Fragen zu PORT-Forwarding

Hallo ihr Networker :smile: Ich habe ein paar Fragen betreffend PORT FORWARDING und ich hoffe, ihr könnt mir da ein wenig helfen

Seit kurzem haben wir im Haus einen WLAN-Router – der hängt direkt hinter einem xDSL-Modem am Netz - und endlich können wir alle gleichzeitig ins Internet.

Soweit – so gut …Jetzt ist es aber so, daß wir alle ganz gerne FileSharing machen ( µTorrent, Azareus u.s.w…). Es funktioniert bei uns allen auch irgendwie, aber alles nur sehr sehr langsam. Es wird auch immer wieder von den Programmen darauf hingewiesen, daß wir, um richtig arbeiten zu können, beim Router einen offenen Port einrichten müssen – sonst könnte man mit unseren PCs nicht verbinden …Port Forwarding !!!

Vom Prinzip her, habe ich schon begriffen, wie man das macht, aber ich habe dazu noch einige Fragen.

Das Modem hat die IP 192.168.1.1
Der Router hat die IP 192.168.3.1 …und der vergibt mittels DHCP die IPs an die dazukommenden PCs willkürlich ab …3.2 …3.3 …3.4…) Nun habe ich aber gelesen, daß man bei Port-Forwarding FIXE IPs vergeben muß (jede IP (jeder PC) benötigt für z.B. Azureus seinen eigenen offenen Port).

  1. Muß ich nun das ganze System auf „fixe IPs“ umstellen oder kann ich das mixen und in ein System mit DHCP auch mit PCs mit fixen IPs arbeiten? Ich würde dann die IPs der fixen PCs etwas höher legen (z.B. ab 192.168.3.10) sodaß willkürlich dazukommende PCs (Laptops) keinen IP-Konflikt verursachen könnten (Router vergibt ab …3.2)

  2. Frage: Muß ich das Port-Forwarding nun am Modem (Tilgin Vood 422) oder am anschließend folgenden WLAN-Router (Netgear WGR614) durchführen …oder bei beiden? ((was natürlich ein Unding wäre))

Was meint Ihr dazu …wie sollen wir das machen? Das ganze System auf fixe IP umstellen? Das wäre doch mühselig für jedes dazukommende Laptop (das doch meist auf „IP autom. beziehen“ eingestellt ist, oder?)

Wäre nett, wenn ihr uns da weiterhelfen könntet, Regina

Soweit – so gut …Jetzt ist es aber so, daß wir alle ganz
gerne FileSharing machen ( µTorrent, Azareus u.s.w…). Es
funktioniert bei uns allen auch irgendwie, aber alles nur sehr
sehr langsam.

Wenn es nur um die Geschwindigkeit geht, kannst du dir den Aufwand mit dem Forwarding sparen. Ihr habt nur einen Anschluss und auf diesem, besonders im Upload, nur eine begrenzte Bandbreite, die lässt sich durch Forwarding nicht vervielfältigen. Die einzige sinnvolle Massnahme wäre, die Filesharing-Aktivitäten auf einem gemeinsamen Server auf einem Filesharing-Client zu bündeln

Es wird auch immer wieder von den Programmen
darauf hingewiesen, daß wir, um richtig arbeiten zu können,
beim Router einen offenen Port einrichten müssen – sonst
könnte man mit unseren PCs nicht verbinden …Port
Forwarding !!!

Hat auf den Download keine relevante Auswirkung.

Nun habe ich aber gelesen, daß
man bei Port-Forwarding FIXE IPs vergeben muß (jede IP (jeder
PC) benötigt für z.B. Azureus seinen eigenen offenen Port).

Du musst fürs forwarding natürlich eine festgelegte Weiterleitungsadresse angeben, wie diese Adresse vergeben wird, ist grad egal. Du solltest den dhcp-Server lediglich nicht kaputtkonfiguriert haben, dass er bei jeder Einwahl ein neues Lease vergibt.

  1. Frage: Muß ich das Port-Forwarding nun am Modem (Tilgin
    Vood 422) oder am anschließend folgenden WLAN-Router (Netgear
    WGR614) durchführen …oder bei beiden? ((was natürlich ein
    Unding wäre))

Modems kennen keine IP-Adressen.

Gruss
Schorsch

hallo Schorsch …vielen Dank für Dein interessantes Posting

„Wenn es nur um die Geschwindigkeit geht, kannst du dir den
Aufwand mit dem Forwarding sparen. Ihr habt nur einen
Anschluss und auf diesem, besonders im Upload, nur eine
begrenzte Bandbreite, die lässt sich durch Forwarding nicht
vervielfältigen. Die einzige sinnvolle Massnahme wäre, die
Filesharing-Aktivitäten auf einem gemeinsamen Server auf einem
Filesharing-Client zu bündeln“

…hmm, unser Upload ist nicht so gewaltig (wenn´s in Summe ´mal 50k/s sind ist das schon am oberen Limit) - vom Provider her könnten wir aber bis zu 512k/s

und wenn wir dann - wie du vorschlägst - einen gemeinsamen Server für filesharing verwenden würden, müßten wir dem dann wohl eine fixe IP verpassen - in einem DHCP-System …IP-Adresse dann ganz hoch setzen, sodaß kein Konflikt mit ev. dazukommenden Laptops entsteht? …z.B. x.x.5.1 ? geht das?

