Vielen Dank + weitere Ergänzungen
Hallo,
vielen Dank für eure rege Anteilnahme.
Wie das Schottsystem auf der Titanic funktioniert, habe ich nun verstanden.
Noch immer nicht klar ist mir das Motiv über das hohe Tempo in der Unglücksnacht.
Die eine Erklärung von euch lautete, der Kapitän hätte für ein entsprechendes „Taschengeld“ für reiche Passagiere, zb Astor, etwas Tempo zugelegt, um dem eine Show für seine Geliebte zu bieten. Jetzt frage ich mich aber, ob auf einem so mächtigen Schiff es tatsächlich einen für den Passagier spürbaren Unterschied macht, ob dieses mit 18 oder 22 Knoten fährt? Daher kann ich diesen Ansatz nicht so recht glauben.
In der Doku auf ARTE, auf die Gudrun dankenswerterweise hingewiesen hat, wurde dazu gesagt, das Ismay versuchen wollte, die Titanic bereits am Dienstag Abend nach New York zu schaffen, weil dann am nächsten Morgen alle Zeitungen davon berichtet hätten und so eine Menge Werbung gemacht hätten, was für mich Sinn macht.
Ein anderer Erklärungsansatz im Forum war, dass die Titanic als Postschiff pünktlich sein musste, damit sie diesen Status nicht verlor. Da würde mich interessieren, wie eng dieses Zeitfenster war. Konnte sie sich eine Temporeduktion tatsächlich nicht erlauben, weil die Kriterien so streng waren?
Die Dokumentation hat mir auch noch eine weitere Frage aufgeworfen: Als man auf der Californian die Leuchtraketen der Titanic sah, versuchte man mittels einer „Morselampe“ Kontakt mit dem Schiff in der Ferne aufzunehmen, doch es antwortete nicht. Wieso, wurde leider nicht dazugesagt, daher frage ich euch 
War die Entfernung zu groß? Und wieso benutzte man nicht das Funkgerät?
Auch dazu noch eine weiterführende Frage: Wie kann sich der Laie die Funktionsweise eines Funkgeräts vorstellen?
Wenn die Titanic da SOS funkt, kann das jeder empfangen, der die Frequenz mithört oder funkt der Absender direkt einen Empfänger, zb ein anderes Schiff, an, wählt also wie beim Telefon eine dem Adressaten zugewiesene Nummer?
Herzliche Grüße,
Jerry