Ich habe selten erlebt, dass man dumme Sprüche mit so viel Geschwafel zu erklären versucht, wer hätte das schaffen sollen, wenn nicht du.
Isch guud, Michl.
Von meiner Mutter, Hohenlohe, kenn ich aber nur Annunfiersich, was mich aber jetzt auch nicht stolzer macht, als ich schon bin.
Dieses Konzept ist mir an und für sich Wurschd.
Servus,
wo a Haus e Haas is un e Has’ is e Hoos un e Hos’ is e Hous kennt man diese augenzwinkernde Mischung aus Selbstironie und Stolz anompfirsich durchaus.
Wenn man vom altwürttembergischen bittersüßen Humor noch nicht genug hat und eine Steigerung sucht, braucht man nur zu Nachbars ins Houwelouische zu gehen.
Sonntagabend, die eingeladenen Gäste wollen immer noch und immer noch länger bleiben, er spricht zu ihr:
I schätz mer leeche sich, d’Leid wern haam welle!
Schöne Grüße
MM
(Enkel einer Langenburgerin)
jaha, da, wo heut dieser aldi ist, war damals ein schraubgewindeladen (schräg links davon) - wie gern hab ich mir dort vor schulbeginn eine wurstsemmel geholt.
die wurst habe ich gern gegessen, die semmel haben wir dann meist um die füße gewickelt, weil die alten lappen schnell abfielen.
e_c
No ja - zu dieser Zeit gab es ja auch noch den Boulanger am Eck, von Alex Köberlein (mit Migrations- und Remigrationshintergrund!) unsterblich verewigt (leider hat er die Strophe dann mal weggemacht, obwohl sie so schön ist: „Do pisst oinr emma Dopplschdrahl - des Fahrrad, wo er nasoicht, wird bald roschda!“ usw.) in
(und der Hansi Fink hat wirklich eine scheißgute Klampfe gespielt! - aber was wissed dia scho?)
In diesem Sinne
MM
Stümpt.
Wer ko, der ko…
Nicht schon wieder. Schwoissfuass. So aus der Zeit gefallen.
Familie Hesselbach aus Tiebinga war eher mein Ding
“Blut im Stuhl”
Ist schon ein dickes Ei, katechisierend den Hegel (und noch das ganze Ding mit Tübingen, dem Stift und den dortigen Kneipen) aus dem Hut zu zaubern sich einfallen zu lassen, um eine zum Manierismus gewordene Verulkung wie z.B. „anompfirsich“ für „an und für sich“ zu fundamentieren: Wir haben uns diese selbige bewußt infantile Wortverulkung (und ähnliche andere) damals als adoleszente Pennäler zu artikulieren getraut. Und das war weder Hegel, noch Tübingen, sondern Rheinland. Es ist eine ganz normale alberne Wortverulkung, ebenso wie ursprünglich das rheinische „tschö“ für „à dieu“ oder das noch ältere „hokuspokus“ für „hoc est corpus“. Derselbe Mechanismus. Die Frage ist nur: wann wird es zu einem seine Leser veräppelden Manierismus, und wann ist es Zeit, damit aufzuhören. Ohne Fragezeichen!
Oder willst du dein ebenso abundantes „stümpt“ (s.o.) oder dein „umpedink“ und so weiter … ebenfalls auf Hegel zurückführen?
Schönen Gruß
Selten wurde hier jemand so eloquent in seine Einzelteile zerlegt.
Schapoo.