Fragen zu Opiat

Hallo,
kann man auch drei mal täglich 8mh Hydromorphon einnehmen, obwohl in der Packungsbeilage steht, dass man es nur zwei mal täglich einnehmen sollte?
In der Apotheke sagte man mir, dass man dieses Medikament eigentlich nur zweimal alle zwölf Stunden nehmen darf. Mein Arzt sagt aber, dass ich es besser dreimal einnehmen muß! Bin jetzt etwas verunsichert!!
LG Simone

Hi Simone

kann man auch drei mal täglich 8mh Hydromorphon einnehmen

Ich würds eher mit Hydromorphin versuchen, kenne das Präparat aber nicht, vielleicht heißt es wirklich Hydromorphon.

In der Apotheke sagte man mir, dass man dieses Medikament
eigentlich nur zweimal alle zwölf Stunden nehmen darf. Mein
Arzt sagt aber, dass ich es besser dreimal einnehmen muß!

Wenn dein Arzt es so formuliert hat, dann ist es ja kein Versehen von hm, sondern ein wohlüberlegter Rat. Also würde ich annehmen, dass du dann mit dieser höheren Dosis besser leben kannst.
Gruß,
Branden

Hallo,
danke für die Antwort. Ich habe nochmal nachgesehen, dass heisst Hydromorphon. Gibt es denn da auch einen Unterschied zu Hydromorphin?
LG Simone

Hi Simone

Ich habe nochmal nachgesehen, dass
heisst Hydromorphon. Gibt es denn da auch einen Unterschied zu
Hydromorphin?

Ich dachte nur, es hieße vielleicht so, weil es eventuell zur Gruppe der Morphine gehört. Ich kenne das Präparat nicht.
Es grüßt dich
Branden

Hallo!

Vorbemerkung: ohne Kenntnis der konkreten gesundheitlichen Probleme kann es im Internet nur sehr abstrakte Hinweise geben. Ein mehr oder weniger anonymes, mehr oder weniger unkontrolliertes Internet-Forum kann niemals das vertrauensvolle persönliche Gespräch mit einem menschlich wie fachlich kompetenten Arzt ersetzen (auch wenn man letztere nicht immer so leicht findet…).

Hydromorphon ist ein Morphinderivat (für die chemisch Interessierten: mit einer Ketongruppe, daher das „-ON“ am Wortende), das unter anderem als Retardtablette auf dem Markt ist. In dieser Form hat es eine Wirkdauer von ca. 12 Stunden; um den Tag über gleichmäßige Wirkspiegel zu haben, sollte man es also auch ca. alle 12 Stunden einnehmen. So sind u.a. auch die Opiat-typischen Nebenwirkungen am besten in den Griff zu kriegen.

kann man auch drei mal täglich 8mh Hydromorphon einnehmen,
obwohl in der Packungsbeilage steht, dass man es nur zwei mal
täglich einnehmen sollte?

Das ist beim Retardpräparat (s.o.) wenig sinnvoll, da man sonst keine gleichmäßigen Wirkspiegel erzielt, sondern sehr ungleichmäßige Wirkintensitäten.
Sollte es nicht ausreichen, alle 12 Stunden 8 mg zu nehmen, wäre es eher angebracht, die Einzeldosis z.B. auf 12 mg zu steigern, aber das Intervall zu belassen.

In der Apotheke sagte man mir, dass man dieses Medikament
eigentlich nur zweimal alle zwölf Stunden nehmen darf. Mein
Arzt sagt aber, dass ich es besser dreimal einnehmen muß! Bin
jetzt etwas verunsichert!!

Du fühlst Dich zurecht verunsichert, wenn Du unterschiedliche Aussagen zur selben Frage bekommst; aber ohne Kenntnis Deines Problems und ohne Kenntnis Deines Arztes möchte ich jetzt nicht mehr dazu sagen. Vielleicht etwas allgemeiner: viele Ärzte haben leider nur sehr oberflächliche Kenntnisse in der Therapie akuter und chronischer Schmerzen, was sicher ein Manko der Medizin in Deutschland ist…

Grüße!

