Fragen über Fragen zum Immobilienerwerb

Moin zusammen!

Ich bräuchte da mal wieder ein paar Info´s…

Wir haben die Absicht, uns eventuell in näherer Zukunft ein Häuschen im Grünen zu kaufen. Soweit so gut. Es läuft darauf hinaus, das wir uns ein bereits stehendes älteres Haus kaufen wollen, in das wir sofort einziehen können und an dem wir nach und nach ausbauen können.
Jetzt haben wir am Samstag (also schon morgen *g*) einen unverbindlichen Besichtigungstermin. Das ging irgendwie recht fix.

Nun meine Fragen an Euch. Wer kann mir in möglichst einfachen Worten erklären, wie

  • Der normale Ablauf ist, wenn man ein Haus kaufen will (über einen Makler oder auch ohne Makler)?

  • Was man unbedingt beachten sollte?

  • Was man unbedingt vom Makler bzw. Voreigentümer erfragen muß?

Interessant sind eben alle Do´s & Dont´s, die so beachtet werden sollten.

Vor allem interessieren mich so grundsätzliche Dinge wie beispielsweise die Reihenfolge bestimmter Schritte.
Ich stelle mir das derzeit so vor, das

  • ich mir das Haus anschaue,
  • feststelle, ob es gefällt,
  • dann dem Makler sage, das ich eventuell Interesse hätte
  • dann zur Bank watschel, um die Finanzierung zu klären
  • nach erfolgreich (hoffentlich) beschaffter Finanzierung mit dem Makler (und einem Notar?) einen Kaufvertrag mach
  • die Kohle zahle
  • einziehe…

Sicherlich habe ich dabei dann schon tausend Fehler gemacht :smile:

Geht also einfach mal davon aus, das ihr einen absolut Unwissenden vor Euch habt und laßt Euren Gedanken freien Lauf. Es gibt sicher nix, was uninteressant für mich wäre. Natürlich könnte mir das bestimmt auch der Makler alles erklären. Dabei hab ich aber das Problem, das ich ihm Glauben müßte. Und bei mir ist das mit Vertrauen so eine Sache… Ich weiß ganz gern zumindest ansatzweise, worüber ich rede.

Nun bin ich erstmal fertig, ich erwarte gespannt Eure Ratschläge und Info´s.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Hallo,

ist das Dein Ernst ?

Wir haben die Absicht, uns eventuell in näherer Zukunft ein
Häuschen im Grünen zu kaufen. Soweit so gut. Es läuft darauf
hinaus, das wir uns ein bereits stehendes älteres Haus kaufen
wollen, in das wir sofort einziehen können und an dem wir nach
und nach ausbauen können.
Jetzt haben wir am Samstag (also schon morgen *g*) einen
unverbindlichen Besichtigungstermin. Das ging irgendwie recht
fix.

Für eine derartige Entscheidung musst Du genug Zeit haben. Wenn es fix geht, könnte es wohl durchaus sein, dass der Makler mal schnell mit Euch durch das Haus rennt, damit ihr nicht alles sehen könnt.

Nun meine Fragen an Euch. Wer kann mir in möglichst einfachen
Worten erklären, wie

  • Der normale Ablauf ist, wenn man ein Haus kaufen will (über
    einen Makler oder auch ohne Makler)?

  • Was man unbedingt beachten sollte?

  • Was man unbedingt vom Makler bzw. Voreigentümer erfragen
    muß?

Frage mal nach einem Wertgutachten. Wie sieht es unter dem Dach aus, wie ist es um das Gebälk bestellt, wie um das Mauerwerk. Zu solchen Besichtigungen solltest Du einen Architekten oder einen Zimmermann mitnehmen. In Ruhe Keller, Wände und Dachboden, Gebälk und Ziegel prüfen. Kamin prüfen.

Interessant sind eben alle Do´s & Dont´s, die so beachtet
werden sollten.

Vor allem interessieren mich so grundsätzliche Dinge wie
beispielsweise die Reihenfolge bestimmter Schritte.
Ich stelle mir das derzeit so vor, das

  • ich mir das Haus anschaue,
  • feststelle, ob es gefällt,
  • dann dem Makler sage, das ich eventuell Interesse hätte
  • dann zur Bank watschel, um die Finanzierung zu klären
  • nach erfolgreich (hoffentlich) beschaffter Finanzierung mit
    dem Makler (und einem Notar?) einen Kaufvertrag mach
  • die Kohle zahle
  • einziehe…

und Dein „blaues Wunder“ erlebst.

Sicherlich habe ich dabei dann schon tausend Fehler gemacht

-)

Geht also einfach mal davon aus, das ihr einen absolut
Unwissenden vor Euch habt und laßt Euren Gedanken freien Lauf.
Es gibt sicher nix, was uninteressant für mich wäre. Natürlich
könnte mir das bestimmt auch der Makler alles erklären. Dabei
hab ich aber das Problem, das ich ihm Glauben müßte. Und bei
mir ist das mit Vertrauen so eine Sache… Ich weiß ganz gern
zumindest ansatzweise, worüber ich rede.

Nun bin ich erstmal fertig, ich erwarte gespannt Eure
Ratschläge und Info´s.

Frage nach, ob es ein Gutachten ( wird von Gutachterausschüssen gemacht, die bei den Kommunen angesiedelt sind) gibt. Wenn ja, lasse es Dir geben. Nimm einen Architekten zur Besichtigung mit. Selbst wenn Du dann 50 EURO zahlen müsstest, danach das Haus nicht kaufen wirst, hat sich dieses Geld rentiert.

Glaube einem Makler nur das, was er Dir schriftlich bereit ist zu bestätigen. Frage nach Grundwasser, nach Feuchtigkeitsschäden, lasse es Dir bestätigen und unterschreibe nie einen Vertrag „so gekauft wie besichtigt“. Lasse Dir einzelne Punkte schriftlich bestätigen, wiwe z.B. dass es keine Vorschäden wegen Feuchtigkeit gibt.

GRuss Günter

Moin, Günter!

ist das Dein Ernst ?

Ja sicher. Warum nicht? Ist das so unnormal?

Für eine derartige Entscheidung musst Du genug Zeit haben.

Das zumindest hab ich verstanden.

Wenn es fix geht, könnte es wohl durchaus sein, dass der
Makler mal schnell mit Euch durch das Haus rennt, damit ihr
nicht alles sehen könnt.

Da hab ich mich wohl falsch ausgedrückt :smile:
Ob es bei diesem Termin fix geht, weiß ich natürlich noch nicht. Ich meinte nur, den Termin zu bekommen, das ging recht fix. Wir haben eigentlich morgen nur vor, uns einfach mal das Haus erstmal oberflächlich anzuschauen, um zu entscheiden, ob es uns interessieren würde. Weil erst danach kann ich doch sagen, ob ich tiefer in die Geheimnisse dieses Bauwerks eindringen möchte :smile:

Frage mal nach einem Wertgutachten.

