Fragen zur Ausbildung

Seid gegrüßt,

ich versuche mich über verschiedene Ausbildungen als Erzieher zu informieren aber konnte bisher noch keinen genauen Durchblick erlangen. Als Ziel der Ausbildung soll ein Beruf im Bereich der Kinderbetreuung sein (Kindergärtner?). Nun stellen sich mir ein paar Fragen:
Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es? Ist es ein Studium an einer Uni/FH oder eine schulische Ausbildung? Gibt es Vorraussetzungen die man mitbringen muss? Wie stehen anschließend die Chancen als männlicher Bewerber eine Anstellung zu finden?

Würde mich freuen, wenn Ihr mir ein paar Fragen beantworten könntet. Vielleicht kann auch jemand auf eine Seite verweisen, die darüber Auskunft gibt.

Vielen Dank, und liebe Grüße!

Dirk

Hi Dirk

Welche Ausbildungsmöglichkeiten gibt es? Ist es ein Studium an
einer Uni/FH oder eine schulische Ausbildung? Gibt es
Vorraussetzungen die man mitbringen muss? Wie stehen
anschließend die Chancen als männlicher Bewerber eine
Anstellung zu finden?

Wenn du Erzieher werden willst, ist der Ausbildungsweg folgender:
1 Jahr Vorpraktikum in irgendeiner dementsprechenden Institution (Kindergarten, Jugendheim etc…)Bewerbungen gehen glaub ich an den jeweiligen Träger, aber kannst ja in den Einrichtungen selbst erstmal nachfragen.
2 Jahre schulische Ausbildung an einer entsprechenden Schule inkl. diverser Praktika : http://www.erzieherin-online.de/beruf/ausbildung/sch…
1 Jahr Anerkennungspraktikum, in dem du schon verdienst und am Ende noch eine kleine Abschlußprüfung machen musst (ich glaub, das ganze läuft in Form eines Jahresberichts, der einem entsprechenden Prüfungsgremium vorgestellt wird, bin aber nicht ganz sicher)

Alternativ kannst du auch Sozialpädagogik studieren, wirst dann allerdings für einen normalen „Kindergärtnerjob“ überqualifiziert sein und eher direkt als Kindergarten- oder Heimleitung eingesetzt. Wenn es das ist, was du möchtest. Denn da wirst du mehr mit Organisation zu tun haben als mit der Arbeit mit Kindern. Allerdings ist ein Sozialpädagogikstudium ganz günstig, wenn du eher in die Jugendarbeit oder Erwachsenenbildung gehen möchtest. Informationen zum Studium an den jeweiligen FH´s direkt erfragen.

Würde mich freuen, wenn Ihr mir ein paar Fragen beantworten
könntet. Vielleicht kann auch jemand auf eine Seite verweisen,
die darüber Auskunft gibt.

Hoffe, ich konnte für den Anfang helfen.

Vielen Dank, und liebe Grüße!

Dirk

Zurück, Dine

Hey Dine,

danke erstmal für die Übersicht!

Hab noch ein bisschen im Internet geschaut. Ist mit der schulischen Ausbildung der Besuch an einer „Staatliche Fachschule für Sozialpädagogik“ gemeint?
Das Schuljahr startet wohl in der Regel nach den Sommerferien, oder? Dann könnte ich ja erst 2007 mit dem schulischen Teil beginnen, weil das Praktikum vorher nochnicht absolviert ist…

Viele Grüße!

Hi Dine,

1 Jahr Vorpraktikum in irgendeiner dementsprechenden
Institution (Kindergarten, Jugendheim etc…)

das stimmt nicht ganz. In Hessen z.B. ist das Vorpraktikum abgeschafft. STattdessen müssen die Schüler zuerst einmal eine Ausbildung zum Sozialassistenten in einer Fachschule absolvieren und dann weitere zwei Jahre den Ausbildungsgang „ErzieherIn“ an einer Fachschule absolvieren…

Gruß,

Elke

Hallo,

in welchem Bundesland lebst Du denn? Die Ausbildung zum Erzieher ist nämlich Ländersache und dementsprechend von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Wenn Du mal mit dem Begriff „Erzieherausbildung“ googlest kommst Du schon einige Schritte weiter…

Gruß,

Elke

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

in welchem Bundesland lebst Du denn? Die Ausbildung zum
Erzieher ist nämlich Ländersache und dementsprechend von
Bundesland zu Bundesland verschieden.

