Fragen zur Hormonspirale

Tach die Damen,

meine Frau hat seit ihren Schwangerschaften alle drei Wochen ihre Regel und die zudem ungemein heftig.
Jetzt hat sie gelesen/gehört, daß es eine Spirale gibt, die direkt in der Gebärmutter Hormone freisetzt und die Blutung verhindert bzw. deutliche verringert.
Wer von Euch hat damit schon Erfahrungen gesammelt oder von Frauen etwas gehört, die solche eine Spirale haben?

Gandalf

Hallo!

Die Spirale heisst Mirena und ich kann sie sehr empfehlen. Krämpfe und starke Blutungen lassen deutlich nach, teilweise entfällt die Monatsblutung komplett.
Die Liegedauer von ca. 5 Jahren erklärt auch den höheren Preis.

Schau doch hier im Archiv mal unter „Mirena“ bzw. „Hormonspirale“, das Thema war hier schon sehr oft! :smile:

Hier was der „Netdoktor“ sazu sagt:

Was ist eine Hormonspirale?

Die Hormonspirale (Mirena®) kombiniert zwei Verhütungsmethoden, nämlich eine normale Spirale und Gelbkörperhormone (Gestagene). Sie wird in die Gebärmutter eingesetzt und gibt dort kontinuierlich ein Gestagen ab. Der Empfängnisschutz besteht ab dem Einsetzen der Spirale und dauert fünf Jahre. Der Pearl-Index liegt bei 0,05 bis 0,1. Zum Vergleich: Bei der Pille beträgt er zwischen 0,1 und 0,9. Alternativen zur Hormonspirale sind Minipille, Verhütungsstäbchen und Dreimonatsspritze, die ebenfalls nur Gestagen enthalten.

Für wen eignet sich die Hormonspirale?

Die Hormonspirale eignet sich für Frauen, die keine Östrogene vertragen und sich nicht dem strengen Einnahmeschema der Minipille unterwerfen wollen. Auch das tägliche „an die Verhütung denken“ entfällt. Starke und schmerzhafte Monatsblutungen lassen sich mit einer Hormonspirale behandeln. Bei kinderlosen Frauen kann die Gebärmutter jedoch zu klein für den Einsatz einer Spirale sein. Für Frauen mit Gebärmutterveränderungen (Fehlbildungen, gutartige Muskelknoten etc.) eignet sie sich nicht.

Wie wirkt die Hormonspirale?

Die Hormonspirale, auch Intra-Uterin-System (IUS) genannt, ist ein kleines T-förmiges Kunstoffteil, dessen Inneres mit dem Gestagen Levonorgestrel gefüllt ist.

Der Kunststoffkörper selbst ist schon ein Störfaktor. Er verhindert, dass Spermien zur Eizelle gelangen und sich eine befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnisten kann. Ständig gibt der Kunststoffkörper eine geringe Menge des Gestagens in die Gebärmutter ab. Dies vermindert das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Sie wird dünner, folglich vermindert sich bei ihrer Abstoßung auch die Blutung. Zusätzlich verdickt sich der Schleimpfropf am Gebärmuttereingang. Dadurch können die Spermien nicht oder nur erschwert in den Eileiter gelangen.

Wann und wie wird die Hormonspirale eingesetzt?

Die Spirale wird während einer gynäkologischen Untersuchung eingesetzt. GynäkologInnen verwenden hierfür eine spezielle Einführhülse, mit der sie die Spirale durch den Muttermund in die Gebärmutter schieben. Das Einsetzen der Spirale dauert nur einen Augenblick und kann mit einem leichten, wehenartigen Schmerz im Unterleib einhergehen. Sie können ihn lindern, wenn Sie etwa eine Stunde vorher eine schmerzstillende Tablette einnehmen. Die Beckenmuskulatur sollte während des Eingriffs möglichst entspannt sein.

Der beste Zeitpunkt für das Einsetzen einer Spirale ist das Ende der Menstruation oder die ersten Tage danach. Zu diesem Zeitpunkt ist der Muttermundkanal etwas geöffnet und eine Schwangerschaft lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ausschließen.

Nach einer Geburt sollten Sie sechs Wochen warten, bis sich die Gebärmutter zurückgebildet hat. Eine Schädigung des Säuglings beim Übertritt von Hormonen in die Muttermilch ist nicht bekannt.

Wie verläuft die Behandlung weiter?

