Fragen zum Beruf des Wirtschaftsingenieurs

Nächstes Jahr werde ich mein Abitur haben, die Note wird wohl zwischen 1,8 und 2,1 liegen. Da ich weder Zivildienst noch zum Bund muss, kann ich direkt danach studieren. Daher muss ich langsam aber sicher meine Entscheidung fällen.

Da meine Stärken und Interessen eindeutig im naturwissenschaftlichen Bereich (Physik, Mathematik) liegen, möchte ich entweder Maschinenbau oder einen Zweig von Wirtschaftwissenschaften wählen, der viel mit Zahlen zu tun hat, z.B. Finanzen. So habe ich es in Erwägung gezogen, beide Fächer hintereinander zu studieren, was natürlich einen großen Zeitaufwand bedeuten würde.

Letztes hörte ich von dem Möglichkeit, Wirtschaftsingenieurwissenschaften zu studieren. Vorteil bei solchen Studiengängen ist natürlich der Zeitfaktor, dennoch ich Bedenken, was auch daran liegt, dass ich schlecht informiert bin, da ich im Netz kaum brauchbare Informationen gefunden habe.

Daher meine Fragen:
-Werden die Themen bei diesem Studiengang nicht viel zu oberflächlich
behandelt (wie man das manchmal bei Kombinationsstudiengängen nachgesagt wird)? Wäre da ein getrenntes Studium nicht doch besser?

-Wo kann man eingesetzt werden und wie sind die Berufsaussichten?

-Welche Unis (Deutschland, Schweiz, Österreich und USA)bieten diesen Studiengang an und haben zugleich einen guten Ruf?

So, bedanke mich schon mal im vorraus :smile:

Daniel

Hallo Daniel,

Da meine Stärken und Interessen eindeutig im
naturwissenschaftlichen Bereich (Physik, Mathematik) liegen,
möchte ich entweder Maschinenbau oder einen Zweig von
Wirtschaftwissenschaften wählen, der viel mit Zahlen zu tun
hat, z.B. Finanzen. So habe ich es in Erwägung gezogen, beide
Fächer hintereinander zu studieren, was natürlich einen großen
Zeitaufwand bedeuten würde.

wenn Deine Interessen im naturwissenschaftlichen Bereich liegen, solltest Du diesen Weg auch einschlagen. Dort braucht man, im Vergleich zu den Wirtschaftswissenschaften, tatsächlich mathematisches Talent u. Verständnis. Nur wenn Du Dich für das gewählte Fach auch wirklich interessierst, ist es möglich sich ständig zum Lernen zu motivieren.
In WiWi gibt es dagegen nur ganz wenige Schwerpunktfächer, bei denen man wirklich Mathematik braucht. (Bitte nicht Mathematik mit Rechnen verwechseln!) Allerdings kannst Du davon ausgehen, daß WiWi-Studenten (insbesondere die BWLer) sehr viel auswendig lernen müssen.

Daher meine Fragen:
-Werden die Themen bei diesem Studiengang nicht viel zu
oberflächlich
behandelt (wie man das manchmal bei Kombinationsstudiengängen
nachgesagt wird)? Wäre da ein getrenntes Studium nicht doch
besser?

Ich habe bisher von keinem Fach an der Uni den Eindruck gehabt, daß es oberflächlich behandelt wurde. Entweder ganz oder gar nicht.
In diesem Punkt sehe ich auch bei diesem Studiengang den Vorteil für den Studenten. Man pickt sich die Fächer raus, die einen interessieren bzw. die relativ einfach zu bestehen sind. So kann man dem einen oder anderen Angstfach (-> z.B. Prof. lässt jedesmal 90% durchfallen) leicht aus dem Weg gehen.
Man wie habe ich früher die Lehramtsstudenten beneidet, die sich den einen oder anderen Schein sparen konnten. Glaub mir, daß ich, wie viele andere meiner Kommilitonen, es manchmal gern oberflächlicher gehabt hätten. Vor Beginn meines Studiums war ich echt interessiert an den Zusammenhängen und wollte alles möglichst genau wissen. Während meines Studium stellte ich dann bald in einigen Fächern fest, daß ich es sooooo genau nun auch nicht wissen wollte.

