Fragen zu Investmentfonds

Hallo,

ich hätte ein paar Fragen zu Investmentfonds:
1.) Wenn ich Fondsanteile über mein Tagesgeldkonto kaufe, werden diese dann noch für die Zinsen am Jahresende mitbrechnet oder sind die Fondsanteile separat zu betrachten ?
2.) Kann man einen Fondssparplan mitten in der Laufzeit kündigen ?
3.) Kann man jederzeit Fondsanteile wieder zurückgeben (wie wenn man Aktien verkaufen würde) ?

Grüße,

Tris.

Hallo,

1.) Wenn ich Fondsanteile über mein Tagesgeldkonto kaufe,
werden diese dann noch für die Zinsen am Jahresende
mitbrechnet oder sind die Fondsanteile separat zu betrachten ?

Zinsen auf das Tagesgeld bekommst Du selbstverstaendlich nur fuer die Tage der Anlage. Ab Kauf der Anteile ist Schluss mit Zinsen, dann gilt die Entwicklung des Fonds.

2.) Kann man einen Fondssparplan mitten in der Laufzeit
kündigen ?

Einen Fondsparplan kannst Du jederzeit kuendigen. Du gehst keine Verpflichtung in Sachen Laufzeit, Hoehe des Beitrags etc. ein.

3.) Kann man jederzeit Fondsanteile wieder zurückgeben (wie
wenn man Aktien verkaufen würde)?

Fondsanteile kannst Du jederzeit verkaufen. In aller Regel bekommst Du nach 2 Arbeitstagen das Geld wieder gutgeschrieben, abgesehen von Ausnahmen, wie zuletzt bei einem offenen Immobilienfonds einer grossen deutschen Investmentgesellschaft :wink:
Gruss Alfred

Grüße,

Tris.

Hallo,

danke für die Antworten.
Noch ein paar Fragen:

  1. Lohnt es sich eigentlich das „überschüssige“ Geld, das man am Monatsende hat in einen Fonds zu anzulegen oder lieber nur einen Teil davon und den Rest dann auf dem Tagesgeldkonto lassen.
  2. Bei eine Fonds habe ich gesehen, dass es eine Auszahlplan Voraussetzung von z.B. 10000 Euro gibt. Heisst das, dass man Fondsanteile nicht unter diesem Wert zurückgeben kann ?
  3. Ist das korrekt, dass Fonds eher als langfristige Anlage anzusehen sind und nicht wie Aktien mal schnell gekauft und wieder verkauft werden ?
  4. Sind mehrere Einmalanlagen oder eher ein Sparplan für ein Fonds empfehlenswert. Macht der Cost-Average Effekt den Sparplan sinnvoller ?

Danke und Gruss,

Tris.

Hi

Hallo,

danke für die Antworten.
Noch ein paar Fragen:

  1. Lohnt es sich eigentlich das „überschüssige“ Geld, das man
    am Monatsende hat in einen Fonds zu anzulegen oder lieber nur
    einen Teil davon und den Rest dann auf dem Tagesgeldkonto
    lassen.

Das muss jeder für sich entscheiden, ich denke jedoch, dass Fonds auf die lange Zeit die bessere Wahl sind.

  1. Bei eine Fonds habe ich gesehen, dass es eine Auszahlplan
    Voraussetzung von z.B. 10000 Euro gibt. Heisst das, dass man
    Fondsanteile nicht unter diesem Wert zurückgeben kann ?

Diese Aussage verstehe ich so nicht. Ich denke es ist vielleicht eine Einmalanlage von min. 10000 EURO gemeint, welche dann nach und nach ausbezahlt wird.

  1. Ist das korrekt, dass Fonds eher als langfristige Anlage
    anzusehen sind und nicht wie Aktien mal schnell gekauft und
    wieder verkauft werden ?

Denke das kann man nicht so generell sagen. Es gibt ja viele Aktien, welche man durchaus lange halten kann. Fonds gehen auch im Wert rauf und runter jedoch ist das Risiko geringer als bei einer EInzelanlage in Aktien. Dies hängt natürlich von der Auswahl der Aktien sowie des Fonds ab. Wenn Du z.B. einen DEKA Telemedien in 2000 gekauft hast, dann sieht es immer noch nicht toll aus mit Rendite. Es gibt aber Einzelaktien aus diesem Bereich die heute wieder ganz oben stehen (Freenet, etc)

  1. Sind mehrere Einmalanlagen oder eher ein Sparplan für ein
    Fonds empfehlenswert. Macht der Cost-Average Effekt den
    Sparplan sinnvoller ?

Das hängt davon ab, ob Du die Summe frei zur Verfügung hast. Ich spare regelmässig jeden Monat in verschiedene FOnds auf Sparplan Basis.

Danke und Gruss,

Tris.

