Fragen zur Pille

Hallo,

aufgrund von PCOS und einem daraus immer wieder resultierenden viel zu hohen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wurde mir die Pille Bella Hexal 35 verschrieben. Zurzeit habe ich zum wiederholten Male Dauerblutungen, die mein FA mithilfe der Pille zunächst zum Stillstand bringen und regulieren will.

Da ich nun zum allerersten Mal die Pille nehme, habe ich dazu noch einige Fragen:

Wenn ich jetzt trotz bestehender Blutung mit der Pille beginne, ist die zurzeit vorhandene Schleimhaut ja noch nicht komplett abgestoßen. Kann ich davon ausgehen, dass die zurzeit noch vermutlich relativ hoch aufgebaute Schleimhaut bei der ersten Abbruchblutung ausgestoßen wird?

Wie lange dauert es in der Regel, bis sich die Schleimhaut aufgrund der Pille nicht mehr so hoch aufbaut?

Die Pille hat ja immer auch diverse mögliche Nebenwirkungen. Kann ich davon ausgehen, dass die wirklich schlimmen Nebenwirkungen (wie Thrombose, Embolien, erhöhtes Krebsrisiko) vornehmlich bei längerer Einnahmedauer (also über Jahre hinweg) zu befürchten sind?

Im Voraus herzlichen Dank!

Liebe Grüße
Gwen

Hallo Gwen!

aufgrund von PCOS und einem daraus immer wieder resultierenden
viel zu hohen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wurde mir die
Pille Bella Hexal 35 verschrieben. Zurzeit habe ich zum
wiederholten Male Dauerblutungen, die mein FA mithilfe der
Pille zunächst zum Stillstand bringen und regulieren will.

Ich musste erst mal PCOS = Polyzystische Ovarsyndrom googeln. Ist das die Diagnose des Arztes? Auf welcher Basis?
Dies Syndrom ist statistsich gesehen sehr häufig und liegt per definitionem vor, wenn 2 der nachfolgenden Kriterien gegeben sind:
* Polyzystische Ovarien,
* Oligo- oder Anovulation und
* klinische oder laborchemische Zeichen eines Hyperandrogenismus, nach Ausschluss anderer endokriner Erkrankungen = will heissen: ein zu hoher Testosteronspiegel ohne organisch feststellbare Erkrankung

Wie ich Deiner Frage entnehme, bist Du daran interessiert die Symptome, also vor allem die Dauerblutung in den Griff zu bekommen. Dein Arzt versucht es mit den Mittel der Pille, indem er dem ganzen einen künstlichen Rhytmus aufdrückt.
Ich möchte Dir einige alternative Wege aufzeigen:
Geh’ doch mal mit dem Gedanken ‚schwanger‘, eine/n
* erfahrene/n Akupunkteur/in
* Homöopathen/in
* Kinesiologen/in
aufzusuchen. Vielleicht lassen sich die Symptome ohne Eingriff in das überaus sensible Hormonsystem in den Griff bekommen…

Und ja, die Pille kann gravierende Nebenwirkungen haben, statistisch vor allem dann, wenn Frau auch noch raucht. Dann soll das Brustkrebsrisiko signifikant ansteigen!

Ich hoffe, dass ich Dir etwas helfen konnte.

Gruss
Andreas

Hallo Andreas,

vielen Dank für deine Antwort!

Das PCOS wurde eindeutig von mehreren Ärzten diagnostiziert; an Symptomen bestehen u.a. extrem unregelmäßige Zyklen mit monatelang ausbleibender bzw. wochen- und monatelang andauernder Blutung, aufgrund der oft fehlenden Ovulation kommt es immer wieder zur Endometriumhyperplasie, was mir innerhalb von zwei Jahren bereits drei Ausschabungen eingehandelt hat. Ergo muss nun wirklich etwas getan werden, damit ich nicht demnächst wieder im KH lande.

Fakt ist, dass ich ein schweres hormonelles Problem habe, das natürlich noch weiter abgeklärt werden muss, andererseits nun aber wirklich konsequent behandelt werden muss, auch um meine Lebensqualität wieder zu verbessern.

Alternativmedizinische Methoden werden von der Krankenkasse nicht bezahlt und fallen somit für mich aus finanziellen Gründen leider aus.

Nochmals vielen Dank für deine Antwort!

Viele Grüße
Gwen

Hallo Gwendolyn,

aus Deinen anderen Postings weiß ich noch, dass eine Menge mehr bei Dir los ist, als nur das, jetzt diagnostizierte, PCOS.