Von einem getrennten Studium würde ich eher absehen, weil es viel zu lange dauern würde. Je nach Universität kannst z.B. bei einem WiWi-Studium mit einer durchschnittlichen (= meistens realistischen) Studiendauer von bis zu 14 Semestern rechnen. Das soll jedoch nicht heißen, das ein paralleles Studium von zwei Diplomstudiengängen (inklusive Abschluß in Regelstudienzeit) unmöglich wäre. Schaffen tun die jedoch nur ganz wenige Hochbegabte, die gleichzeitig eine ungeheure Menge an Disziplin mitbringen.

MfG
Stephan

PS: Bitte nicht denken, dass BWL einfach ist, weil es jeder studiert. Allein auf dem Weg zum Vordiplom bleiben dort min. 50-60% auf der Strecke, da sie weder die benötigten Fähigkeiten noch die nötige Disziplin besitzen und somit de facto für kein Hochschulstudium geeignet sind.

Hallo Daniel,

das Einsatzgebiet eines Wirtschaftsingenieurs ist die Schnittstelle zwischen WiWi und Ing., er ist meiner Meinung nach eine Ente - nicht Fisch nicht Fleisch. Daher ist er weder ein besonders begnadeter Schwimmen und auch kein Weltmeister im Fliegen.

Er wird daher oftmals für Sachen eingesetzt, wo man Beides einigermaßen können sollte, für Spezialfragen (z.B. Konstruktion oder Buchhaltung) kommt der WiWi oder Ing. zum Einsatz.

Typische Anwendungen sind techn. Vertrieb oder Einkauf bzw. Produktionsplanung und Wertanalyse. Das sind alles Disziplinen, bei denen es mehr auf das zwischenmenschliche, denn auf theoretische Sachen ankommt.

Da Du eher in Zahlen & Fakten denken willst, kann ich mir vorstellen, dass das nicht so ganz Deine Welt ist.

Noch schlimmer ist das bei BWL / VWL, dort kommt im Studium noch etwas Mathe vor, wenn Du aber nicht an der Uni bleibst, hast Du hinterher nur noch mit den Grundrechenarten zu tun.

Daher halte ich Maschinenbau / Elektrotechnik / Informatik / Physik für die bessere Alternative.

Du solltest Dir dann überlegen, ob Du hinterher in der Wissenschaft bleiben willst oder in die Praxis wechseln willst. Im ersten Fall rate ich zu einem Uni-Studium, im zweiten Fall eher zu einem FH- oder BA-Studium.

Grüsse

Sven

P.S. ich hatte Maschinenbau studiert und arbeite heute als Wirtschaftsingenieur.

Hallöchen,

Daher meine Fragen:
-Werden die Themen bei diesem Studiengang nicht viel zu
oberflächlich
behandelt (wie man das manchmal bei Kombinationsstudiengängen
nachgesagt wird)? Wäre da ein getrenntes Studium nicht doch
besser?

da liegen genau die Probleme: Letztlich machst Du gar nichts „richtig“, sondern beides nur halbgar, zumindest, wenn Du Dich an das hälst, was laut Studienordnung vorgeschrieben ist. (Es hindert Dich natürlich niemand daran, in beiden Bereichen über die Pflicht hinaus zu lernen.)

In der Studienordnung ist natürlich mehr vorgesehen als 50% eines BWL-Studiums und mehr als 50% eines Ingenieurstudiums. Daher ist das Pensum recht umfangreich. Da Du im naturwissenschaftlichen Bereich allerdings in alle Bereiche reinriechst (E-Technik, Bau-Ing., hast Du auch hier wieder deutliche Nachteile ggü. einem spezialisierten Naturwissenschaftler.

Andererseits ist es verblüffend, wie wenig Ahnung viele BWLer von Naturwissenschaften haben und wieviele Ingenieure keine Ahnung von BWL und VWL haben. Teilweise führt das zu bedrückenden Ergebnissen. Leider sind die Vorgesetzten dieser Menschen auch wieder einseitig belastet, so daß ihnen der mangelnde aber notwendige Einblick ihrer Mitarbeiter in den jeweils anderen Bereich gar nicht aufällt.

So kann es nicht schaden, wenn der Ingenieur mal drüber nachdenkt, ob ein Produkt wirtschaftlicher hergestellt werden kann und der Finanzmensch weiß, was der Betrieb eigentlich herstellt und wie das in etwa funktioniert. Zugegeben: Ich übertreibe, derart schlimm ist es in den wenigsten Unternehmen.

