Hallo,
das Hinterrad speicht man normalerweise SO ein, daß die Rückenspeichen (Sicht auf obere Radhälfte) nach hinten weisen, da der Antrieb von der Nabe ausgehend über die ziehenden Speichen auf die Felge übertragen wird. Da Rückenspeichen mehr Kontakt zur Nabe haben als Kopfspeichen, sind jene als „Antriebsspeichen“ prädestiniert, während letztere in derselben Funktion bei starken Antritten oder Bergauffahrten zu Kopfabriß neigen.
Der Reifen am Hinterad wird normalerweise mit schräg nach hinten-außen verlaufendem Profil montiert. Dadurch hat der Reifen weniger Grip, verdrängt aber auf nasser Straße das Wasser besser. Wie ich neulich hörte, reibt ein gegen die Laufrichtung montierter Hinterradreifen schneller sein Profil ab. Ist da was dran?
Wie sieht es beim Vorderrad aus? Die Kraftübertragung verläuft hier genau umgekehrt. Der Schub des Hinterrades läßt das Vorderrad auf der Straße abrollen; der Weg der Kraftübertragung verläuft also genau umgekehrt von außen nach innen: Reifen, Felge, Speichen, Nabe. Bedeutet die umgekehrte Kraftübertragung am Vorderrad nun eigentlich, daß die Rückenspeichen hier (obere Radhälfte) nach vorn zeigen sollten?
Sollte dementsprechend am Vorderrad der Reifen ebenfalls andersherum (Profilverlauf schräg nach vorne-außen) montiert werden, damit er weniger schnell abreibt?
Gruß, Uwe