Hallo,
ich bekomme das Medikament aufgrund der Lipomatosis dolorosa und Fibromyalgie. Ich hatte davor schon ziemlich viele Schmerzmittel ausprobiert. Entweder haben sie mir gar nicht geholfen oder habe sie nicht vertragen. Das Medikament was ich jetzt einnehme, vertrage ich eigentlich sehr gut, bis auf den Juckreiz der mal ab und zu am Tag da ist. Ehrlich gesagt, möchte ich jetzt erstmal nicht schon wieder ein anderes Medikament nehmen.
LG Simone

Hydromorphon
Ich kenne das Zeug unter dem Namen Dilaudid. Da Opioide als Schmerzmittel ganz gut verträglich sind und nennenswerte Nebenwirkungen bis auf Obstipation eher die Ausnahme sind, würd ichs an Deiner Stelle in Absprache mit dem Doc ausprobieren. Tatsächlich ists eine Retardform, die eigentlich 2x tgl reichen sollte. Die Unterschiede z.B. im Zytochromsystem (gehen Opiate darüber?) sind aber groß, daher würds mich nicht wundern, wenn die 3x Gabe in Einzelfällen was bringt. Versuch macht kluch.

pp

Hallo Simone,

solange Du die Ursache der Beschwerden nicht bekämpfst/beseitigst, so lange wird Dir auf Dauer auch kein Schmerzmittel wie Morphium helfen. Du wirst höchstens abhängig.

Ich möchte Dich noch auf etwas hinweisen, was Dir die Ärzte vermutlich nicht gesagt haben: Die Diagnose „Fibromyalgie“ ist eine Verlegenheitsdiagnose, weil die (normalen) Ärzte mit ihren Kenntnissen am Ende sind. Zwar wird in der medizinischen Fachliteratur behauptet, „Fibromyalgie“ sei eine eigenständige Krankheit, doch ist aufgrund der nahezu identischen Symptome der Verdacht bei Experten schon länger aufgekommen, dass es sich dabei um eine chronische Borreliose handelt. Werden die Patienten dann nämlich mit etnsprechenden Therapien (langandauernde, hochdosierte Multi-Antibiose) behandelt, stellen sich häufig Verbesserungen des Gesundheitszustandes ein.

du kannst hier im Archiv von „wer-weiss-was“ unter dem Stichwort „Borreliose“ suchen und Dir die zahlreichen Beiträge dazu durchlesen (u.a. auch von mir), oder Du kannst Dich gleich an die Selbsthilfegruppe

„Borreliose-Forum“ des Deutschen Borreliose Bundes

http://www.borreliose-forum.de/cms/html/index.php
wenden.

dort sitzen wahre Experten, welche schon zum Teil seit Jahrzehnten an der Fibromyalgie = chronischen Borreliose leiden und die Dir gerne Auskunft - auch zum Thema Schmerzmittel geben.

Mögest Du schnell umfangreiche Hilfe erfahren!

wünscht

Alexander

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Fragen zu Opiatabhängigkeit
Hi

solange Du die Ursache der Beschwerden nicht
bekämpfst/beseitigst, so lange wird Dir auf Dauer auch kein
Schmerzmittel wie Morphium helfen. Du wirst höchstens
abhängig.

Nein, das ist ein alter widerlegter Hut. Vom Opioid als Analgetikum wird man nicht abhängig. Unabhängig davon, dass derzeit sicher eher zu oft als zu wenig damit behandelt wird.

pp

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Hallo Preisselpoehl,

wenn Du das sagst, glaube ich Dir das auch. Mir ging es hauptsächlich darum, dass man die Ursache und nicht die Symptome bekämpfen soll.

Viele Grüße

Alexander

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

…und damit hast Du recht owt
pp

Sorry, aber…

Ich möchte Dich noch auf etwas hinweisen, was Dir die Ärzte
vermutlich nicht gesagt haben: Die Diagnose „Fibromyalgie“ ist
eine Verlegenheitsdiagnose, weil die (normalen) Ärzte mit
ihren Kenntnissen am Ende sind. Zwar wird in der medizinischen
Fachliteratur behauptet, „Fibromyalgie“ sei eine eigenständige
Krankheit, doch ist aufgrund der nahezu identischen Symptome
der Verdacht bei Experten schon länger aufgekommen, dass es
sich dabei um eine chronische Borreliose handelt.

