Frankfurt Trust

Hallo Experten!

Auf die Gefahr hin, hier mit Häme überschüttet zu werden, weil ich keine Ahnung habe:

Ich bin bei MLP und zahle jeden Monat 260 Euro in den Frankfurt Trust ein. Diesen Monat sind von den 260 Euro nur ca. 60 Euro angekommen. Wie kann denn das sein? Kann das allein mit Kursschwankungen erklärt werden?

Letztes Jahr wollte ich mir das von dem MLP-Berater schonmal erklären lassen, ich hab allerdings nicht viel verstanden. Er hatte irgendwas von Gebühren usw. geredet, aber doch nicht in dieser Höhe? Letztlich sollte ich es irgendwo nachlesen, aber ich versteh von diesen Dingen einfach auch sehr wenig.

Vielleicht ist hier jemand bereit und in der Lage, mir das zu erklären, ohne sich lange über meine Dummheit zu beschweren.

LGChrisTine

Provisionen bei MLP
Hallo,

Ich bin bei MLP und zahle jeden Monat 260 Euro in den
Frankfurt Trust ein. Diesen Monat sind von den 260 Euro nur
ca. 60 Euro angekommen.

Frankfurt Trust ist eine Fondsgesellschaft, d.h. die bekommen Dein Geld und legen es in deren Fonds an. Nun stellt sich als erstes mal die Frage, wo nur 60 Euro angekommen sind. Bekommst Du monatlich einen Auszug Deines Depots (glaube ich eigentlich nicht) oder monatliche Abrechnungen über die Käufe?

Letztes Jahr wollte ich mir das von dem MLP-Berater schonmal
erklären lassen, ich hab allerdings nicht viel verstanden.

Das verstehe ich nicht. Du bezahlst die doch dafür, daß die irgendwas für Dich tun. Das mindeste ist, daß die Dir erklären, was sie machen und zwar solange, bis Du es verstanden hast. Erst recht gilt das, wenn irgendwo gut 6% der von Dir jährlich angelegten Gelder verschwinden.

Vielleicht ist hier jemand bereit und in der Lage, mir das zu
erklären, ohne sich lange über meine Dummheit zu beschweren.

Wir können hier mehr oder weniger nur raten. Du nimmst mit Deinem MLP-Vogel Kontakt auf und läßt Dir erklären, wo Dein Geld geblieben ist. Außerdem verlangst Du eine Abrechnung, auf der die 200 Euro auftauchen und zwar mit einer entsprechenden Erläuterung. Anschließend setzt Du Dich mal in Ruhe an einen Tisch und überlegst Dir, welche Dienstleistung MLP für 200 Euro im Jahr erbringt.

Wenn der Fonds so super läuft, dann kannst Du ihn übrigens auch direkt beim Frankfurt Trust erwerben: http://www.frankfurt–trust.de

Gruß
Christian

Hallo Christine,

Vielleicht ist hier jemand bereit und in der Lage, mir das zu
erklären, ohne sich lange über meine Dummheit zu beschweren.

Das Geld ist sicherlich noch da, nur in den Taschen anderer Leute:wink:
Ich weiss, das tröstet Dich nicht.

Ich würde solche Investitionen schnellstens beenden.

Gruß:
Manni

Hallo ChrisTine,

normalerweise ist das so, dass man beim Kauf eines Fonds eine Gebühr, den sog. Ausgabeaufschlag (AA), bezahlt. Dieser liegt i.d.R. bei rund 5% und stellt hauptsächlich die Provision für den Vermittler (in Deinem Fall MLP) dar.
Der Vermittler bekommt dann von jedem Kauf diese 5% AA, also in Deinem Fall rund 13 euro monatlich. Und das so lange, wie der Vertrag läuft.
Für Strukturvertriebe wie MLP ist so ein Provisionsmodell unattraktiv, da diese systembedingt eine gescheite Abschlussprovision brauchen, wie es sie z.B. bei Lebensversicherungen gibt.
Deswegen gibt es dort oft eigene Modelle, bei welchen eine definierte Gebühr Vorab mit den ersten Beiträgen verrechnet wird und die Fondsanteile danach ohne AA gekauft werden.
Wenn bei Deinem Fondssparplan eine Laufzeit vereinbart ist, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass es sich um solch ein Modell handelt.
Am besten mal das Kleingedruckte lesen, auch wenns lästig ist. Du hast sicher etwas unterschrieben, was den Vorgang erklärt.

Dies zur Erklärung - ohne Wertung. Und natürlich ohne Häme!

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo,

Deswegen gibt es dort oft eigene Modelle, bei welchen eine
definierte Gebühr Vorab mit den ersten Beiträgen verrechnet
wird

zwei Jahre in Folge?

Zweifelnd
Christian

Hi!

Deswegen gibt es dort oft eigene Modelle, bei welchen eine
definierte Gebühr Vorab mit den ersten Beiträgen verrechnet
wird

zwei Jahre in Folge?

Zweifelnd
Christian

Also, ich bin schon seit mindestens 5 oder 6 Jahren bei MLP. Und deshalb frage ich mich, wielange die noch soviel Gebühren nehmen.

Ich war einmal dort mit vorformulierten Fragen; als ich nachhakte, ist der Typ richtig aus der Haut gefahren. Der spult immer nur den gleichen Sermon runter.
Dies und ohnehin alles, was mit Geld zu tun hat, ist mir einfach zuwider. Ich hab einfach andere Talente…

Ich werde mich heute bei der Verbraucherzentrale zu einer Finanzberatung anmelden und die Verträge checken lassen.
Für mich wird das Beste sein, das Geld einfach für 4% auf ein Festgeldkonto oder so zu legen.

