Hallo Nathi,
da Du bisher leider gar keine Antwort erhalten hast, ich aber das Buch nicht gelesen habe, leitete ich Deine Frage an einen derzeit noch gesperrten, aber im Forum nicht unbekannten Experten weiter, um Dir antworten zu können:
Natürlich gehört „Frankenstein“ in die Literatur; Mary Shelleys neuer Prometheus ist sogar erste Sahne; man darf sich da nicht durch die Verhunzungen durch diese unsäglichen Filme, die in der Nachfolge zum ersten von James Whale von 1932 entstanden, verwirren lassen.
Walton ist der Icherzähler des Buches, der seine Geschichte um und mit seinem Freund Frankenstein erzählt, den er trifft, als dieser sein Monster verfolgt, um es zu töten; er tut dies in Briefen an seine Schwester Margaret. In diese Berichte sind die Erzählungen Frankensteins eingebaut über das, was vorher geschah, nämlich seine Kindheit und Jugend, seine Studien, die Schaffung des Monsters, dessen Flucht, als es bemerk, dass es ein Monster ist, und von seinen rächenden Übeltaten an der Familie Frankensteins.
Um das seiner Meinung nach abgrundtief böse Monster auch sicher zu beseitigen, läßt Victor, als er merkt, dass er sterben wird, seinen Freund Walton schwören, es zu töten, falls er es trifft. Walton trifft das Monster auch gleich nach dem Tod Victors und macht eine erstaunliche Entdeckung, die ihn davon Abstand nehmen lässt, es zu töten.
Das Monster, nachdem es seinen Schöpfer tot weiß, flüchtet ins schmelzende Packeis, um darin umzukommen; doch wird sein Ende nicht erzählt, sodass eine Fortsetzung möglich war. Gut für die Filmindustrie.
LG,
MrsSippi