Fragen zu Hodgkin-Krankheit (Lymphdrüsenkrebs)

N’Abend,

welche (spezifischen) Symptome, Beschwerden - außer dauerhaft geschwollene Lymphdrüsen, Gewichtsverlust /- schwankungen, Fieber - müssen vorliegen damit auf Lymphdrüsenkrebs getestet wird?
Wie sehen diese Untersuchungen aus?
Welche Werte müssten auffällig sein?

(aus den Ohren läuft seit längerem klare Flüssigkeit, mal mehrmals am Tag, manchmal nur einmal morgens nach dem Aufstehen, 2 HNO-Ärzte fanden jedoch keine Perforation am Trommelfell oder Entzündungen. Die Lymphdrüsen hinter den Ohren beidseitig sind seit 2010 geschwollen, links manchmal etwas empfindlich und größer als rechts. Laut Ärzte wird dies mit verschiedenen Grippeinfekten in Verbindung gebracht, aber so viele waren das nun auch nicht in den letzten 2 Jahren.)

Danke vielmals und schönen Abend noch!

kosh

Hallo,

im Blutbild finden sich auffällige Werte, und eine Biopsie der betroffenen Lymphknoten wäre dann angebracht.

Allerdings ist das, was du beschreibst, nicht das typische Hodgkinbild.

Schau mal auf wikipedia, und hole dir bei einem anderen Allgemeinmediziner eine zweite Meinung.

Wie kommst du denn auf sowas eigentlich?

lg

Brenna

Hallo Brenna,

im Blutbild finden sich auffällige Werte, und eine Biopsie der
betroffenen Lymphknoten wäre dann angebracht.

Welche Werte wären das denn genau?

Allerdings ist das, was du beschreibst, nicht das typische
Hodgkinbild.

Hm, was ist das typische Krankheitsbild?

Schau mal auf wikipedia, und hole dir bei einem anderen
Allgemeinmediziner eine zweite Meinung.

Wie kommst du denn auf sowas eigentlich?

Ich habe 2 mal im Krankenhaus gelegen, erstmal im September 2010, danach Januar 2012. Es ist bis heute nicht klar, was der Grund für meine Klinikaufenthalte war und ich habe bis heute noch Nachwirkungen bzw Einschränkungen. Es ist offiziell „irgendein Infekt“.

September 2010 war ich 25 Jahre und noch mit meinem Kind zuhause, dass eineinhalb Jahre zuvor geboren wurde.

Wenige Tage vor meiner Einlieferung ging es mir nicht so besonders. Diffuse Kopfschmerzen, Unwohlsein und mir wurde sehr schnell kalt. Lippen, Finger - und Fußnägel liefen blau an. Ich fror ganz furchtbar, legte mich ins Bett und es ging mir über Nacht zunächst besser.

Dann kamen starke Kopfschmerzattacken sowie Fieberschübe. Ich kam in die nächstgelegene Klinik (MHH) mit fast 42° Fieber und Schüttelfrost. Dort bekam ich Schmerzmittel und Antibiotikum. Man machte ein CT vom Kopf, meine Lunge wurde geröngt, Sonographie vom Bauchraum, Blut und Urin getestet, eine Lumbalpunktion wurde gemacht um eine Meningitis auszuschließen, die es dann auch nicht war. Später ging ich noch zum Orthopäden, da väterlicherseits Morbus Bechterew vorliegt und abgeklärt werden sollte, ob meine Kopfschmerzen von der (H)WS kommen.

Meine Milz und die Leber waren vergrößert, die Lymphdrüsen hinter den Ohren beidseitig stark geschwollen. Die linke Seite ist seitdem bis heute durchgehend dick. Rechts schubweise. Am Hals nur phasenweise, dann aber so, dass ich merklich Schluckbeschwerden habe.

Haarausfall habe ich in Schüben sehr stark. Mir ist das sehr unangenehm als Frau, da gerade im Bereich des Pony das Haar sehr licht geworden ist. 2011 war es so stark, dass ich mir meine Haare freiwillig auf ein paar mm abrasiert habe.

Januar 2012 wiederholte sich das ganze, das Fieber war nur diesmal bei knapp 41° und ich hatte kein Schüttelfrost wie beim ersten Mal.

Ich bin körperlich - in Phasen - kaum belastbar, komme sehr schwer aus dem Bett und werde diese diffusen Kopfschmerzen nie ganz los. Ich bin ehemalige Leistungsschwimmerin, ich war Hessenmeisterin und wenn ich an manchen Tagen in den Keller gehe um die Waschmaschine anzuschmeissen, Wäsche auf - und abzuhängen und hoch zu tragen springt mir fast die Pumpe aus der Bluse.

Mütterlicherseits ist Krebs nicht gerade selten. Mein Großvater sowie alle seine Geschwister sind an Krebs gestorben (Lunge, Bauchspeicheldrüse, Zunge, Kehlkopf, Gebärmutter…).

