Fragen zur Auswertung einer Diplomarbeit

Hallo,
ich schreibe gerade an meiner DA (Endphase) und komme mit dem Statistikteil überhaupt nicht weiter . Vielleicht kann mir hier jemand helfen.

Also meine Probleme:
Ich schreibe über die progn. Valdidität von Schulnoten und habe an unserer FH die Abiturszeugnisse erhoben und die Diplomsnoten.

a) Stichprobe:
Von 283 Prüflingen lagen mir 234 Abiturzeugnisse vor (weiblich männlich annähernd gleich verteilt), Staatsprüfungsschnitt ist bei beiden unterscheidet sich auch nur um 0.01 Pkt. Kann ich daraus schließen dass aus der Population der Fachhochschule die Stichprobe repräsentativ ist?

b) Da bei Schulnoten aufgrund der vielseitigkeit der Zeugnisse nicht alle Zeugnissnoten bei jedem vorliegen habe ich zuerst die Häufigkeiten aus meiner Stichprobe gebildet und nur die Fächer in die weitere Untersuchung miteinbezogen bei denen die Noten bei mehr als 60% vorlagen , d.h. bei mindestens 140 Leuten . Ich habe mich da an der Fachliteratur an verschiedenen Artikeln orientiert die das genauso gemacht haben. Klar ich weiß dass es nichts bringt Zusammenhänge auszurechnen in Fächern wo ich grad N=2 habe, aber wie kann ich das vorgehen begründen? Also dass ich die restlichen 40% nicht einbezogen habe?

Eine ergänzende Frage hierzu: Wenn ich die Normalverteilungskurve grafisch darstelle muss ich dann alle Schulnoten (1-6) klassifizieren, oder reichen die gefunden Werte (tendieren zwischen Note 1 und 4).

c) Wenn ich die Personkorrelation in Winstat ausrechne bekomme ich eine einseitige Signifikanz ausgegeben mit (Korrelationsmatrix). Wie gilt es dieses zu behandeln ? Die gleiche 5 % Hürde der Irrtumswahrscheinlichkeit?

Vielen Dank für eure Antworten
Beste Grüße
Nico

Hallo Nico,
schreibst du die Arbeit in Psychologie oder in einem anderen Fach?
Als erstes würde ich dir raten, entweder deinem Betreuer oder jemanden an der Uni mit Statistik-Kenntnissen deine Überlegungen vorzulegen und dich mit demjenigen zu besprechen. Gibt es da niemanden? Normalerweise sind doch viele Dozenten bereit, Hilfestellungen zu geben!

Ich schreibe über die progn. Valdidität von Schulnoten und
habe an unserer FH die Abiturszeugnisse erhoben und die
Diplomsnoten.

Soweit ich das einschätzen kann, musst du eine Korrelation rechnen. Allerdings können auch andere Variablen einen Zusammenhang verursachen, hast du denn andere Variablen auch erhoben und mit in die Analyse einbezogen (d.h. Partialkorrelation rechnen)? (Alter, Geschlecht, soziale Schicht…)

a) Stichprobe:
Von 283 Prüflingen lagen mir 234 Abiturzeugnisse vor (weiblich
männlich annähernd gleich verteilt), Staatsprüfungsschnitt ist
bei beiden unterscheidet sich auch nur um 0.01 Pkt. Kann ich
daraus schließen dass aus der Population der Fachhochschule
die Stichprobe repräsentativ ist?

Also, wenn sich der Schnitt der Staatsprüfung bei deiner Stichprobe mit denen der gesamten Fachhochschule nicht signifikant unterscheidet (dazu musst du einen T-Test für unabhängige Stichproben rechnen, es kommt nicht auf den Rohwert an!!), kann man teilweise von Repräsentativität ausgehen. Außerdem sollte Geschlechts-/Alters-/Fächerverteilung der Gesamtpopulation entsprechen (weitere Variablen sind denkbar!).

b) Da bei Schulnoten aufgrund der vielseitigkeit der Zeugnisse
nicht alle Zeugnissnoten bei jedem vorliegen habe ich zuerst
die Häufigkeiten aus meiner Stichprobe gebildet und nur die
Fächer in die weitere Untersuchung miteinbezogen bei denen die
Noten bei mehr als 60% vorlagen , d.h. bei mindestens 140
Leuten . Ich habe mich da an der Fachliteratur an
verschiedenen Artikeln orientiert die das genauso gemacht
haben. Klar ich weiß dass es nichts bringt Zusammenhänge
auszurechnen in Fächern wo ich grad N=2 habe, aber wie kann
ich das vorgehen begründen? Also dass ich die restlichen 40%
nicht einbezogen habe?

Das verstehe ich nicht so richtig (liegen nicht immer auch Gesamtnoten vor? oder wolltest du eben auch die Fachnoten berücksichtigen?). Aber ansonsten würde ich dein Vorgehen okay ansehen. Wenn die Stichprobe zu klein ist, kann man auch nichts berechnen. Du musst aber dann eine kleinere Stichprobe angeben!

Eine ergänzende Frage hierzu: Wenn ich die
Normalverteilungskurve grafisch darstelle muss ich dann alle
Schulnoten (1-6) klassifizieren, oder reichen die gefunden
Werte (tendieren zwischen Note 1 und 4).

Du meinst, wenn du nur die 60% einbeziehst, sind nur Noten von 1-4 dabei? Wenn du mit dieser Teilstichprobe weiterrechnest, dann musst du meines Erachtens auch nur dafür die Normalverteilung darstellen… allerdings ist es auch sehr interessant, dass dann in deiner Teilstichprobe die schlechten Noten rausfallen!!

c) Wenn ich die Personkorrelation in Winstat ausrechne bekomme
ich eine einseitige Signifikanz ausgegeben mit
(Korrelationsmatrix). Wie gilt es dieses zu behandeln ? Die
gleiche 5 % Hürde der Irrtumswahrscheinlichkeit?

Das verstehe ich leider nicht: Was ist eine Personkorrelation: meinst du, du korrelierst die Abinoten mit den Diplomsnoten der jeweiligen Person miteinander? Eine einseitige Testung kannst du nur machen, wenn deine Hypothese auch einseitig formuliert ist (wie ist deine Hypothese eigentlich? Abinote sagt Diplomnote vorraus?). Wenn du einseitig testen kannst, gilt die 5% Hürde trotzdem.

Okay, ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen.
Grüße, Lilian