Hi,
ich habe vor kurzen eine Weiterbildung zur Betriebswirtin
angefangen und wurde leider, gerade was das Fach VWL angeht,
ins kalte Wasser geworfen. Und das wo dies doch schon immer
nicht zu meinen stärksten Fächern gehört hat. Also hoffe ich
nun auf eure Hilfe!
Vielleicht hättest Du ja zumindest stichpunktartig schon einmal Deine ersten Ideen mitliefern können *fg*
- Begründen Sie, warum die freie Marktwirtschaft ein
idealtypisches Modell einer Wirtschaftsordnung darstellt!
Also zentralens Element der freien Marktwirtschaft ist die regulierende Wirkung der Preise. A. Smith hat in diesem Zusammenhang ja die „invisble hand“ genannt, wonach sich die Interessen aller in einer Volkswirtschaft wirkenden Individuen über den Preismechnaismus in Einklang bringen lassen.
Wenn der Staat -etwa wie in einer Plan- bzw. Zentralverwaltungswirtschsaft- dauerhaft in die Präferenzen der Konsumenten und in die Produktionspläne eingreift, kann das volkswirtschaftliche Optimum nicht erreicht werden. Zum einen gibt es dann entweder Überschüsse (an Gütern die nicht gebraucht werden oder nicht in der Menge), oder aber Knappheiten (wenn zuwenig von einem Gut produziert wird). Dabei ist dieses „Versagen“ darauf zurückzuführen, dass die individuellen Bedürfnisse nicht erfasst werden können. Der Staat als zentraler Planer kann schlichtweg nicht wissen, wer wann was haben will.
Hier ist der freie Markt wesentlich effizienter. Der Preis hat eine extrem wichtige Bedeutung. Er sorgt dafür, dass sich über einen ständigen Anpassungsprozess die Pläne der einzelnen Wirtschaftssubjekte (Unternehmen, Haushalte) anpassen und zwar in der Weise, dass jeder gut damit leben kann. Außerdem sorgt der Preis dafür, dass die knappen Ressourcen ihrer effzientesten Verwendgung zugeführt werden und nur dort verbraucht werden (Allokationsfunktion der Preise). Weiters sorgt der Preis dafür, dass nur diejenigen die Güter bekommen, die auch den Preis dafür bezahlen können und wollen (Zuteilungsfunktion der Preise). Unter der „Selektionsfunktion der Preise“ wird verstanden, dass die Marktteilnehmer ausscheiden, die sich nicht den Anpassungsprozessen fügen.
Prinzipiell ist es so, dass in einer freien Marktwirtschaft, die eindeutig von Partikular- bzw. Eigeninteressen bestimmt ist, wo also egoistisches Denken aller vorherrscht, dass in so einem System zwangsläufig ein sog. „Wohlfahrtsoptimum“ erreicht wird. Auf Grund der Tatsache, dass jeder nur an sich denkt, geht es allen gut.
ABER … es gibt sog. Marktversagen. Das sind Einflüsse, die den Markt an seinem Funktionieren in der oben genannten Form hindern. Hier kann es sich z.B. um negative externe Effekte handeln, oder aber auch um Monopole die sich gebildet haben. Ab hier siehe 2.
- Welche Aufgaben gab Adam Smith dem Staat in einer
Marktwirtschaft?
Der Staat hat in der Welt von A. Smith sehr wenig zutun. Seine Aufgabe soll es ausschließlich sein, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass der Markt „alleine“ funktionieren kann. Es muss ein rechtlicher Rahmen gegeben sein, wer z.B. einen Vertrag schließt muss sicher gehen können, dass er auch eingehalten wird und das notfalls gerichtlich dagegen vorgegangen werden kann.
Viel wichtiger ist noch, dass der Preis als zentrales Steuerungselement wirken kann. Dazu ist etwa die Preisstabilität seitens des Staates sicherzustellen.
Letztlich muss der Staat dann und nur dann eingreifen, wenn es Marktversagen gibt. Wenn es also schödigende Einflüsse gibt, die der Markt selbst nicht beheben kann und die ihn in seiner Funktionsweise hindern.
Hoffe, dass ihr mir hierzu einige Tipps, evtl. auch über
Literatur oder Internetlink geben könnt!
Also DAS findet man entweder direkt bei A. Smith „Wealth of Nations“ oder aber in JEDEM VWL-Buch 
Viele Grüße
TraderS