Fragen zum Aspergersyndrom

Hallo Psychologen!

Man liest ja mal was und versucht, das auf sich zu beziehen. Das tat ich sicherlich auch immer mal, aber nun bin ich mir in einigen Dingen sicher.

Letzte Woche hat mich jemand auf dem Campus „Nerd“ (Nicht „Honk“ :wink: genannt. Ich habe mal gesurft und unter wikipedia zum Aspergersyndrom gelesen, was da steht. Ich bin mir zu etwa 98% sicher, dies zu haben.
Naja, jetzt weiss ich es wenigstens…
Dazu meine Fragen:
Kann mir jemand noch ein paar links geben, sodass ich mich besser informieren kann?
Im Gegensatz zu dem Typischen, das ich gelesen habe, bin ich ein von ständiger innerer Unruhe geprägter Mensch. Dazu eine andere Frage:
Was geht bei Leuten mit Aspergersyndrom (häufig) in Richtung ADS.
(Ich habe aber sicher kein ausgeprägtes ADS)
Schließlich:
Ist Menschen mit Aspergersyndrom irgendwie zu helfen?
Vielen Dank für kompetente Antworten,
Stefan

Hi ho,

auch wenn ich kein Psychologe bin, ein paar Links hätte ich:

http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/…
http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/…
http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/…

Die Eigendiagnose eines Asperger halte ich für fragwürdig.

Schließlich:
Ist Menschen mit Aspergersyndrom irgendwie zu helfen?

Helfen im Sinne von Heilen ist wohl nicht drin. Aber in einem der oben verlinkten Artikel ist von einem Camp für Apsis die Rede, das sehr gut angekommen ist.

Grüsse,

Herb

Hi ho,

Hydeledoo! (Und Danke für die Antwort)

Die Eigendiagnose eines Asperger halte ich für fragwürdig.

Ja. Das verstehe ich schon. Wie in meinem Post beschrieben, habe ich jedoch nie zuvor in meinem Leben gesagt, etwas bestimmtes zu haben bis gestern, weil die „Symptome“ zum größen Teil extrem typisch für mich sind. Wo sie es nicht sind, da wird an anderer Stelle (wie auch z.B. in einem deiner Links) beschrieben, das diese Eigenschaft auch oft auf Menschen mit Asperger zutrifft.
Und es ist tatsächlich nicht so, dass ich beschriebene „Symptome“ auf mich bezogen habe. Nein, ich war mir meiner schon „symptome“ und auch manchmal ihrer Ursache schon vorher bewusst. Ich kannte nur die Klassierung nicht und dachte ich wär nur irgendwie komisch. Dass es in die Richtung Autismus (obwohl Asperger ja nur ganz schwacher ist) geht, das dachte ich vorher nicht, da ich eigentlich nicht redefaul bin, doch anscheinend trifft das auf einige Asperger zu.
Dennoch: Größere Gewissheit können aber natürlich nur Tests bringen.

(Hierzu noch eine Frage, die mir einfällt und relevant ist: Kann es sein, dass man aufgrund eines Asper, der attestiert wird, ausgemustert wird?)
VG, Stefan

Hi ho,

Dennoch: Größere Gewissheit können aber natürlich nur Tests
bringen.

exakt, mehr war mit meiner kurzen Bemerkung auch nicht gemeint.

Kann es sein, dass man aufgrund eines Asper, der attestiert
wird, ausgemustert wird?

Nein, wird man nicht (zumindest war das vor 12 Jahren noch nicht der Fall, kann sein dass sich das inzwischen geändert hat). Aber Dein Kreiswehrersatzamt kann Dir das sicher genau beantworten.

Grüsse,

Herb

Hi Stefan,

wenn du wirklich dass Asperger Syndrom hättest, dann wärst du dir gar nicht über deine Symptome bewusst. Ein Asperger merkt meist eigentlich nicht, dass er ein „Problem“ hat, da er dazu zu sehr in seiner „eigenen Welt“ lebt. So habe ich es zumindest im Zusammenleben mit jemandem, der das Asperger Syndrom hat, erlebt.

Gruß

Phoebe

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Hallo Phoebe!