Danke! Guter Hinweis, ist notiert…

Wie sieht es unter dem Dach aus, wie ist es um das Gebälk :bestellt, wie um das
Mauerwerk. Zu solchen Besichtigungen solltest Du einen
Architekten oder einen Zimmermann mitnehmen. In Ruhe Keller,
Wände und Dachboden, Gebälk und Ziegel prüfen. Kamin prüfen.

Also vielleicht sollte ich kurz nochwas zum konkreten Objekt schreiben…
Es handelt sich um einen Bau im Bungalowstil massiv auf Bodenplatte mit Flachdach, kein Keller, Kein Dachboden, kein Kamin. Recht einfach gehalten.
Laut Exposé des Maklers wurden grad nachweisbar folgende Dinge am Haus gemacht:

  • Neue Fenster & Türen
  • Neue Böden (Zum Teil Laminat, Zum Teil Fliesen)
  • Neue Gasheizungsanlage
  • Neues Bad & WC

Außerdem wurde bereits begonnen, einen Ausbau vorzunehmen, ein Teil davon ist als Rohbau fertig (was zum Geier heißt fertiger Rohbau?). Eine Baugenehmigung für den vollständigen Umbau liegt vor (Ist sowas übertragbar?)

Die Gegend, in der das Haus liegt, ist uns bestens bekannt, weil meine Eltern im Ort wohnen. Meine Mutter hat gestern die Zeit genutzt, mal von außen zu schauen. Ihrer Ansicht nach macht das ganze zumindest von Außen einen gepflegten Eindruck, soweit man das sehen konnte (ein Teil war wohl hinter Hecken…)

Wir waren noch nicht da, das kommt eben morgen. Eigentlich gedachten wir, uns morgen erstmal ganz in Ruhe die Hütte zu begucken und dann zu entscheiden, ob wir überhaupt Interesse haben. Wie verhalten wir uns dabei am besten? Nicht hetzen lassen ist nun klar, aber was ist noch wichtig?

Ich stelle mir das derzeit so vor, das

  • ich mir das Haus anschaue,
  • feststelle, ob es gefällt,
  • dann dem Makler sage, das ich eventuell Interesse hätte
  • dann zur Bank watschel, um die Finanzierung zu klären
  • nach erfolgreich (hoffentlich) beschaffter Finanzierung mit
    dem Makler (und einem Notar?) einen Kaufvertrag mach
  • die Kohle zahle
  • einziehe…

und Dein „blaues Wunder“ erlebst.

Das hatte ich befürchtet, deswegen freut es mich ja, das es Leute wie Dich gibt, die sich damit auskennen. Ich hab mir halt noch nie ein Haus gekauft und hatte auch nicht die Absicht, das ein zweites Mal zu tun *g*

Daher ja meine Fragen. Es geht mir ja nur darum, morgen nicht wie ein völliger Trottel dazustehen. Unterschreiben werd ich morgen selbstverständlich überhaupt nix. Mich interessiert halt erstmal, wie so ein Hauskauf üblicherweise von anfang bis Ende abläuft. Kannst Du mir dazu noch was sagen?

Frage nach, ob es ein Gutachten ( wird von
Gutachterausschüssen gemacht, die bei den Kommunen angesiedelt
sind) gibt. Wenn ja, lasse es Dir geben.

Okay, das hatte ich ja schon notiert…
Wenn es keines gibt, was dann? Soll ich dann (weiterführendes Interesse meinerseits vorausgesetzt) eines machen lassen?

Nimm einen Architekten zur Besichtigung mit. Selbst wenn Du
dann 50 EURO zahlen müsstest, danach das Haus nicht kaufen
wirst, hat sich dieses Geld rentiert.

Auch klar, hab ich notiert. Dabei gehts bestimmt nicht ums Geld, das ist ja eher eine Investition in eine sichere Zukunft.
Aber sollte ich bereits morgen zum ersten Begucken einen Sachverständigen mitnehmen? Ich wüßte nicht, wo ich so schnell einen hernehmen kann…
Wenn wir morgen feststellen, das es durchaus ein interessantes Objekt für uns wäre, könnte ich dann mit dem Makler einen neuen Termin machen, um eben mit einem Sachverständigen das Haus zu prüfen? Lassen sich Makler auf sowas ein?

Glaube einem Makler nur das, was er Dir schriftlich bereit ist
zu bestätigen.

DAS ist allerdings sicher :smile:
Ich glaube prinzipiell nur, was man mir schriftlich gibt…

Frage nach Grundwasser, nach
Feuchtigkeitsschäden, lasse es Dir bestätigen und
unterschreibe nie einen Vertrag „so gekauft wie besichtigt“.

Danke für den Hinweis, werd ich ebenfalls notieren. Beim Kauf an sich sind wir ja noch nicht angekommen, da werden sicher noch viele Fragen hochkommen…

Lasse Dir einzelne Punkte schriftlich bestätigen, wiwe z.B.
dass es keine Vorschäden wegen Feuchtigkeit gibt.

Gut. Was ist denn sonst noch wichtig?
Wie wäre denn so der übliche Ablauf solcher Angelegenheiten? Von Anfang bis Ende meine ich.
Und was wäre denn beispielsweise, wenn ich sage, okay, gefällt mir, es wird alles von „meinem“ Sachverständigen geprüft, der sagt auch okay, ich renne zur Bank, die sagt auch okay und dann sagt der Makler plötzlich: „Ätsch, bereits anderweitig verkauft“? Sitze ich dann möglicherweise auf einem Kredit, den ich garnicht brauche?

Du hast sicher gemerkt, das ich davon echt wenig bis gar keine Ahnung hab. Umso dankbarer bin ich Dir für Deine Hilfe. Und wenn Dir nochwas einfällt, halte Dich bitte nicht zurück. Du darfst mir alles schreiben :smile:

Auf alle Fälle erstmal großes Dankeschön.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Hi,

da habe ich dann was falsch verstanden. Ich dachte die Besichtigung wäre fix verlaufen.

Da hab ich mich wohl falsch ausgedrückt :smile:
Ob es bei diesem Termin fix geht, weiß ich natürlich noch
nicht. Ich meinte nur, den Termin zu bekommen, das ging recht
fix. Wir haben eigentlich morgen nur vor, uns einfach mal das
Haus erstmal oberflächlich anzuschauen, um zu entscheiden, ob
es uns interessieren würde. Weil erst danach kann ich doch
sagen, ob ich tiefer in die Geheimnisse dieses Bauwerks
eindringen möchte :smile:

Frage mal nach einem Wertgutachten.

Danke! Guter Hinweis, ist notiert…

Wie sieht es unter dem Dach aus, wie ist es um das Gebälk :bestellt, wie um das
Mauerwerk. Zu solchen Besichtigungen solltest Du einen
Architekten oder einen Zimmermann mitnehmen. In Ruhe Keller,
Wände und Dachboden, Gebälk und Ziegel prüfen. Kamin prüfen.