Glaub mir: Hormonbehandlung ist keine Lösung der Ursache sondern gehört in diesen Fällen, meiner Meinung nach, abgeschafft.
Die Ursachen sind manchmal ganz einfach.
So gibt es zum Beispiel Würmer, die über Mückenstiche übertragen werden können.
Diese Würmer haben auch Stoffwechselprodukte, die unseren Hormonen ähneln und an den Rezeptoren andocken können und somit eine ordentliche Hormonstörung verursachen.
Behandelt man die Würmer, behandelst Du damit die Hormonstörung, also die Ursache. Und man kann sie prima behandeln. Also nix schlimmes. Man muss nur erst mal darauf kommen, daraufhin untersuchen, finden und behandeln. Meine Gyn kam nicht drauf. Die Endokrinologen auch nicht. Soviel dazu.
Nimmst Du Hormone, nun ja, kann sogar alles noch mehr durcheinander kommen.
Das war ein Beispiel, wie ein Kinesiologe Dir evtl helfen könnte.

Ich hatte damals a) kein Geld, immer am Rand oder unter Harz 4
und b)PCOS und Endometriose.

Die Endometriose ist schön still, ohne, dass ich Hormone nehme. 2000 habe ich die Hormonbehandlung abgebrochen. Wollte einfach nicht mehr. Ein Medikament, dass so sehr eingreift. 3 kg Gewichtzunahme bei normalem wenigen Essen, pro Woche, Immunsystem schwach, evtl auch durch die Parasiten, ständig krank, da die eigentlich Ursache ja nicht behandelt war.
Mit all den alternativ Maßnahmen ist auch das PCOS verschwunden und die vielen anderen Dinge.

Meine Gyn versteht es nicht, nicht mein Problem, muss sie auch nicht, Hauptsache es ist weg, und zwar ohne Hormone.
Für diese Fragen hab ich ja den anderen Arzt und auch den muss ich selber bezahlen. Wenn ich aber mal zusammen rechne, dass er mich arbeitsfähig hält und auch sonst mir die ganze Rennerei und Warterei, die ich vorher hatte, komplett wegfällt, dann bin ich in meiner Gleichung bei ± 0. Auch als Angstellte. Es macht nämlich keinen Spaß eine Stelle zu verlieren, weil man zu viel krank ist und schon gar nicht mehr weiß, wann man die Arzttermine wahrnehmen soll

Das PCOS wurde eindeutig von mehreren Ärzten diagnostiziert;
an Symptomen bestehen u.a. extrem unregelmäßige Zyklen mit
monatelang ausbleibender bzw. wochen- und monatelang
andauernder Blutung, aufgrund der oft fehlenden Ovulation
kommt es immer wieder zur Endometriumhyperplasie, was mir
innerhalb von zwei Jahren bereits drei Ausschabungen
eingehandelt hat. Ergo muss nun wirklich etwas getan werden,
damit ich nicht demnächst wieder im KH lande.

Geht ja auch recht leicht. Allein Ultraschall zeigt so schöne typische Eierstöcke.
Und? Was bringt Dir die Diagnose, wenn keine adäquate Behandlung daraus erfolgt?

Fakt ist, dass ich ein schweres hormonelles Problem habe, das
natürlich noch weiter abgeklärt werden muss, andererseits nun
aber wirklich konsequent behandelt werden muss, auch um meine
Lebensqualität wieder zu verbessern.

Alle Patientinnen mit Hormonstörungen, die mir bisher begegnet sind, hatten letztendlich entweder/oder/und unentdeckte Zahnentzündungen, oder Würmer. Das gilt es zu prüfen.

Alternativmedizinische Methoden werden von der Krankenkasse
nicht bezahlt und fallen somit für mich aus finanziellen
Gründen leider aus.

Tja. Und manchmal wünsch ich mir, auch, dass es so bleibt, weil der Leistungsdruck auf die Leistungserbringer so höher ist. Ein Patient dem ich nicht helfen kann, der geht unzufrieden und empfiehlt mich nicht weiter, oder rät sogar von einer Behandlung ab.
Also muss ich gute Leistung bringen, da ich keinen garantierten Zulauf übers Kassensystem habe und die Patienten wirklich Hilfe haben wollen für Ihr Geld.
Inzwischen benutze ich meine Kasse nur noch für ein einziges schulmedizinisches Medikament, welches ich wirklich nehmen muss. Ansonsten zahl ich nur brav meine Beiträge und den Rest privat. Und es ging, auch mit wirklich wenig Geld.

Viel Glück. Egal, was Du nun machst, Du musst Deine eigenen Erfahrungen sammeln. Einige Infos hast Du ja nun.

Denk drüber nach.
Gruß
Kathy