Nach dem Eingriff und der nächsten Menstruation müssen Sie oder Ihr Arzt kontrollieren, ob die Fäden korrekt sitzen, mit denen sich die Spirale zurückholen lässt.

In manchen Fällen stößt der Körper die Spirale ab. Überprüfen Sie deshalb die korrekte Lage alle sechs bis zwölf Monate. Während des Geschlechtsverkehrs ist die Spirale nicht zu spüren.

Nach der Entfernung der Spirale ist die Empfängnisbereitschaft schon im ersten Zyklus wieder hergestellt.

Welche Vorteile bietet die Hormonspirale?

Die Hormonspirale bietet gegenüber herkömmlichen Spiralen und der Minipille eine Reihe von Vorteilen:

Die Sicherheit ist im Vergleich zu herkömmlichen Spiralen deutlich größer. Der Pearl-Index der Spirale liegt je nach Modell bei 0,9 bis 3.

Sie verringert Menstruationsbeschwerden wie starke Blutungen und Schmerzen. Die Dauer der Periode verkürzt sich auf ein bis zwei Tage. Die Menstruation kann sogar ganz ausbleiben.

Der Anteil an Gestagen, der in das Blut gelangt, ist geringer als bei der Minipille. Nebenwirkungen, z.B. Gewichtszunahme, gibt es daher wesentlich weniger.

Das Risiko einer Eileiterschwangerschaft ist bei der Verwendung einer Spirale deutlich niedriger, als bei Frauen die nicht verhüten.

Konventionelle Spiralen fördern aufsteigende Entzündungen, die durch Bakterien verursacht werden. Hierbei dient der Rückholfaden als Brücke in die Gebärmutter. Durch die Gestagen-Wirkung der Hormonspirale bildet sich jedoch ein zäher Schleimpfropf im Muttermund, der den Aufstieg von Erregern erschwert.

Welche Nachteile haben Spiralen?

Die Hormonspirale teilt sich mit herkömmlichen Spiralen einige Nachteile:

Sechs bis sieben Prozent der Frauen stoßen die Spirale aus, häufig in den ersten beiden Anwendungsmonaten.

Beim Einsetzen der Spirale können Verletzungen auftreten.

Andere Nebenwirkungen sind:

Kopfschmerzen, Spannen in der Brust und gelegentlich Akne,

Blutungsunregelmäßigkeiten,

Gewichtzunahme (selten),

In manchen Fällen lässt sich die zurückgebildete Gebärmutterschleimhaut nur schwer von entzündlichen und bösartigen Veränderungen abgrenzen, was zu unnötigen Eingriffen führen kann.

Achtung: Eine Hormonspirale schützt weder vor AIDS noch vor anderen
sexuell übertragbaren Erkrankungen!

( http://www.netdoktor.de/medikamente/fakta/mirena.htm )

Gruß
Marie

Hi Marie,

danke für die Antwort.

Hab mir die Berichte aus dem Archiv durchgeschaut und werd meiner Frau Bericht erstatten.

Gandalf

Hallo Gandalf,

ich habe einige Bekannte, die super zufrieden mit der Hormonspirale sind. Kaum oder nur sehr wenig Blutungen und keine Schmerzen mehr haben. Auch ich habe mich mit dem Gedanken getragen, weil sie sich trotz des hohen Preises innerhalb der 5 Jahre amortisiert und im Vergleich zur Pille oder Spritze oft preiswerter ist.

Die Vorteile sind laut Ärztin fast unübertroffen. Da die Hormone nur im Bereich der Gebärmutter wirken und nicht den gesamten Körper belasten, wie z.B. die Minipille. Das ist besonders wichtig für Frauen, die eigentlich gar keine Hormone zu sich nehmen dürfen.

Nachteil (von dem kaum einer spricht und der scheinbar auch nicht allen Ärzten bekannt ist) wenn Schmierblutungen auftreten oder die Zeit der Regel allgemein gekommen ist (auch wenn sie nicht vorhanden ist), sollte unbedingt eine Slipeinlage getragen werden. Ohne dem wird so mancher hübsche/neue Slip unansehnlich, mit Waschen bekommt man die Verfärbung des Stoffes nicht mehr raus.

Lieben Gruss
Asmodine

hallo gandalf,
ich habe jetzt schon die zweite hormonspirale in folge und für mich kommt nichts anderes mehr in frage. keine bauchschmerzen, keine regelblutung - einfach nur gut. und für 5 jahre brauchste an nix denken.
liebe grüße auch an deine frau
sonja