Gruss zurück

Andi

Hallo,

noch eine Frage:
Wenn ich einen Sparplan machen würde, z.B. monatlich 50 Euro und der Fondpreis steht momentan bei 25 Euro, dann würde ich doch im ersten Monat 2 Fondsanteile bekommen. Wenn der Fondspreis z.B. auf 30 Euro steigt würde ich dann automatisch nur einen Fondsanteil bekommen, korrekt ? Was ist aber wenn der Fondspreis auf über 50 Euro ansteigt, z.B. 55 Euro ? Kriege ich dann keinen Fondsanteil ?

Grüße,

Tris.

Hi,

nicht ganz so.

Deine 50EURO werden durch den FOnds Ausgabepreis (welcher einen Ausgabeaufschlag von bis zu 6% beinhalten kann, je nach FOnds und Depotbank bzw Fondsvermittler) dividiert und dann kommen x,y Anteile heraus. Die Stückelung geht bis 0.001 Anteile. Jeden Monat werden dann weitere ANteile eingebucht.

z.B. Ausgabepreis 75 EURO, Anlagebetrag 50EURO - 50/75 = 0,667 Anteile werden in Dein Depot gebucht.

Es gibt verschiedene Vermittler welche mit geringem Ausgabeaufschlag agieren, jedoch bekommst DU dann auch keinerlei Beratung, was eventuell in Deinem Fall nciht von Vorteil ist, da Du doch noch sher neu in der Materie bist, oder?

Gruss Andi

Du kriegst immer Aktienfondanteile,
soviel wie Du bezahlst, wenn
Du die monatliche Mindestansparsumme einhälst.
Wenn der Fondanteil im Preis gestiegen ist,
kriegst du Teile davon, also nicht 1 sondern zB 0,98765
Anteile. Es frag sich nur wie gerundet wird.
Du musst bedenken, dass bei Kauf eines Fonds
Gebühren anfallen, die man zwar nicht zahlt,
aber man kriegt entsprechend weniger Anteile,
i.d.R etwa 5%.(Ausgabeaufschlag)
Wenn man einen Fond kauft, und wieder verkauft,
hat man 5% verloren, wenn der Fondspreis der selbe
geblieben ist, wenn er getstiegen ist, kann man 5%
des Einstiegspreis vom Gewinn abziehen, wenn er gefallen
ist kommen noch mal 5% vom Einstiegspreis als Verlust dazu.

Auch während der Laufzeiit, fallen Gebühren an,
die vom Fondspreis abgezogen werden. (1-2% pro Jahr),
man merkt das kaum oder nicht.

Ein Aktienfond muss also midestens so 7% im Jahr im Schnitt steigen,
sonst lohnt sich das Risiko nicht, gegenüber einer normalen
Zinsanlage oder einem Geldmarktfond.

Wenn man verkauft, fallen meist keine Gebühren an,
die durch den Fond bedingt sind.

Man kann auch direkt an der Börse verkaufen,
da bekommt man etwas mehr, wenn man verkauft, oder
zahlt weniger, wenn man kauft. Das machen aber nur wenige Banken
mit, denn dann verdienen sie nichts an der Vermittlung.

Falls man sich entschliesst den Fond zu verkaufen, ist es oft so,
dass das andere das auch gerade getan haben. Dann muss der Fond
selber schwer Aktien verkaufen, was auf die Verkaufserlöse aus den Aktien des Fonds selbst drückt,er also sinkt übermässig im Preis,
zu dem Du dann den Fond verkaufst.

Wenn Du Fonds nicht mindestens ein Jahr gehalten hast,
werden Gewinne aus dem Verkauf aller kurzzeitig gehaltenen
Fonds zur Hälfte steuerlich wirksam, dh bis zu etwa 20% vom Gewinn kriegt das Finanzamt wenn er >600 Euro ist.
Wenn kurzfristige Verluste gemacht worden sind, kriegt man
aber nichst zurück, ausser Teile der Steuern, die man im Vorjahr
für kurfristige Gewinne aus Fonds und Aktien Verkäufen gemacht hat,
oder man kann die Verluste in nächste Jahre vortragen,
dann man entsprechend weniger Steuren zahlen, wenn man dann Gewinne macht, mit kurzfristigen Fonds/Aktiengeschäften.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

  1. Lohnt es sich eigentlich das „überschüssige“ Geld, das man
    am Monatsende hat in einen Fonds zu anzulegen oder lieber nur
    einen Teil davon und den Rest dann auf dem Tagesgeldkonto
    lassen.

Ueberschuessiges Geld anzulegen macht immer Sinn. Allerdings lege ich bei meinen Anlagen wert darauf zu streuen. Es ist ein hohes Risiko nur in Aktien investiert zu sein, da uns die Vergangenheit lehrt, dass es zwei Richtungen bei der Kursentwicklung gibt. Somit kann es sein, dass man Geld benoetigt (z.B. fuer Urlaub, Auto etc.) und die Kurse schlecht stehen. Dann hat man den Zwang, mit Verlust zu verkaufen.

