Fragen zu Themen der Volkswirtschaftslehre

Guten Abend liebe www Gemeinde!

Ich bin gerade dabei, mich auf die anstehenden Klausuren im Februar vorzubereiten und habe mir mal alte Klausuren beschafft,welche ich nun durchackern möchte. Da bei den Klausuren nicht die Antworten dabei sind, erarbeite ich mir diese selbst. Bei folgenden Fragen, kann ich mir keine Antwort herleiten.

Frage7
Zur Erklärung der Inflation wird oft die Fishersche Tausch- und Verkehrsgleichung bemüht. Diese Argumentation ist zu erläutern!

Hier kann ich keinen Ansatz finden.

Frage12
Wann kommt es zu einer Bewegung auf der Nachfragekurve und einer Verschiebung der Nachfragekurve?

Hier liegt die Betonung auf „und“. Meine Antwort:
Hierfür können gleichmäßige Beschäftigungszunahme, damit verbundenes zusätzliches Einkommen und zudem die damit verbundene Mehrproduktion entscheidend sein. Der Gleichgewichtspreis bleibt der gleiche.

Was meint Ihr?

Frage19
Hayek traf die Aussagem, dass „Die soziale Marktwirtschaft kein Wirtschaftssystem“ sei. Wie bewerten sie diese Aussage, ist sie korrekt?

Meine Antwort lautet folgendermaßen:
Die Aussage ist theoretisch korrekt, da es in seiner reinen Form nur die Marktwirtschaft und die Planwirtschaft gibt. Die soziale Marktwirtschaft ist eine Mischform aus Kapitalismus und Sozialismus. Ziel sozialer Marktwirtschaft ist unter anderem, größtmögliche Freiheit in Verbindung mit sozialer Gerechtigkeit. Wichtige Eckpfeiler sind hier Privateigentum, Vertragsfreiheit, freier Wettbewerb …. mit einem sozialen Ausgleich für Schwächergestellte.

Ist das o.k.?

Frage26
In welchen Punkten bestehn die Hauptprobleme der substitutionalen Produktionsfunktion. Was wünschen sich Unternehmer, sinkende, konstante oder steigende Skalenerträge?

Hier habe ich keine Antwort …

Frage28
a) Was sind die ökonomischen Funktionen des Geldes?
b) Welche Funktion ist kritisch anzusehen? Begründen Sie Ihre Meinung!

a) allgemein anerkanntes Zahlungsmittel, Funktion der Recheneinheit, Wertaufbewahrungsfunktion
b) Hier bin ich mir nicht sicher mit meiner Antwort.
Ich würde sagen, die Funktion als Wertaufbewahrungsmittel aufgrund der schleichenden Inflation … Was meint Ihr?

Frage37
Was halten Sie von der Aussage, dass die Ergebnisse der Volkswirtschaftslehre nicht zu gebrauchen sind, da diese nur durch Modelle entstanden sind.

Hier meine Antwort- Meinungen?
In der Volkswirtschaftslehre wird tatsächlich mit Modellen gearbeitet, da es sich um Theorien handelt. Die bekanntesten Modelle sind der homo oeconomics und der vollkommene Markt. Die Volkswirtschaft untersucht Aspekte als vereinfachte Modelle als „ceteris paribus“ (unter sonst gleichen Bedingungen). Dies ist notwendig, um sehr komplexe Themen überhaupt untersuchen zu können. Wichtig hierbei ist, dass eine objektive Betrachtung erfolgt, in der beschrieben, erklärt oder / und prognostiziert wird. Neben ökonomischen Beweggründen sind auch psychologische Bewegründe der Marktteilnehmer entscheidend. Die Volkswirtschaftslehre liefert durch die Untersuchung von ökonomischen Strukturen und Prozessen Handlungsempfehlungen für die Wirtschaftspolitik. Trotz der Tatsache, dass mit Modellen gearbeitet wird, sind die Untersuchungen meist repräsentativ und bieten der Wirtschaftspolitik Handlungsempfehlungen, welche die Politik öfter umsetzen sollte.

