kann jemand einem Nicht-Philosophen ein Buch über Francis Bacon (Philosophie und Leben) empfehlen? Es gibt reichlich Bücher, die ihn als den Modernisierer der Zeit überhaupt darstellen, dann wieder solche (meist von Feministinnen, habe ich mal vor langer Zeit bei Capra gelesen - als ich den noch gelesen habe), die eine Art Dämon aus ihm machen.
Gibt es ein einigermaßen distanziertes und ausgewogenes Buch über ihn?
Du schreibst mir aus der Seele, zumindest im Deutschen Bereich. Es ist schliesslich auch die einzige Einführung die zu Francis Bacon auf Deutsch zu finden ist. Leider. Das zeigt welchen Stellenwert die Philosophie der Renaissance in der deutschen Forschung heute hat. Und im französischen Bereich sieht es auch nicht besser aus. /nerv mode.
Ediert von Markku Peltonnen, DEM Spezialisten für politische Theorie der Renaissance schlechthin.
Das Prinzip des Cambridge Companion ist immer dasselbe: zu einem Denker (oder einer Periode) werden die wichtigsten Spezialisten und Forscher vereint, die einen einführenden Artikel zu ihrem Gebiet schreiben. Was dabei herauskommt ist eine Einführung, die nicht nur eines Kommentators Meinung zu einem Denker liefert, sondern verschiedene Ansichten, die am Ende ein gutes Gesamtbild liefern. [Im Band zu Bacon kann ich vor allem „Bacon’s forms and the maker’s knowledge tradition“ von Antonio Perez-Ramos empfehlen.]
Hiermit schliesse ich mein Plädoyer für den Cambridge Companion ab
Hoffe allerdings, dass dies ein wenig hilft.
off topic, Hallo Yseult
Ich freue mich, zu sehen, dass du wieder mal reinschaust. Vielleicht
koennen wir in Zukunft wieder mehr von dir lesen.
Du wunderst dich ueber diesen persoenlichen Empfang? Ich habe deine
Hilfe zu meiner Spinozafrage nicht vergessen, auch wenn sie schon
ueber ein halbes Jahr zurueckliegt. Und ich glaube, dass du sehr zu
einem hohen Niveau des Philobrettes beitragen kannst.