Hi Elke,

in Berlin derzeit. Hab gesehen, dass man hier neben der allg. Hochschulreife eine förderliche sozialpädagogische Tätigkeit benötigt. Ist damit ein Praktikum gemeint?

Hallo!

… Und in Sachsen-Anhalt und Thüringen ist es so, dass man zuerst eine schulische Ausbildung zum Kinderpfleger oder Sozialassistenten macht (2 Jahre) und anschließend eine dreijährige schulische Ausbildung zum Erzieher. Also insgesamt 5 Jahre ohne Geld nur mit Bafög. Abitur braucht man aber nicht.

Es ist absolut länderabhängig. Man kann Erzieher mittlerweile auch studieren, in Bremen glaube ich.

Grüße!

Und wie stehen dann die Chancen, wenn man das Bundesland wechseln möchte? Beispielsweise aus einem vermeintlich „schlechteren“ Land in eines wo die Anforderungen höher sind?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Und wie stehen dann die Chancen, wenn man das Bundesland
wechseln möchte? Beispielsweise aus einem vermeintlich
„schlechteren“ Land in eines wo die Anforderungen höher sind?

Meinst du vor oder nach der Ausbildung?
Soweit ich weiß, sind Kindergärten keine staatlichen Einrichtungen. Damit wählen die ihre Mitarbeiter frei aus. Zumindest ist es bei dem, in dem meine Mutter arbeitet so (Thüringen), und der ist einer in freier Trägerschaft. Also können die sicher nach eigenem Gutdünken Leute aus Thüringen genauso einstellen wie Leute aus Rheinland-Pfalz.
Die Frage ist, was du selbst möchtest. Wenn du Abitur hast, kannst du natürlich auch ein Studium machen und vielleicht (!) später bessere Chancen haben. Immerhin ist man ja hin und wieder am überlegen, die Erzieherausbildung zu überarbeiten und ein Studium daraus zu machen. Ich weiß ja nicht, wie deine Voraussetzungen sind (Abitur oder so?).

Auf dieser Seite (http://www.erzieherin-online.de/beruf/ausbildung/ges…) kannst du die einzelnen Verordnungen der Bundesländer einsehen. Für Berlin steht ziemlich genau drin, was die Voraussetzungen sind. Das wird bei den anderen auch stehen.

Ich finde es, nur um es mal zu erwähnen, sehr gut, dass auch mal ein Mann Erzieher werden will und anstrebt, in einem Kindergarten zu arbeiten. Habe ich selbst, da ich durch Freundinnen und meine Mama öfters Einblick in verschiedene Kindergärten habe, noch nicht erlebt. Gewünscht werden Männer aber von den mir bekannten Kindergärtnerinnen öfters mal (v.a. für die Jungs *gg*).

Grüße!

Habe ich garnicht dran gedacht, dass Kindergärten in freier Trägerschaft sind, danke. Ja habe dieses Jahr Abi gemacht. Ich würde schon ganz gerne an die Uni/FH gehen aber die Gefahr ist glaub ich, dass es da ein bisschen zu theoretisch ist und man dann auch wie Dine gemeint hatte überqualifiziert für den normalen Kindergärtnerjob ist. Wäre schon ganz gut zu wissen, was für eine Ausbildung in Zukunft wo gefragt ist.

Was für Möglichkeiten würden sich denn an einer Hochschule bieten? Ist das ein spezieller Studiengang oder allgemein Erziehungswissenschaften (in Berlin glaube ich Bachelor/Master)?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Habe ich garnicht dran gedacht, dass Kindergärten in freier
Trägerschaft sind, danke. Ja habe dieses Jahr Abi gemacht. Ich
würde schon ganz gerne an die Uni/FH gehen aber die Gefahr ist
glaub ich, dass es da ein bisschen zu theoretisch ist und man
dann auch wie Dine gemeint hatte überqualifiziert für den
normalen Kindergärtnerjob ist. Wäre schon ganz gut zu wissen,
was für eine Ausbildung in Zukunft wo gefragt ist.

