Französisch aufbauen

Hi Leute,

da ich ja nun bald meine Ausbildung beginnen werde, wurde mir ans Herz gelegt, meine Französischkenntnisse aufzubauen.

Diese bestehen aus 2 Jahren Schulerfahrung, in denen ich im ersten Jahr 1 und im 2. Jahr 4 stand. (Weshalb ich es auch abgewählt habe).

Nun kann ich es noch sprechen und lesen, aber schreiben und die Vokabeln sind abhanden gekommen.

Reicht da ein kleines Heftchen oder wie?
Wer hat Tipps für mich?

Danke im Voraus und LG, Bomba

Servus,

außer dem Bad in der Sprache, das immer nützlich ist, würden sich besondere Aufbaumittel wohl nach dem Zusammenhang richten, in dem die Sprache bei der Tätigkeit steht.

Beispiel: Obwohl ich damals ganz leidlich Franz gesprochen, geschrieben und gelesen habe, musste ich vieles nochmal von Null auf neu lernen, als ich das erste Mal eine französische Gesellschaft in Buchhaltung und Steuern betreut habe. Umgekehrt gibt es sicherlich viele deutschen Muttersprachler, die hervorragend Franz können, viel besser als ich, aber z.B. nie drauf kämen, dass französisch „provision“ eben nicht deutsch „Rückstellung“ bedeutet, obwohl das in jedem Lexikon so steht.

Beiläufig: Wie siehts mit französischen Arbeitskollegen aus? Da geht sehr vieles auf Gegenseitigkeit, wenn die ersten Konkurrenzgeplänkel mal vorbei sind und jeder seinen Platz hat.

Schöne Grüße

MM

Hi Martin,

hast Recht, hätte euch auch nen Tipp geben sollen, worauf ich abziele.

Und zwar werde ich viele Telefonate und wohl auch die Post bearbeiten müssen. So von wegen Business-English auf Französisch. :wink:

Werde wohl keine französischen Mitarbeiter haben, nur Kunden am Telefon.

Aber ich werde doch bestimmt Französisch im Unterricht anwählen können, oder? Also, wenn ich dann Blockunterricht habe. Oder ist das unterschiedlich von Schule zu Schule? Hab da keine Ahnung von.

Danke für Antworten und LG, Bomba

Servus,

über die Möglichkeiten im Unterricht weiß ich nichts, da muss ich passen.

Falls Du eine Pendelstrecke mit S-Bahn oder sowas hast, kann ich Dir die Monatszeitschrift „écoute“ ans Herz legen: Die ist für Deutsche gemacht, die Französisch aufbauen wollen. Man findet dort Artikel verschiedener Schwierigkeitsgrade, viel Vokabular (besonders auch den „faux amis“ gewidmet, sowas wie „nie von einem saloppen Kleidungsstil reden, wenn man den anderen nicht tödlich beleidigen will…“) und auch in jedem Heft ein Abschnittchen über Floskeln aus dem geschäftlichen Umgang.

Am Telefon kannst Du Dich viel trauen: Es gibt in der Generation 40+ immer noch grad genug Franzosen, die sehr schlecht oder überhaupt keine Fremdsprachen können und glücklich sind, wenn sie jemand in D am Telefon überhaupt versteht - das hat sich inzwischen geändert, aber in meinen Jahrgängen war der Englisch- und Deutschunterricht in französischen Gymnasien unter aller Kanone: Unsere Austauschpartner wussten zwar viel mehr über deutsche Literaturgeschichte als wir, aber sie waren nicht in der Lage, in der Kneipe ein Bier zu bestellen. Und das Englisch, das sie sprachen, klang nach allem möglichem, aber jedenfalls nicht nach Englisch.

Wieauchimmer: Traute und Zuhören halte ich für Mittel, sehr schnell da rein zu kommen.

Schöne Grüße

MM

Hoi,

über die Möglichkeiten im Unterricht weiß ich nichts, da muss
ich passen.

Kein Problem.

Falls Du eine Pendelstrecke mit S-Bahn oder sowas hast, kann
ich Dir die Monatszeitschrift „écoute“ ans Herz legen: Die ist
für Deutsche gemacht, die Französisch aufbauen wollen. Man
findet dort Artikel verschiedener Schwierigkeitsgrade, viel
Vokabular (besonders auch den „faux amis“ gewidmet, sowas wie
„nie von einem saloppen Kleidungsstil reden, wenn man den
anderen nicht tödlich beleidigen will…“) und auch in jedem
Heft ein Abschnittchen über Floskeln aus dem geschäftlichen
Umgang.

Um dich richtig zu verstehen, diese Zeitschrift gibts am Bahnhof? Oder was meinst du mit Pendelstrecke…*auf dem Schlauch steh*…

Am Telefon kannst Du Dich viel trauen: Es gibt in der
Generation 40+ immer noch grad genug Franzosen, die sehr
schlecht oder überhaupt keine Fremdsprachen können und
glücklich sind, wenn sie jemand in D am Telefon überhaupt
versteht - das hat sich inzwischen geändert, aber in meinen
Jahrgängen war der Englisch- und Deutschunterricht in
französischen Gymnasien unter aller Kanone: Unsere
Austauschpartner wussten zwar viel mehr über deutsche
Literaturgeschichte als wir, aber sie waren nicht in der Lage,
in der Kneipe ein Bier zu bestellen. Und das Englisch, das sie
sprachen, klang nach allem möglichem, aber jedenfalls nicht
nach Englisch.