Also vielleicht sollte ich kurz nochwas zum konkreten Objekt
schreiben…
Es handelt sich um einen Bau im Bungalowstil massiv auf
Bodenplatte mit Flachdach, kein Keller, Kein Dachboden, kein
Kamin. Recht einfach gehalten.
Laut Exposé des Maklers wurden grad nachweisbar folgende Dinge
am Haus gemacht:

  • Neue Fenster & Türen
  • Neue Böden (Zum Teil Laminat, Zum Teil Fliesen)

lege Dich, wenn näheres Interesse besteht, ruhig auf den Boden an verschiedenen Stellen und klopfe die Fliesen ab. Wenn es hohl klingt sind die Fliesen nicht richtig verlegt. Klopfe auch im Bad die Wände bei den Fliesen ab.

  • Neue Gasheizungsanlage

(hier zumindest die Unterlagen geben lassen, wann der Einbau erfolgt ist und ob auch regelmässige Wartungen vorgenommen werden) Vor allen beachten, ob der Heizkessel den neuen, künftigen Einsparmassnahmen entspricht.

  • Neues Bad & WC

Wie alt ist das Haus, wenn Bad und WC gerichtet werden mussten. Frage hier nach, ob Schimmelschäden oder Feuchtigkeitsschäden in der Vergangenheit vorlagen.

Außerdem wurde bereits begonnen, einen Ausbau vorzunehmen, ein
Teil davon ist als Rohbau fertig (was zum Geier heißt fertiger
Rohbau?). Eine Baugenehmigung für den vollständigen Umbau
liegt vor (Ist sowas übertragbar?)

Ja, kann übertragen werden. Warum zieht der Eigentümer eigentlich aus, wenn er zwar angeblich alles neu gerichtet haben will, aber der Dachausbau immer noch nicht fertig ist, das frage ich mich. Frage nach, weshalb der Eigentümer auszieht.

Die Gegend, in der das Haus liegt, ist uns bestens bekannt,
weil meine Eltern im Ort wohnen. Meine Mutter hat gestern die
Zeit genutzt, mal von außen zu schauen. Ihrer Ansicht nach
macht das ganze zumindest von Außen einen gepflegten Eindruck,
soweit man das sehen konnte (ein Teil war wohl hinter
Hecken…)

Wir waren noch nicht da, das kommt eben morgen. Eigentlich
gedachten wir, uns morgen erstmal ganz in Ruhe die Hütte zu
begucken und dann zu entscheiden, ob wir überhaupt Interesse
haben. Wie verhalten wir uns dabei am besten? Nicht hetzen
lassen ist nun klar, aber was ist noch wichtig?

Das hatte ich befürchtet, deswegen freut es mich ja, das es
Leute wie Dich gibt, die sich damit auskennen. Ich hab mir
halt noch nie ein Haus gekauft und hatte auch nicht die
Absicht, das ein zweites Mal zu tun *g*

Ich habe leider eines gebaut. Ging über eine Scheidung dann wieder weg. Aber, ich kann nur Tipps geben, genau kennen ich mich beim Hauskauf auch nicht aus, da muss der Fachmann bei der Besichtigung ran.

Daher ja meine Fragen. Es geht mir ja nur darum, morgen nicht
wie ein völliger Trottel dazustehen. Unterschreiben werd ich
morgen selbstverständlich überhaupt nix. Mich interessiert
halt erstmal, wie so ein Hauskauf üblicherweise von anfang bis
Ende abläuft. Kannst Du mir dazu noch was sagen?

Üblich ist eigentlich, dass man sich nach der Besichtigung in einem Vorvertrag einigt, den Preis und den Zustand grob festlegt und dann - wenn die Finanzierung gesichert ist - einen Termin bei einem Notar hat. Im Grundbuch darauf achten, dass alle Belastungen des Voreigentümers gelöscht werden.

Frage nach, ob es ein Gutachten ( wird von
Gutachterausschüssen gemacht, die bei den Kommunen angesiedelt
sind) gibt. Wenn ja, lasse es Dir geben.

Okay, das hatte ich ja schon notiert…
Wenn es keines gibt, was dann? Soll ich dann (weiterführendes
Interesse meinerseits vorausgesetzt) eines machen lassen?

Dies ist wirklich nur sinnvoll, wenn Du das Haus kaufen willst und der Verkäufer an Dich verkaufen will. Sonst wird ein Gutachten erstellt und der Verkäufer hat den Vorteil, Du aber die Kosten. Denkbar ist auch, dass sich beide Seiten die Kosten teilen, wenn es zum Kaufvertrag kommt. Geregelt sollte schons ein, wenn Du das Haus nicht kaufen kannst oder an Dich verkauft wird, dass der jetzige Eigentümer die Kosten eines Gutachtens selbst trägt. Da Du von einem „Ort“ sprichst ist wahrscheinlich nur ein oder zwei Gemeinderäte zuständig für das Gutachten des kommunalen Gutachterausschusses. Erkundige Dich einfach über die Kosten bei der Gemeinde. Ein Gutachten durch einen freien Gutachter ist um das Mehrfache teurer.

Nimm einen Architekten zur Besichtigung mit. Selbst wenn Du
dann 50 EURO zahlen müsstest, danach das Haus nicht kaufen
wirst, hat sich dieses Geld rentiert.

Auch klar, hab ich notiert. Dabei gehts bestimmt nicht ums
Geld, das ist ja eher eine Investition in eine sichere
Zukunft.

Es geht schon um Geld, denn wer die Mängel nicht kennt, kann viel Geld ausgeben müssen.

Aber sollte ich bereits morgen zum ersten Begucken einen
Sachverständigen mitnehmen? Ich wüßte nicht, wo ich so schnell
einen hernehmen kann…

Wenn dies nur morgen so ist, dass Du Dich einfach mal umsehen willst, nein. Aber wenn Du Interesse hast, dann erkläre dem Makler, dass Du einen neuen Termin mit einem Architekten Deiner Wahl zur Besichtigung möchtest. Wenn der Makler nichts zu verbergen hat, wird er Dir sofort zusagen. Wenn er aber beginnt zu diskutieren, dass das doch alles nicht notwendig ist und doch nur Geld kostet und ehe nichts bringt, könnte was „faul“ sein.

Wenn wir morgen feststellen, das es durchaus ein interessantes
Objekt für uns wäre, könnte ich dann mit dem Makler einen
neuen Termin machen, um eben mit einem Sachverständigen das
Haus zu prüfen? Lassen sich Makler auf sowas ein?

Glaube einem Makler nur das, was er Dir schriftlich bereit ist
zu bestätigen.

DAS ist allerdings sicher :smile:
Ich glaube prinzipiell nur, was man mir schriftlich gibt…

Frage nach Grundwasser, nach
Feuchtigkeitsschäden, lasse es Dir bestätigen und
unterschreibe nie einen Vertrag „so gekauft wie besichtigt“.

