Fragen zu Gravitation, schwarze Löcher, Wurmlöcher

Hallo Wissende!

Im Gespräch mit meinem Kollegen tauchten folgende Fragen auf:

  1. Die Sonne gibt ja Masse ab, müßte dann nicht auch die Gravitation abnehmen? Wenn wir Sateliten und Raketen ins Weltall schicken, dann nimmt ja die Masse der Erde ab, distanziert sie sich von der Sonne? Würde ein Komet auf die Erde einschlagen, müßten wir uns dann nicht der Sonne nähern?

  2. schwarze Löcher: Ziehen sich zwei schwarze Löcher an? „Schluckt“ dann irgendwann ein schwarzes Loch das andere? Was wäre, wenn die beiden schwarzen Löcher genau die gleiche Masse haben? Müßte irgendwann das gesamte Universum in einem schwarzen Loch enden? Gibt es soetwas wie eine kritische Masse bei schwarzen Löchern, die vielleicht alles wieder ausspuckt?

  3. Wurmlöcher: Laut Stephen Hawking könnte es sie geben. Angenommen es gäbe sie und man könnte wirklich durch die Zeit (und den Raum) reisen, wird das Großvater-Problem durch mehrere fünfte Dimensionen gelöst? Ich meine, daß alles unendlich oft, aber in einer anderen Dimension stattfindet, bloß um einen Augenblick versetzt und man reist in diese andere Dimension.

Ich weiß natürlich, daß dies umstrittene Fragen sind. Ich habe von Physik sehr wenig Ahnung, bei Relativitätstheorie und Quantenphysik tut sich mein Vorstellungsvermögen sehr schwer, obwohl Stephen Hawking ein bißchen Licht in diese Phänomene gebracht hat.

ich danke im voraus.

Gollum

hallo Gollum,

  1. Die Sonne gibt ja Masse ab, müßte dann nicht auch die
    Gravitation abnehmen?

Tut sie auch. Ich hab jetzt die genaue Zahl nicht parat, aber die Sonne gibt pro Tag eine für irdische Verhältnisse große Masse ab. Verglichen mit der Sonnenmasse ist der Masseverlust jedoch sehr gering.

Wenn wir Sateliten und Raketen ins
Weltall schicken, dann nimmt ja die Masse der Erde ab,
distanziert sie sich von der Sonne?

Wenn die Bahngeschwindigkeit der Erde um die Sonne gleich bleibt, ändert sich auch der Abstand zur Sonne nicht. Die Bewegungsenergie der Erde nimmt zwar ab, aber die Anziehungskraft durch die Sonne auch. Da beides in der ersten Potenz (der Masse) geschieht, hebt sich die Wirkung auf.

Würde ein Komet auf die
Erde einschlagen, müßten wir uns dann nicht der Sonne nähern?

siehe oben

  1. schwarze Löcher: Ziehen sich zwei schwarze Löcher an?

Ja

„Schluckt“ dann irgendwann ein schwarzes Loch das andere?

Ich wüßte nicht, warum nicht. Wenn sie sich nahe genug sind werden sie fusionieren.

Was
wäre, wenn die beiden schwarzen Löcher genau die gleiche Masse
haben?

siehe oben. Sie werden genauso fusionieren.

Müßte irgendwann das gesamte Universum in einem
schwarzen Loch enden?

Achtung, die schwarzen Löcher verschlucken nur Masse und keinen Raum. Sie verzerren ihn zwar, aber selbst wenn sie alle Masse verschlucken würden, würde der Raum, d.h. das Universum weiter existieren.

Gibt es soetwas wie eine kritische Masse
bei schwarzen Löchern, die vielleicht alles wieder ausspuckt?

