Folgende Situationen, wo ich mir leider nicht sicher bin welches Verhalten korrekt wäre und daher um Rat frage:
Situation 1:
Innerstädtischer Bereich, eine Straße mit 2 Fahrspuren in jede Richtung. Es besteht keine Geschwindigkeitsbeschränkung, d.h. es darf 50 gefahren werden.
Die rechte Spur ist vollkommen frei.
Auf der linken Spur dümpelt ein Fahrer mit 30km/h rum und weiß nicht so recht, ob er vielleicht irgendwann abbiegen möchte, da er ab und zu blinkt und dann doch geradeaus weiterfährt: Darf man rechts überholen?
Situation 2:
Ein Pendler fährt täglich auf einer 3-spurigen Autobahn-Strecke, auf der er weiß, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung auf einer Länge von c.a. 10km aufgehoben ist.
Er fährt mit c.a. 150 km/h und überholt einen PKW, der c.a. 130 km/h fährt. Hinter ihm fahren weitere PKW, denen die 150 scheinbar noch zu deutlich langsam sind, denn sie kommen näher.
Dann sieht er, völlig unerwartet, dass in circa 400m ein „100“ Schild aufgestellt wurde.
Er hat jetzt die Wahl: Überholmanöver beenden und erst nach dem „100“ Schild von 150 runtergehen oder Überholmanöver abbrechen, was ihn vermutlich zwingen würde, auf der linken Spur mit Fahrern hinter sich bereits vor dem Schild auf unter 100km/h runter zu gehen und den parallel auf der mittleren Spur fahrenden Fahrer an sich vorbei zu lassen, damit er sich dahinter eingliedern kann, um die nachfolgenden Fahrer vorbeisausen zu lassen.
Situation 3:
Ein Autofahrer A möchte auf der Autobahn einen anderen PKW B überholen. B macht sich einen Ulk daraus, das A auf der linken Spur zu fangen: Beschleunigt A, dann tut B das auch - geht A vom Gas, tut B das auch. Über eine Strecke von circa 5km läßt B den Fahrer A nicht von der linken Spur runter. Jetzt möchte A aber die Ausfahrt nehmen: Überraschende Vollbremsung auf der linken Spur - wohl nicht?