… von der ständigen Wiederholung wird diese Behauptung aber weder wahrer noch hilfreicher für die Betroffenen.
Ich kann mir durchaus Fälle vorstellen, in denen eine falsche Diagnose auf Fibromyalgie vorgekommen ist, aber das passiert bei anderen Krankheitsdiagnosen auch und ist daher noch lange kein Beweis für Deine hier bereits mehrfach aufgestellten Behauptungen.
Wenn Du wenigstens einen medizinischen Hintergrund hättest, aber so? Mir scheint, Du schließt von den Erfahrungen (mit) Deiner Partnerin auf alle anderen Betroffenen, das ist in meinen Augen gefährlich.

Renate

2 „Gefällt mir“

Renate,

… von der ständigen Wiederholung wird diese Behauptung aber
weder wahrer noch hilfreicher für die Betroffenen.
Ich kann mir durchaus Fälle vorstellen, in denen eine falsche
Diagnose auf Fibromyalgie vorgekommen ist, aber das passiert
bei anderen Krankheitsdiagnosen auch und ist daher noch lange
kein Beweis für Deine hier bereits mehrfach aufgestellten
Behauptungen.
Wenn Du wenigstens einen medizinischen Hintergrund hättest,
aber so? Mir scheint, Du schließt von den Erfahrungen (mit)
Deiner Partnerin auf alle anderen Betroffenen, das ist in
meinen Augen gefährlich.

natürlich simulieren alle 10.000 Mitglieder im Borreliose-Forum, einer Einrichtung, welche getragen wird von einer anerkannten Institution, dem Deutschen Borreliose Bund,

Ich nehme an, dass Du Ärztin bist, auch wenn es nicht in Deiner Visitenkarte steht.

Dass sich die Ärzte in schöner Regelmäßigkeit mit ihren Diagnosen vertuen, ist allseits bekannt. Gerade die, die so sehr auf einem hohen Ross sitzen, sehen es natürlich gar nicht gerne, wenn sich die Patienten zunehmend in Selbsthilfegruppen Rat holen können. Damit werden nämlich die ärztlichen Fehler viel schneller offensichtlich.

Die betroffenen Patienten sind heute sehr viel informierter als noch vor 30 Jahren. Und insbesondere Patienten, welche an schwierigen Krankheiten leiden (welche oftmals chronisch vorhanden sind, und über viele Jahre, teils Jahrzehnte andauern), informieren sich über ihre Krankheit und die Forschungen darüber, über neuere Erkenntnisse und Behandlungsmethoden. Und damit sind die Patienten den Weißkitteln fast immer um ein Vielfaches überlegen. Diese können eh nur die 50 häufigsten Krankheiten sicher diagnostizieren und behandeln, beim Rest aller Krankheiten sind die Patienten eh weitgehend auf sich alleine gestellt. Und werden - wenn sie sich nicht selbst kundig machen würden - oft über Jahre falsch therapiert. Zum Schaden von allen: dem Patienten, dem Gesundheitswesen, dem Ruf der Ärzte - wer den Nutzen hat, lass ich jetzt mal so im Raum stehen. Da war erst vor kurzem im Fernsehen eine sehr aufschlussreiche Sendung darüber!

Ich wünsche allen Ignoranten die Borreliose oder die „Fibromyalgie“ (ich bleib dabei: ich einem erheblichen Umfang sind die Fibromyalgie-Diagnosen nur ein anderes Wort für Chronische Borreliose. Zu ähnlich sind sich die Symtpome, wovon - wie Du ja weißt - es ca. 130 verschiedene gibt) und einen noch ignoranteren Arzt, welcher sie über Jahre, Jahrzehnte hin falsch behandelt, bis sie endlich im Rollstuhl sitzen. Man spricht in Fachkreisen ja schon von der Borreliose als der „Krankheit des 21. Jahrhunderts“. Wie Du ja weißt, wird die Zahl allein in Deutschland von chronisch an Borreliose erkrankten Patienten auf mindestens 2,5 Mio Menschen geschätzt. Das sind immerhin über 8% der deutschen Bevölkerung. Aber so wie Du das siehst, sind das ja alles Simulanten.

erzürnte Grüße ob soviel Blindheit und Ignoranz gegenüber den leidenden Patienten.

Alexander

Hallo!

