re-hallo Gollum,
Verstehe ich das richtig, daß zwar die Gravitation der Sonne
abnimmt, jedoch zugleich die Erde die Sonne um genau diesen
Faktor mehr anzieht, weil ja die Masse der Sonne weniger
geworden ist?
halt, halt, halt. Jetzt vermischst du was.
Die Sonne verliert (durch Sonnenwind und Strahlung) Energie bzw. Masse. Dadurch sinkt auch ihre Gravitation.
Das ist die eine Sache.
Die andere ist die Bewegung der Erde um die Sonne. Immer unter der Annahme, daß die Bahngeschwindigkeit der Erde gleich bleibt, hängt die Distanz Erde-Sonne nicht von der Masse der Erde ab. Bei dieser Fragestellung wird jetzt die Sonne als statische Mittelpunkt der Kreisbewegung der Erde angenommen. Diese Annahme ist sofern gerechtfertigt, da die Erdmasse verglichen mit der Sonnenmasse mehr oder weniger nicht ins Gewicht fällt. Daraus ergibt sich, daß der gemeinsame Schwerpunkt des Systems Erde-Sonne, um den ja beide kreisen, ziemlich genau mit dem Mittelpunkt der Sonne zusammenfällt, ergo kann man die Sonne als statisch ansehen.
Die Masse der Erde geht in gleicher Weise in die Berechnung der Anziehung Sonne-Erde als auch in die Berechnung der Energie der Drehbewegung ein. Da sich diese beiden auf der stabilen Erdbahn ausgleichen, kann man die Formeln gleichsetzen, Die Masse kürzt sich raus, hat also auf den Abstand Erde Sonne keinen Einfluß.
Die Masse der Sonne jedoch steht nur in der Berechnung der Gravitation. Deswegen kann sie sich nicht rauskürzen und somit ruft eine Änderung der Sonnenmasse eine Änderung des Abstandes hervor.
Was
wäre, wenn die beiden schwarzen Löcher genau die gleiche Masse
haben?
siehe oben. Sie werden genauso fusionieren.
In der räumlichen Mitte, nehme ich an, folglich müßten
schwarze Löcher sich durch den Raum bewegen.
Wer sagt, daß sie das nicht tun?
Allerdings wird es mit dem Begriff „Raum“ so wie wir ihn kennen in der Nähe großer Massen (schwarzer Löcher) schwierig. Die verzerren nämlich den Raum und die Zeit.
Es ist allerdings praktisch unmöglich sich so eine Verzerrung im dreidimensionalen vor zu stellen, da man dazu in vier Raumdimensionen denken können müßte.
Im Zeidimensionlen geht es einigermaßen, alledings wird’s dann mit der Übertragung in unsere 3 Raumdimensionen schwierig.
Müßte irgendwann das gesamte Universum in einem
schwarzen Loch enden?
Achtung, die schwarzen Löcher verschlucken nur Masse und
keinen Raum. Sie verzerren ihn zwar, aber selbst wenn sie alle
Masse verschlucken würden, würde der Raum, d.h. das Universum
weiter existieren.
Was aber nichts daran ändert (entschuldige meine fehlerhafte
Formulierung), daß irgendwann die gesamte Masse des Universums
in einem schwarzen Loch enden müßte. Na super, ich verkaufe
noch heute meine Aktien
.
Dazu wurde ja schon was geschrieben.
Gibt es soetwas wie eine kritische Masse
bei schwarzen Löchern, die vielleicht alles wieder ausspuckt?
Wenn aber jetzt eines der beiden in das
schwarze Loch fällt dann hat das andere keinen Partner mehr
zum Zerstrahlen. Es muß also weiter existieren. Da ja jetzt
Masse aus dem nichts erzeugt wurde muß auch irgendwo Masse
verschwunden sein (auf „lange“ Sicht muß die Energiebilanz
stimmen), d.h. das schwarze Loch muß Masse verloren haben.
Die Existenz dieses Prozesse hängt nicht von der Masse des
schwarzen Loches ab. Die Geschwindigkeitm wenn ich mich recht
erinnere, allerdings schon.
Und dieses Teilchen oder Antiteilchen fliegt dann durch das
Universum und …?
Nichts und. Das wichtige ist, daß da jetzt ein Teilchen ist wo vorher keins war, d.h. es gibt jetzt mehr Masse als vorher. Da man aber keine Masse/Energie erzeugen kann, muß irgendwo Masse/Energie verschwunden sein. Die einzige Möglichkeit, die es da gibt ist das schwarze Loch. Es muß Masse/Energie verloren haben. Man kann formal behaupten, daß der Partner des Teilchens, der ja ins schwarze Loch gefallen ist eine negative Masse hatte. Das ist zugegebenermaßen eine etwas komische Formulierung, aber in diesen Bereichen der Physik langen oft mit unseren Alltagsbeschreibung nicht mehr. Und schlußendlich läuft es wirklich darauf hinaus, daß das schwarze Loch nachher weniger Masse/Energie hat als vorher.
Also erst mal wirst du es nicht überleben, dich einem
schwarzen Loch (möglicher Kandidat für ein Wurmloch) zu
nähern. So eine Gravitation hält kein Körper aus. Das zerlegt
ja sogar Atome.
Ich habe das so verstanden: Wenn zwei Staubsaugerrohre
gegeneinander gehalten werden, herrscht in Mitte kein Unter-
oder Überdruck und genauso verstand ich das mit den
Wurmlöchern, das heißt, wäre ich genau in der räumlichen Mitte
zweier gleich starker schwarzer Löcher, wäre ich null
Gravitation ausgesetzt, sehrwohl aber keiner Zeit und keinem
Raum, sobald ich das Wurmloch wieder verlassen würde, könnte
niemand sagen, in welcher Zeit und wo im Raum ich wieder
erscheinen würde.
Das Problem kommt schon viel früher: wie willst du dich denn dem schwarzen Loch nähern ohne Gravitation zu erfahren? Schon in „sicherer“ Entfernung überlebst du sie Gravitation nicht mehr (schon auf Jupiter würdest du dich mit deinem eigenen Gewicht erdrücken). Und selbst wenn, der Unterschied zwischen der Gravitation an deinem Kopf und der an deinen Füßen wäre so groß, daß es dich wie ein Spaghetti auseinander ziehen würde.
Keine Angst, ich will es nicht ausprobieren,
halt ich auch für gesünder 
Da fällt mir ein Zitat meines Physikprofessors ein: „Ist es
nicht faszinierend, wie brav sich die Physik an die
(physikalischen) Gesetze hält?“
Ja, gell 
Aber das ist die Aufgabe der Physik: Gesetze zu finden, an die sich die Natur „hält“. Tut sie’s nicht, dann ist eben das Gesetz falsch.
Nochmal zum Thema Zeitreisem. Ich glaube, es war auch Steven Hawking, der mal gesagt hat, er würde nicht n die Möglichkeit von Zeitreisen glauben aus dem einfachen Grund, weil noch keine Besucher aus der Zukunft bei uns waren.
Grüßle,
Sandra