Man hört das öfter, dass Studierte als überqualifiziert abgestempelt werden. Frag vielleicht mal in der Berufsberatung des Arbeitsamtes nach, welche Möglichkeiten es gibt. Oder diese Seite, die ich dir vorhin gepostet habe, die hat auch ein Forum und eine Rubrik über die Ausbildung, wo man fragen kann, welches Land für eine gute Ausbildung bekannt ist. Die Ausbildung beginnt ja erst zum neuen Schuljahr, also hast du ja noch viel Zeit, vielleicht auch für notwendige Praktika.

Was für Möglichkeiten würden sich denn an einer Hochschule
bieten? Ist das ein spezieller Studiengang oder allgemein
Erziehungswissenschaften (in Berlin glaube ich
Bachelor/Master)?

Ich habe mal gegoogelt und bin auf den Studiengang „Frühkindliche Bildung“ gestoßen. Der läuft in Bremen und ist auch das einzige, was ich bisher gehört habe. Ist allerdings nur eine Weiterbildung. Infos hier (http://www.weiterbildung.uni-bremen.de/weiterbi/kurs…).
Die Erziehungswissenschaften sind ja doch als Studiengang sehr allgemein gehalten und nicht spezifisch auf Kinder im Vorschulalter zugeschnitten. Außerdem, wie du sagtest, sehr theoretisch.
Wahrscheinlich läuft die Ausbildung immernoch über die Fachschulen und sehr unterschiedlich in allen Ländern. Musst du dir das für dich passendste Land raussuchen. Meist besteht die Ausbildung aus einem rein schulischen Teil, aus tageweisen Praktika und Langzeitpraktika.

Man hat halt (zumindest in SA und TH) fünf Jahre lang den Status eines Schülers (d.h. kein Geld) und ist am Ende „nur“ Erzieher. Davon gibt es zumindest im Osten sehr viele und die, die einen Job haben, verdienen nicht so die Welt. Wenn es allerdings dein absoluter Traum ist, warum nicht!? Vielleicht sind deine Chancen als Mann besser?! Oder du bist flexibel, kommst dann her nach Bayern und eröffnest eine Ganztagseinrichtung für 0- bis 6jährige. Ich würde mich freuen und direkt als „Kundin“ opfern ;o) Und viele andere auch…

Grüße!

Hi!

Und wie stehen dann die Chancen, wenn man das Bundesland
wechseln möchte? Beispielsweise aus einem vermeintlich
„schlechteren“ Land in eines wo die Anforderungen höher sind?

Habe ich garnicht dran gedacht, dass Kindergärten in freier
Trägerschaft sind, danke. Ja habe dieses Jahr Abi gemacht. Ich
würde schon ganz gerne an die Uni/FH gehen aber die Gefahr ist
glaub ich, dass es da ein bisschen zu theoretisch ist und man
dann auch wie Dine gemeint hatte überqualifiziert für den
normalen Kindergärtnerjob ist. Wäre schon ganz gut zu wissen,
was für eine Ausbildung in Zukunft wo gefragt ist.

Hallo,

über zukünftige Chancen unterschiedlicher Ausbildungsgänge Aussagen machen zu wollen wäre reine Spekulation. Kindergärten werden zum Einen von den Kommunen und zum Anderen von privaten Trägern betrieben (Kirchen, Waldorf-, Montessorievereinen usw.) Alle unterliegen Kostenzwängen. Deshalb ist die Beschäftigung weniger von der Frage abhängig, ist jemand überqualifiziert, sondern von der Frage, was kostet den Träger die Beschäftigung der Arbeitnehmer. Zur Zeit gibt es m.W. in keinem Bundesland gesetzlichen Vorschriften über das Qualifikationsniveau von Erziehern.
Da auf Grund Vereinbarungen bundesweit eine weitgehende einheitliche Erzieherausbildung praktiziert wird mit gegenseitlicher Anerkennung, gibt es im Prinzip keine regionale Mobilitätseinschränkungen. Das schliest nicht aus, dass der einzelne Träger für sich Einstellungsregelungen aufstellt - z.B. konfessionelle. Letztendlich hat die (regionale) Arbeitsmarktsituation eine nicht unwesentliche Bedeutung - ein AG wird eine einheimische Erzieherin wohl eher einstellen als eine, die notgedrungen umziehen muss, um Arbeit zu bekommen.