Ich danke schon einmal jetzt für Eure Hilfestellung.

Grüße
Maxe

etwas oT
Hi Maxe,

nur Interessehalber, für welche Prüfung sind denn die Klausuren? Schule, Beruf?

Grüße
Schmidti

Guten Abend liebe www Gemeinde!

Ich bin gerade dabei, mich auf die anstehenden Klausuren im
Februar vorzubereiten und habe mir mal alte Klausuren
beschafft,welche ich nun durchackern möchte.

Streber!

Frage7
Zur Erklärung der Inflation wird oft die Fishersche Tausch-
und Verkehrsgleichung bemüht. Diese Argumentation ist zu
erläutern!

http://www.uni-muenster.de/Geschichte/hist-sem/SW-G/…

Frage12
Wann kommt es zu einer Bewegung auf der Nachfragekurve und
einer Verschiebung der Nachfragekurve?

Hier liegt die Betonung auf „und“. Meine Antwort:
Hierfür können gleichmäßige Beschäftigungszunahme, damit
verbundenes zusätzliches Einkommen und zudem die damit
verbundene Mehrproduktion entscheidend sein. Der
Gleichgewichtspreis bleibt der gleiche.

Was meint Ihr?

Immer wenn das Angebot sinkt/steigt und gleichzeitig damit die Nachfrage sinkt&/steigt.

Frage19
Hayek traf die Aussagem, dass „Die soziale Marktwirtschaft
kein Wirtschaftssystem“ sei. Wie bewerten sie diese Aussage,
ist sie korrekt?

Interssant: http://www.wienerzeitung.at/linkmap/personen/hayek.htm

Frage26
In welchen Punkten bestehn die Hauptprobleme der
substitutionalen Produktionsfunktion. Was wünschen sich
Unternehmer, sinkende, konstante oder steigende Skalenerträge?

http://www.ba-eisenach.de/ext/dozent/utecht/Material…

Frage37
Was halten Sie von der Aussage, dass die Ergebnisse der
Volkswirtschaftslehre nicht zu gebrauchen sind, da diese nur
durch Modelle entstanden sind.

Kurz gesagt: Bei der Physik beschwert sich wohl auch keiner?

Hallo,

ganz schön viel für ein Posting, wie ich finde :wink:

Ich bin gerade dabei, mich auf die anstehenden Klausuren im
Februar vorzubereiten und habe mir mal alte Klausuren
beschafft,welche ich nun durchackern möchte. Da bei den
Klausuren nicht die Antworten dabei sind, erarbeite ich mir
diese selbst.

Sehr vernünftig. Das könnte sich mit Blick auf die Klausur als sinnvoll erweisen. So weit ich weiss, gibt es dort nämlich auch (leider) nur die Fragen :wink:

Frage7
Zur Erklärung der Inflation wird oft die Fishersche Tausch-
und Verkehrsgleichung bemüht. Diese Argumentation ist zu
erläutern!

Die Frage dahinter ist, wann es zu einem Anstieg des Preisniveaus kommt. In der Fisher’schen Verkehrsgleichung (Y*P = M*U) wäre dies gegeben, wenn die Geldmenge M steigt, die Umlaufgeschwindigkeit U sehr stark zunimmt, sodass es zu einer Knappheit an Geld kommt bzw. wenn weniger gehandelt wird (Y geht runter). Diese „Argumentation“ entspricht damit dem Modellcharakter der VWL.

Frage12
Wann kommt es zu einer Bewegung auf der Nachfragekurve und
einer Verschiebung der Nachfragekurve?

Hier liegt die Betonung auf „und“. Meine Antwort:
Hierfür können gleichmäßige Beschäftigungszunahme, damit
verbundenes zusätzliches Einkommen und zudem die damit
verbundene Mehrproduktion entscheidend sein. Der
Gleichgewichtspreis bleibt der gleiche.

Was meint Ihr?

Ja, richtig, dynamische Anpassungsprozesse sind hier die Schlagworte.

Frage19
Hayek traf die Aussagem, dass „Die soziale Marktwirtschaft
kein Wirtschaftssystem“ sei. Wie bewerten sie diese Aussage,
ist sie korrekt?