Danke für den Hinweis, werd ich ebenfalls notieren. Beim Kauf
an sich sind wir ja noch nicht angekommen, da werden sicher
noch viele Fragen hochkommen…

Lasse Dir einzelne Punkte schriftlich bestätigen, wiwe z.B.
dass es keine Vorschäden wegen Feuchtigkeit gibt.

Gut. Was ist denn sonst noch wichtig?
Wie wäre denn so der übliche Ablauf solcher Angelegenheiten?
Von Anfang bis Ende meine ich.
Und was wäre denn beispielsweise, wenn ich sage, okay, gefällt
mir, es wird alles von „meinem“ Sachverständigen geprüft, der
sagt auch okay, ich renne zur Bank, die sagt auch okay und
dann sagt der Makler plötzlich: „Ätsch, bereits anderweitig
verkauft“? Sitze ich dann möglicherweise auf einem Kredit, den
ich garnicht brauche?

Du hast sicher gemerkt, das ich davon echt wenig bis gar keine
Ahnung hab. Umso dankbarer bin ich Dir für Deine Hilfe. Und
wenn Dir nochwas einfällt, halte Dich bitte nicht zurück. Du
darfst mir alles schreiben :smile:

Auf alle Fälle erstmal großes Dankeschön.

Was mich stört an der Sache ist, dass hier jemand ein Haus verkauft, zuvor aber alles neu gerichtet haben will. Dies ist nicht üblich. Es investiert doch niemand „ins Blaue hinein“, ohne Garantie zu haben, dass die Investition mit dem Kaufpreis weider aufgefangen wird. Üblich ist, dass der Verkäufer eine gewisse Einbusse in Kauf nimmt und der Käufer dann selbst investiert. Alleine die von Dir angegebenen Investitionen, ohne nun die Größe des Hauses zu kennen und die Qualität der neuen Fenster, der Heizung und des Bades liegen doch um einiges über 15.000 EURO. Und diese Investition, kann auch bei einem Verkauf des Hauses nicht vom Käufer durch einen höheren Preis wieder neutralisiert werden. Es kann natürlich sein, dass der Eigentümer gezwungen ist, das Haus vorzeitig zuverkaufen, weil ihm das Geld ausgeht oder familiäre Gründe einen Verkauf erfordern. Bitte klären.

Es ist Dein Geld - das Haus kann Deine Freude sein oder zu Deinem Dauerärger werden.

Gruss Günter

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Moin nochmal!

da habe ich dann was falsch verstanden. Ich dachte die
Besichtigung wäre fix verlaufen.

Nee, soweit sind wir noch nicht :smile:

lege Dich, wenn näheres Interesse besteht, ruhig auf den Boden
an verschiedenen Stellen und klopfe die Fliesen ab. Wenn es
hohl klingt sind die Fliesen nicht richtig verlegt. Klopfe
auch im Bad die Wände bei den Fliesen ab.

Ein weiterer Hinweis, den ich sofort notiert hab…

  • Neue Gasheizungsanlage

(hier zumindest die Unterlagen geben lassen, wann der Einbau
erfolgt ist und ob auch regelmässige Wartungen vorgenommen
werden) Vor allen beachten, ob der Heizkessel den neuen,
künftigen Einsparmassnahmen entspricht.

*kritzel*
… auch notiert.

  • Neues Bad & WC

Wie alt ist das Haus, wenn Bad und WC gerichtet werden
mussten. Frage hier nach, ob Schimmelschäden oder
Feuchtigkeitsschäden in der Vergangenheit vorlagen.

Irgendwie komme ich mit dem Mitschreiben gar nicht so schnell nach *g*

Außerdem wurde bereits begonnen, einen Ausbau vorzunehmen, ein
Teil davon ist als Rohbau fertig (was zum Geier heißt fertiger
Rohbau?). Eine Baugenehmigung für den vollständigen Umbau
liegt vor (Ist sowas übertragbar?)

Ja, kann übertragen werden. Warum zieht der Eigentümer
eigentlich aus, wenn er zwar angeblich alles neu gerichtet
haben will, aber der Dachausbau immer noch nicht fertig ist,
das frage ich mich. Frage nach, weshalb der Eigentümer
auszieht.

DIE Frage haben wir uns allerdings auch schon gestellt! Die Angaben im Exposé des Maklers klingen irgendwie alle viel zu gut… müssen Makler eigentlich für den Inhalt eines solchen haften? Sprich: Muß da die Wahrheit drinstehen? Oder wird hier wie in Reisekatalogen üblich nur nett umschrieben? Du weißt sicher, was ich meine: 50m zum Strand = Luftlinie mit Betonwerk dazwischen und so *g*

Auf jeden Fall steht ganz oben auf meiner Liste die Frage nach dem Verkaufsgrund. Obwohl ich daran zweifle, das man mir da die Wahrheit sagt…

Das hatte ich befürchtet, deswegen freut es mich ja, das es
Leute wie Dich gibt, die sich damit auskennen. Ich hab mir
halt noch nie ein Haus gekauft und hatte auch nicht die
Absicht, das ein zweites Mal zu tun *g*

Ich habe leider eines gebaut. Ging über eine Scheidung dann
wieder weg. Aber, ich kann nur Tipps geben, genau kennen ich
mich beim Hauskauf auch nicht aus, da muss der Fachmann bei
der Besichtigung ran.

Den Fachmann werde ich wohl finden, meine Firma arbeitet mit diversen Bausachverständigen zusammen und einige davon kenne ich zumindest beruflich…

Üblich ist eigentlich, dass man sich nach der Besichtigung in
einem Vorvertrag einigt, den Preis und den Zustand grob
festlegt und dann - wenn die Finanzierung gesichert ist -
einen Termin bei einem Notar hat. Im Grundbuch darauf achten,
dass alle Belastungen des Voreigentümers gelöscht werden.

Auch wieder notiert :smile:

Wie ist das eigentlich mit der Rechtlichen Bindung eines solchen Vertrages?
Wenn ich beispielsweise alle Klarheiten beseitigt habe, werde ich mich um ein Finanzierungskonzept kümmern. Dazu habe ich heute bereits mit der Investitionsbank des Landes gesprochen bezüglich einer möglichen Förderung. Dort hat man mir /zunächst natürlich unverbindlich) signalisiert, das eine Förderung in nicht unerheblichem Maße eventuell möglich wäre. Diese Förderung würde ich natürlich gern in die Finanzierung mit einbeziehen. Allerdings sagte man mir auch, das von der Antragstellung bis zur Bewilligung locker 4 bis 6 Monate vergehen könnten.
Kann ich in einen Kaufvertrag die Klausel aufnehmen lassen, das der Vertrag vorbehaltlich der Bewilligung öffentlicher Mittel geschlossen wird? Ist sowas üblich oder eher ungewollt?