Dennoch ist es so, daß für Wirtschaftsingenieure viel Platz in der Wirtschaftswelt ist, dies aber von den Unternehmen noch nicht unbedingt erkannt wird. Dies gilt vor allem für den Mittelstand.

Ich kenne 4 Leute, die in meinem Umfeld Wi-Ing glernt haben. Einer ist in einer dem Controlling nachgelagerten Bereich bei einem Klebestreifenhersteller, einer ist aufgrund seiner studienbegleitenden Tätigkeit und anschließender Promotion inzwischen Portfoliomanager bei einer Venture-Capital-Gesellschaft, eine ist Leiterin der Finanzen (uner Vorstand) bei einem MDAX-Unternehmen und einer taumelt set Studienabschluß im Halbjahresrhtythmus zwischen verschiedenen Stellen mit verschiedenen Schwerpunkten hin und her.

Um die vier zusammenzufassen:
Einer kann sich nicht entscheiden und findet nichts gescheites.
Eine hat sich für die reine Finanzseite entschieden.
Einer sitzt auf der Finanzseite, hat zwar vom Unternehmen her Bezug zur Naturwissenschaft, aber nicht von der Tätigkeit.
Bei einem paßt es, denn er ist für die Bio- und Technologiebeteiligungen zuständig.

-Wo kann man eingesetzt werden und wie sind die
Berufsaussichten?

Hier findest Du so einiges:
http://www.studienberatung.tu-berlin.de/faecher/w_in…

Gruß,
Christian

Hallo Daniel,

arbeite seit 4 Jahren als Diplom Ökonom (WiWi)bei einem grossen deutschen Automobilhersteller hier in Süddeutschland. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass der Trend und damit auch die Berufsaussichten immer mehr in Richtung Spezialist geht und die Generalisten immer mehr an Boden verlieren. Dies ist besonders signifikant bei Absolventen. Hier hörte ich in der Vergangenheit sehr oft von Bekannten und neuen Kollegen, dass Leute mit spezialisiertem Studiengang bspw. Logistik oder Controlling- Vertiefung wes. bessere Chancen haben als Absolventen mit „weichen“ Vertiefungsfächern (im hauptstudium zu wählen) wie Personalwesen, Bankbetriebslehre, Industriebetriebslehre etc.
Kann nur empfehlen, einen Weg zu gehen (WiWi oder Ing.) und dort dann Fächerkombinationen zu wählen, die Dich für ein best. Aufgabengebiet als Spezialist qualifizieren. Controlling ist und wird diesbezüglich sicherlich auch in Zukunft eine Bank sein (Marketing vertiefen alle…) und Ingenieure werden immer gesucht, schau mal in die Zeitung unter den Stellenanzeigen… :wink:

Grüsse

Erk

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Daniel,

einen Nachtrag habe ich noch:

wie wäre es mit einem Maschinenbaustudium an der BA (Dauer 6 Semester = 3 Jahre) und einem anschließenden FH-Aufbaustudium Wirtschaftsing. (Dauer 4 Semester = 2 Jahre).

Vorteile:

  • vollwertiges MB-Studium
  • zusätzliches WI-Studium
  • Studiendauer kürzer als 1 Uni-Studium und fast gleich lang wie ein FH-Studium
  • BA-Studium wird von einer Firma finanziert

Grüsse

Sven

Hallo allerseits,

erstmal einen herzlichen Dank an alle, die meine Fragen zu Herzen genommen haben und so ausführlich geantwortet haben. Habe nämlich, um ehrlich zu sein, nicht mit so vielen ausführlichen und netten Antworten innerhalb von 24h gerechnet! Als einen angehenden Abiturienten sollte ich nämlich schon meine Entscheidung getroffen haben…Also ein dickes Dankeschön!

Eigentlich wollte ich nur Maschinenbau studieren. Allerdings kommt man nicht weit und vor allem schwer nach oben, wenn man als Ingenieur über keinerlei Wirtschaftskenntisse verfügt. Daher kamen die Gedanken über ein BWL Studium.
Und bei mir kommt hinzu, dass ich fließend und akzentfrei Chinesisch spreche. Und die (zumindest wirtschaftliche) Entwicklung in China läuft zur Zeit extrem gut, und eine Auflösung der derzeit bestehenden Kopplung des Yuan an den Dollar, die zur Zeit in den USA hitzig debattiert wird, wird wenig an der Tatsache ändern, dass sich die Volkswirtschaft positiv entwickeln wird - wenn auch nicht mehr so rasant wie in den letzten Jahren. Daher kann ein Wirtschaftsstudium für mich viele Tore im fernen Osten öffnen.