Meine Antwort lautet folgendermaßen:
Die Aussage ist theoretisch korrekt, da es in seiner reinen
Form nur die Marktwirtschaft und die Planwirtschaft gibt. Die
soziale Marktwirtschaft ist eine Mischform aus Kapitalismus
und Sozialismus.

Also das würde ich an Deiner Stelle in einer Klausur nicht schreiben. Grund hierfür ist, dass es mitunter falsch verstanden werden könnte, weil der Korrektor nicht absehen kann, welche Elemente aus welchem System nun gemeint sind.
Die fM hat gegenüber der sM den „Nachteil“, dass die Werte- und Gerechtigkeitsvorstellung der jeweiligen Gesellschaft nicht erfasst wird. Auf einem freien Markt gibt es bekanntlich die „Selbstheilungskräfte“ bzw. wie Smith es sagte, die „unsichtbare Hand“. Das kann aber bedeuten, dass massiv gegen die Vorstellung der handelnden Gesellschaft verstossen wird. Dazu wird auf einer zweiten, parallelen Ebene, etwa durch Regulierung und Umverteilung das Ergebnis der fM „korrigiert“. Die sM ist vielfach schwieriger zu bestimmen und zu messen, als es die fM ist.

Ziel sozialer Marktwirtschaft ist unter
anderem, größtmögliche Freiheit in Verbindung mit sozialer
Gerechtigkeit. Wichtige Eckpfeiler sind hier Privateigentum,
Vertragsfreiheit, freier Wettbewerb …. mit einem sozialen
Ausgleich für Schwächergestellte.

Ist das o.k.?

Ja !

Frage26
In welchen Punkten bestehn die Hauptprobleme der
substitutionalen Produktionsfunktion. Was wünschen sich
Unternehmer, sinkende, konstante oder steigende Skalenerträge?

Der Unternehmen wünscht sich in der Regel steigende SE, weil dann die Produktionsmenge im Verhältnis zum EInsatz an Produktionsfaktoren überproportional steigt.

Frage28
a) Was sind die ökonomischen Funktionen des Geldes?
b) Welche Funktion ist kritisch anzusehen? Begründen Sie Ihre
Meinung!

a) allgemein anerkanntes Zahlungsmittel, Funktion der
Recheneinheit, Wertaufbewahrungsfunktion
b) Hier bin ich mir nicht sicher mit meiner Antwort.
Ich würde sagen, die Funktion als Wertaufbewahrungsmittel
aufgrund der schleichenden Inflation … Was meint Ihr?

Richtig !

Frage37
Was halten Sie von der Aussage, dass die Ergebnisse der
Volkswirtschaftslehre nicht zu gebrauchen sind, da diese nur
durch Modelle entstanden sind.

Eine sehr gute Frage. Daran kann man sehen, ob man es verstanden hat.

In der Volkswirtschaftslehre wird tatsächlich mit Modellen
gearbeitet, da es sich um Theorien handelt.

Das ist aber nicht die Antwort :smile: Allerdings stellst Du es weiter unten wieder richtig.
Fakt ist, dass die Realität zu komplex ist, um sie zu Untersuchungszwecken in einem Modell zu erfassen. Das Vorgehen sieht daher immer wie folgt aus:

Man erstellt ein Modell, welches immer nur den zu untersuchenden Teilaspekt der Realität abbildet. Mehr noch wird aber dann auch darauf geachtet, dass ganz am Anfang sehr sehr große Vereinfachungen vorgenommen werden. Es gibt somit sehr viele unrealistische Annahmen. Dann kann man nach und nach die einzelnen Annahmen lockern und das somit erhaltene Ergebnis an demjenigen „spiegeln“, welches sich unter den Gegebenheiten der „absolut wirklichkeitsfremden Annahmen“ (Grundmodell) ergibt.

Trotz der Tatsache, dass mit Modellen gearbeitet wird, sind
die Untersuchungen meist repräsentativ und bieten der
Wirtschaftspolitik Handlungsempfehlungen, welche die Politik
öfter umsetzen sollte.

