ich interessiere mich für eine Investition in einen Franchise-Betrieb.
Das Problem: Ich würde gerne „zahlen“, aber nicht „arbeiten“ . Das ist etwas überspitzt ausgedrückt, aber es trifft den Kern der Sache.
Sprich: Ich suche mir ein Franchise aus, hole mir dann einen Partner der den „Betrieb“ übernimmt (allerdings wegen mir kein Startkapital benötigt) und teile mit dem Partner dann den Gewinn.
Ich habe mich ein bisschen durch div. Franchise-Portale gelesen, aber diese Art der Investition ist mir nirgends untergekommen.
Hat zufällig jemand damit Erfahrung? Es gäbe natürlich div. Fragen, z.B.: Wie findet man so einen (verlässlichen) Partner? [MOD: 1. Rechtsfragen wegen FAQ:1129 gelöscht und 2. darauf Bezug nehmende Antworten entweder abgeschlossen oder gelöscht. → @potentielle_Antworter: Bitte in diesem Thread hier (weil UP in Ich-Form formuliert) keine Antworten (mehr) zu rechtlichen Fragestellungen geben; diese würden (ggf. ebenfalls) gelöscht! Vielen Dank.]
Vielleicht hat ja jemand ein paar hilfreiche Links oder Tipps für mich, würde mich freuen.
Sorry, habe noch etwas vergessen: Ich würde in diesem Fall auch das Risiko (zumindest des investierten Geldes tragen) tragen, den Totalverlust also einkalkulieren. Wenn es „läuft“, sollte der Partner die Investitionssumme über die Gewinne zurückbezahlen.
Naja, vielleicht weil er selbst einen Kredit in dieser Höhe z.B. gar nicht bekommen würde oder weil er vielleicht keine Zinsen bezahlen will (obwohl das Geschäft vielleicht nicht sofort gut läuft) oder weil er vielleicht keine Sicherheiten angeben bzw. für den Kredit nicht haften möchte oder, oder, oder…
Also ich für meinen Teil sehe da mehr als genug Gründe…
Die Antwort hat mir auch sehr weitergeholfen, danke.
wie wäre es, alleiniger Eigentümer zu sein und den Partner als angestellten zu betrachten und als Gehalt zusätzlich eine erfolgsabhängige Prämie (x% vom Gewinn) zu bezahlen?
wie wäre es, alleiniger Eigentümer zu sein und den Partner als
angestellten zu betrachten und als Gehalt zusätzlich eine
erfolgsabhängige Prämie (x% vom Gewinn) zu bezahlen?
Hi!
Danke für die Antwort!
Nun ja, prinzipiell wäre das absolut ok. Zumindest für mich…
Ich befürchte aber, daß kein Franchise-Geber mit einem „Angestellten“ arbeiten würde. Heißt also, daß ich mich erst Recht um Alles kümmern müsste…
Das ist ja eigentlich die Grundidee: Ich will mit der ganzen Sache möglichst wenig zu tun haben. Und bei dieser Konstellation würde das wohl nicht funktionieren.
Danke und Gruß,
Atta
PS: Ich habe übrigens auch schon mit der Wirtschaftskammer und mit dem Gründerservice gesprochen, aber die meinen halt das sei bisher ein sehr „neuer Bereich“ und sie könnten da leider auch nicht wirklich weiterhelfen. Business Angels ist halt leider auch wieder etwas ganz Anderes als das was ich suche.
Was der Angestellte alles darf und worum er sich zu kümmern hat, legt man daher in einem Arbeitsvertrag fest. Es ist auch möglich, ihm eine Prokura zu geben, sodass er alle Geschäfte im Namen der Firma tätigen kann.
das ist mir schon klar. Allerdings sind die meisten Franchise-Geber sehr streng, was die Regelungen betrifft. Bei Einigen wird explizit darauf hingewiesen, daß keine Partner o.ä. erlaubt sind, der Franchise-Nehmer sich also „alleine“ um den Betrieb kümmern muß.
Ansonsten wäre das natürlich ein gangbarer Weg, völlig klar.
Das ist alles recht einfach zu gestalten. Man gründet eine Personengesellschaft, z.B. eine OHG, und legt im Gesellschaftsvertrag die Kapitalanteile, Rechte, Pflichten und die Verteilung der Gewinne fest.
Also z.B.:
Kapital:
A gibt 50.000 EUR
B gibt 0 EUR
Pflicht:
B ist zur Geschäftsführung verpflichtet und darf keine andere Erwerbstätigkeit nebenher ausüben
Gewinnverteilung:
A bekommt soundso, B soundso
Man könnte über andere Rechtsformen (KG, stille Gesellschaft, GmbH) auch noch Risiken verteilen und minimieren.
Wichtig ist bei so etwas, dass man sich im Vorfeld steuerlich und rechtlich beraten lässt, sonst kommt später das dicke Ende.
Außerdem muss der Franchisegeber natürlich mitspielen.
@Nordlicht:
Danke Dir herzlich, das hilft schon einmal weiter!
Bzgl. der Beratung (Steuersachen etc.): Kann man prinzipiell von vornherein ausschließen, daß man als Geldgeber damit etwas zu tun hat? Oder muß man immer, wenn man in solchen Fällen Geld bereitstellt auch damit rechnen Probleme zu bekommen, wenn der „Betreiber“ diesbezüglich Mist baut?
Tut mir Leid, dass Dir mein Einwand nicht gefällt. Aber manchmal ist es besser frühzeitig aus seinen Träumen geweckt zu werden.
Wie wär’s, wenn Du irgendwas Sinnvolles beitragen würdest
Das ist sinnvoll. Es hat keinen Sinn sich über Projekte Gedanken zu machen, die von vornherein gar nicht erst entstehen.
Für den Franchise-Geber ist es im Endeffekt egal, von wem das Geld kommt.
Mit wievielen hast Du bereits verhandelt ? Dem Franchisegeber ist das persönliche Engagement extrem wichtig, denn davon hängt der Erfolg des Geschäftes ab. Das heißt, der Franchisegeber will, dass der Franchisenehmer für die investierte Kohle haftet und zweitens sich zeitlich und persönlich voll ins Geschäft reinhängt.
Merke: In unserem Wirtschaftssystem gibt es extrem selten etwas geschenkt.
Deswegen suche ich auch jemanden, der so etwas sehr gerne machen möchte, es aber aus div. Gründen nicht kann (kein Kredit, kein Eigenkapital etc.).
Du scheinst nicht zu wissen, wie viele verschiedene Franchise-Betriebe es gibt, sonst würdest Du nicht mit solchen „Weisheiten“ kommen („Kein Franchise-Geber akzeptiert sowas“).
Im Übrigen: Ein solcher „Partner“ würde sich natürlich nicht „voll reinhängen“, der will natürlich, daß das Geschäft schnell wieder den Bach runtergeht, gelle?
Und was genau gibt es „geschenkt“!? Träumst Du jetzt von irgendwas oder wie?
Um Risiken auszuschließen wäre eine andere Konstruktion notwendig, etwa eine GmbH, ginge aber natürlich auch über eine stille Gesellschaft oder eine KG. Bei letzteren beiden verliert man aber an Einfluss. Aber wie gesagt: vorher zum Steuerberater und zum Rechtsanwalt, denn so eine Gründung bietet Fallstricke zuhauf!