Moien
- Gibt es eine alternative und günstigere Variante die
genauso komfortabel ist wie eine Festplatte mit LAN Anschluss
wo jeder aus dem Netzwerk seine Daten sichern kann.
Ein alter Rechner der ständig durchläuft wäre günstiger in der Anschaffung (weil schon vorhanden ?). Allerdings verbraucht der auch mehr Strom.
- Muss die externe Festplatte mit LAN Anschluss direkt am
Router angeschlossen sein oder geht es auch das dazwischen ein
HUB dazwischen geschalten ist?
Da können alle möglichen Netzwerkteile dazwischen sein. Hub und Switch gehen problemlos. Wenn man quer durchs Internet Zugriff haben möchte müssen noch 1-2 Dinge im Router eingestellt werden.
- Langt es zu wenn die externe Festplatte nur mit dem LAN
Kabel verbunden ist. Oder muss die Festplatte auch immer über
den USB Anschluss mit einem anderen Rechner verbunden sein?
LAN reicht. Ich würde ein Modell ganz ohne USB kaufen (da man es nie benutzt).
Muss der Rechner wo sie dann evtl. dranhängt dann immer
eingeschaltet sein das jeder Zugriff drauf hat.
Bei LAN-Platten: nein.
- Gibt es eine Software oder so wie ich vorher die Festplatte
formatiere und so?
LAN-Platten haben fast alle ein Webinterface. D.h. man greift per IE (Opera, FireFox…) auf die Platte zu und bekommt Einstellmöglichkeiten angezeigt. Meistens kann man nur eine Partition anlegen, dafür aber mehrere Freigaben mit unterschiedlichen Passwörten und maximalen Grössen erstellen. Formatierung usw läuft ebenfalls über das Interface.
- Auf was sollte ich achten beim Kauf eines solchen Systems?
Wenn das ganze mit windows arbeiten soll muss die Platte SMB (windows freigaben) beherrschen.
Die Platte sollte sich bei Inaktivität abschalten (damit sie nicht die ganze Nacht ständig durchläuft).
Das Gehäuse sollte aus Alu sein oder einen Lüfter enthalten (damit die Platte nicht heissläuft).
Gigabit Ethernet ist sinnvoll. Normales Ethernet liefert maximal 10 MB/s, benutzt man Windows Freigaben ist bei 6-7 MB/s Schluss. Gigabit Ethernet kommt auf 100MB/s real und etwa 20-25 MB/s bei Windows Freigaben. Dafür muss der Rest des Netzwerks (Switch/Hub und PC) aber auch Gigabit Ethernet sein.
Testberichte lesen und auf Grössenbeschränkungen für Dateien achten. Einige billige Platten setzen steinalte Samba Versionen ein. Das funktioniert solange gut bis jemand versucht Dateien > 2GB auf die Platte zu schieben. Ältere Samba scheiden solche Dateien ab oder nehmen sie nicht an.
RAM Grösse des Gerätes rausfinden. Bis 200 GB reichen 32 MB RAM, bis 300GB etwa 64MB und ab 500GB sollten es 128MB RAM sein.
95% der LAN-Platten laufen unter Linux. Linux und NTFS ist eine HassLiebe. Es gibt einige NTFS-Treiber für Linux und bis jetzt ist mir jeder mindestens einmal abgeraucht. Man muss sie nur lange genug prügeln (+200 offene Dateien und gleichzeitig Platte ganz voll schreiben ist z.B. tödlich), irgendwann geben sie einfach auf. Bei Linuxgeräten sollte es deshalb möglich sein auf ext3 als Partitionsformat umzustellen. Das läuft dann völlig stabil. (Reiser oder XFS wären auch OK, sind aber verdammt selten). Die 2-3 Windows basierten Geräte können nur NTFS und nix anderes.
Manche der Geräte kann man in richtige kleine Server verwandeln. Diese können dann Emailserver, Firewall/NAT, streaming Server für Video und MP3, Überwachung per WebCam, ftp-, sftp-, sshfs-, http- und Domain-Server Funktionen übernehmen. Die KuroBox wäre so ein Kandidat. Die Teile sind ein gutes Stück teuerer als normale LAN-Platten und ihre Umbau ist nix für PC-Anfänger.
cu