  1. Bei eine Fonds habe ich gesehen, dass es eine Auszahlplan
    Voraussetzung von z.B. 10000 Euro gibt. Heisst das, dass man
    Fondsanteile nicht unter diesem Wert zurückgeben kann ?

Ein Auszahlplan ist dafuer gedacht, monatlich einen Teilbetrag zu verfuegen (z.B. zur Aufbesserung der Rente). Dieses lohnt sich natuerlich nicht bei einem Guthaben von 2000,-. Daher legen die Fondsgesellschaften hier ein Mindestguthaben fest. Fondsanteile kannst Du jederzeit zurueckgeben.
3) Ist das korrekt, dass Fonds eher als langfristige Anlage

anzusehen sind und nicht wie Aktien mal schnell gekauft und
wieder verkauft werden ?

Jeder Fonds hat eine Empfehlung der Fondsgesellschaft, wie lange der Anlagehorizont sein sollte. Die Empfehlung ist natuerlich nicht bindent. Aber es macht wenig Sinn, in einen Fonds zu investieren, in der Hoffnung, dass innerhalb von einer Woche mit Gewinn zu verkaufen. Hierbei sollte auf jeden Fall ein Fonds ohne Ausgabeaufschlag gekauft werden.

  1. Sind mehrere Einmalanlagen oder eher ein Sparplan für ein
    Fonds empfehlenswert. Macht der Cost-Average Effekt den
    Sparplan sinnvoller ?
    Cost-Average besagt, dass man bei hohen Kursen weniger Anteile erhaelt und bei niedrigen halt mehr. Ob eine Einmalanlage oder ein Sparplan besser ist, kann man nicht so pauschal sagen, da das immer von den Entwicklnungen abhaengig ist. Hinterher kann man das immer schoen ausrechnen.

Gruss,
Alfred

Hallo,

ja ich bin noch neu in der Materie.
Zur Zeit habe ich einen Fonds im Visier, der keinen Ausgabeaufschlag verlangt. Ich bin mir noch am überlegen wieviel ich in Fonds investieren will und zu welchen Anteilen (60% in Rentenfonds, 40% Aktienfonds ?) und ausserdem weiss ich noch nicht, ob ein Sparplan oder eine Einmalanlage besser ist (wobei hier leider meist eine Mindestsumme erforderlich ist).

Gruss,

Tris.

Hallo Alfred,

  1. Lohnt es sich eigentlich das „überschüssige“ Geld, das man
    am Monatsende hat in einen Fonds zu anzulegen oder lieber nur
    einen Teil davon und den Rest dann auf dem Tagesgeldkonto
    lassen.

Ueberschuessiges Geld anzulegen macht immer Sinn. Allerdings
lege ich bei meinen Anlagen wert darauf zu streuen. Es ist ein
hohes Risiko nur in Aktien investiert zu sein, da uns die
Vergangenheit lehrt, dass es zwei Richtungen bei der
Kursentwicklung gibt. Somit kann es sein, dass man Geld
benoetigt (z.B. fuer Urlaub, Auto etc.) und die Kurse schlecht
stehen. Dann hat man den Zwang, mit Verlust zu verkaufen.

gilt das Prinzip der Streuung auch für Fonds ? Ich meine, dass man nicht nur alles in einen Fonds investiert, sondern in verschiedene. Da die Fonds selbst ja auch streuen, hätte man ja doppelte Streuung.

Gruss,

Tris.

gilt das Prinzip der Streuung auch für Fonds ? Ich meine, dass
man nicht nur alles in einen Fonds investiert, sondern in
verschiedene. Da die Fonds selbst ja auch streuen, hätte man
ja doppelte Streuung.

Hallo Tris,
sicherlich kannst Du auch in Fonds streuen. Mit Streuung meine ich, dass die Anlagen nicht nur in Aktien sondern auch in Renten, Immobilien und Liquiditaet erfolgen sollte. Eine Streuung erreichst Du nicht, wenn Du einen deutschen Aktienfonds, einen europaeischen und einen US-amerikanischen kaufst.
Gruss, Alfred

Hi Tris,

wenn der Fonds keinen AA verlangt, dann schau Dir mal die jährlichen Kosten an. Meist wird auch das Total Expense Ration angegeben.

Es ist auch entscheidend, wie lange DU Dein Geld in dem jeweiligen FOnds anlegen willst.

Ich würde auch auf jeden Fall auch bei FOnds streuen, evtuelle zuwischen verschiedenen Regionen oder Gebieten und dann eventuell Renten, etc.

Gruss Andi