Wenn es keines gibt, was dann? Soll ich dann (weiterführendes
Interesse meinerseits vorausgesetzt) eines machen lassen?

Dies ist wirklich nur sinnvoll, wenn Du das Haus kaufen willst
und der Verkäufer an Dich verkaufen will.

Soweit klar…

Sonst wird ein
Gutachten erstellt und der Verkäufer hat den Vorteil, Du aber
die Kosten.

DAS gefällt mir irgendwie nicht wirklich.

Denkbar ist auch, dass sich beide Seiten die
Kosten teilen, wenn es zum Kaufvertrag kommt. Geregelt sollte
schons ein, wenn Du das Haus nicht kaufen kannst oder an Dich
verkauft wird, dass der jetzige Eigentümer die Kosten eines
Gutachtens selbst trägt.

Klingt sehr gut, hab ich notiert :smile:

Da Du von einem „Ort“ sprichst ist
wahrscheinlich nur ein oder zwei Gemeinderäte zuständig für
das Gutachten des kommunalen Gutachterausschusses. Erkundige
Dich einfach über die Kosten bei der Gemeinde. Ein Gutachten
durch einen freien Gutachter ist um das Mehrfache teurer.

Da werd ich gleich mal in der nächsten Woche meine Eltern zu ihrem Gemeindeamt hetzen, damit sie sich dort mal schlau machen. Danke für die Anregung :smile:

Nimm einen Architekten zur Besichtigung mit. Selbst wenn Du
dann 50 EURO zahlen müsstest, danach das Haus nicht kaufen
wirst, hat sich dieses Geld rentiert.

Auch klar, hab ich notiert. Dabei gehts bestimmt nicht ums
Geld, das ist ja eher eine Investition in eine sichere
Zukunft.

Es geht schon um Geld, denn wer die Mängel nicht kennt, kann
viel Geld ausgeben müssen.

DAS hab ich schon verstanden, ich meinte, das ich nicht am Honorar für einen Sachverständigen sparen würde.

Aber sollte ich bereits morgen zum ersten Begucken einen
Sachverständigen mitnehmen? Ich wüßte nicht, wo ich so schnell
einen hernehmen kann…

Wenn dies nur morgen so ist, dass Du Dich einfach mal umsehen
willst, nein. Aber wenn Du Interesse hast, dann erkläre dem
Makler, dass Du einen neuen Termin mit einem Architekten
Deiner Wahl zur Besichtigung möchtest. Wenn der Makler nichts
zu verbergen hat, wird er Dir sofort zusagen. Wenn er aber
beginnt zu diskutieren, dass das doch alles nicht notwendig
ist und doch nur Geld kostet und ehe nichts bringt, könnte was
„faul“ sein.

So hab ich mir das gedacht :smile:
Scheinbar bin ich doch nicht ganz so doof wie ich dachte…

Was mich stört an der Sache ist, dass hier jemand ein Haus
verkauft, zuvor aber alles neu gerichtet haben will. Dies ist
nicht üblich. Es investiert doch niemand „ins Blaue hinein“,
ohne Garantie zu haben, dass die Investition mit dem Kaufpreis
weider aufgefangen wird. Üblich ist, dass der Verkäufer eine
gewisse Einbusse in Kauf nimmt und der Käufer dann selbst
investiert. Alleine die von Dir angegebenen Investitionen,
ohne nun die Größe des Hauses zu kennen und die Qualität der
neuen Fenster, der Heizung und des Bades liegen doch um
einiges über 15.000 EURO. Und diese Investition, kann auch bei
einem Verkauf des Hauses nicht vom Käufer durch einen höheren
Preis wieder neutralisiert werden. Es kann natürlich sein,
dass der Eigentümer gezwungen ist, das Haus vorzeitig
zuverkaufen, weil ihm das Geld ausgeht oder familiäre Gründe
einen Verkauf erfordern. Bitte klären.

Wie schon gesagt, die Gründe für den Verkauf kenne ich (noch) nicht, werde ich klären.
Soweit mir bekannt ist, wurde das Haus (derzeit 70m²) früher als Wochenendhaus genutzt und sollte jetzt auf 120m² zur dauerhaften Nutzung erweitert werden. Hinsichtlich des Umbaus gibt es wie ich schon sagte eine Baugenehmigung und die Erweiterung soll im Rohbau fertig sein (ich frage mich immer noch, was ein fertiger Rohbau ist?). Aber Du hast natürlich Recht. Auch wir haben uns gefragt, warum jemand offensichtlich viel Geld in einen Umbau investiert, wenn er vor der Fertigstellung der Umbauten bereits wieder (zu einem Spottpreis) verkaufen will (oder muß?).
Wie auch Du schon sagtest, der bisherige Umbau (wenn denn die Angaben im Exposé stimmen) kann nicht billig gewesen sein. Normalerweise (auf Basis der Bodenrichtwerte) würde allein das Grundstück deutlich mehr kosten, als es jetzt zusammen mit dem Haus kosten soll. Von daher bin ich schon arg skeptisch. Allerdings könnte es ja auch eine Gelegenheit sein, weswegen wir uns zumindest die näheren Umstände anschauen wollen. Hoffen wir das Beste :smile:

Es ist Dein Geld - das Haus kann Deine Freude sein oder zu
Deinem Dauerärger werden.

Na, da wäre mir die Freude aber lieber :smile:

Jedenfalls vielen Dank für Deine Hilfe bis hierher, wenn Dir noch etwas dazu einfällt, bin ich für jeden Hinweis dankbar.
Ich werde auf jeden Fall wieder hier posten, wenn mir genauere Einzelheiten bekannt sind. Vielleicht wird es dann ja auch langsam konkreter.

Ein schönes Wochenende wünsche ich auf jeden Fall erstmal.

Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Tips zum Immobilienerwerb…
Morgen Dicker MD!

