mit 5 Minuten anfangen ist schon viel zu viel, ein paar Sekunden sind der Anfang. Du mußt bedenken, der Welpe ist ein Baby und du als Mutterersatz bedeutest Schutz und Futter. Bist du weg, kann das für den Welpen den Tod bedeuten - er weiß ja nicht, daß es dir gut geht und du sofort wieder kommst.
Super gute Tipps für Welpen findest du auch auf www.turid-rugaas.no
Viel Spaß, Konsequenz (was nicht das gleiche wie Strenge ist!!) und Geduld! Genieße die Welpenzeit… sie ist sooooo schnell vorbei!!
Liebe Grüße
Christine
Noch eine Frage!!
Auf gar keinen Fall solltest du den Welpen auf Urlaub mit nach
Hause nehmen und ihn dann zurückbringen. Das ist ein
unglaublicher psychischer und emotionaler Stress für das
Tier!!
Danke für eure Antworten…
Bei dem oben zitierten Textabschnitt ist mir noch eine andere Frage eingefallen.
Wenn ich den Welpen mit 10 Wochen abhole, müsste ich dann weitere 3 Wochen später für 2 Tage mit dem Auto nach Triest (Italien) fahren und hatte vor, den Kleinen mitzunehmen. Ich wäre nur Beifahrerin und hätte die ganze Fahrt über Zeit für ihn.
Allerdings bin ich mir nun nicht mehr sicher, ob er das psychisch aushalten wird!!!.. Ich wäre da, sein Körbchen etc. würden mitkommen… nur das Zimmer wäre halt anders… Ist das ok, oder soll ich den Kleinen bei „Opa“ lassen… oder gar den Termin in Italien absagen??!
Liebe Grüße
Verena
Hallo Verena!
Für Hunde ist in erster Linie ihr Rudel wichtig, und das bist Du! Ganz sicher wird er viiiieel lieber mit Dir mitfahren, als beim fremden Opa zuhause zu bleiben. Vom Rudel getrennt zu werden ist eine STRAFE!
Deswegen ist es ja GERADE wichtig, dass Du den kleinen Kerl, wenn Du ihn erst mal mit nach Hause genommen hast, nicht wieder woanders hinbringst (zurück zu den Züchtern, zum Opa oder ähnliches). Sonst wird er doch ganz verwirrt, zu wem er denn nun gehört!
Autofahren ist sowieso gut, damit er sich daran gewöhnt und später keine Angst davor hat. Wichtig ist nur, für genügend Pausen zu sorgen, damit der kleine Kerl sich die Beine vertreten kann, auch mal was zu sehen kriegt und sein Geschäft erledigen kann. Und auf keinen Fall eine Flasche Wasser und einen Napf vergessen, regelmäßig was zu Trinken anbieten! Und nimm ihm sein gewohntes Futter mit, eine andere Sorte kann seinen Magen sonst durcheinander bringen. Du wirst vermutlich eh erstmal das weiterfüttern, was er vom Züchter bekommt?!?
Viel Spaß euch beiden wünscht
Sibylle aus M
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Hallo Verena,
wenn es irgendwie geht, bleib daheim. Im Auto ist es stinke langweilig für den Kleinen und du kannst wahrscheinlich nicht schnell genug reagieren, wenn er mal pullern muß, was sehr häufig vorkommt in dem Alter. Wir haben den Fehler mal mit einem Welpen gemacht, weil wir Besuch hatten und deshalb Tagestouren gemacht haben. Der Kleine hat uns im Auto fast in den Wahnsinn getrieben… in Finger gebissen, gekläfft und getobt wie ein Irrer… Ich würde das nicht nochmal erleben wollen. Und „Opa“ ist ein relativ Fremder für ihn… Es ist nicht nur die Fahrt, sondern auch die neue Umgebung dort. Es kann sehr traumatisch für einen Welpen sein, 2 x so jung aus der gewohnten Umgebung gerissen zu werden. In der ersten Zeit ist ja Eingewöhnung und Vertrauen in ein stabiles Umfeld und Aufbau einer gewissen Routine wichtig.
Super, daß du das so schnell umgesetzt hast!!
Glaube der Kleine Fratz hat viel Glück, bei dir zu landen!
Viel Spaß!
