Frankreich: Luchon/St. Gaudin, Pyrenéen, Toulouse

Hallo!
eine Bekannte vermietet mir im August ihr Ferienhaus in den Pyrenéen. Der Mini-Ort heißt Ore, liegt 120 km südwestlich von Toulouse, direkt an der spanischen Grenze. Die nächst größeren Orte sind Luchon und St. Gaudin. Auf dem Atlas sieht die Gegend so aus, als seien die Berge ziemlich hoch. Außer Wandern kann ich mir schlecht vorstellen, was man da sonst noch so anfangen kann. Leider bin ich kein allzu großer Wanderfreund.
Daher meine Frage: Kennt jemand die Gegend, gibt es dort irgendwelche Sehenswürdigkeiten, Kulturelles, Sportliches, einen Veranstaltungskalender für die Umgebung? Was läuft an Veranstaltungen in den nächst größeren Städten, z. B. in Toulouse?
Wäre um ein paar Tipps sehr dankbar.
kidie

hallo,
toulouse selbst ist eine tolle stadt, die mindestens 2 tage besichtigung verdient. in der tat bist du (vermutlich ) in einer gegend, die wanderfreaks lieben wuerden - hier sind die berge naemlich nicht so autobahnmaessig durchlaufen, wie in den alpen…
auf jeden fall plane mal einen kurztrip nach carassone… = mittelalterliche festung mit dem ueblichen tourikitsch, aber auch netten ecken zum gucken + relaxen…
bonne route
khs

Hallo,
schau mal wie weit es bis Cadaques ist , da ist nämlich das wirklich sehenswerte Dali-Museum.Die ganze Gegend da unten ist wunderschön. In den Pyrenäen gibt es tolle Waserfälle wo man schön abkühlen kann nach den Wanmderungen. Es gibt auch heisse Quellen, sehr zu empfehlen bei Mondschein.Die Leute sind superlieb, der Wein absolute Spitze und das Essen auch bestens. Ich hab da mal 4 Jahre gelebt, allerdings in der Nähe von Perpignan.Also viel Spass ! Claudia

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Hallo,

ich nehme an, dass du „Bagnères-de-Luchon“ und „St. Gaudens“ meinst. Wenn das so ist, würde ich mich an deiner Stelle schnell von der Vorstellung verabschieden, dass Wandern in den Pyrenäen langweilig sein muss. Ich selbst war und bin auch kein „großer Wanderer“, aber die von dir genannte Gegend solltest du - soweit möglich - schon - natürlich unterstützt durch das Auto - zu Fuß erkunden. Es bedarf für die wichtigsten Orte dort keiner großen Wanderaktivität, obwohl wir es damals gewagt haben, von Bagnères-de-Luchon zum Lac d’Oo und weiter über Superbagnères zurück zu laufen (10 Stunden). Wir hatten sogar durch Zufall das Glück, eine Folklore-Veranstaltung zu sehen, die das dortige Volk noch in seiner Ursprünglichkeit zeigte (ich bin kein Freund von Jodelmusik, aber was ich dort gesehen habe, war einfach kulturell sehr eigen und daher interessant).

Wenn ihr es irgendwie möglich machen könntet, würde ich euch einen Ausflug zum „Cirque de Gavarnie“ (mit Blick auf die „Breche de Roland“ empfehlen, der der (fast) unbestrittene Höhepunkt jeder Pyrenäentour ist - vielleicht über die schönen Städte Luz-St.-Sauveur (mit kurzem Ausflug nach Cauterets oder einem längeren zum Lac de Gaube, wo man zwischen Cauteret und der Pont d’Espagne außergewöhnlich schöne und verschiedenartige Wasserfälle [Cascade de Lutour, Cascade de Cerisey, Cascade du Pas de l’Ours (ja, es soll in den Pyrenäen noch Bären geben!), Cascade de Boussès] besichtigen kann?) und Gèdre.

Eine interessante Kathedrale ist St.-Bertrand-de-Comminges, nördlich von Luchon.

Von den größeren Städten würde ich Lourdes meiden, dort ist es nur grässlich! Aber Pau finde ich schön, zumal man dort vom „Boulevard des Pyrénées“ einen wundervollen, ja geradezu einzigartigen Blick auf die Berge hat.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Danke!
Hallo Thomas! Vielen Dank, du hast mir sehr geholfen! K.

Hallo!

Foix ist nicht weit, und das war Katharerland
1.Chateau de Montsegur

2.Grotte von Niaux-Felszeichnungen (allerdings hatten die schon vor 15 Jahren eine tägliche Besucherbegrenzung = rel. lange Voranmeldung.
In der Nähe gibt es aber eine 2. Höhle und die war damals frei - allerdings auch nicht so beeindruckend.

3.Unbedingt fahren sollte man den „train jaune“ von Villefranche-de-Conflent nach Font-Romeu

4.Auf dieser Strecke findest Du einen unscheinbaren Ort Fontpedrouse (mit dem Auto anfahren) - in den Ort abbiegen, die Abfahrt übersieht man leicht - und dann noch 3km ist ein von heißen Schwefelquellen gespeistes, in die Felsen gemauertes Bad aus der Gründerzeit - St.Thomas-le-bains

5.Ebenfalls auf dieser Strecke: spannendes Wanderabenteuer:
Gorges de la Caranza, Du musst ja nicht bis oben laufen.
Der spannende Teil: beim Aufstieg die rechte Schluchtseite.
(geht nicht mit Hund)

Viel Spass

Peter

Hallo,

Wenn ihr es irgendwie möglich machen könntet, würde ich euch
einen Ausflug zum „Cirque de Gavarnie“ (mit Blick auf die
„Breche de Roland“ empfehlen, der der (fast) unbestrittene
Höhepunkt jeder Pyrenäentour ist -

Zur Haupttouristenzeit ??

"…Der Cirque de Gavarnie ist nicht nur ein Gebirgskessel, sondern eine nationale Zwangsvorstellung. Unmöglich, in Paris von den Pyrenäen zu sprechen, ohne dass der andere sagt ‚Vous faites le tour des Pyrenees? Alors il faut voir le Cirque de Gavarnie‘

Kurt Tucholsky Ein Pyrenäenbuch

Freundliche Grüße
Peter

doch doch :smile:
Hallo Peter,

du hast schon Recht, und genau diese Tucholsky-Stelle meine ich mit dem Begriff „fast“ in meinem Text!

Wenn ihr es irgendwie möglich machen könntet, würde ich euch
einen Ausflug zum „Cirque de Gavarnie“ (mit Blick auf die
„Breche de Roland“ empfehlen, der der (fast) unbestrittene
Höhepunkt jeder Pyrenäentour ist -

Ich weiß auch, dass Tucholsky den Cirque sogar als „banal“ bezeichnet, aber das ist er meines Erachtens keineswegs, und Tucholsky ist auch der Einzige, der dieser Meinung ist.

Natürlich ist es zur Hauptreisezeit sinnvoll, sich auf Menschenmassen einzustellen, aber das versteht sich ja von selbst. :smile:

Herzliche Grüße

Thomas Miller