… von der ständigen Wiederholung wird diese Behauptung aber
weder wahrer noch hilfreicher für die Betroffenen.

Behauptungen.
Wenn Du wenigstens einen medizinischen Hintergrund hättest,
aber so? Mir scheint, Du schließt von den Erfahrungen (mit)
Deiner Partnerin auf alle anderen Betroffenen, das ist in
meinen Augen gefährlich.

natürlich simulieren alle 10.000 Mitglieder im
Borreliose-Forum, einer Einrichtung, welche getragen wird von
einer anerkannten Institution, dem Deutschen Borreliose Bund,

Oops*erschrockenschau* Wenn das so ist, also, dass alle dort simulieren, wieso berufst Du Dich dann dauernd auf dieses Forum?

Ich nehme an, dass Du Ärztin bist, auch wenn es nicht in
Deiner Visitenkarte steht.

Ach so? Das ist ja spannend. Danke für die Aufklärung*kopfschüttel*

Dass sich die Ärzte in schöner Regelmäßigkeit mit ihren
Diagnosen vertuen, ist allseits bekannt.

Du weißt es aber besser als Ärzte, die bekanntlich ja Medizin studiert haben?

Gerade die, die so
sehr auf einem hohen Ross sitzen, sehen es natürlich gar nicht
gerne, wenn sich die Patienten zunehmend in Selbsthilfegruppen
Rat holen können. Damit werden nämlich die ärztlichen Fehler
viel schneller offensichtlich.

Das trifft auf viele Berufe zu. Was haben Ärzte Dir eigentlich angetan, dass Du ihnen von vornherein Unfähigkeit vorwirfst? Findest Du nicht, dass dies an Arroganz grenzt?

Die betroffenen Patienten sind heute sehr viel informierter
als noch vor 30 Jahren. Und insbesondere Patienten, welche an
schwierigen Krankheiten leiden (welche oftmals chronisch
vorhanden sind, und über viele Jahre, teils Jahrzehnte
andauern), informieren sich über ihre Krankheit und die
Forschungen darüber, über neuere Erkenntnisse und
Behandlungsmethoden. Und damit sind die Patienten den
Weißkitteln fast immer um ein Vielfaches überlegen. Diese
können eh nur die 50 häufigsten Krankheiten sicher
diagnostizieren und behandeln, beim Rest aller Krankheiten
sind die Patienten eh weitgehend auf sich alleine gestellt.
Und werden - wenn sie sich nicht selbst kundig machen würden -
oft über Jahre falsch therapiert. Zum Schaden von allen: dem
Patienten, dem Gesundheitswesen, dem Ruf der Ärzte - wer den
Nutzen hat, lass ich jetzt mal so im Raum stehen. Da war erst
vor kurzem im Fernsehen eine sehr aufschlussreiche Sendung
darüber!

Schon mal was von Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient gehört? Auch ich informiere mich, und gerade deshalb halte ich jede Menge davon.

Ich wünsche allen Ignoranten die Borreliose oder die
„Fibromyalgie“ (ich bleib dabei: ich einem erheblichen Umfang
sind die Fibromyalgie-Diagnosen nur ein anderes Wort für
Chronische Borreliose. Zu ähnlich sind sich die Symtpome,
wovon - wie Du ja weißt - es ca. 130 verschiedene gibt)

Das ist einfach kein Argument, tut mir Leid! Es gibt jede Menge Krankheiten mit sehr ähnlichen Symptomen, willst Du die alle Borreliose nennen?

und
einen noch ignoranteren Arzt, welcher sie über Jahre,
Jahrzehnte hin falsch behandelt, bis sie endlich im Rollstuhl
sitzen. Man spricht in Fachkreisen ja schon von der Borreliose
als der „Krankheit des 21. Jahrhunderts“. Wie Du ja weißt,
wird die Zahl allein in Deutschland von chronisch an
Borreliose erkrankten Patienten auf mindestens 2,5 Mio

Nö, das wusste ich nicht.

Menschen geschätzt. Das sind immerhin über 8% der deutschen
Bevölkerung. Aber so wie Du das siehst, sind das ja alles
Simulanten.

Falsch, das war Deine Behauptung, nicht meine. Nachlesen kannst Du das in Deinem eigenen Posting.
Renate