Fragen zu Therapien und gesetzl. Krankenkasse

Hallo,

mich würde interessieren wieviele und wie lange die gesetzl. Krankenkassen Therapien genehmigen aber auch ob 2 Therapien (verhaltens- und tiefenpsych.) gleichzeitig genehmigt würden. Leider weiß ich nicht für welche ich mich entscheiden soll habe div. Probleme in Gegenwart und Vergangenheit. (Eine Einweisung in eine Klinik kommt für mich nicht in Frage!)

Wer kann helfen und weiß darüber bescheid? Danke schonmal im voraus.

Gruß Angie

Hallo Angie

mich würde interessieren wieviele und wie lange die gesetzl.
Krankenkassen Therapien genehmigen aber auch ob 2 Therapien
(verhaltens- und tiefenpsych.) gleichzeitig genehmigt würden.

Letzteres kann man ausschließen. Die Kassen genehmigen ENTWEDER eine Verhaltenstherapie ODER eone tiefenpsychol. Behandlung.
NACH einer Therapie bist Du normalerweise für 2 Jahre „gesperrt“ für Therapien, da sonst die sowieso der Pleite entgegen sehenden Kassen noch schneller pleite wären. :wink:

Leider weiß ich nicht für welche ich mich entscheiden soll
habe div. Probleme in Gegenwart und Vergangenheit.

Das hängt von verschiedenen Aspekten ab. Zum einen von der Art Deiner Symptomatik bzw. Krankheit, zum anderen von Deiner Persönlichkeitsstruktur und Introspektionsfähigkeit (=Begabung für Einsicht in eigene innere Dynamik).
Oftmals blicken die Therapeuten auch nicht so arg weit über den Tellerrand ihrer eigenen Methode, weshalb ich Dir leider auch nicht so ganz unbefangen und blauäugig raten kann, erstmal zu „irgendeinem“ Therapeuten zu gehen. Aber es gibt auch weniger „ethnozentrische“ Behandler, die auch Kollegen empfehlen, die die andere Methode praktizieren. :wink:
Viel Glück dabei wünscht Dir
Branden

Hi Angie

mich würde interessieren wieviele und wie lange die gesetzl.
Krankenkassen Therapien genehmigen

nach meiner Erfahrung hängt dies schwer vom Alter, der Kasse, vom Krankheitsbild und aber auch von der Diagnose des derzeit behandelnten Arztes ab.

aber auch ob 2 Therapien
(verhaltens- und tiefenpsych.) gleichzeitig genehmigt würden.

zwei getrennt laufende Therapien wird wohl nicht so einfach, jedoch gibts die Möglichkeit 2in1, wobei meist eins ins andere, mit einer Überlappung, übergeht. Sprich: Psychotherapie --> Verhaltenstherapie

(Eine Einweisung in eine Klinik kommt für mich nicht in Frage!)

evtl. habe ich das doppelt falsch verstanden, aber willst du nur nicht direkt in eine Klinik oder ist eine Langzeittherapie ausgeschlossen? Desweiteren gibt es auch Soziale Einrichtungen, die nicht an einer Kasse interessiert sind, sondern von Spendengeldern und ähnlichem leben.
aber…

Leider weiß ich nicht für welche ich mich entscheiden soll
habe div. Probleme in Gegenwart und Vergangenheit.

Da solltest du etwas direkter werden, wenn du dein Problem kurz beschreibst und evtl. ein paar Daten lieferst wie Alter und momentane Soziale Situation, kann dir mit Sicherheit jemand hilfreiche Tips geben.

Bin ein Interessierter, vielleicht wäre ein Feedback eines Experten dazu ganz gut. Danke.

Gute Macht

MfG
ich

Danke und weitere Frage
Hallo,

danke für eure Rückmeldungen. Nachdem ich gestern Kontakt mit meiner Ärztin aufgenommen habe meinte sie eine tiefenpsych. Therapie wäre am geeignetstem für mich. Da ich die Probleme bereits mehrer Jahre mit mir herumschleppe. Auch ließ ich mir zum ersten Mal ein AD mitgeben, bisher habe ich mich gesträubt diese Mittel zu nehmen.

Mit dem Klinikaufenthalt habe ich nicht den Ausschluß einer Langzeittherapie gemeint, sondern „nur den Aufenthalt“ in so einer Klinik.

Was würde passieren wenn ich eine Verhaltenstherapie mache und diese nicht den gewünschten Effekt hat? Kann ich diese jederzeit abbrechen und dann eine Tiefenpsychotherapie anfangen?

Meine „Probleme“ (posttraum.Belastungsstörung, Retraumatisierung, Depression, div. Ängste und Zwänge, Essstörung dadurch Adipositas…) sind ziemlich erschreckend für mich bisher gewesen, da ich beinahe das ganze „Programm“ habe. Die Einsicht fehlt mir noch ein bischen, aber ich muß leider immer mehr einsehen dass ein Teil was bisher über mich gesagt wurde stimmt. Heute und in den nächsten beiden Tagen habe ich weitere (Erst-)Termine bei Psychologen. Ich hoffe es kommt nicht mehr dazu bzw. ein Teil davon wird wiederrufen. Einen Platz für eine Verhaltenstherapie hätte ich vermutlich schon, habe bereits 2 Termine gehabt ein 3. findet nächste KW statt.

