Liebe Leute, vermutlich reagiere ich über, aber reisst man sich so einen Haxen aus, wenn man bestimmungsgemäss ein Fragegezeichen verwendet? Oder kann das keiner mehr? Hat doch jede Tastatur eingebaut!
Es stößt mir immer sauer auf, wenn ich so Sachen lese wie “Wer weiss ob … .” oder “Kann mir jemand sagen, wie/warum … .”
Das ist irgendwo zwischen hingerotzt und “Wollt ihr den totalen … !!1!11!!
das wird wohl an der allgemeinen Verunsicherung liegen, wer weiß denn überhaupt noch, was ein Fragesatz ist? Wahrscheinlich lehrt man das nicht mehr - geht ja auch so.
Muster: Ich möchte gern wissen, wann man ein Fragezeichen schreibt und wann nicht?
Satzzeichen sind ohnehin völlig überbewertet genauso wie eine großschreibung verschiedener wörter wenn du nicht weißt was ich meine und mich nicht verstehst dann liegt das nur an dir verstehst Du .
Ganz schlimm finde ich auch Abkürzung, die in keinem bekannten Wörterverzeichnis vorkommen wie „iwie“ statt irgendwie. (Ist das erste Beispiel, das mir einfällt.) Ich bin mir dann immer ganz unsicher, hat der wenige nur keine Zeit, noch fünf weitere Buchstaben zu schreiben oder reicht es mental nicht für ganze Wörter? Und falls letzteres, versteht man überhaupt meine Antwort?
Und noch so ein Aufreger: „halt“. Es gibt Mensch, die halt in jedem zweiten Zatz „halt“ sagen müssen, halt ohne dass es einen Grund gäbe, anzuhalten. Eine Person, die ich kenne, schreibt viel geschäftliche Post. Da kommt nie ein „halt“ drin vor - aber beim Reden: ein halt nach dem anderen! Das nervt halt.
Genug geschimpft für heute.
Zu den Fragezeichen: als Moderator könnte ich so etwas problemlos beheben. Ich sehe mich allerdings nicht als Lehrer oder gar Grammatik-Polizei im Forum. (Lediglich wenn mir Überschriften regelrecht Schmerzen bereiten, greife ich ein.)
Daumen hoch euch beiden, aber nicht mit frage- sondern mit Ausrufezeichen!!!
Übrigens, den Strichpunkt kennt auch keiner mehr!!
Liegt wohl auch daran, dass man bei E-Mails oder bei Handynachrichten heutzutage jeden Tipp- rechtschreib- oder Grammatikfehler verzeiht. Bin ja selbst so. Viel zu faul um auf der kleinen Handytastatur jeden meiner Fehler zu korrigieren.
Am allerschlimmsten aber sind zwanghaft witzige Sachen wie “Anundpfirsich” oder “zum Bleistift”. Oder so. Gibt´s alles noch obwohl man meinen sollte, dass die Emittenten sofort in Grund und Boden versinken müssten.
auch hier bist Du in den Zeter-Modus verfallen, bevor Du wahrnehmen konntest, worum es geht.
Von Deiner Leküre von Werken Friedrich Wilhelm Hegels weißt Du ja, dass bei diesem die Formulierung „an und für sich“ durchaus mehr als ein Mal vorkommt.
So, und jetzt gehst Du mal an den Ort, von dem Hegels Vater stammte und wo Hegel in seiner geistigen Entwicklung als „Stiftler“ die ersten Sporen verdient hat. Für Feldforschungsprojekte betreffend die lokale Ausprägung des dortigen Dialekts ist die Gegend zwischen Schmiedtorstraße und Seelhausgasse besonders interessant, dort u.a. auch das Gasthaus Bären.
Und dann hörst Du mal aufmerksam zu, wie es klingt, wenn die Leute dort „an und für sich“ (kommt übrigens dialektbedingt dort auch im Ibersmaulraaschwätza häufig vor) sagen.
Und bevor Du loszeterst "Die könn’ docht ja nichma richtich Doitsch, sind doch alles Dummköpfe", versuch einfach mal (ohne Lautschrift) das, was Du gehört hast, hinzuschreiben.
Und dann schaust Du mal, wie genau ich das schreibe - das ist nicht so, wie Du das wiedergegeben hast -, und vergleichst.
und wieder einmal hat es mit dem Lesen gehapert: Gibt es hier herum einen einzigen, der außer mir wenigstens ungefähr sowas ähnliches schreibt, wie Du glaubtest gelesen zu haben.
Beiläufig: Vermutlich teilst Du den Idealismus von Kant nicht, aber dafür, dass Du dessen Äußerungen als „flache Sprüche“ abtun könntest, sind Deine Beine viel zu kurz.
ist es nicht, auch kein Joke, genau genommen überhaupt kein Witz.
Weder das Tübinger Stift noch das Ebe-Lu noch die Hohe Karlsschule sind „Witze“ - sie sind das, was Württemberg zu dem gemacht (und gebracht) hat, was es heute ist. Und ein - freilich nur für Insider verständlicher - Querverweis darauf, dass man selber zumindest zur Hälfte noch deren Stallgeruch an sich trägt, ist nicht Ausdruck von Witz, sondern Ausdruck von Stolz.
(Dass ich ganz froh war, dass meine Eltern nicht zugestimmt haben, als ein Lehrer mich und einen guten Schulfreund zum Landexamen vorschlagen wollte, steht auf einem anderen Blatt und gehört nicht hierher.)