Daher werde ich wohl zuerst BWL (z.b. BA) und danach dann noch Maschinenbau studieren. Welche Unis sind in Deutschland und im Ausland (deutsch- oder englischsprachige Länder)gut und hoch angsehen? Für mich kommen auch Unis mit Studiengebühren in Frage.

Ein Dankeschön im Vorraus, bin für jeden weiteren Tipp dankbar…

grüße,
Daniel

Falscher Ansatz:wink:
Hallo Daniel,

ein kurzer Satz zu dem geschriebenen:

BWL kannst Du als Ing. immer nachholen
Maschinenbau ist da deutlich fordernder…

(Sorry Betriebswirte, ich weiß, wovon ich rede, glaubt mir:wink:)

Außerdem halte ich es in der dt. Industrie für ein Gerücht, dass man mit BWL-Wissen eher „hochkommt“ als mit technischem Wissen.
Die richtige Kombination machts, aber vor allem(!) die Persönlichkeit und daneben auch noch eine gehörige Portion Glück…

Also: Ich halte erst BWL und dann Maschbau für absoluten waste of time. Entweder Machbau und dann Aufbau zum Wirt.-Ing. oder gleich Wirt.-Ing.

Grüße
Jürgen (Dipl.-Ing. und bald Wirt-Ing.)

Hallo Daniel,

Du machst auf mich einen sehr ambitionierten Eindruck, daher werde ich Deine Fragen in einer leicht verschärften Form beantworten - in der Hoffnung, Dir den einen oder anderen Gedankenanstoß geben zu können.

Nächstes Jahr werde ich mein Abitur haben, die Note wird wohl
zwischen 1,8 und 2,1 liegen. Da ich weder Zivildienst noch zum
Bund muss, kann ich direkt danach studieren. Daher muss ich
langsam aber sicher meine Entscheidung fällen.

Das ist richtig. Die Bewerbungsfrist für amerikanische Universitäten endet i.d.R. am 31.12. des Vorjahres. Neben dem TOEFL wirst Du SAT-Tests benötigen, weil man berechtigter Weise die Aussagekraft eines Abiturs als gering einstuft. Die Zeit wird hierfür knapp.

In Deutschland endet die Bewerbungsfrist i.d.R. erst ab dem 15.07. des jew. Jahres, wobei häufig auch noch eine Studienaufnahme zum Sommersemester möglich ist.

Da meine Stärken und Interessen eindeutig im
naturwissenschaftlichen Bereich (Physik, Mathematik) liegen,

Sorry, das sind lediglich Deine Neigungen. Ob das auch Deine Stärken sind, zeigt sich im Studium, denn bisher kennst Du von diesen Fächern(wahrscheinlich) nur sehr wenig.

möchte ich entweder Maschinenbau oder einen Zweig von
Wirtschaftwissenschaften wählen, der viel mit Zahlen zu tun
hat, z.B. Finanzen.

Innerhalb der Wirtschaftswissenschaften kannst Du nahezu jeden Schwerpunkt „mathematik-lastig“ betreiben. Das fällt dann unter quantitative Methoden. Zu den Wirtschaftswissenschaften zählt übrigens auch die Volkswirtschaftslehre mit identischen Möglichkeiten.

So habe ich es in Erwägung gezogen, beide

Fächer hintereinander zu studieren, was natürlich einen großen
Zeitaufwand bedeuten würde.

Zeitlich versetzt geht auch ! Ein Studiengang an der Uni, den anderen an einer FH ? Fernuni BWL und dann das Vordiplom anerkennen lassen ?

Schau’ Dir mal den CV von Ann-Christin Achleitner an.

Letztes hörte ich von dem Möglichkeit,
Wirtschaftsingenieurwissenschaften zu studieren. Vorteil bei
solchen Studiengängen ist natürlich der Zeitfaktor, dennoch
ich Bedenken, was auch daran liegt, dass ich schlecht
informiert bin, da ich im Netz kaum brauchbare Informationen
gefunden habe.