Ich bin ziemlich ratlos was ich nun machen soll. Bisher wurde ich von einer (tiefenpsych.) Psychologin abgelehnt aufgrund von Zeit- und Erfahrungsgründen. Ich habe bisher nur Empfehlungen zu Klinikaufenthalten bekommen (jeweils von Ärztin und Psychologin. Ich trau mich aber nicht in eine Klinik zu gehen weil ich Angst (?) davor habe. Gibt es keine Möglichkeit solche Dinge mit einer „normalen“ Therapie in den Griff zu bekommen?

Danke nochmals für eure weiteren Ratschläge.

Gruß Angie

Klare Antwort
Hallo Angie
Nachdem wir Deine Ambivalenz und Deinen Grübelzwang ja kennen gelernt und als Symptom begriffen haben, verstehen wir Deine Entscheidungsproblematik sicherlich besser als eine rational nicht aufzulösende.
Trotzdem nochmal hierzu:

Nachdem ich gestern Kontakt mit
meiner Ärztin aufgenommen habe meinte sie eine tiefenpsych.
Therapie wäre am geeignetstem für mich.

Soweit also klar. Fast jeder wüsste nun, was zu tun ist. Jetzt kommt aber wieder Deine Symptomatik und sagt:

Was würde passieren wenn ich eine Verhaltenstherapie mache und
diese nicht den gewünschten Effekt hat? Kann ich diese
jederzeit abbrechen und dann eine Tiefenpsychotherapie
anfangen?

Eben haben wir gelesen, dass Dir die Ärztin nun eine tiefenpsych. fund. Therapie empfohlen hat. WARUM dann schon wieder der Gedanke an Verhaltenstherapie?
Siehst Du selbst, dass es ein Grübel-Amivalenz-Symptom ist? Dann lass es einfach stehen und mach die Therapie, die Dir die Ärztin empfahl. Undzwar sofort.
Gruß,
Branden

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Hallo Angie,

wenn ich mich richtig erinnere hast du hier ja schon mal eine ähnliche Frage gestellt.

Mit einer „normalen“ Therapie meinst du wohl eine ambulante und in eine Klinik zu gehen, wäre für dich dann „unnormal“ :smile:)))
Den Gedanken kann ich zwar nachvollziehen, ist aber tatsächlich natürlich nicht so.

Ich kenne bestimmt ebenso viele Leute mit PTBS die eine ambulante Therapie machen oder gemacht haben(mich eingeschlossen), wie Leute die in eine Klinik gehen.

Und nach meiner! Beobachtung hat das nicht unbedingt immer etwas mit der „Schwere“ der Symtomatik zu tun, sondern hängt von den persönlichen Lebensumständen, Einstellungen und Möglichkeiten sich selbst stabil halten zu können ab.
Für einige ist Klinik etwas, wofür sie lange Wartezeiten in Kauf nehmen, um dann intensiv an der Problematik zu arbeiten, für andere nur Notfallprogramm und Krisenintervention.

Vielleicht könnte man vorsichtig sagen, dass Menschen mit Familie, Partner, Kindern und/oder Job, die zeitlich und sozial fest eingebunden sind, sich eben da oft die nötige Stabilität holen und zwischen den Therapiestunden auftanken können, bzw. sich selbst nicht so in der Problematik verlieren(dürfen).

In eine Klinik zu gehen, ist ja immer auch mit organisatorischen Sachen verbunden: wer versorgt die Kinder, Hund, Katze, Maus, wie sage ich es meinem Chef, kann/will ich solange auf meine sozialen Bezüge/Freunde verzichten und so weiter…
und, was ich noch wichtiger finde:
kann ich mich auf eine Kliniksituation einlassen und will ich einen Bruch in meinem Alltagsablauf in Kauf nehmen.

Wenn deine Ärztin und Psychologin dir zu einem Klinikaufenthalt raten, hat das aber sicher Gründe, die du erfragen solltest.
Generell kann man ganz sicher NICHT sagen, dass PTBS(inklusive dem „ganzen Programm“, das damit einhergeht)nur stationär therapiert werden kann.

Zu der Therapierichtung kann ich nur für mich sprechen.
Ich finde die tiefenpsychologisch-analytische Herangehensweise sehr gut und für mich hilfreich, das ist aber nur meine persönliche Präferenz.
Aber vielleichet findet sich hier ja noch jemand, der zur Verhaltenstherapie etwas sagen kann.

Was genau meinst du mit „gewünschtem Effekt“, der eventuell bei der Verhaltenstherapie ausbleibt?
Vermutlich eine Milderung der Symtomatik, oder?
Kann aber durchaus sein, dass VT da schnell hilfreich ist und dass es das ist, was du im Moment brauchst.

Für eine dauerhafte Aufarbeitung und Integration braucht´s meiner Ansicht nach Zeit und ein „Gehen in die Tiefe“, ob das in der VT gemacht wird, weiß ich ehrlich gesagt überhaupt nicht.

Einen Wechsel „nur“ wegen der Therapierichtung solltest du dir meiner Meinung nach nicht antun, sondern dich zumindest da schon vorher festlegen.
Es dauert sowieso bis eine tragfähige therapeutische Beziehung aufgebaut ist und dann zu wechseln, weil sich herausstellt, dass die „Richtung“ nicht stimmt, halte ich für Zeitverschwendung.
Das sollte möglich sein, es vorab zu klären.

Alles Gute
Anna