Christine
Hallo Verena,
Wenn ich den Welpen mit 10 Wochen abhole, müsste ich dann
weitere 3 Wochen später für 2 Tage mit dem Auto nach Triest
(Italien) fahren und hatte vor, den Kleinen mitzunehmen. Ich
wäre nur Beifahrerin und hätte die ganze Fahrt über Zeit für
ihn.
zu den guten Tipps unten noch ein praktischer Hinweis:
Einreisebestimmungen beachten (gechipt usw.). Schau mal online bei Hundeforen zu den Einzelheiten nach.
Grüße
BW
Hallo,
hier ein wichtiger Link für Dich:
http://www.tierarztpraxis-dr-kienzle.de/einreisebest…
"Die Bestimmungen des EU-Heimtierausweises sind seit 1.10.2004 absolut verbindlich. Es sind Hunde,
Katzen und Frettchen davon betroffen
- Jedes Tier braucht bei Grenzübertritt innerhalb der EU einen EU-Heimtierausweis.
- Das Tier muß mit einer Tätowierung oder einem Chip
( = Transponder ) gekennzeichnet sein, welches im Ausweis eingetragen sein muß.
- Das Tier braucht eine Tollwut-Schutzimpfung, die eingetragen sein muß. Die Erstimpfung muß mindestens 21Tage alt sein, sie darf nicht älter als 12 Monaten sein."
oder:
http://www.tiergesundheit.com/x/pdf/reise/tollwut_ei…
Zu Deinem Vorhaben, das Alleinesein zu trainieren… Klar je früher man damit anfängt, desto besser aber:
Wirklich alleine lassen kannst Du ihn erst, wenn er die Regeln im Haushalt kennt (und seinen Platz im Rudel gefunden hat).
Der normale Haushalt birgt für einen jungen Hund noch sehr viele Gefahren…
Ich persönlich würde es vermeiden einen Welpen/jungen Hund alleine zu lassen bis er „aus dem Gröbsten raus“ ist. Der Spiel- und Entdeckerdrang könnten Dir sonst böse Überraschungen bescheren 
Ich finde, Du machst das schon sehr gut, aber schraube Deine Erwartungen an den Kleinen nicht zu hoch, Du überforderst ihn sonst schnell.
Ganz wichtig ist, dass Du mit Deinem Welpen in einen Welpentreff gehst. Dort sind erfahrene Trainer, die einem mit vielen nützlichen Tipps zur Seite stehen.
Viele Grüße
Maja
Hallo Verena,
nehme Deinen Welpen mit. Egal was Du machen wirst… ob verreisen, arbeiten ect. der Kleine wird glücklich sein…Hauptsacher Er darf
bei Dir sein.
Wenn Du Ihn bei Familie oder Freunden absetzt wird Er traurig sein
und sich fragen was Er falsch gemacht hat, denn so eine Trennung würde Er als STRAFE ansehen.
Legt hin und wieder einen kleinen Stop ein damit Er sich kurz
bewegen und sein Geschäft machen kann.
Er wird sich freuen wenn Er mitkommen darf und mach Dir keine
sorgen das es zu viel für Ihn ist, denn Welpen sind neugierig
und freuen sich auf alles neue was sich entdecken und erleben
können.
Hallo,
wenn du deinen Hund vom Züchter holst, wird dieser dir den richtigen Zeitpunkt schon benennen. 12 Wochen halte ich persönlich für zu spät, ideal ist die 9.-10. Woche, dann eine Woche zu Hause eingewöhnen lassen und ab in die Welpenspielstunde (aber eine gute). Eine gute zeichnet sich dadurch aus, dass den Hunden spielerisch die ersten Grundregeln beigebracht werden und nicht 15 Min. am Stück „bei Fuss gehen“ geübt wird.
Mit dem üben des Alleinlassens solltest du mindestens 4 Wochen warten, das Kerlchen soll sich erst einmal an Dich, die Familie, die neue Umgebung gewöhnen und Vertrauen zu Dir fassen.
Nutze einfach die Zeit wenn er/sie schläft, mach mal kurz die Tür zu und schau was er macht. Bevor du mit dem Üben anfängst sollte er schon wissen: was ist mein Körbchen, und er sollte verstehen was er machen soll wenn du ihn dort hinschickst. Dann geh mal kurz vor die Haustür/Wohnungstür (so 2 Min.), das kann man dann steigern.
Aber: ein Hund sollte nicht einen ganzen Arbeitstag allein bleiben müssen (wenn Frauchen z.B. arbeitet…), ich hoffe, das ist bei Dir nicht der Fall bzw. geregelt.
Alle Gute.