Hallo Brenna,
im Blutbild finden sich auffällige Werte, und eine Biopsie der
betroffenen Lymphknoten wäre dann angebracht.
Welche Werte wären das denn genau?
Allerdings ist das, was du beschreibst, nicht das typische
Hodgkinbild.
Hm, was ist das typische Krankheitsbild?
Schau mal auf wikipedia, und hole dir bei einem anderen
Allgemeinmediziner eine zweite Meinung.
Wie kommst du denn auf sowas eigentlich?
Ich habe 2 mal im Krankenhaus gelegen, erstmal im September 2010, danach Januar 2012. Es ist bis heute nicht klar, was der Grund für meine Klinikaufenthalte war und ich habe bis heute noch Nachwirkungen bzw Einschränkungen. Es ist offiziell „irgendein Infekt“.
September 2010 war ich 25 Jahre und noch mit meinem Kind zuhause, dass eineinhalb Jahre zuvor geboren wurde.
Wenige Tage vor meiner Einlieferung ging es mir nicht so besonders. Diffuse Kopfschmerzen, Unwohlsein und mir wurde sehr schnell kalt. Lippen, Finger - und Fußnägel liefen blau an. Ich fror ganz furchtbar, legte mich ins Bett und es ging mir über Nacht zunächst besser.
Dann kamen starke Kopfschmerzattacken sowie Fieberschübe. Ich kam in die nächstgelegene Klinik (MHH) mit fast 42° Fieber und Schüttelfrost. Dort bekam ich Schmerzmittel und Antibiotikum. Man machte ein CT vom Kopf, meine Lunge wurde geröngt, Sonographie vom Bauchraum, Blut und Urin getestet, eine Lumbalpunktion wurde gemacht um eine Meningitis auszuschließen, die es dann auch nicht war. Später ging ich noch zum Orthopäden, da väterlicherseits Morbus Bechterew vorliegt und abgeklärt werden sollte, ob meine Kopfschmerzen von der (H)WS kommen.
Meine Milz und die Leber waren vergrößert, die Lymphdrüsen hinter den Ohren beidseitig stark geschwollen. Die linke Seite ist seitdem bis heute durchgehend dick. Rechts schubweise. Am Hals nur phasenweise, dann aber so, dass ich merklich Schluckbeschwerden habe.
Haarausfall habe ich in Schüben sehr stark. Mir ist das sehr unangenehm als Frau, da gerade im Bereich des Pony das Haar sehr licht geworden ist. 2011 war es so stark, dass ich mir meine Haare freiwillig auf ein paar mm abrasiert habe.
Januar 2012 wiederholte sich das ganze, das Fieber war nur diesmal bei knapp 41° und ich hatte kein Schüttelfrost wie beim ersten Mal.
Ich bin körperlich - in Phasen - kaum belastbar, komme sehr schwer aus dem Bett und werde diese diffusen Kopfschmerzen nie ganz los. Ich bin ehemalige Leistungsschwimmerin, ich war Hessenmeisterin und wenn ich an manchen Tagen in den Keller gehe um die Waschmaschine anzuschmeissen, Wäsche auf - und abzuhängen und hoch zu tragen springt mir fast die Pumpe aus der Bluse.
Mütterlicherseits ist Krebs nicht gerade selten. Mein Großvater sowie alle seine Geschwister sind an Krebs gestorben (Lunge, Bauchspeicheldrüse, Zunge, Kehlkopf, Gebärmutter…).
Das habe ich auch meinen - bisher - 2 Hausärzten erzählt. Einer riet mir eventuell eine Beratungsstelle aufzusuchen um eine Depression auszuschließen aufgrund der Antriebslosigkeit etc.
Vor lauter Verzweiflung habe ich das auch gemacht, ich bin in einem Beratungszentrum gewesen und habe dort mehrere Gespräche geführt. Abgesehen davon, dass mein Bruder vor vielen Jahren gestorben ist gibt es keine großartigen Schicksalsschläge, die mich jetzt so aus der Bahn werfen könnten. Ich arbeite in meinem Traumjob, habe ein wundervolles Kind, keine Schulden, fester Freundeskreis etc.
Meine Ärzte wissen nur, dass mein Entzündungswert im Blut sehr hoch war. Eine Ärztin für innere Medizin beim zweiten Klinikaufenthalt fand etwas an der Anzahl der weißen Blutkörperchen ungewöhnlich. Sonst gibt es nichts greifbares.
Ich weiß als Laie leider auch nicht wie richtig oder falsch solche Angaben auf bestimmten Internetpräsenzen sind. Der Grat ist schmal zwischen sich informieren und sich eine Krankheit „zurechtgoogeln“. Auf manchen Seiten wird Fieber auch als Symptom für die Hodgkin-Krankheit angegeben, auf einer anderen steht Druckgefühl im Brustbereich und starker Reizhusten. Beides trifft auch zu.
Ich bin recht verunsichert. Besonders, weil ich nicht mehr so krank bin wie ich es früher einmal war. Wenn ich vor einigen Jahren mal eine Grippe hatte oder Erkältung, dann war das nach einer Woche komplett durch. Heute brauche ich für eine leichte Grippe locker 6 Wochen um zu gesunden.
Ich danke dir jedenfalls für deine Rückmeldung. 