Französisch beibringen, wie viel kann ich nehmen?

Guten Tag,

ich komme in die 11. Klasse am Gymnasium, belege ab nächstem Jahr den Französisch Leistungskurs und soll einer 7.klässlerin (Realschule) in den Sommerferien den Stoff aus einem Jahr Französischunterricht beibringen, da sie die Schule wechseln musste und auf der alten kein Französisch hatte. Da es hier nicht ums Stoffauffrischen geht, sondern ich neuen Stoff beibringen muss, war ich ein wenig überfragt, wie viel ich nehmen kann. Ich wohne in einer kleineren Stadt und glaube, dass die Familie nicht besonders viel Geld hat. An unserer Schule nehmen die Nachhilfeschüler 6-7€ pro Stunde.
Im Archiv habe nur Preise für Nachhilfe, aber nicht fürs Neubeibringen gefunden.
Vielen Dank!

Hallo Pramina!

ich komme in die 11. Klasse am Gymnasium, belege ab nächstem
Jahr den Französisch Leistungskurs und soll einer 7.klässlerin
(Realschule) in den Sommerferien den Stoff aus einem Jahr
Französischunterricht beibringen, da sie die Schule wechseln
musste und auf der alten kein Französisch hatte. Da es hier
nicht ums Stoffauffrischen geht, sondern ich neuen Stoff
beibringen muss, war ich ein wenig überfragt, wie viel ich
nehmen kann.

Inwiefern unterscheidet sich denn da deine Arbeit großartig? Und vor allem: Bringst du dafür eine andere Qualifikation mit als für’s Auffrischen?

Ich wohne in einer kleineren Stadt und glaube,
dass die Familie nicht besonders viel Geld hat.

Dann sei mal nicht so und mach es nicht so teuer.

An unserer
Schule nehmen die Nachhilfeschüler 6-7€ pro Stunde.

Ist doch okay. Oder geht es dir darum, den höchst möglichen Preis rauszuschlagen?

Im Archiv habe nur Preise für Nachhilfe, aber nicht fürs
Neubeibringen gefunden.

Viellleicht, weil andere da keinen Unterschied machen?

Vielen Dank

Gern.

Liebe Grüße
vom
Erdfrauchen

Hallo,

im Gegensatz zu meiner Vorschreiberin bin ich der Meinung, dass es einen Unterschied macht, ob du „normale“ Nachhilfe gibst oder kompletten Sprachunterricht.
Letzteres ist von Aufwand und Verantwortung meines Erachtens höher anzusiedeln, deswegen würde ich den höheren der möglichen Sätze in deiner Umgebung nehmen.

Welche Erfahrung hast du denn schon damit?
Jemandem eine Sprache von Grund auf beizubringen ist nicht einfach. Ich habe eine Zeitlang privat Deutschunterricht für ausländische Freunde/Bekannte gegeben und das ist schon für einen Muttersprachler schwer.

Vielleicht kannst du dir hier noch Tipps dazu holen.

Viele Grüße
Kati

Hallo Pramina ,

ich denke auch, dass du mehr verlangen kannst, als der Durchschnitt. Wenn deine Schülerin in die VHS gehen müsste, dann würde das für die Familie sehr viel teurer werden.

Gruß
Hans

Guten Tag,

es geht offensichtlich nicht um Nachhilfe

… Französischunterricht beibringen, da sie die Schule wechseln
musste und auf der alten kein Französisch hatte.

Du bist selbst noch Schülerin - glaubst Du wirklich, Du könntest eine Fremdsprache unterrichten? Aus moralischen Gründen solltest Du den Job ablehnen.

Pit.

Hallo,
ungeachtet dessen:

ich denke auch, dass du mehr verlangen kannst, als der
Durchschnitt.

ist das schlechthin nicht wahr:

Wenn deine Schülerin in die VHS gehen müsste,
dann würde das für die Familie sehr viel teurer werden.

VHS Sprachkurse ca. 70-90 € für 12-15 Doppelstunden.
Allerdings wäre VHS ungeeignet, es gibt da kaum (gar keine?) Crashkurse in den Sommerferien.

Gruß
Elke

Du bist selbst noch Schülerin - glaubst Du wirklich, Du
könntest eine Fremdsprache unterrichten? Aus moralischen
Gründen solltest Du den Job ablehnen.

