Hi!
Was ist den eine Microstrip-Leitung ??
Im Prinzip eine Leiterbahn auf einer Platine. Nur daß sie nicht, wie üblicherweise als „Draht“ gilt, sondern in Zusammenarbeit mit der darunter befindlichen Ground-Plane eine Wellenleiter-Struktur bildet.
http://www.ee.surrey.ac.uk/Personal/D.Jefferies/mstr…
http://www.ee.surrey.ac.uk/Personal/D.Jefferies/gifp…
http://www.mit.edu/people/mcmahill/software/mstrip/m…
Es gibt noch einige andere Bauformen, die dann uU auch andere Namen haben.
Damit kann man auf normalen FR4 Platinen bis ca. 5 GHz leiten (eigentlich: führen). Wenns höher geht, muß man auf Keramik-Platinen übergehen.
In Deinem PC sind alle Bus-Leitungen, … als Microstrip ausgeführt. Da muß der Abstand, die Breite, die Verlegung, … genau stimmen. Drum gibts da auch eigene Berechnungs-Tools dafür. Ziel ist es, einen definierten Wellenwiderstand über die ganze Leitungslänge zu haben.
Was mir aber immer noch unklar ist: Wie tut man in einem diskret aufgebauten Filter, um den Wellenwiderstand am Eingang und am Ausgang zu haben?
Oder am Ausgang von einem IC (zB Bus-Treiber, Prozessor, …)?
Die „Welle“ gibts nicht direkt im Kabel , es ist nur , das die
50 Ohm für eine Anpassung an einen 50 Ohm Widerstand stehen :
Bei einem Ohmschen Widerstand von 50 Ohm gibt es die geringste
Reflexion und die meiste Energie geht in den Widerstand , und
wird als Wärme frei .
Dochdoch, die Welle gibts da drin. Zumindest wenn Du mit ein paar MHz dahinfunkst, oder die Leitung etwas länger ist. Bei DC gibts keine, klar, aber bei einigen MHz schon.
Es treten durchaus Spannungen und Ströme im Koaxialkabel auf ,
welche man verwenden kann . Die sogenannten „Spannungsbäuche
und Spannungsknoten“ , welche im Koaxialkabel auftreten , sind
nicht dasselbe wie Wellen im Raum , sondern entstehen aufgrund
der Induktivität und der Kapazität im Kabel .
Jup, in den Wänden der Wellenleiter werden Ströme und Spannungen induziert. Die Welle da drin breitet sich aber genauso aus, wie eine Freiraum Welle. Wirklich! Nur daß sie halt Randbedinungen einhalten muß, und drum ned x-beliebig aussehen darf. Die Randbedingungen sinds dann, die auch Ströme und Spannungen im Coax-Kabel, Microstrip, Hohlleiter, … entstehen lassen.
Diese Ströme sind aber nur lokal! Also nicht, wie über die Stromleitung, wo der Strom ständig in eine Richtung fließt. Im Wellenleiter sind das in sich geschlossene Kreise, …
Das elektrische Signal ist im Koaxialkabel schon vorhanden .
Es muß lediglich dafür gesorgt werden , das das
anzuschließende Bauteil ebenfalls den Wellenwiderstand von 50
Ohm hat , damit es keine Reflexion gibt . Man verwendet für
diesen Zweck Transformatoren und alle möglichen
Schaltungstricks , um dieses Ziel zu erreichen .
Ah, toll. Jetz muß ich aber gleich weiterfragen: Ein Trafo funktioniert _nur_ mit echten Strömen und echten Spannungen, _nicht_ mit Wellen. D.h. man muß die Welle aufm Kabel _doch_ zuerst umwaneln. Wie geht das? Bei Hohlleitern würd ich eine kleine Antenne reinbauen.
Kann man beim Coax-Kabel einfach den Mittelleiter an den Trafo-Eingang anschließen?
Was ist, wenn _kein_ Trafo da ist? zB OPV-Eingang, Transistor-Eingang, … Was tut man denn dann? Da gehts ja direkt mit einem Halbleiter weiter.
Das Bauteil , welches die Hochfrequenz abgeben soll , muß
einem Wellenwiderstand von 50 Ohm entsprechen , und kann dann
direkt an das Koaxialkabel angeschlossen werden.
Wie tut man denn, daß das genau 50 Ohm hat?
Danke
Hansi