Gruß Otto

Nochmal hallo!

Habe ich garnicht dran gedacht, dass Kindergärten in freier
Trägerschaft sind, danke. Ja habe dieses Jahr Abi gemacht. Ich
würde schon ganz gerne an die Uni/FH gehen aber die Gefahr ist
glaub ich, dass es da ein bisschen zu theoretisch ist und man
dann auch wie Dine gemeint hatte überqualifiziert für den
normalen Kindergärtnerjob ist. Wäre schon ganz gut zu wissen,
was für eine Ausbildung in Zukunft wo gefragt ist.

Was für Möglichkeiten würden sich denn an einer Hochschule
bieten? Ist das ein spezieller Studiengang oder allgemein
Erziehungswissenschaften (in Berlin glaube ich
Bachelor/Master)?

An deiner Stelle würde ich mir genau Gedanken darüber machen, was Du genau im Job machen möchtest. Um ein bißchen aus meinem Nähkästchen zu plaudern: Ich hab Pädagogik an einer Uni studiert (Oldenburg). Seit meinem Diplom arbeite ich in einer Kindertagesstätte. Die ersten 1,5 Jahre nur im Kinderdienst, jetzt seit 1,5 Jahren auch als stellvertretende Leitung. Als Berufseinstieg finde ich das ganz sinnvoll, weil ich auf jeden Fall etwas machen möchte, was mit vorschulischer Bildung und Erziehung zu tun hat. Meine Zukunft sehe ich aber nicht darin, eine ErzieherInnenstelle auf Dauer zu „blockieren“. (ein wichtiger Grund ist auch die geringe Bezahlung…) Na klar, wenn sich nix anderes findet, bleibe ich auch da.

In der Praxis ist mir aufgefallen, dass meine universitäre Ausbildung Vor- und Nachteile gegenüber der ErzieherInnenausbildung hat. Vorteile sind z.B. das ich mehr Theorie und auch mehr Methoden z.B. für Theorieaneignung gelernt habe. Nachteil ist, dass das Studium wenig praktisch orientiert ist und ich im Studium nicht gelernt habe, wie ich ein Projekt im Kindergarten durchführe…

Die Zukunft der Ausbildung von ErzieherInnen wird wahrscheinlich an den Fachhochschulen und Universitäten liegen. Aber zur Zeit gibt es meines Wissens noch keinen Studiengang der für die Praxis im Kindergaren ausbildet. Aber in Zukunft werden sich ErzieherInnen wohl an Fachhochschulen und Universitäten weiterbilden (müssen). Die Uni Bremen ist dafür ein Beispiel…

Falls Du an einer Uni studieren willst und später mit dem Bereich vorschulische Erziehungs- und Bildungsarbeit zu tun haben möchtest, schau Dir die Studienangebote der Unis genau an, haben die Veranstaltungen zum Thema frühe Kindheit? Gibt es Veranstaltungen in denen Strömungen der Bildungstheorie im Vorschulalter dargestellt werden? Gibt es Veranstaltungen über verschiedene Theorien der Kindergartenpädagogik (auch im Ausland)?

Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig helfen…

Gruß,

Elke

P.S. ich würde immer wieder an eine Uni gehen, allerdings diesmal würde ich sie nicht wieder vom Wohnort meiner Eltern oder meines Partners abhängig machen…

Hallo Dirk!

in Berlin derzeit. Hab gesehen, dass man hier neben der allg.
Hochschulreife eine förderliche sozialpädagogische Tätigkeit
benötigt. Ist damit ein Praktikum gemeint?

Ich hab’ die Ausbildungsverordnung von Berlin jetzt so verstanden, dass Du entweder die Fachhochschulreife an einer Fachschule für Sozialpädagogik erwerben mußt oder wenn Du schon Abitur hast, dann eine Sozialpädagogische Tätigkeit nachweisen mußt. Da Du schon Abitur hast, wirst Du wohl diese Tätigkeit machen müssen. Ich vermute mal, das hier tatsächlich ein Praktikum gemeint ist. DArüber Auskunft geben können sollten auf jeden Fall die Fachschulen. Hier hab ich mal schnell einen Link gefunden:
http://www.pfh-berlin.de/deutsch/2/fschsoz.html

vielleicht hilft Dir das ja weiter.