Trotzdem Danke! an alle, die mir hier geantwortet haben!

Ganz liebe Grüße

ChrisTine

Guten morgen,

Ich war einmal dort mit vorformulierten Fragen; als ich
nachhakte, ist der Typ richtig aus der Haut gefahren.

das geht mal gar nicht. Du bist der Kunde, der dem Typen über die durchaus anspruchsvollen Provisionen das Gehalt bezahlt. Wenn er keinen Bock hat, Dir zu erklären, wo Dein Geld bleibt, solltest Du ihn mit dem Vorschlag konfrontieren, daß Du keinen Bock mehr hast, dort weiter Kunde zu bleiben.

Ich werde mich heute bei der Verbraucherzentrale zu einer
Finanzberatung anmelden und die Verträge checken lassen.

Ob das die beste Wahl ist… Aber wahrscheinlich immer noch besser als MLP.

Für mich wird das Beste sein, das Geld einfach für 4% auf ein
Festgeldkonto oder so zu legen.

Wahrscheinlich. Die 6,5% Provision müssen ja durch die Anlage erst einmal wieder erwirtschaftet werden. Ob da über einen längeren Zeitraum mehr als 4% herauskommen, wage ich zu bezweifeln.

Gruß
Christian

zwei Jahre in Folge?

Hallo,
den Zeitraum von 2 Jahren konnte ich aus dem Posting nicht herauslesen. Es gab mit Sicherheit mindestens einen Monat im alten Jahr, also handelt es sich um mindestens fünf Monate bisherige Laufzeit. Kann natürlich auch mehr sein… .

Wenn die Verprovisionierung über die Fondsgesellschaft selbst abgerechnet wird, dann gibt es meines Wissens nach eine Deckelung von drei Monatsbeiträgen bei solchen Modellen. Dann sollte ChrisTines Sparplan mittlerweile aus dieser Phase heraus sein.
Wenn die Prov allerdings über eine Art Factoring-Modell abgerechnet wird, dann scheint der „Vertragsfreiheit“ keine Grenze gesetzt zu sein.
Bin schon auf folgendes Modell gerstoßen:

Kunde zahlt vorab 5% des gesamten geplanten Sparbetrages. Beispiel:

260€ x 12 Monate x 30 Jahre (geplante Laufzeit) = 93.600€
5% von 93.600€ = 4.680
4.680 / 260 = 18 Monate! (klar, man hätte auch gleich 5% der Laufzeit ausrechnen können :wink: )

Wenn man dann aus irgendwelchen Gründen nicht den gesamten Monatsbeitrag verrechnet, sondern z.B. fix 200 von den 260€, dann dauert die Zahlungspahse schon 23,4 Monate.

Ich weiß nicht, ob MLP so vorgeht. Und ich finde solche Modelle auch nicht gut. Aber mich fragt ja keiner…

Gruß vom Money-Schorsch

Hallo

Also, ich bin schon seit mindestens 5 oder 6 Jahren bei MLP.
Und deshalb frage ich mich, wielange die noch soviel Gebühren
nehmen.

ich wiederhole mich zwar, aber dennoch: Lies Dir einfach mal durch, was du unterschrieben hast. Darin wird es stehen. Wenn es Verständnisprobleme mit dem Inhalt gibt kannst Du ja gerne hier wieder anfragen.

Ich werde mich heute bei der Verbraucherzentrale zu einer
Finanzberatung anmelden und die Verträge checken lassen.

Versprich Dir davon nicht zuviel. Die werden insbesondere nicht die Zeit haben, sich dauerhaft um Dich zu kümmern. Langfristig hilft nur selbst bilden.

Für mich wird das Beste sein, das Geld einfach für 4% auf ein
Festgeldkonto oder so zu legen.

Auch hier ist selbst denken gefragt, siehe den „Fall Kauphting“.

Viel Glück vom Money-Schorsch

Hallo,

den Zeitraum von 2 Jahren konnte ich aus dem Posting nicht
herauslesen.

ich zitiere:
„Letztes Jahr wollte ich mir das von dem MLP-Berater schonmal erklären lassen“

Gruß
Christian

Hallo,

ich zitiere:
„Letztes Jahr wollte ich mir das von dem MLP-Berater schonmal
erklären lassen“

OK, damit gestehe ich hinreichenden Spielraum ein. Ist ja auch egal, mittlerweile ist ja von mehr als 5 Jahren die Rede und da ist auf jeden Fall was faul.

Gruß ich

Guten Tag Christine,

wie gewünscht ganz ohne Häme. Es ist so, dass hier im Forum niemand
mit Bestimmtheit sagen kann, was Sie da für ein Gewürge eingekauft haben.
Erklärungsversuche des Mitarbeiters der genannten Drei-Buchstaben-Firma
haben auch nicht gefruchtet.

Aus meiner Sicht gibt es genau drei Möglichkeiten für Sie:
Sie versenken weiter 260 Euronen in eine Angelegenheit, die Sie nicht
verstehen. Weil Sie es möglicherweise jeden Monat sowieso übrig haben
und ansonsten aufwendig verbrennen müssten.
Oder aber Sie lassen es künftig bleiben.
Oder Sie gehen zur nächsten Geschäftsstelle der Verbraucherzentrale und überwinden den Zustand des Dauernebels.
Gruß
Günther