ich handle seit einiger zeit mit Aktien und beschäftige mich jetzt näher mit Derivaten. Bei den Optionsscheinen habe ich ein kleines Verständnissproblem.
Ich besitze einige e.on Aktien. Wenn ich nun einen Put auf E.ON z.B. WKN:AA0URX erwerbe, dann könnte ich die e.on Aktie damit für 160€ verkaufen, oder liege ich hier falsch? Das kann aber iregdnwie nicht sein, denn so könnte ich beim aktuellen Kurs von e.on z.B. eine Aktie für 133€ kaufen und einen Optinschein für ca. 4€ kaufen und die Aktie so für 160€ verkaufen, wo ich nur Kosten von 137€ hätte. Brauche ich hier mehrere Optiosnscheine für eine Aktie um Sie zu verkaufen? Und wo sehe ich ob es sich um eine europäische oder um eine amerikanische Option handelt?
Ich hoffe jemand der Erfahrung damit hat, kann mir das Alles genau erklären.
ersteinmal vielen Dank für deine Antwort.
Könntest du mir vielleicht noch erklären was ich genau mit der impliziten Volatilität anfangen kann? Ich weiß, dass der Optionsschein bei einer hohen Volatilität an Wert gewinnt, das heißt für mich, dass eine kleine implizite Volatilität am besten ist. Liege ich hier richtig?
Ist ein kleines oder ein großes Omega besser?
Schon einmal vielen Dank für deine Hilfe im vorraus.
Gruß Benny
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ich bin jetzt auch kein Profi, aber ich kann zumindestens sagen, dass es bei beiden von Dir genannten Werten kein „besser“ oder „schlechter“ gibt. Es kommt vielmehr auf die Risikofreudigkeit an.
Die implizite Volatilität gibt die erwartete Schwankungsbreite des Optionspreises in der Zukunft an. Bei einem Schein mit hoher impliziter Volatilität kann der ganz schnell nach oben, aber auch ganz schnell nach unten sausen. Je kleiner der Wert ist, desto ruhiger sind die Ausschläge (wobei auch ein Schein mit einer kleinen impliziten Volatilität einen Totalverlust bringen kann, ich will das nicht verharmlosen)
Das Omega geht in dieselbe Richtung. Es zeigt den Hebel im Vergleich zum zugrundeliegenden Wert an, wenn sich dieser um 1% verändert. Omega 10 heisst, dass sich der Schein um 10 Prozent verändert, wenn sich der zugrundeliegende Wert um 1% verändert.
Du kannst erst in 119 Tagen ab heute eine Aktie zu 160 verkaufen.
Dazu brauchst du 10 Scheine (Bezugsverhältnis 1:10),
macht im Moment 31 € ca.
Dazu musst Du die Aktien haben oder kaufen bis zum 119ten Tag
zu 133 € macht 164€ Kosten jetzt.
Da hast Du 0,4€ Verlust(ca. 15%) pro Schein in 119 Tagen,
wenn die Aktie nicht fällt.
Erst wenn die Aktie unter ca 129€ fällt und du dann kaufst
hast Du Gewinn. Wenn sie steigt, aber nicht über 160,
hast du noch mehr Verlust, wenn sie über 160 steigt,
hast du alles verloren.
Das Recht (den Schein) kannst du jederzeit innerhalb
von 119 Tagen ab haute verkaufen.
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Dazu musst Du die Aktien haben oder kaufen bis zum
Ich kenne keinen Optionsschein, mit dem bei Fälligkeit Aktien tatsächlich über Wert getauscht werden können. Es erfolgt immer ein Barausgleich. Ob man den Basiswert besitzt, spielt keine Rolle und dürfte bei einem Schein auf einen Index auch schwierig werden, denn die 846900 z.B. kann man nicht kaufen.
wenn sie über 160 steigt,
hast du alles verloren.
Da hast du einen Denkfehler. Wenn er wie du oben schreibst die Aktie haben muß, kann er schlecht alles verlieren, denn selbige hat er ja noch. Verlieren kann er nur den Einsatz für den Optionsschein.
Bei den Optionsscheinen habe ich
ein kleines Verständnissproblem.
passiert schonmal
Ich hoffe jemand der Erfahrung damit hat, kann mir das Alles
genau erklären.
also wäre es sinnvoll die Funktionsweise von OS (Optionsscheinen) im allgemeinen zu erörtern. Da diese bei Call und Put-OS im wesentlichen die gleiche ist, mach ich das einfach mal am Beispiel eines Call-OS:
CB5ZKQ - Bayer-Call Basis 62,-- Euro Laufzeit bis 18.06.08 - aktueller Kurs 0,200 Euro Bezugsverhältnis 0,100 (==> 10 Scheine = 1 Aktie)
Ein Call-OS verbrieft Dir das Recht, zum Fälligkeitstag zum Basispreis eine Aktie zu erwerben. Theoretisch, in der Praxis wird nicht geliefert, sondern die Differenz zwischen Basispreis und aktuellem Kurs im entsprechenden Bezugsverhältnis ausgezahlt. Liegt der Aktienkurs unter dem Basispreis hast Du einen Totalverlust, brauchst aber nicht noch Geld mitbringen.
Folgende Szenarien sind also denkbar:
Die Aktie steht am 18.06. unter (oder exakt auf) 62,-- Euro ==> Du bekommst kein Geld
Die Aktie steht über 62,-- Euro (z.B. bei 63,50 Euro) ==> Du erhältst die Differenz von 1,50 Euro zwischen Basispreis (62) und aktuellem Kurs (63,50) multipliziert mit dem Bezugsverältnis (also in obigem Fall: 0,15 Euro / Schein)
daraus folgt: Um am Ende GEWINN zu machen müsste der Kurs der Bayer-Aktie am Laufzeitende über 64 Euro stehen !!
Du siehst: beim Kauf eines OS zahlst Du immer auch einen Aufpreis, je länger in der Zukunft die Fälligkeit liegt desto größer ist dieser i.d.R. - es hängt AUCH von der impliz. Volatilität ab, wie hoch der Aufpreis ist !!
Ganz gut dargestellt wird dies übrigens bei Onvista.de, wenn Du Dir dort die Optionsscheine anzeigen lässt werden alle relvanten Daten aufgeführt.