Schwarze Löcher „verdampfen“ (Hawking).
Das heißt sie emmitieren Teilchen, die sogenannte Hawking-Strahlung. Durch sogenannte Vakuum-Fluktuationen entstehen überall ständig Teilchen-Antiteilchen-Paare, die sich normalerweise allerdings sofort wieder zerstrahlen und somit verschwinden. Wenn sie das schnell genug tun, wird die Energieerhaltung nicht verletzt (Heisenber’sche Unschärferelation). Wenn aber jetzt eines der beiden in das schwarze Loch fällt dann hat das andere keinen Partner mehr zum Zerstrahlen. Es muß also weiter existieren. Da ja jetzt Masse aus dem nichts erzeugt wurde muß auch irgendwo Masse verschwunden sein (auf „lange“ Sicht muß die Energiebilanz stimmen), d.h. das schwarze Loch muß Masse verloren haben.
Die Existenz dieses Prozesse hängt nicht von der Massedes schwarzen Loches ab. Die Geschwindigkeitm wenn ich mich recht erinnere, allerdings schon.

  1. Wurmlöcher: Laut Stephen Hawking könnte es sie geben.
    Angenommen es gäbe sie und man könnte wirklich durch die Zeit
    (und den Raum) reisen, wird das Großvater-Problem durch
    mehrere fünfte Dimensionen gelöst? Ich meine, daß alles
    unendlich oft, aber in einer anderen Dimension stattfindet,
    bloß um einen Augenblick versetzt und man reist in diese
    andere Dimension.

Also erst mal wirst du es nicht überleben, dich einem schwarzen Loch (möglicher Kandidat für ein Wurmloch) zu nähern. So eine Gravitation hält kein Körper aus. Das zerlegt es ja sogar Atome.
Eine genaue Widerlegung dieses Paradoxons kann ich dir nicht geben (ob das an meiner Unwissenheit liegt oder daran, daß das noch niemand weiß, kann ich dir auch nicht sagen).
Aber ich denke, daß es irgendetwas gibt, das so ein Paradoxon verhindert. Wir haben es vielleicht noch nicht herausgefunden, aber das hat ja nichts zu sagen. Die Natur mag jedenfalls keine Paradoxien und hat sie, soweit wir wissen bis jetzt immer irgendwie verhindert.

… bei Relativitätstheorie und
Quantenphysik tut sich mein Vorstellungsvermögen sehr schwer,

Das geht jedem so. Diese Theorien sprengen das normale Verständnis.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.
Grüßle,
Sandra

Danke, aber…
Hallo Sandra!

Erstmal danke für Deine Antworten! Aber leider werfen Antworten wieder neue Fragen auf.

  1. Die Sonne gibt ja Masse ab, müßte dann nicht auch die
    Gravitation abnehmen?

Tut sie auch. Ich hab jetzt die genaue Zahl nicht parat, aber
die Sonne gibt pro Tag eine für irdische Verhältnisse große
Masse ab. Verglichen mit der Sonnenmasse ist der Masseverlust
jedoch sehr gering.

Verstehe ich das richtig, daß zwar die Gravitation der Sonne abnimmt, jedoch zugleich die Erde die Sonne um genau diesen Faktor mehr anzieht, weil ja die Masse der Sonne weniger geworden ist?

Was
wäre, wenn die beiden schwarzen Löcher genau die gleiche Masse
haben?

siehe oben. Sie werden genauso fusionieren.

In der räumlichen Mitte, nehme ich an, folglich müßten schwarze Löcher sich durch den Raum bewegen.

Müßte irgendwann das gesamte Universum in einem
schwarzen Loch enden?

Achtung, die schwarzen Löcher verschlucken nur Masse und
keinen Raum. Sie verzerren ihn zwar, aber selbst wenn sie alle
Masse verschlucken würden, würde der Raum, d.h. das Universum
weiter existieren.

Was aber nichts daran ändert (entschuldige meine fehlerhafte Formulierung), daß irgendwann die gesamte Masse des Universums in einem schwarzen Loch enden müßte. Na super, ich verkaufe noch heute meine Aktien :wink:.

Gibt es soetwas wie eine kritische Masse
bei schwarzen Löchern, die vielleicht alles wieder ausspuckt?

Wenn aber jetzt eines der beiden in das
schwarze Loch fällt dann hat das andere keinen Partner mehr
zum Zerstrahlen. Es muß also weiter existieren. Da ja jetzt
Masse aus dem nichts erzeugt wurde muß auch irgendwo Masse
verschwunden sein (auf „lange“ Sicht muß die Energiebilanz
stimmen), d.h. das schwarze Loch muß Masse verloren haben.
Die Existenz dieses Prozesse hängt nicht von der Masse des
schwarzen Loches ab. Die Geschwindigkeitm wenn ich mich recht
erinnere, allerdings schon.

