Hallo!
Da ich des öfteren empirische Studien lese, und oft auch Zugang zu den Urdaten habe, ist mir aufgefallen, dass sehr viel mit Ratings bzw. z.B. Likert-Skalen mit 4-7 Abstufungen, meistens mit 5 Abstufungen gearbeitet wird. Es wird eine Aussage gemacht und per Ankreuzen auf diesen Skalen der grad der Zustimmung erhoben.
1.) Fast immer werden die Daten mittels Verfahren für metrische Daten analysiert, obwohl es sich ja streng genommen um ordinale Daten handelt.
2.) Die Normalverteilungsannahme wird meist ohne Test vorausgesetzt obwohl, wenn man denn mit Kolmogorov Smirnov in SPSS testet, fast nie (auch bei augenscheinlich der Normalverteilung ähnlichen erteilungen) die Normalverteilungsannahme akmzwptiert werden kann.
3.) Ich habe bisweilen den Fall erlebt, wo nach herauspartialisieren einer vermeintlichen Moderatorvariable aus einer Korrelation diese nicht schwächer, sondern stärker(!) ausfällt. Ich dachte , das sei unmöglich, da doch ein gewisser Streuungsbetrag immer durch die Drittvariable erklärt wird.
4.) Ich hatte bei einer Regression einen negativen Beta-koeffizienten, obwohl die beiden Variablen positiv korrelliert waren.
Könntet Ihr mir helfen
1.) die Mysterien bei 3. und 4. zu verstehen
2.) Einen Tipp geben, wie man das „laxe“ Vorgehen bei 1. und 2. vernünftig begründen kann, oder wie man es ggf. besser macht.
Herzlichen dank für Eure Hilfe!