Modems kennen keine IP-Adressen.

…ja, ja …Modems :smile: Mein ADSL ist aber eine Modem/Router Kombination :smile:

Zitat: „Das von Tele2UTA eingesetzte Kabelmodem „tilgin“ ist Kabelmodem UND Router gleichzeitig. Es ist also erstens ein Kabelmodem und macht die ADSL-Signalverbindung. Zweitens ist es ein Router und macht auf der einen Seite ins WAN (zu Tele2UTA) den Tunnel (mit PPoE), über den die Daten ins Internet laufen. Auf der anderen Seite macht es ein LAN und spielt DHCP- und Nameserver. - Der NETGEAR-Router läuft nun in eine Kollision rein, weil er über WAN einen DHCP-Lease abfragt (und vom ADSL-Router kriegt), aber selbst ein DHCP-Server im LAN ist, der im selben Adressraum DHCP-Leases vergibt.“

Die Frage der Adress-Kollision zw. den beiden Routern habe ich gelöst, indem ich beiden Routern einen separaten Adressraum zugewiesen habe (ADSL-Modem/Router = x.x.1.1 …Netgear WLAN-Router = x.x.3.1)

Muß ich nun einen der beiden Router deaktivieren um Port-Forwarding zu machen? - Wenn ja, wie?

Gruß und Danke vorerst, Regina :smile:)

…hmm, unser Upload ist nicht so gewaltig (wenn´s in Summe
´mal 50k/s sind ist das schon am oberen Limit) - vom Provider
her könnten wir aber bis zu 512k/s

Neben der mengenmäßigen Übertragungskapazität gibt es noch ein anderes Problem, dass nämlich Filesharing-Clients regelmässig sehr viele Verbindungen gleichzeitig öffnen, Router aber nur eine begrenzte Menge gleichzeitiger Verbindungen routen können. Da hauen sich die Clients dann gegenseitig weg.

und wenn wir dann - wie du vorschlägst - einen gemeinsamen
Server für filesharing verwenden würden, müßten wir dem dann
wohl eine fixe IP verpassen - in einem DHCP-System
…IP-Adresse dann ganz hoch setzen, sodaß kein Konflikt mit
ev. dazukommenden Laptops entsteht? …z.B. x.x.5.1 ? geht
das?

Die fixe IP-Adresse ist nicht notwendig. Gerade ein Server, der Tag und Nacht läuft und nie vom Netz getrennt wird, läuft kaum Gefahr, dass der dhcp-Server ihm jemals eine neue Adresse verpasst. Damit wäre erst bei einem Hardwaretausch zu rechnen, und dann müsstest du eh neu konfigurieren. Im übrigen solltest du bei der Konfiguration wenn, dann zuerst beim dhcp-Server ansetzen, dem du z. B. beibringen kannst, dass er nur für die Adressen 192.168.3.1 - 192.168.3.127 zuständig ist, die Adressen .3.128 - .3.254 kannst du dann frei vergeben.

Modems kennen keine IP-Adressen.

…ja, ja …Modems :smile: Mein ADSL ist aber eine Modem/Router
Kombination :smile:

Dann wird dort das Portforwarding eingerichtet. Oder, um es anders auszudrücken: Das Portforwarding machst du immer auf dem Gerät, welches die vom Provider zugewiesene IP-Adresse erhält. Der zweite und jeder weitere dahinter stehende Router reicht die Daten dann transparent an den Zielrechner weiter, irgendwelche zusätzliche Konfiguration ist da nicht nötig.

Die Frage der Adress-Kollision zw. den beiden Routern habe ich
gelöst, indem ich beiden Routern einen separaten Adressraum
zugewiesen habe (ADSL-Modem/Router = x.x.1.1 …Netgear
WLAN-Router = x.x.3.1)

Wäre cleverer gewesen, auf einem der beiden den dhcp-Serverdienst schlicht und einfach zu deaktivieren.

Gruss
Schorsch

Hallo,

…hmm, unser Upload ist nicht so gewaltig (wenn´s in Summe
´mal 50k/s sind ist das schon am oberen Limit) - vom Provider
her könnten wir aber bis zu 512k/s

Das könnten (und sind es vermutlich auch) Kilo bit pro Sekunde sein, also 64 kilo byte pro Sekunde. Wenn das die theoretische Obergrenze ist, bist du mit 50 kbyte/s ganz gut dabei, weil die verwendeten Protokolle ja noch einen Overhead haben.

Grüße,
Moritz