Und dieses Teilchen oder Antiteilchen fliegt dann durch das Universum und …?

  1. Wurmlöcher: Laut Stephen Hawking könnte es sie geben.
    Angenommen es gäbe sie und man könnte wirklich durch die Zeit
    (und den Raum) reisen, wird das Großvater-Problem durch
    mehrere fünfte Dimensionen gelöst? Ich meine, daß alles
    unendlich oft, aber in einer anderen Dimension stattfindet,
    bloß um einen Augenblick versetzt und man reist in diese
    andere Dimension.

Also erst mal wirst du es nicht überleben, dich einem
schwarzen Loch (möglicher Kandidat für ein Wurmloch) zu
nähern. So eine Gravitation hält kein Körper aus. Das zerlegt
ja sogar Atome.

Ich habe das so verstanden: Wenn zwei Staubsaugerrohre gegeneinander gehalten werden, herrscht in Mitte kein Unter- oder Überdruck und genauso verstand ich das mit den Wurmlöchern, das heißt, wäre ich genau in der räumlichen Mitte zweier gleich starker schwarzer Löcher, wäre ich null Gravitation ausgesetzt, sehrwohl aber keiner Zeit und keinem Raum, sobald ich das Wurmloch wieder verlassen würde, könnte niemand sagen, in welcher Zeit und wo im Raum ich wieder erscheinen würde. Keine Angst, ich will es nicht ausprobieren, meine Silvesterraketen verschieße ich weiter zu Silverster. :wink:

Eine genaue Widerlegung dieses Paradoxons kann ich dir nicht
geben (ob das an meiner Unwissenheit liegt oder daran, daß das
noch niemand weiß, kann ich dir auch nicht sagen).

Ich vermute eher zweiteres.

Aber ich denke, daß es irgendetwas gibt, das so ein Paradoxon
verhindert. Wir haben es vielleicht noch nicht herausgefunden,
aber das hat ja nichts zu sagen. Die Natur mag jedenfalls
keine Paradoxien und hat sie, soweit wir wissen bis jetzt
immer irgendwie verhindert.

Da fällt mir ein Zitat meines Physikprofessors ein: „Ist es nicht faszinierend, wie brav sich die Physik an die (physikalischen) Gesetze hält?“

… bei Relativitätstheorie und
Quantenphysik tut sich mein Vorstellungsvermögen sehr schwer,

Das geht jedem so. Diese Theorien sprengen das normale
Verständnis.

Das beruhigt ungemein, obwohl ich Dich trotzdem um Dein (Physik-)Wissen beneide.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen.

Das hast Du auf jeden Fall, danke nochmal.

Grüße

Gollum

HAllo

Im Gespräch mit meinem Kollegen tauchten folgende Fragen auf:

  1. Die Sonne gibt ja Masse ab, müßte dann nicht auch die
    Gravitation abnehmen?

ja

Wenn wir Sateliten und Raketen ins
Weltall schicken, dann nimmt ja die Masse der Erde ab,

die nimmt wegen Meteoriteneinschlägen sogar zu!

distanziert sie sich von der Sonne? Würde ein Komet auf die
Erde einschlagen, müßten wir uns dann nicht der Sonne nähern?

Versteh ich nicht… wie meinst du das?

  1. schwarze Löcher: Ziehen sich zwei schwarze Löcher an?

ja

„Schluckt“ dann irgendwann ein schwarzes Loch das andere?

ja

Was

wäre, wenn die beiden schwarzen Löcher genau die gleiche Masse
haben?

dann hätte das resultierende Loch die doppelte Masse.

Müßte irgendwann das gesamte Universum in einem

schwarzen Loch enden?

Im Moment sieht es so aus, als ob es sich bis auf alle Ewigkeit ausdehnt

Gibt es soetwas wie eine kritische Masse

bei schwarzen Löchern, die vielleicht alles wieder ausspuckt?