Noch nen paar Tips…außer denen von Günter, die wie immer in allen Dingen zutreffend sind :smile:

Geh das ganze in Ruhe an. Verschaff dir erstmal mit deiner Partnerin nen ersten Eindruck. Denk bitte an alle wichtigen Punkte, die erstmal für dein restliches Leben wichtig sind; denn - wie du richtig gesagt hast, du kaufst in der Regel nur einmal ein Haus:
Hier einige Gedanken, die wir uns gemacht haben:

  • gefällt dir das Haus vom Stil her? oder wäre es nur gerade so in Ordnung?
  • sagt euch die Lage zu? Wie sieht es im Alter aus? habt ihr die Möglichkeit einzukaufen? Ärzte? Apotheken?
  • plant Ihr Nachwuchs, oder habt Ihr Kinder? wie ist es mit Schulen? etc.?
  • besteht die Möglichkeit, wenn ihr kein Auto - aus egal welchen Gründen mehr haben solltet-, dass ihr nicht von allem abgeschnitten seid? ( weil du schreibst im Grünen?)
  • warum verkaufen die Leute? Notverkauf aus finanziellen Gründen?
    ist was faul am Haus? ein guter Tip ist vielleicht, sich die Rechnungen der Erneuerungen zeigen zu lassen; merkt euch die Handwerker, fragt nach ob es wirklich nur Erneuerungen waren oder ob andere Gründe vorlagen ( z.b. Feuchtigkeit oder so was )
  • wenn Sie angeben, Sie würden wegziehen, vielleicht nen Beweis fordern, dass ist nen beliebter Grund ( natürlich nen falscher)
  • macht euch am Besten beim Ersten Mal nur nen Eindruck vom Haus und von den Leuten, die es verkaufen.
  • vereinbart auf jeden Fall für in ein oder zwei Wochen nen weiteren Termin. Bis dahin könnt ihr entsprechende Fachleute
    wie z.b. von Günter vorgeschlagen einen Architekten suchen, die sich mit euch die Sache angucken.
  • es gibt auch einige Banken ( z.b. haben wir bei der Dresdner Bank finanziert ), die einen Sachverständigen mitrausschicken, um zu gucken, ob das Haus den Kaufpreis wert ist oder wo Mängel sind. Das kostet in der Regel nichts und so kannst du ggf. direkt die Finanzierung auf einen Schlag mitabklären.
  • ich empfehle dennoch, entsprechende Handwerker mitzunehmen ( nicht unbedingt nur nen Architekten ), die können oftmals gezieltere Fragen stellen und die Sache besser begutachten.

Wir hatten z.b. das Problem, dass um eine 23 Jahre alte Heizungsanlage ein relativ neues Gehäuse gebaut wurde. Der Bankmensch konnte das nicht erkennen. Der Handwerker, der dann die erste Wartung machen sollte, hat das auf einen Blick hin erkannt!!

Also lieber dicker MD,

frag frag frag, du kannst nicht zuviel fragen!!! es ist dein Geld!! und deine Wohnfreude, wenn alles hinterher in Ordnung ist und passt!! Lass dich keinesfalls von dem Makler unter Druck setzen!!! schon garnicht mit Worten wie: wir haben noch andere Interessenten!!! denk dran, du hast bei nem Gebrauchthaus keine Gewährleistung wie z.b. bei nem Neubau. Leider ist es oftmals so, wie Günter schreibt.
GEKAUFT WIE BESEHEN. Also sieh gut hin.

Wenn du noch Fragen im vorhinein hast; mail einfach; kannst auch gerne nächste Woche oder nach Eurer Besichtigung noch nachfragen, wenn neue Fragen auftauchen!!

Gruß

Ute

Hi,

macht im Moment nichts, bin aber nachher weg und komme erst wieder heute Abend. Bin heute zusammen mit einem Anwalt unserer Kanzlei zur Beratung eingeteilt. Da das Wetter bei uns herrlich ist, hoffe ich, es bleibt ruhig.

Ja, kann übertragen werden. Warum zieht der Eigentümer
eigentlich aus, wenn er zwar angeblich alles neu gerichtet
haben will, aber der Dachausbau immer noch nicht fertig ist,
das frage ich mich. Frage nach, weshalb der Eigentümer
auszieht.

DIE Frage haben wir uns allerdings auch schon gestellt! Die
Angaben im Exposé des Maklers klingen irgendwie alle viel zu
gut… müssen Makler eigentlich für den Inhalt eines solchen
haften?

Ja, der Makler haftet für zugesagte Eigenschaften, aber, genau den Vertrag lesen. Steht dort nämlich, dass der Makler nur die Hinweise den Kaufinteressenten zur Verfügung stellt, die ihm der Verkäufer nennt, musst Du im Notfall eine Rückabwicklung eines Kaufvertrages mit dem Makler, notfalls durch das „Verkünden des Streits“ ( juristischer Begriff)durch erweitere Klage gegen den Eigentümer erstreiten.

Sprich: Muß da die Wahrheit drinstehen? Oder wird hier

wie in Reisekatalogen üblich nur nett umschrieben? Du weißt
sicher, was ich meine: 50m zum Strand = Luftlinie mit
Betonwerk dazwischen und so *g*

Wenn bestätigt wird, dass es noch nie Feuchtigkeit oder Schimmel gegeben hat, muss dies stimmen. Deshalb haben fast die meisten Makler im Vertrag auch stehen „wie besichtigt so gekauft“. In solchen Fällen ist fast jede Haftung ausgeschlossen, ausser Du kannst durch Zeugen beweisen, dass auf eine Frage gelogen wurde.

Auf jeden Fall steht ganz oben auf meiner Liste die Frage nach
dem Verkaufsgrund. Obwohl ich daran zweifle, das man mir da
die Wahrheit sagt…

Das hatte ich befürchtet, deswegen freut es mich ja, das es
Leute wie Dich gibt, die sich damit auskennen. Ich hab mir
halt noch nie ein Haus gekauft und hatte auch nicht die
Absicht, das ein zweites Mal zu tun *g*

Ich habe leider eines gebaut. Ging über eine Scheidung dann
wieder weg. Aber, ich kann nur Tipps geben, genau kennen ich
mich beim Hauskauf auch nicht aus, da muss der Fachmann bei
der Besichtigung ran.

Den Fachmann werde ich wohl finden, meine Firma arbeitet mit
diversen Bausachverständigen zusammen und einige davon kenne
ich zumindest beruflich…

Üblich ist eigentlich, dass man sich nach der Besichtigung in
einem Vorvertrag einigt, den Preis und den Zustand grob
festlegt und dann - wenn die Finanzierung gesichert ist -
einen Termin bei einem Notar hat. Im Grundbuch darauf achten,
dass alle Belastungen des Voreigentümers gelöscht werden.

Auch wieder notiert :smile:

Wie ist das eigentlich mit der Rechtlichen Bindung eines
solchen Vertrages?
Wenn ich beispielsweise alle Klarheiten beseitigt habe, werde
ich mich um ein Finanzierungskonzept kümmern. Dazu habe ich
heute bereits mit der Investitionsbank des Landes gesprochen
bezüglich einer möglichen Förderung. Dort hat man mir
/zunächst natürlich unverbindlich) signalisiert, das eine
Förderung in nicht unerheblichem Maße eventuell möglich wäre.
Diese Förderung würde ich natürlich gern in die Finanzierung
mit einbeziehen. Allerdings sagte man mir auch, das von der
Antragstellung bis zur Bewilligung locker 4 bis 6 Monate
vergehen könnten.
Kann ich in einen Kaufvertrag die Klausel aufnehmen lassen,
das der Vertrag vorbehaltlich der Bewilligung öffentlicher
Mittel geschlossen wird? Ist sowas üblich oder eher ungewollt?

Selbstverständlich kannst Du diese Klausel aufnehmen lassen. Es wird aber in vielen Fällen dann dazu führen, dass der Verkäufer sein Interesse zurücknimmt.