Das ist doch Schwachsinn. Meine Schwester hat auch so Französisch gelernt. Ihre Lehrerin war auch eine ältere Schülerin. Parallel hatte sie schon Französischunterricht in der Schule, der aber nix gebracht hat, weil sie ja aufgrund ihres Rückstands von 1,5 Jahren kein Wort verstanden hat. Es ist natürlich Voraussetzung, dass das Kind eigenständig schon mal anfängt, die Vokabeln zu lernen. Das geht allerdings nur, wenn ein Elternteil Französisch kann.

Du bist selbst noch Schülerin - glaubst Du wirklich, Du
könntest eine Fremdsprache unterrichten? Aus moralischen
Gründen solltest Du den Job ablehnen.

Das ist doch Schwachsinn.

Deshalb brauchen Lehrer auch keine besondere Ausbildung.
Weil das jeder kann, der eine Sprache einigermaßen (immerhin kommt die Fragerin in 11. Klasse Leistungskurs, ist also beileibe selbst nicht perfekt in der Sprache) spricht.
Deshalb kann ja auch jeder übersetzen, der eine Sprache gut und eine andere leidlich spricht.

Auch wenn die Eltern wenig Geld haben: ein Crashkurs in einem Sprachenzentrum bringt wahrscheinlich mehr.

Gruß
Elke

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Ich finde nur, dass es Schwachsinn ist, den Job aus moralischen Gründen abzulehnen, weil man die Sprache selbst nicht perfekt kann. Erstens kann das nicht mal der beste Lehrer, sofern er kein Muttersprachler ist, zweitens dürfte man dann ja auch keine Nachhilfe geben und drittens ist vielleicht nicht in jeder Stadt eine Universität oder ähnliches wo es ein Sprachenzentrum mit Crashkursen gibt. Und Muttersprachler kennt auch nicht jeder. Dass der/die UP in den LK kommt, zeigt doch, dass er/sie die Sprache gut kann, dass die Grundlagen also sitzen. Es gibt außerdem genug Übungen mit Lösungen, die man sich besorgen kann, wenn man sichergehen will, dass auch alles stimmt, was man korrigiert.
Ich werde ja selbst Lehrerin, und eine spezielle Ausbildung für Lehrer ist sinnvoll, existiert aber auf diese Weise nur in Deutschland. Laut meiner britischen Dozentin benötigt man in Großbritannien ein abgeschlossenes Studium und Unterrichtserfahrung, um seinen Master of Education machen zu dürfen. Sind jetzt alle Briten dumm und haben nix gelernt, nur weil ihre Lehrer nicht immer perfekt ausgebildet waren?
Außerdem braucht man pro Fach 2 SWS Didaktik (im gesamten Studium!), um zum Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Bayern zugelassen zu werden. Und das, was man da lernt, kann man sich auch aus Büchern aneignen.

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Hallo,
vielleicht ist es hier sinnvoll zu erwähnen, dass ich zweisprachig erzogen bin und fließend italienisch spreche. Da Italienisch und Französisch schon sehr ähnlich sind, habe ich einen besseren Zugang zum Französischen und es ist mir einfach vertrauter als einem Deutschen. Viel Erfahrung habe ich noch nicht: ich habe einmal einer Freundin etwas Französisch beigebracht und Italienischnachhilfe gegeben.
Von einer Bekannten, die 2 Jahre lang auf einer Realschule Französisch belegt hatte und dann auf Gymnasium gewechselt ist, habe ich erfahren, dass man dort weitaus weniger lernt als auf einem Gymnasium. Das hängt aber sicherlich auch stark mit der Schule und den Lehrern zusammen.
Etwas wie ein Crashkurs wird hier meines Wissens nicht angeboten und selbst wenn, wäre es jetzt zu spät sich dort anzumelden. Der Wechsel der Schule erfolgte auch schon sehr spät, sodass nur noch die Schule mit Französisch übring blieb.
Liebe Grüße

Hallo,

erstmal machst du einen logischen Fehler:

Ich finde nur, dass es Schwachsinn ist, den Job aus
moralischen Gründen abzulehnen, weil man die Sprache selbst
nicht perfekt kann.

Darum geht es nicht. Es geht darum, dass man nicht gelernt hat, eine Sprache zu lehren.

