Ich trinke an sportfreien Tagen täglich 3 - 4 l Wasser. Dazu
kommen noch ca. 500 ml Milch (Ok, Milch wird als Lebensmittel
bewertet!) und ca. 700 ml zuckerfreie Getränke. An Sporttagen
kommen noch ca. 1 l Wasser hinzu.
Ich kenne keine Studien zu dem Thema, die sich mit den Folgen dauerhaften Wassermissbrauchs durch Erwachsene beschäftigen. Bekannt ist, dass gelegentlicher Wasserabusus bei ansonsten gesunden Menschen i. d. R. ohne schädliche Folgen bleibt.
Es finden sich Quellen, die die Grenze zum Missbrauch bei regelmäßig etwa 5 Litern täglich bei einem Erwachsenen ziehen. Eine solche Zahl dürfte aber allenfalls einen groben Anhaltspunkt bilden. Entscheidend ist, welche Wassermenge die Niere verarbeiten kann. Solange die in der Lage ist, überschüssiges Wasser in gleicher Geschwindigkeit durchzuschleusen, wie es aufgenommen wird, bleibt die Sache unkritisch.
Erst wenn die Niere nicht mehr nachkommt, beginnt das Wasser sich in den Körperzellen anzusammeln und Natrium in gesundheitsschädlichem Maß auszuschwemmen (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11732457?dopt=Abs…).
Die Menge, die du zu dir nimmst, ist zunächst ungewöhnlich hoch. Ernsthafte Gedanken, ob sie zu hoch ist, solltest du dir dann machen, wenn du bei dir häufiger typische Symptome einer Wasservergiftung wie Schwindel oder Übelkeit bemerkst oder wenn bei dir eine Nierenfunktionsstörung festgestellt worden sein sollte.
Auch bei einer aufgrund von Bluthochdruck einzuhaltende salzarme Diät solltest du die Wassermenge an den tatsächlichen Bedarf anpassen.
In Deutschland und in anderen Staaten Europas ist in den letzten Jahren eine öffentliche Hysterie zu beobachten, die sich des anderen Extrems annimmt, der Furcht vor Dehydration. Zunehmend sieht man Menschen, die den ganzen Tag an ihrem Fläschchen zuzzeln, keine fünf Schritt ohne ihr Nuckelfläschchen tun und saugen, als wären sie auf Mutterbrustentzug. Wenn dein Verhalten ebenfalls auf diese Hysterie zurückzuführen sein sollte, sollte auch das Anlass sein, es zu überdenken.
Gruß