Wenn es keines gibt, was dann? Soll ich dann (weiterführendes
Interesse meinerseits vorausgesetzt) eines machen lassen?

Dies ist wirklich nur sinnvoll, wenn Du das Haus kaufen willst
und der Verkäufer an Dich verkaufen will.

Soweit klar…

Sonst wird ein
Gutachten erstellt und der Verkäufer hat den Vorteil, Du aber
die Kosten.

DAS gefällt mir irgendwie nicht wirklich.

Denkbar ist auch, dass sich beide Seiten die
Kosten teilen, wenn es zum Kaufvertrag kommt. Geregelt sollte
schons ein, wenn Du das Haus nicht kaufen kannst oder an Dich
verkauft wird, dass der jetzige Eigentümer die Kosten eines
Gutachtens selbst trägt.

Klingt sehr gut, hab ich notiert :smile:

Da Du von einem „Ort“ sprichst ist
wahrscheinlich nur ein oder zwei Gemeinderäte zuständig für
das Gutachten des kommunalen Gutachterausschusses. Erkundige
Dich einfach über die Kosten bei der Gemeinde. Ein Gutachten
durch einen freien Gutachter ist um das Mehrfache teurer.

Da werd ich gleich mal in der nächsten Woche meine Eltern zu
ihrem Gemeindeamt hetzen, damit sie sich dort mal schlau
machen. Danke für die Anregung :smile:

Nimm einen Architekten zur Besichtigung mit. Selbst wenn Du
dann 50 EURO zahlen müsstest, danach das Haus nicht kaufen
wirst, hat sich dieses Geld rentiert.

Auch klar, hab ich notiert. Dabei gehts bestimmt nicht ums
Geld, das ist ja eher eine Investition in eine sichere
Zukunft.

Es geht schon um Geld, denn wer die Mängel nicht kennt, kann
viel Geld ausgeben müssen.

DAS hab ich schon verstanden, ich meinte, das ich nicht am
Honorar für einen Sachverständigen sparen würde.

Aber sollte ich bereits morgen zum ersten Begucken einen
Sachverständigen mitnehmen? Ich wüßte nicht, wo ich so schnell
einen hernehmen kann…

Wenn dies nur morgen so ist, dass Du Dich einfach mal umsehen
willst, nein. Aber wenn Du Interesse hast, dann erkläre dem
Makler, dass Du einen neuen Termin mit einem Architekten
Deiner Wahl zur Besichtigung möchtest. Wenn der Makler nichts
zu verbergen hat, wird er Dir sofort zusagen. Wenn er aber
beginnt zu diskutieren, dass das doch alles nicht notwendig
ist und doch nur Geld kostet und ehe nichts bringt, könnte was
„faul“ sein.

So hab ich mir das gedacht :smile:
Scheinbar bin ich doch nicht ganz so doof wie ich dachte…

Man kann nicht alles wissen und - geht mir auch so - man denkt nicht immer an alles.

Was mich stört an der Sache ist, dass hier jemand ein Haus
verkauft, zuvor aber alles neu gerichtet haben will. Dies ist
nicht üblich. Es investiert doch niemand „ins Blaue hinein“,
ohne Garantie zu haben, dass die Investition mit dem Kaufpreis
weider aufgefangen wird. Üblich ist, dass der Verkäufer eine
gewisse Einbusse in Kauf nimmt und der Käufer dann selbst
investiert. Alleine die von Dir angegebenen Investitionen,
ohne nun die Größe des Hauses zu kennen und die Qualität der
neuen Fenster, der Heizung und des Bades liegen doch um
einiges über 15.000 EURO. Und diese Investition, kann auch bei
einem Verkauf des Hauses nicht vom Käufer durch einen höheren
Preis wieder neutralisiert werden. Es kann natürlich sein,
dass der Eigentümer gezwungen ist, das Haus vorzeitig
zuverkaufen, weil ihm das Geld ausgeht oder familiäre Gründe
einen Verkauf erfordern. Bitte klären.

Wie schon gesagt, die Gründe für den Verkauf kenne ich (noch)
nicht, werde ich klären.
Soweit mir bekannt ist, wurde das Haus (derzeit 70m²) früher
als Wochenendhaus genutzt und sollte jetzt auf 120m² zur
dauerhaften Nutzung erweitert werden. Hinsichtlich des Umbaus
gibt es wie ich schon sagte eine Baugenehmigung und die
Erweiterung soll im Rohbau fertig sein (ich frage mich immer
noch, was ein fertiger Rohbau ist?). Aber Du hast natürlich
Recht. Auch wir haben uns gefragt, warum jemand offensichtlich
viel Geld in einen Umbau investiert, wenn er vor der
Fertigstellung der Umbauten bereits wieder (zu einem
Spottpreis) verkaufen will (oder muß?).
Wie auch Du schon sagtest, der bisherige Umbau (wenn denn die
Angaben im Exposé stimmen) kann nicht billig gewesen sein.
Normalerweise (auf Basis der Bodenrichtwerte) würde allein das
Grundstück deutlich mehr kosten, als es jetzt zusammen mit dem
Haus kosten soll. Von daher bin ich schon arg skeptisch.
Allerdings könnte es ja auch eine Gelegenheit sein, weswegen
wir uns zumindest die näheren Umstände anschauen wollen.
Hoffen wir das Beste :smile:

Es ist Dein Geld - das Haus kann Deine Freude sein oder zu
Deinem Dauerärger werden.

Na, da wäre mir die Freude aber lieber :smile:

Jedenfalls vielen Dank für Deine Hilfe bis hierher, wenn Dir
noch etwas dazu einfällt, bin ich für jeden Hinweis dankbar.
Ich werde auf jeden Fall wieder hier posten, wenn mir genauere
Einzelheiten bekannt sind. Vielleicht wird es dann ja auch
langsam konkreter.

Ein schönes Wochenende wünsche ich auf jeden Fall erstmal.

Wünsche ich Dir auch.

Gruss

Günter

Moin!

Noch nen paar Tips…

Schon vorweg Danke dafür :smile:

außer denen von Günter, die wie immer in
allen Dingen zutreffend sind :smile:

Das ist bei ihm irgendwie meistens so :smile:

Geh das ganze in Ruhe an. Verschaff dir erstmal mit deiner
Partnerin nen ersten Eindruck.

Genau das wollen wir morgen tun :smile:

Hier einige Gedanken, die wir uns gemacht haben:

  • gefällt dir das Haus vom Stil her? oder wäre es nur gerade
    so in Ordnung?

Der Punkt steht eben morgen auf der Liste, deswegen fahren wir ja hin.

  • sagt euch die Lage zu? Wie sieht es im Alter aus? habt ihr
    die Möglichkeit einzukaufen? Ärzte? Apotheken?