Ja, es gibt eine Masse bei der der Massenverlust durch die Hawkingstrahlung größer ist als die Hintergrundsrahlung. Dann nimmt die Masse eines Loch ständig ab, bis es
explodiert.

  1. Wurmlöcher: Laut Stephen Hawking könnte es sie geben.
    Angenommen es gäbe sie und man könnte wirklich durch die Zeit
    (und den Raum) reisen, wird das Großvater-Problem durch
    mehrere fünfte Dimensionen gelöst?
    Ich meine, daß alles
    unendlich oft, aber in einer anderen Dimension stattfindet,
    bloß um einen Augenblick versetzt und man reist in diese
    andere Dimension.

Ich würde das nicht 5. Dimension nennen. Aber das Konzept der multiplen Geschichten löst das Großvater-Problem tatsächlich.

Ich weiß natürlich, daß dies umstrittene Fragen sind. Ich habe
von Physik sehr wenig Ahnung, bei Relativitätstheorie und
Quantenphysik tut sich mein Vorstellungsvermögen sehr schwer,
obwohl Stephen Hawking ein bißchen Licht in diese Phänomene
gebracht hat.

Gruß
Oliver

klitzekleine Korrektur
Hallo Oliver

Was wäre, wenn die beiden schwarzen Löcher genau die gleiche Masse
haben?

dann hätte das resultierende Loch die doppelte Masse.

Nicht ganz.
Ein Teil wird in Form von Gravitationswellen abgestrahlt.

Viele Grüsse

Ratz

hawkingstrahlung mit 4.ter potenz invers z. masse
hallo sandra,

Gibt es soetwas wie eine kritische Masse
bei schwarzen Löchern, die vielleicht alles wieder ausspuckt?

Schwarze Löcher „verdampfen“ (Hawking).
Das heißt sie emmitieren Teilchen, die sogenannte
Hawking-Strahlung. Durch sogenannte Vakuum-Fluktuationen
entstehen überall ständig Teilchen-Antiteilchen-Paare, die
sich normalerweise allerdings sofort wieder zerstrahlen und
somit verschwinden. Wenn sie das schnell genug tun, wird die
Energieerhaltung nicht verletzt (Heisenber’sche
Unschärferelation). Wenn aber jetzt eines der beiden in das
schwarze Loch fällt dann hat das andere keinen Partner mehr
zum Zerstrahlen. Es muß also weiter existieren. Da ja jetzt
Masse aus dem nichts erzeugt wurde muß auch irgendwo Masse
verschwunden sein (auf „lange“ Sicht muß die Energiebilanz
stimmen), d.h. das schwarze Loch muß Masse verloren haben.
Die Existenz dieses Prozesse hängt nicht von der Massedes
schwarzen Loches ab. Die Geschwindigkeitm wenn ich mich recht
erinnere, allerdings schon.

kleiner einwand:

der massenverlust eines schwarzen loches durch hawking-strahlung ist umgekehrt zu vierten potenz der masse des schwarzen loches, as i remember and i´m quite sure, please correct me

viele gruesse, peter

Müßte irgendwann das gesamte Universum in einem
schwarzen Loch enden?

Achtung, die schwarzen Löcher verschlucken nur Masse und
keinen Raum. Sie verzerren ihn zwar, aber selbst wenn sie alle
Masse verschlucken würden, würde der Raum, d.h. das Universum
weiter existieren.

Was aber nichts daran ändert (entschuldige meine fehlerhafte
Formulierung), daß irgendwann die gesamte Masse des Universums
in einem schwarzen Loch enden müßte.

Das hängt von der Expansionsgeschwindigeit des Universums ab. Das schwarze Loch kann nur Masse aus seinem sichtbaren Universum verschlingen und dessen Radius wird mit zunehmender Expansionsgeschwindigkeit immer kleiner. Nur wenn die Expansion des Universums einen Grenzwert zu strebt, kann seine gesamte Masse in einem schwarzen Loch vereint werden. Momentan sieht es aber eher so aus, als ob die Expansionsgeschwindigkeit ständig anwächst.

Hallo Oliver!

Würde ein Komet auf die
Erde einschlagen, müßten wir uns dann nicht der Sonne nähern?

Versteh ich nicht… wie meinst du das?