Gruß,

Elke

DArüber Auskunft geben können
sollten auf jeden Fall die Fachschulen. Hier hab ich mal
schnell einen Link gefunden:
http://www.pfh-berlin.de/deutsch/2/fschsoz.html

Dankeschön, ich frag da mal an!

Hi auch,

Was für Möglichkeiten würden sich denn an einer Hochschule
bieten? Ist das ein spezieller Studiengang oder allgemein
Erziehungswissenschaften (in Berlin glaube ich
Bachelor/Master)?

keine Ahnung ob es für dich interessant wäre, aber:
Hier in GB kann man auch Lehramt mit ner Spezialisierung auf die Kleinen studieren (3-7 Jahre). Damit kann man dann dennoch in ner normalen Grundschule unterrichten, aber eben auch mit den Winzlingen arbeiten. Das Studium dauert normalerweise drei bis vier Jahre (BA/BSc mit Qualified Teacher Status oder BEd) und beinhaltet neben der Theorie auch massenweise Praktika.
Erziehungswissenschaften mit dieser Spezialisierung gibt es auch, dann darf man aber eben nicht unterrichten.

Kel

Hallo Dirk,

ich mache beides: bin gelernte Erzieherin und studiere jetzt Erziehungswissenschaften an der Uni.

Wenn du in einer Kindertagesstätte arbeiten möchtest, würde ich dir die Ausbildung zum Erzieher empfehlen. Damit kannst du dann auch in der Krippe, im Heim oder im Hort arbeiten.
Bedenke, dass die Ausbildung relativ leicht ist. Wenn du bereits Abi hast, bist du anderes lernen gewohnt. In meiner Klasse waren Hauptschüler (mit Ausbildung zur Kinderpflegerin) und Realschüler. Mit der Ausbildung erwirbt man in manchen Schulen die Fachhochschulreife. Das Niveau in Englisch, Deutsch und Mathe ist etwa 8. bis 11. Klasse.
Wenn du also gute geistige Förderung brauchst, ist dies evt. nicht das richtige. Die Ausbildung dauert je nach Bundesland 4 bis 5 Jahre und ist damit mindestens genauso lang wie ein Studium. Der Start ist meist im Sommer, Bewerbungsschluss ist Anfang des Jahres.
Die Bezeichnung der Schule ist oft „Fachschule für Sozialpädagogik“.

Der Studiengang in Bremen ist als Weiterbildung für Erzieher gedacht.
Im Moment verspreche ich mir nicht viel davon, da sich die Bezahlung dadurch nicht ändert und solche Fachkräfte nicht gesucht werden. Allerdings muss es das Ziel sein, qualifiziertere Erzieher auszubilden. Daher ist es möglich, dass es in Zukunft einen entsprechenden Studiengang „Erzieher“ geben wird und die Ausbildung von der Berufsschule an die Hochschule geht.

Das Studium an der Uni ist wesentlich theoretischer und deutlich wissenschaftlicher. Man geht auf alle Menschen ein (vom Säugling bis Rentner…), was positiv aber auch negativ sein kann. Man lernt wesentlich mehr und wird gefordert. Dies ist für mich ein wichtiger Punkt.
Das Arbeitsfeld ist vielfältig: Erwachsenenbildung, Schulentwicklung, Organisationspädagogik, Sonderpädagogik, in Heimen, Vollzugsanstalten, in der Familienhilfe, in Psychiatrien, in der Jugendhilfe…

Das Studium an der FH ist praktisch orientierter. Man arbeitet mehr mit den Menschen z.B. im Heim, als Streetworker, beim Jugendamt…
Die Studiengänge heißen dort Soziale Arbeit, Sozialarbeit und Sozialpädagogik, was aber aufgrund der Umstellung auf Bachelor auch an der Uni der Fall ist: Bachelor of Arts - Soziale Arbeit

Vielleicht hab ich dir ja weiter geholfen. Kannst mir auch gern eine Mail schreiben.

Gruß
Tato