Das habe ich auch meinen - bisher - 2 Hausärzten erzählt. Einer riet mir eventuell eine Beratungsstelle aufzusuchen um eine Depression auszuschließen aufgrund der Antriebslosigkeit etc.

Vor lauter Verzweiflung habe ich das auch gemacht, ich bin in einem Beratungszentrum gewesen und habe dort mehrere Gespräche geführt. Abgesehen davon, dass mein Bruder vor vielen Jahren gestorben ist gibt es keine großartigen Schicksalsschläge, die mich jetzt so aus der Bahn werfen könnten. Ich arbeite in meinem Traumjob, habe ein wundervolles Kind, keine Schulden, fester Freundeskreis etc.

Meine Ärzte wissen nur, dass mein Entzündungswert im Blut sehr hoch war. Eine Ärztin für innere Medizin beim zweiten Klinikaufenthalt fand etwas an der Anzahl der weißen Blutkörperchen ungewöhnlich. Sonst gibt es nichts greifbares.

Ich weiß als Laie leider auch nicht wie richtig oder falsch solche Angaben auf bestimmten Internetpräsenzen sind. Der Grat ist schmal zwischen sich informieren und sich eine Krankheit „zurechtgoogeln“. Auf manchen Seiten wird Fieber auch als Symptom für die Hodgkin-Krankheit angegeben, auf einer anderen steht Druckgefühl im Brustbereich und starker Reizhusten. Beides trifft auch zu.

Ich bin recht verunsichert. Besonders, weil ich nicht mehr so krank bin wie ich es früher einmal war. Wenn ich vor einigen Jahren mal eine Grippe hatte oder Erkältung, dann war das nach einer Woche komplett durch. Heute brauche ich für eine leichte Grippe locker 6 Wochen um zu gesunden.

Ich danke dir jedenfalls für deine Rückmeldung. :smile:

Also, es folgt eine Blutuntersuchung und eine ärztliche Körperuntersuchung vom Arzt.
Stellt er fest, dass die Lymphknoten geschwollen sind und die Symptome auch darauf zutreffen, wird dann eine weitere spezifischere Blutuntersuchung gemacht oder ein geschwollenes Lymphknotenfragment wird entnommen und untersucht. Dies schaut so aus, dass die Stelle betäubt wird und dann sticht der Arzt mit Hilfe eines Gewebeprobenentnehmers in die Lymphknotengegend und nimmt einen kleinen Teil davon raus. In Krankheitsfall müsste man dann die charakteristischen malignen Zellen am Mikroskop erkennen.
Ich kenne mich nicht genau aus mit der Hodkin-Lymphom-Diagnostik, aber da es sich um eine Immunzelluläre Erkrankung geht können spezifisch für die Krankheit typische Oberflächenmarker auf den entarteten Zellen gefunden werden.
Typisch für Hämoblstosen wie das Hodgkin-Lymphom sind auch die Panzytopenie, also eine erniedrigte Anzahl aller Blutzellen, CRP erhöht (muss aber nicht sein), veränderte Zytokin-Werte, etc.

Hallo,

im Blutbild finden sich auffällige Werte, und eine Biopsie der
betroffenen Lymphknoten wäre dann angebracht.

Welche Werte wären das denn genau?

Entzündungswerte, bestimtme Blutkörperchen,etc.

Allerdings ist das, was du beschreibst, nicht das typische
Hodgkinbild.

Hm, was ist das typische Krankheitsbild?

zb starker Nachtschweiß, manchmal körperlicher Schmerz nach Alkohol, aber das muss alles nicht auftauchen. Leistungsverlust. Infektanfälligkeit.
Eine seit Jahren bestehende Erkrankung würde aber weiterfortschreiten, und zusätzliche Lymphknotenschwellungen zb auftauchen.

Ich verstehe nur nicht, warum aktuell da keine neuen Befunde erhoben werden (HalsCT , Lymphknotenbiopsie? ), um auch rauszufinden, welcher Infekt dich da qüält…

Denke doch mal über einen Arztwechsel nach, oder lass dich nochmals stationär einweisen , in ein größeres Haus die eventuell auch eine onkologische Abteilung haben.

Lg

brenna

Hallo und danke für deine Antwort.

Zu welchem Arzt muss man damit so ein Lymphknoten untersucht werden kann? Macht das auch ein Hausarzt oder an welche Fachrichtung muss man sich da wenden?

Merci.

Nunja, Sie gehen sicherlich nicht gleich zum Onkologen, nur weil Sie einen Verdacht verspüren, Krebs zu haben, oder?
Hoffentlich glauben Sie nicht, dass Sie ein Hodgkin-Lymphom haben?
Wenn ja, wie kommen Sie darauf, so etwas zu haben?
Wenn irgend etwas abnorm ist, dann wird man es genauer untersuchen.
Bei dem Befund Krebs werden Sie an einen Onkologen gebracht, der Ihnen dann eine Therapie und Behandlung vorschlägt.