Masse(Erde + Komet) > Masse(Erde)-> erhöhte Gravitation

Danke für Deine Antworten

Gollum

hallo Lego,

Die Existenz dieses Prozesse hängt nicht von der Massedes
schwarzen Loches ab. Die Geschwindigkeitm wenn ich mich recht
erinnere, allerdings schon.

kleiner einwand:

der massenverlust eines schwarzen loches durch
hawking-strahlung ist umgekehrt zu vierten potenz der masse
des schwarzen loches, as i remember and i´m quite sure, please
correct me

Wieso Einwand, ich hab doch nichts anders behauptet (zumindest war das nicht meine Absicht). Ich wollte nur sagen daß die Hawking-Strahlung bei allem schwarzen Löchern auftritt und die Intensität von der Masse abhängt.

Hab mich vielleicht nicht ganz klar ausgedrückt, das kann sein, aber ich wollte obiges sagen :smile:

Grüßle,
Sandra

re-hallo Gollum,

Verstehe ich das richtig, daß zwar die Gravitation der Sonne
abnimmt, jedoch zugleich die Erde die Sonne um genau diesen
Faktor mehr anzieht, weil ja die Masse der Sonne weniger
geworden ist?

halt, halt, halt. Jetzt vermischst du was.
Die Sonne verliert (durch Sonnenwind und Strahlung) Energie bzw. Masse. Dadurch sinkt auch ihre Gravitation.
Das ist die eine Sache.
Die andere ist die Bewegung der Erde um die Sonne. Immer unter der Annahme, daß die Bahngeschwindigkeit der Erde gleich bleibt, hängt die Distanz Erde-Sonne nicht von der Masse der Erde ab. Bei dieser Fragestellung wird jetzt die Sonne als statische Mittelpunkt der Kreisbewegung der Erde angenommen. Diese Annahme ist sofern gerechtfertigt, da die Erdmasse verglichen mit der Sonnenmasse mehr oder weniger nicht ins Gewicht fällt. Daraus ergibt sich, daß der gemeinsame Schwerpunkt des Systems Erde-Sonne, um den ja beide kreisen, ziemlich genau mit dem Mittelpunkt der Sonne zusammenfällt, ergo kann man die Sonne als statisch ansehen.
Die Masse der Erde geht in gleicher Weise in die Berechnung der Anziehung Sonne-Erde als auch in die Berechnung der Energie der Drehbewegung ein. Da sich diese beiden auf der stabilen Erdbahn ausgleichen, kann man die Formeln gleichsetzen, Die Masse kürzt sich raus, hat also auf den Abstand Erde Sonne keinen Einfluß.
Die Masse der Sonne jedoch steht nur in der Berechnung der Gravitation. Deswegen kann sie sich nicht rauskürzen und somit ruft eine Änderung der Sonnenmasse eine Änderung des Abstandes hervor.

Was
wäre, wenn die beiden schwarzen Löcher genau die gleiche Masse
haben?

siehe oben. Sie werden genauso fusionieren.

In der räumlichen Mitte, nehme ich an, folglich müßten
schwarze Löcher sich durch den Raum bewegen.

Wer sagt, daß sie das nicht tun?
Allerdings wird es mit dem Begriff „Raum“ so wie wir ihn kennen in der Nähe großer Massen (schwarzer Löcher) schwierig. Die verzerren nämlich den Raum und die Zeit.
Es ist allerdings praktisch unmöglich sich so eine Verzerrung im dreidimensionalen vor zu stellen, da man dazu in vier Raumdimensionen denken können müßte.
Im Zeidimensionlen geht es einigermaßen, alledings wird’s dann mit der Übertragung in unsere 3 Raumdimensionen schwierig.

Müßte irgendwann das gesamte Universum in einem
schwarzen Loch enden?

Achtung, die schwarzen Löcher verschlucken nur Masse und
keinen Raum. Sie verzerren ihn zwar, aber selbst wenn sie alle
Masse verschlucken würden, würde der Raum, d.h. das Universum
weiter existieren.

Was aber nichts daran ändert (entschuldige meine fehlerhafte
Formulierung), daß irgendwann die gesamte Masse des Universums
in einem schwarzen Loch enden müßte. Na super, ich verkaufe
noch heute meine Aktien :wink:.