Im Grunde mache ich mir wenig Sorgen darüber, mich verständlich zu machen, nur gerade in der Anfangszeit werde ich bestimmt am Telefon „überwacht“ und da sollte ich mich wohl eher nicht so schlecht anstellen.

Wieauchimmer: Traute und Zuhören halte ich für Mittel, sehr
schnell da rein zu kommen.

Das ist wohl wahr, obwohl ich, wie gesagt, niemanden Näheres zum Zuhöhren haben werde.

LG, Bomba

Hallo Bomba,

ein paar Tipps, um wieder eine „solide Basis“ zu bekommen:

Bonne chance et bon succès!
Pit

Guten Morgen,

Martin schläft anscheinend noch oder er hat keine Zeit; also antworte ich mal an seiner Stelle.

Um dich richtig zu verstehen, diese Zeitschrift gibts am
Bahnhof?

Ja, die gibt es an größeren Bahnhöfen und in größeren Zeitschriftenläden. Sie ist zwar relativ teuer (mehr als 5 €, glaube ich), aber wirklich gut gemacht. Schwierige /seltene Vokabeln werden am Ende der Texte erklärt.
Hier die Homepage, auf der Du ein paar Auszüge des aktuellen Hefts lesen und hören kannst http://www.ecoute.de/

Salut!
Pit

Hallo Bomba,

Écoute, Filme etc. sind recht gut, wenn man recht gute Grundlagen hat und allgemeines Französisch aufbessern will. Ich glaube aber, Du brauchst etwas anderes. Nach zwei Jahren Schulfranzösisch und anschließender Pause wird es schwer sein, auf diesem Weg wirklich etwas für sein Französisch zu tun. Ich würde deshalb an Deiner Stelle systematischer vorgehen.

An Deiner Stelle würde ich mal mit einem Buch wie diesem anfangen: http://www.amazon.de/fran%C3%A7ais-com-francais-com-…
Dort werden alle wichtigen Bürosituationen behandelt. Damit wirst Du die wichtigsten Redewengungen für den Beruf erlernen können. Ich hatte das Buch mal aus Neugier aus der Bücherei ausgeliehen und es erscheint mir für Deine Zwecke geeigneter, als eine Zeitschrift. Gut finde ich auch dieses Buch: http://www.amazon.de/PONS-im-Griff-B%C3%BCrokommunik… Es eignet sich sowohl als Lehrbuch, als auch als Nachschlagewerk und ist besonders bei der schriftlichen Kommunikation sehr hilfreich. Ich habe es selbst und finde es sehr übersichtlich.

Falls das noch nicht ausreicht und Du noch systematischer an Vokabular und Grammatik arbeiten willst, wären die Bücher aus der Reihe … progressif/ve du Francais … avec X exercices aus dem Clé-Verlag (in Deutschland über Klett erhältlich) nützlich. Es gibt sie auf verschiedenen Niveaustufen für alle möglichen Themen. Hier sind zwei Beispiele: http://www.amazon.de/Vocabulaire-progressif-affaires… und http://www.amazon.de/Grammaire-progressive-francais-… Von dieser Art Büchern besitze ich auch verschiedene und finde sie recht gut. Man braucht aber zusätzlich die Lösungsbücher und das ist etwas lästig. In Frankreich sind alle Bücher, abgesehen vom Pons-Buch, etwas günstiger zu haben. Wenn Du also Kontakte hast… Deshalb dorthin reisen lohnt sich aber nicht. So groß ist der Unterschied nicht.

Da ich viele dieser Bücher schon in Büchereien gefunden habe, wäre es eine gute Idee, wenn Du dort mal nachfragst und sie evtl. über die Fernleihe bestellst. In Büchereien findet man auch oft die Écoute. Wenn es in Deiner Nähe ein Institut Francais gibt, erkundige Dich dort einmal nach der Bibliothek. Da könntest Du auch eine große Auswahl an Lehr- und Übungsbüchern finden, dazu zahlreiche DVDs, Zeitschriften auch die Écoute, Romane etc… Ich habe wirklich nichts gegen die Écoute, finde sie aber relativ teuer und glaube, sie passt nicht 100%ig zu Deinen Bedürfnissen. Trotzdem kann es sich für Dich lohnen, sie auszuleihen und darin zu schmökern. Dein Geld stecke lieber in ein oder mehrere geeignete Bücher. Wenn überhaupt.

Viele Grüße und viel Erfolg

Anne

Huhu,

ich danke euch!

Mit euren ganzen Tipps werde ich bestimmt was auf die Reihe kriegen.

Und da ich morgen wieder zur Arbeit erscheinen „darf“ :wink: , werde ich wohl noch öfter am Bahnhof sein.

Danke an euch und LG, Bomba