Okay, angenommen Du sprintest in 12 Semestern durch Dein Studium, was dann ? Promotion zum Dr. Ing. ? Viel Spaß ! ( habe ich nicht gemacht )

Daher meine Fragen:
-Werden die Themen bei diesem Studiengang nicht viel zu
oberflächlich
behandelt (wie man das manchmal bei Kombinationsstudiengängen
nachgesagt wird)?

Die Wirtschaftsingenieursausbildung, die ich durchlaufen habe, war bzgl. dem wirtschaftswissenschaftlichen Teil ( der eigentlich nur aus BWL bestand ) sehr praxisorienitert. ( = 1/3 bis 1/2 Studium )

Wäre da ein getrenntes Studium nicht doch besser?

M.E. absolut ja, oder alternativ Aufbaustudium ( MBA ). Kommt aber immer auf Deinen Berufswunsch an.

-Wo kann man eingesetzt werden und wie sind die
Berufsaussichten?

Es gibt für Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieure extrem viele Betätigungsmöglichkeiten. Wirtschaftsingenieuren werden gerne als Ingenieure mit BWL-Kenntnissen mittlere Führungsaufgaben übertragen. Es kommt immer auf die gesetzten Schwerpunkte an; evtl. bist Du auch für eine Unternehmensberatung interessant. Die CEO-Posten sehe ich in Zukunft wengier stark durch Wirtschaftsingenieure besetzt als jetzt.

-Welche Unis (Deutschland, Schweiz, Österreich und USA)bieten
diesen Studiengang an und haben zugleich einen guten Ruf?

Einen „guten Ruf“ haben die Ivy League Universitäten, aber da wirst Du mit Deinem Abi wahrscheinlich nicht hinkommen, sorry. Wharton hat interessante Dual-Degree-Programme.

Mein Rat an Dich: Just get started. Gewinne einige Fachkenntnisse und somit Orientierungsmöglichkeiten. Think big. Was ist Dein akademisches Ziel ? Ein Diplom ? Zwei ? Eine Promotion ? Zwei ? Je weiter Du nach oben willst, desto breiter muß Dein Fundament sein ! Im übrigen zählt i.d.R. der höchste Grad, d.h. wenn Du einen Ivy-League Ph.D. vorweisen kannst, fragt Dich niemand mehr, wo Du Dein Grundstudium gemacht hast. Daher ist ein Studienbeginn im „laschen“ Deutschland kein Handicap, sondern vielmehr eine Gelegenheit, mehrere Studiengänge kennenzulernen und parallel zu betreiben.

Was Du jetzt machen kannst: Besorge Dir Studienführer und kommentierte Vorlesungsverzeichnisse.

Was den Studienort betrifft: TU Darmstadt. Schau’s Dir mal an.

gruß,
speedofthoughts

Hallo Daniel,

Also: Ich halte erst BWL und dann Maschbau für absoluten waste
of time. Entweder Machbau und dann Aufbau zum Wirt.-Ing. oder
gleich Wirt.-Ing.

Oder für den, der beides „richtig“ will:
3 Jahre Maschinenbau (BA)
3 Jahre BWL (BA)
Summe: 6 Jahre = Regelstudiendauer Maschinenbau Uni (bringt in Sachen „Karriere“ auch nicht mehr, ausser man möchte in die Wissenschaft gehen).

Grüsse

Sven

Hallo,

Daher kamen die Gedanken über ein BWL Studium.
Und bei mir kommt hinzu, dass ich fließend und akzentfrei
Chinesisch spreche.

da bliebe natürlich auch die Möglichkeit, daß Du ein oder mehrere Semester in China einlegst. Etliche Universitäten bieten da Partnerschaftsprogramme an. Du kannst Dich auch mal hier umschauen: http://www.daad.de/

Gruß,
Christian

Hallo Sven,

da ich nicht von 6 Jahren Maschinenbau ausgehe, wenn man karriereorientiert ist (es geht definitiv deutlich kürzer, ich weiß das:wink:), stellt sich die Frage der Dauer durchaus.

Was ebenfalls natürlich geht (da ja anscheinend das nötige Kleingeld vorhanden ist): Ing. + MBA an einer internationalen Business School.

Aber ein Vollstudium würde ich auf jeden Fall durchziehen, vor allem wegen der erleichterten Promotionsmöglichkeit.

Grüße
Jürgen