Dazu wurde ja schon was geschrieben.

Gibt es soetwas wie eine kritische Masse
bei schwarzen Löchern, die vielleicht alles wieder ausspuckt?

Wenn aber jetzt eines der beiden in das
schwarze Loch fällt dann hat das andere keinen Partner mehr
zum Zerstrahlen. Es muß also weiter existieren. Da ja jetzt
Masse aus dem nichts erzeugt wurde muß auch irgendwo Masse
verschwunden sein (auf „lange“ Sicht muß die Energiebilanz
stimmen), d.h. das schwarze Loch muß Masse verloren haben.
Die Existenz dieses Prozesse hängt nicht von der Masse des
schwarzen Loches ab. Die Geschwindigkeitm wenn ich mich recht
erinnere, allerdings schon.

Und dieses Teilchen oder Antiteilchen fliegt dann durch das
Universum und …?

Nichts und. Das wichtige ist, daß da jetzt ein Teilchen ist wo vorher keins war, d.h. es gibt jetzt mehr Masse als vorher. Da man aber keine Masse/Energie erzeugen kann, muß irgendwo Masse/Energie verschwunden sein. Die einzige Möglichkeit, die es da gibt ist das schwarze Loch. Es muß Masse/Energie verloren haben. Man kann formal behaupten, daß der Partner des Teilchens, der ja ins schwarze Loch gefallen ist eine negative Masse hatte. Das ist zugegebenermaßen eine etwas komische Formulierung, aber in diesen Bereichen der Physik langen oft mit unseren Alltagsbeschreibung nicht mehr. Und schlußendlich läuft es wirklich darauf hinaus, daß das schwarze Loch nachher weniger Masse/Energie hat als vorher.

Also erst mal wirst du es nicht überleben, dich einem
schwarzen Loch (möglicher Kandidat für ein Wurmloch) zu
nähern. So eine Gravitation hält kein Körper aus. Das zerlegt
ja sogar Atome.

Ich habe das so verstanden: Wenn zwei Staubsaugerrohre
gegeneinander gehalten werden, herrscht in Mitte kein Unter-
oder Überdruck und genauso verstand ich das mit den
Wurmlöchern, das heißt, wäre ich genau in der räumlichen Mitte
zweier gleich starker schwarzer Löcher, wäre ich null
Gravitation ausgesetzt, sehrwohl aber keiner Zeit und keinem
Raum, sobald ich das Wurmloch wieder verlassen würde, könnte
niemand sagen, in welcher Zeit und wo im Raum ich wieder
erscheinen würde.

Das Problem kommt schon viel früher: wie willst du dich denn dem schwarzen Loch nähern ohne Gravitation zu erfahren? Schon in „sicherer“ Entfernung überlebst du sie Gravitation nicht mehr (schon auf Jupiter würdest du dich mit deinem eigenen Gewicht erdrücken). Und selbst wenn, der Unterschied zwischen der Gravitation an deinem Kopf und der an deinen Füßen wäre so groß, daß es dich wie ein Spaghetti auseinander ziehen würde.

Keine Angst, ich will es nicht ausprobieren,

halt ich auch für gesünder :smile:

Da fällt mir ein Zitat meines Physikprofessors ein: „Ist es
nicht faszinierend, wie brav sich die Physik an die
(physikalischen) Gesetze hält?“

Ja, gell :smile:
Aber das ist die Aufgabe der Physik: Gesetze zu finden, an die sich die Natur „hält“. Tut sie’s nicht, dann ist eben das Gesetz falsch.

Nochmal zum Thema Zeitreisem. Ich glaube, es war auch Steven Hawking, der mal gesagt hat, er würde nicht n die Möglichkeit von Zeitreisen glauben aus dem einfachen Grund, weil noch keine Besucher aus der Zukunft bei uns waren.

Grüßle,
Sandra

Hallo Sandra!

Es wäre übertrieben, wenn ich jetzt behaupten würde, ich hätte das verstanden, aber ich bin dem Verständnis deutlich näher gekommen.
Ich glaube auch nicht, daß meine Fragen hier in ein paar Sätzen beantwortet werden können.