Da meine Eltern in dem Ort leben, kann ich dazu bereits sagen, das es absolut Spitze von der Lage wäre. Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Apotheken, Alles da! Und drumherum gaaaaaanz viel Ruhe und Grün - Traumhaft!

  • plant Ihr Nachwuchs,

Nee, nicht nochmal *gg*

oder habt Ihr Kinder?

Jau, derer gleich zwei :smile:

wie ist es mit Schulen? etc.?

Die Kita, die Grundschule und die Gesamtschule sind alle nicht weiter als fünfzehn Minuten zu Fuß weg. Das ist also echte Oberklasse :smile:

  • besteht die Möglichkeit, wenn ihr kein Auto - aus egal
    welchen Gründen mehr haben solltet-, dass ihr nicht von allem
    abgeschnitten seid? ( weil du schreibst im Grünen?)

Bahnhof ist etwa zwanzig Minuten Fußweg weg, das ist auch Klasse.

  • warum verkaufen die Leute? Notverkauf aus finanziellen
    Gründen?

Die Frage müssen wir eben klären, am besten gleich morgen :smile:

  • ist was faul am Haus?

Keine Ahnung, wir habens ja noch nicht besichtigt :smile:

ein guter Tip ist vielleicht, sich die
Rechnungen der Erneuerungen zeigen zu lassen; merkt euch die
Handwerker, fragt nach ob es wirklich nur Erneuerungen waren
oder ob andere Gründe vorlagen ( z.b. Feuchtigkeit oder so was
)

Danke, guter Hinweis, ist notiert :smile:

  • wenn Sie angeben, Sie würden wegziehen, vielleicht nen
    Beweis fordern, dass ist nen beliebter Grund ( natürlich nen
    falscher)

Auch ein guter Tip, ebenfalls notiert :smile:

  • macht euch am Besten beim Ersten Mal nur nen Eindruck vom
    Haus und von den Leuten, die es verkaufen.

Machen wir morgen.

  • vereinbart auf jeden Fall für in ein oder zwei Wochen nen
    weiteren Termin. Bis dahin könnt ihr entsprechende Fachleute
    wie z.b. von Günter vorgeschlagen einen Architekten suchen,
    die sich mit euch die Sache angucken.

Bereits angedacht :smile:

  • es gibt auch einige Banken ( z.b. haben wir bei der Dresdner
    Bank finanziert ), die einen Sachverständigen mitrausschicken,
    um zu gucken, ob das Haus den Kaufpreis wert ist oder wo
    Mängel sind. Das kostet in der Regel nichts und so kannst du
    ggf. direkt die Finanzierung auf einen Schlag mitabklären.

Guter Gedanke, auch notiert.

  • ich empfehle dennoch, entsprechende Handwerker mitzunehmen (
    nicht unbedingt nur nen Architekten ), die können oftmals
    gezieltere Fragen stellen und die Sache besser begutachten.

Nicht übel, mal sehen, was sich da machen läßt.

Wir hatten z.b. das Problem, dass um eine 23 Jahre alte
Heizungsanlage ein relativ neues Gehäuse gebaut wurde. Der
Bankmensch konnte das nicht erkennen. Der Handwerker, der dann
die erste Wartung machen sollte, hat das auf einen Blick hin
erkannt!!

Na des war aber fies - hoffentlich erwartet uns nicht auch mal sowas.

frag frag frag, du kannst nicht zuviel fragen!!!

Machen wir :smile:

es ist dein Geld!!

Schlimmer, zum Großteil isses Geld einer Bank :smile:

Lass dich keinesfalls von dem Makler unter
Druck setzen!!! schon garnicht mit Worten wie: wir haben
noch andere Interessenten!!!

Nee, mit sowas kann man mich nicht unter Druck setzen. Da bleiben wir schon ganz ruhig. Wir wissen ja durch meine Eltern, das gerade in dem Ort sehr viel zu verkaufen ist (viele, viele Neue Siedlungen…) und die Makler draufsitzen bleiben.

Wenn du noch Fragen im vorhinein hast; mail einfach;

Hmm, vielleicht die Frage, wie lange es durchschnittlich von der ersten Besichtigung bis zum Einzug dauert? Wie war das denn bei Euch? Habt ihr auch „gebraucht“ gekauft?

kannst
auch gerne nächste Woche oder nach Eurer Besichtigung noch
nachfragen, wenn neue Fragen auftauchen!!

Das werd ich sicher tun. Da wird in nächster Zeit sicher ganz viel hochkommen…

Danke, Gruß & Bye…

Der Dicke MD.

Hallo MD,

noch eine Ergänzung: es kann durchaus sein, daß verkaufswillige Eigentümer das Objekt ebenso wie der Makler „schönreden“. Wenn du diesen Eindruck hast, höre dich doch mal bei den Nachbarn um. Nachbarn können schon ziemlich gut informiert sein.

Gruß
Jörg Zabel

P.S.: wir haben seinerzeit nur für einen Kaufvertrag mindestens drei Termine beim Notar gebraucht. Immobiliengeschäfte brauchen Zeit, nichts geht „just in time“.

Einzugsdauer
Hallo md,

also eigentlich hatte ich ja schon geantwortet, aber irgendwie ist meine Antwort weg ?!? komisch,…

also wir haben zum 01.11. gekauft, und eingezogen sind wir dann erst im Mai des Folgejahres :frowning:

und gezahlt hatten wir einen Teil zum 01.11., den Rest zum
März des Folgejahres ( auf was Anderes ließ sich der Verkäufer nicht ein :frowning:(( )
also, die Rahmenbeschreibung von dir hört sich ja verdammt gut an.Hoffentlich ist der Rest auch so gut ?

würde mich freuen, mal zu hören, wie es war…

ute

noch ne Ergänzung zum Thema Nachbarn
Ihre zukünftigen Nachbarn sollten Sie sich VORHER sehr gut anschauen, evtl. auch deren Nachbarn an der von Ihnen abgewandten Seite befragen.
Sehr wichtig in dem Zusammenhang sind evtl. Abschottungmöglichkeiten (Sichtschutzzaun, Mauer, Hecke o.ä.), dafür darf das Grundstück natürlich nicht zu klein sein…
Ich hoffe natürlich, sie werden so etwas niemals brauchen, aber wenn nur einer der Nachbarn laut, rücksichtslos oder z.B. unerträglich neugierig ist, werden Sie keine Freude an Ihrem Haus und Ihrem Garten haben. Und dann werden Sie froh sein, derartige Abschottungsmöglichkeiten zu haben (im Reihenhaus leider fast unmöglich).
(leider teilweise eigene Erfahrung)

Wichtige Ergänzung und Link
Schauen Sie sich ein gebrauchtes Haus unbedingt gemeinsam mit einem Sachverständigen oder Architekten an, um den technischen Zustand zu prüfen!
Hier ein Link zu einer Checkliste (download):
http://www.gtue.de/leist/bque/download/immo_check.pdf