Hi Tiger,
wenn man hinsichtlich einer Psychotherapie als Mann zu einer
Psychologin geht und als Frau zu einem Psychologen, also
jeweils das andere Geschlecht, wäre das sinnvoll oder
abzuraten?
Im Grunde finde ich es gleich, denn der Mensch der einen unterstützt hat kompetent zu sein und die Chemie zu ihm oder ihr muss stimmen. Der Problemenkreis spielt dabei meines Erachtens maximal eine untergeordnete Rolle. Mir scheint, es geht viel mehr darum, welcher Typ dass man ist. Kann sein, dass jemand sich von seiner Mutter immer abgelehnt fühlte und deshalb lieber zu einem Mann geht, um die Erfahrung zu vermeiden bzw. um von einem anderen Mann zu erfahren wie man(n) mit Frau umzugehen hat, damit man keine Ablehnung erfährt. Ein Mensch kann auch zu einer Frau gehen, weil er die Erfahrung nicht nur im Sinne einer Übertragung wiederholen will, sondern weil seine Angst (noch) zu groß ist um sich wirklich seinem Problem zu stellen. Und wenn er dann auch von der Therapeutin abgelehnt wird, wie es alle Frauen nun mal tun… Vielleicht geht auch ein Mann zu einer Frau als Therapeutin in so einer Situation, weil er mal von einer Fachfrau wissen will, wieso ihn die anderen Frauen immer abblitzen lassen? Ich denke, das hat ein gutes Stück damit zu tun, von wem man als Kind Unterstützung hatte oder sich mehr Unterstützung gewünscht hätte, je nachdem was vorherrscht. So meine Meinung.
Wer kann dazu was sagen?
und was allgemeines:
Verschreibt der Psychologe auch Medikamente?
Psychiater sind Ärzte und können auch Medikamente verschreiben, Psychologen oder Diplom-Psychologen tun das im klassischen Sinne nicht. Doch mittlerweile gibt es auch mehr Mischformen. Es gibt Therapeuten die z.B. noch mit Homöopathie arbeiten oder Psychiater die auch zusätzlich Körpertherapie machen.
Besser wäre es wohl zu schauen was sich ändern, verbessern soll, und darauf basierend jemanden finden, gleich ob das nun ein Psychiater, Psychologe… ist, z.B. hier: http://www.psychotherapiesuche.de/Suchen.asp
Übernimmt die Kasse die Kosten auch für eine Therapie bei
einem freiberuflichen Therapeuten?
Psychoanalyse, Verhaltenstherapie und Gestalttherapie wird von den Kassen bezahlt, sofern der Behandler die kassenärztliche Zulassung hat. Inwieweit alternative Heilmethoden von der Kasse gezahlt werden, hängt von der Krankenkasse ab. Ich empfehle hier gerne: http://www.securvita.de bzw. Zusatzversicherungen sind auch unter http://www.barmenia.de möglich.
Kostet das Erstgespräch was??
Obige klassische Therapieformen werden je nach gestelltem Antrag (Kurzzeittherapie, Langzeittherapie mit Verlängerungsmöglichkeiten) von den Krankenkassen getragen. Bei alternativen Heilmethoden kommt es auf die Krankenkasse drauf an.
Du erwähnst in einem anderen Therad noch „ADS“ und „Ritalin“. Vielleicht magst Du mal hier im Archiv schauen was zu beidem schon geschrieben worden ist bzw. auch danach googlen. Gleich wie viele Ritalin loben, weil es doch wirkt und dazu noch so schnell, es ist umstritten. Der schnellste und einfachste Weg ist nicht zwingend immer auch der beste Weg. Ich würde es nie nehmen wollen.
Ciao,
Romana