Das Problem kommt schon viel früher: wie willst du dich denn
dem schwarzen Loch nähern ohne Gravitation zu erfahren? Schon
in „sicherer“ Entfernung überlebst du sie Gravitation nicht
mehr (schon auf Jupiter würdest du dich mit deinem eigenen
Gewicht erdrücken). Und selbst wenn, der Unterschied zwischen
der Gravitation an deinem Kopf und der an deinen Füßen wäre so
groß, daß es dich wie ein Spaghetti auseinander ziehen würde.

Ich gehe davon aus, daß die Gravitation kugelförmig wirkt, je weiter weg ich dem schwarzen Loch bin, umso weniger wirkt die Anziehung (quadratisches Abstandsgesetz). Vielleicht bin ich im Irrtum, aber ich dachte, wenn ich genau zwischen zwei schwarzen Löchern durchfliege, kann weder das eine, noch das andere Gravitation auf mich ausüben (natürlich müßte ich die Gravitation anderer Himmelskörper auch noch berücksichtigen). Vielleicht beruht mein Irrtum darauf, daß ja die Kräfte nicht linear wirken, vielleicht würden mich beide auseinanderreißen.

\|/ \|/ Gravitation
-0- ich -0-
/|\ /|\
 
SW1 SW2

Nochmal zum Thema Zeitreisem. Ich glaube, es war auch Steven
Hawking, der mal gesagt hat, er würde nicht n die Möglichkeit
von Zeitreisen glauben aus dem einfachen Grund, weil noch
keine Besucher aus der Zukunft bei uns waren.

Ich weiß nicht, ob schon jemand aus der Zukunft bei uns war (vielleicht haben sie sich nur nicht als „aus der Zukunft kommende“ deklariert). Man könnte dann auch sagen, es stimme nicht, daß man jünger wird, wenn man sich schneller als das Licht bewegt, weil es hat ja noch niemand gemacht (obwohl Zsa Zsa Gabor zehn Jahre lang behauptet hat, sie wäre 35 :wink:).

Ich danke Dir und allen anderen für die Erlärungen

Gollum

Müßte irgendwann das gesamte Universum in einem
schwarzen Loch enden?

Hallo,

t = 0: Alle Materie konzentriert sich auf einen Punkt. Wenn das nicht ein schwarzes Loch ist, was dann? (Danach Urknall, usw.)

Wenigstens wissen wir dadurch wie es drinnen aussieht. Es gibt sogar schwarze Löcher hier drinnen.

Ulrich

ups sorry, sache bleibt, einwand geht owt
hallo sandra,

entschuldigung bitte, kommt davon, wenn man nach einer schlaflosen nacht texte zu schnell liest und dabei evtl., wie geschehen, mittels suggestion andere dinge meint zu lesen als geschrieben steht *blush*

zur sache bleibt es, den einwand ziehe ich zurueck,

Hab mich vielleicht nicht ganz klar ausgedrückt, das kann
sein, aber ich wollte obiges sagen :smile:

mein faux pas, nicht der deinige *g*

viele gruesse, peter

Masse(Erde + Komet) > Masse(Erde)-> erhöhte Gravitation

Ach so meinst du das.
Nein, durch das Mehr an Massse wächst zwar die Kraft mit der die Erde von der Sonne angezogen wird, aber auf der anderen Seite wird auch mehr Kraft benötgit, um die nun
schwerer gewordende Erde „auf Kurs“ zu halten.
Die Effekte gleichen sich genau aus, sodass sich am Bewegungszustand oder am Abstand nichts ändert.

Grüße
Oliver

1 „Gefällt mir“

t = 0: Alle Materie konzentriert sich auf einen Punkt.

Davon abgesehen, daß es bei t=0 noch keine Materie gab, ist nicht gesagt, daß sie in einem Punkt konzentriert war. Das Universum kann schon von Anfang an unendlich groß gewesen sein.

Wenn das nicht ein schwarzes Loch ist, was dann?