Ich verstehe, was du meinst, doch bedenke, dass niemand gern zu einem Problem steht. Ich mache das hier auch nur, weil ich sozusagen halb incognito bin.
(Mein Lebenslauf ist schon sehr eindeutig, trotzdem kennt mich keiner…)
Deshalb kann ich schlecht beurteilen, wie sicher du dir deiner Aussage bist.
Hast du genaueres von ihm herausgefunden?
Wenn ich Asperger sein sollte, dann wär ich nicht mit allen identisch… Es gäbe ja Unterschiede…

Aber ich bedenke deine Worte und bedanke mich nochmal für deinen Artikel…

LG, Stefan

Hallo Stefan,

ich glaube du hast mich nicht richtig verstanden. Wenn du das Asperger Syndrom hättest, würdest du dir jetzt keine Gedanken darüber machen, dass du es haben könntest. Ein Asperger findet nicht sein eigenes Handel ungewöhnlich, sondern eher das der anderen. Er merkt nicht, dass irgendwas nicht stimmt. Dass du dir Gedanken darüber machst, dass etwas nicht mit dir stimmt, ist eigentlich ein Anzeichen dafür, dass du nicht unter dem Asperger Syndrom leidest.

Verstehst du jetzt, was ich meine?

Kurz zu der Person, die ich angesprochen habe:

  • hochintelligent
  • kann mit Gefühlen nichts anfangen, Liebe ist für diese Person nicht zu definieren
  • soziale Kontakte schwierig
  • sehr langsam in allem, kann sich nur auf ein Detail konzentrieren
  • eine eigene Welt in der die Person lebt
  • Zwangshandlungen
  • überkorrekt, fast pedantisch
  • redet kaum, falls eine Unterhaltung stattfindet ist die Person nicht in der Lage richtig zuzuhören, da sie sich mehr mit ihren eigenen Gedanken beschäftigt
  • leichte motorische Auffälligkeiten, die aber nicht wie eine Behinderung wirken, sondern wie komisches Benehmen
  • Schwierigkeiten bei nonverbaler Kommunikation

Ich könnte noch einiges mehr aufzählen, aber belasse es an diese Stelle dabei.

Gruß

Phoebe

Hallo Stefan,

zwei Buchtipps:

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442152445/qid…

Das ist die (selbst geschriebene !)Lebensgeschichte eines Autisten.

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896672282/qid…

Ist ein leicht zu lesender Roman, der handelnde Junge ist ein Autist und beschreibt nebenbei seine Unfähigkeit, die Gefühle der Mitmenschen zu erfassen, sehr gut.

Unter den Suchbergiffen „Asperger“ oder „Autismus“ findest Du massenhaft Links.

Viele Grüße,

Inselchen

Haddon und Christopher Boone
Hiho,

http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896672282/qid…

Ist ein leicht zu lesender Roman, der handelnde Junge ist ein
Autist und beschreibt nebenbei seine Unfähigkeit, die Gefühle
der Mitmenschen zu erfassen, sehr gut.

Zu diesem Buch eine kleine Korrektur: Das Buch ist zwar in der Ich-Form geschrieben, aber der Autor ist keineswegs Autist, der über sich selber schreibt. Sondern Buchautor, der (ziemlich gut) über Autismus recherchiert hat.

Trotzdem ein schönes Buch! :smile:

Liebe Grüße,
Nike

Hallo Inselchen,

wie Nike schon schrieb, ist das Buch von einem Autor geschrieben, nicht von ihm selbst. Ein Autist wäre gar nicht in der Lage sich selbst zu reflektieren.

Viele Grüße

Phoebe

Hallo Stefan

Also zwischen ADS und Asperger ist ein fliessender Übergang.

Natürlich gibt es Hilfe in dem Bereich. War gerade letztes WE an einer 2-tägingen Veranstaltung darüber.

Nebst den bekannten Therapieen, gibt es auch eine quasie nebenwirkungsfreieursächliche und sanfte Behandlung, die die Stoffwecshelabnormalitäten im gehirn angeht. Sie wird biomedizinische ansätze genannt

Gruss
Beat
Mitgründer der Elternselbsthilfegruppe Biomedizin CH

Hallo Beat

Also den Begriff „Biomedizin“ mag ich :wink: (meine Vita…)

Und danke für das Posting! Ich habe mich inzwischen auch etwas informiert…

VG, Stefan

Hallo Stefan

Das ist ja ein Ding (Vita). Bin fast vom Stuhl gefallen als ich die las!!
Stefan, Du wirst gebraucht, sehr gebraucht. Hunderte, wenn nicht tausende von Eltern mit Kindern des weitgefassten autistischen Spektrums im deutschen Sprachraum schreien nach Fachleuten wie Du einer sein wirst!
Lass uns bitte nicht hängen.
Ich bitte Dich eindringlich mit www.autismus-leimen.de oder mit Frau Dr Esser Kontakt aufzunehmen. Kann Dir auch weitere Unterlagen Links, Dateien auf Wunschn mailen (sind sehr viele)
Hier nur ein Link, der recht viele studien etc dazu beeinhaltet
http://andi.wirecreative.net/news/default.asp?conten…

Würde mich sehr freuen, in Kontakt mit Dir zu bleiben

freundliche Grüsse
beat