Oh, oh - gaaaanz vorsichtig. Diese Aussage würde ich weglassen. Gerade in der Poltik ist es so, dass Untersuchungen in Auftrag gegeben werden, gleichzeitig aber schon gewisse Anforderungen an das Ergebnis gestellt werden. Der untersuchende Ökonom berücksichtigt dies dann in seinem Modell, womit es keinesfalls objektiv ist. Bestes Beispiel sind die Untersuchungen zu den Arbeitsmärkten.

VG
Sebastian

Hallo,

erst einmal vielen Dank für Eure Unterstützung, die natürlich sehr hilfreich bei der Vorbereitung auf die anstehenden Klausuren ist. Im übrigen absolviere ich ein Studium, um auch die erste Frage zu beantworten.

Folgende Fragen sind bei mir noch offen oder sind mir nicht ganz klar:

Frage7  Von Vertretern des Monetarismus wird zur Erklärung von Inflation die Fisher´sche Tausch- und Verkehrsgleichung bemüht. Charakterisieren Sie bitte ihre Argumentation. Ist folgende Antwort auch korrekt?

Vertreter des Monetarismus sehen die Hauptursache für die Entstehung und Entwicklung eines Inflationsprozesses beim Wachstum der Geldmenge d.h. der Wert des Geldes wird ausschließlich durch die Geldmenge bestimmt.

Nimmt man an, dass, die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes, konstant ist, so verändert sich das Preisniveau (d.h. entwickelt sich die Inflationsrate) nach Maßgabe des Verhältnisses, in dem die Geldmenge M rascher als das Volkseinkommen Y wächst.

Frage19  Aussage von Hayek

Zur Frage selbst, ob die Aussage richtig oder falsch ist, kann ich noch keine richtige Aussage treffen. Der Inhalt ist mir verständlich und ich habe mir auch das Zitat selbst durchgelesen, welches ja im Original noch umfangreicher ist und sich nicht ausschließlich auf die soziale Marktwirtschaft bezieht. Jedoch fehlt mir hier so ein wenig der Bezug zur eigentlichen Fragestellung. Bezieht sich die Frage darauf, dass es sich bei der sozialen Marktwirtschaft um eine Mischform handelt? Wenn dem so ist, dann würde ich die Frage mit ja beantworten und meine Meinung näher erläutern.

Frage26 b)  Worin besteht das Hauptproblem der substitutionalen Produktionsfunktion?
Bei der substitutionalen Produktionsfunktion wird der verminderte Einsatz eines Faktors durch vermehrten Einsatz eines anderen Faktors ausgeglichen. Ich kann hier nicht „das Hauptproblem“ erkennen. Kann mir mal jemand ein Beispiel einer substitutionalen Produktionsfunktion nennen (außer die PF von Cobb-Douglas)?

Frage37  Was halten Sie von der Aussage, dass die Ergebnisse der Volkswirtschaftslehre nicht zu gebrauchen sind, da diese nur durch Modelle entstanden sind.
Auch hier reicht mir die Antwort nicht ganz. Es ist ja so, dass die VWL nur Handlungsalternativen aufzeigen und Empfehlungen geben kann, aber das wird doch nicht reichen, um die Frage zu beantworten …

Grüße & vielen Dank
Maxe

Frage26 b)  Worin besteht das Hauptproblem der
substitutionalen Produktionsfunktion?
Bei der substitutionalen Produktionsfunktion wird der
verminderte Einsatz eines Faktors durch vermehrten Einsatz
eines anderen Faktors ausgeglichen. Ich kann hier nicht „das
Hauptproblem“ erkennen. Kann mir mal jemand ein Beispiel einer
substitutionalen Produktionsfunktion nennen (außer die PF von
Cobb-Douglas)?

Ein Beispiel konnte ich finden (Mohrrübenproduktion- Arbeit / Dünger). Ist das Hauptproblem der substitutionalen Produktionsfunktion die optimale Mischung einzelner Faktoren zu finden, um ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen?

Bei den restlichen 3 Fragen bin ich bisher noch weiter gekommen …