Davon angesehen, daß es damals noch keine Gravitation gab, war die Energie homogen im Raum verteilt. Das sieht bei einem schwarzen Loch ganz anders aus.

hallo Gollum,

Ich gehe davon aus, daß die Gravitation kugelförmig wirkt, je
weiter weg ich dem schwarzen Loch bin, umso weniger wirkt die
Anziehung (quadratisches Abstandsgesetz). Vielleicht bin ich
im Irrtum, aber ich dachte, wenn ich genau zwischen zwei
schwarzen Löchern durchfliege, kann weder das eine, noch das
andere Gravitation auf mich ausüben (natürlich müßte ich die
Gravitation anderer Himmelskörper auch noch berücksichtigen).
Vielleicht beruht mein Irrtum darauf, daß ja die Kräfte nicht
linear wirken, vielleicht würden mich beide auseinanderreißen.

|/ |/ Gravitation
-0- ich -0-
/|\ /|\

SW1 SW2

Das stimmt, aber wie kommst du da hin?
Wenn du dich ihnen von unten (in unsere Zeichnung) oder oben näherst, kann das nicht einem Wurmloch entsprechen, dann bleibst du in unserem Raumgebiet und fliegst lediglich zwishen den zwei schwarzen Löchern hindurch.
Wenn wir annehmen, daß ein Wurmloch ein Eingang zu einem schwarzen Loch darstellt, dann ist eines der beiden in unserer Region des Alls und das andere wo völlig anderes. Dann mußt du um das Wurmloch zu passieren aber in „unser“ schwarzes Loch genau hineinfliegen und somit mußt du dich dem Wurmloch von rechts oder links (in unserem Bild) nähern. Dann ergibt sich folgende Situation:

 \|/ \|/ Gravitation
 Kopf-Füße -0- -0-
 /|\ /|\

 SW1 SW2

Und da ist der Unterschied zwischen der Gravitation an deinem Kopf und der an deinen Füßen so groß, daß es dich auseinanderzieht.

Nochmal zum Thema Zeitreisem. Ich glaube, es war auch Steven
Hawking, der mal gesagt hat, er würde nicht n die Möglichkeit
von Zeitreisen glauben aus dem einfachen Grund, weil noch
keine Besucher aus der Zukunft bei uns waren.

Ich weiß nicht, ob schon jemand aus der Zukunft bei uns war
(vielleicht haben sie sich nur nicht als „aus der Zukunft
kommende“ deklariert).

Stimmt schon, aber so wie ich die Menschheit kenne, gäbe es immer irgendjemand, der sich nicht daran halten würde und einfach mal versuchen würde, dieses Paradoxon aus zu probieren.
Aber sei’s drum.

Grüßle,
Sandra

Naja, er muss sich die exakte Mitte zwischen 2 Löchern mit exakt gleicher Maße ausrechnen und da hin fliegen.
Da die beiden Löcher die gleiche Masse haben ziehen sie sich an.
Er bleibt aber immer genau in der Mitte.
Und zum Zeitpunkt der Fusion verschwindet er in einem Wurmloch, ohne Gravition vernommen zu haben. =)

Davon abgesehen, daß es bei t=0 noch keine Materie gab, ist
nicht gesagt, daß sie in einem Punkt konzentriert war. Das
Universum kann schon von Anfang an unendlich groß gewesen
sein.

Nun, bei t=0 wissen wir ja gar nicht, wie das Universum aussah? Vor t=10hoch-43 s verschwand alles in Quantenfluktuationen? Dann brachen die 4 Fundamentalkräfte auseinander? Also gut, sagen wir bei t=1s. Kam nicht später die Inflationäre Ausdehnung (Raum dehnte sich schneller aus als die Materie), die man braucht um die Inhomogenitäten im Universum zu erklären? Also nicht unendlich von Anfang an?

Davon angesehen, daß es damals noch keine Gravitation gab, war
die Energie homogen im Raum verteilt. Das sieht bei einem
schwarzen Loch ganz anders aus.

OK, siehe oben. Vielleicht sieht ein schwarzes Loch von innen nicht so aus wie wir uns das von außen vorstellen? (Außen sollte man jetzt relativ verstehen :smile: )

Ulrich

Also nicht unendlich von Anfang an?

Ich wüßte nicht, warum es nicht so gewesen sein sollte.