Erstens kann das nicht mal der beste
Lehrer, sofern er kein Muttersprachler ist,

Muttersprachler sein ist keine Voraussetzung um eine Sprache lehren zu können, im Zweifelsfall würde ich gerade für Anfänger sogar einen Nicht-Muttersprachler vorziehen.

zweitens dürfte
man dann ja auch keine Nachhilfe geben

Nachhilfe ist was ganz anderes. Da vertieft man und hält sich an Vorgaben eines Lehrers. Man lehrt nicht selbstständig.

und drittens ist
vielleicht nicht in jeder Stadt eine Universität oder
ähnliches wo es ein Sprachenzentrum mit Crashkursen gibt.

Das stimmt. Hat aber mit der Diskussion nicht wirklich was zu tun.

Und
Muttersprachler kennt auch nicht jeder.

s.o.

Dass der/die UP in den
LK kommt, zeigt doch, dass er/sie die Sprache gut kann, dass
die Grundlagen also sitzen.

Aber kann er/sie sie auch vermitteln. Darum geht es.
Es gibt außerdem genug Übungen mit

Lösungen, die man sich besorgen kann, wenn man sichergehen
will, dass auch alles stimmt, was man korrigiert.

Das funzt aber nicht ganz so einfach.

Ich werde ja selbst Lehrerin, und eine spezielle Ausbildung
für Lehrer ist sinnvoll, existiert aber auf diese Weise nur in
Deutschland.

Gerade dann solltest du wissen, dass pädagogische Didaktik gerade bei den Anfängen einer Sprache wichtig ist. Mich verwundert ehrlich gesagt, was du schreibst, wenn du wirklich auf Lehramt studierst.

Laut meiner britischen Dozentin benötigt man in
Großbritannien ein abgeschlossenes Studium und
Unterrichtserfahrung, um seinen Master of Education machen zu
dürfen. Sind jetzt alle Briten dumm und haben nix gelernt, nur
weil ihre Lehrer nicht immer perfekt ausgebildet waren?

??Hä? Hier widersprichst du dir gerade selbst.

Außerdem braucht man pro Fach 2 SWS Didaktik (im gesamten
Studium!), um zum Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in
Bayern zugelassen zu werden. Und das, was man da lernt, kann
man sich auch aus Büchern aneignen.

???
Also Sinn ergibt das, was du da schreibst, nicht wirklich.

Gruß
Elke

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Hi!

Ich würde auf einen guten Selbstlernkurs zurückgreifen. Es gibt da ganz gute, auch für den Computer. Wenn du dann diesen Selbstlernkurs als Nachhilfelehrerin begleitest, ist das bestimmt ein guter Kompromiss. Ergänzend dazu kann man dann noch einige Übungen und Texte aus dem Schulbuch dazunehmen.

Auf jeden Fall kann deine Schülerin auch dann weitermachen, wenn du gerade nicht da bist.

Gruß

Anne

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Hallo,

erstmal machst du einen logischen Fehler:

Ich finde nur, dass es Schwachsinn ist, den Job aus
moralischen Gründen abzulehnen, weil man die Sprache selbst
nicht perfekt kann.

Darum geht es nicht. Es geht darum, dass man nicht gelernt
hat, eine Sprache zu lehren.

Das hab ich doch versucht zu erklären: Das lernt man auch nicht im Studium.

Erstens kann das nicht mal der beste
Lehrer, sofern er kein Muttersprachler ist,

Muttersprachler sein ist keine Voraussetzung um eine Sprache
lehren zu können, im Zweifelsfall würde ich gerade für
Anfänger sogar einen Nicht-Muttersprachler vorziehen.

zweitens dürfte
man dann ja auch keine Nachhilfe geben

Nachhilfe ist was ganz anderes. Da vertieft man und hält sich
an Vorgaben eines Lehrers. Man lehrt nicht selbstständig.

Haha, das ist doch ein Witz!!! Ich habe hier jede Woche zwei Stunden lang ein verzweifeltes Mädchen sitzen, erstes Lernjahr Spanisch. Die Didaktik der ausgebildeten Lehrerin besteht hauptsächlich darin, einmal die Woche mit den Kindern Salsa zu tanzen, neue Grammatik mit den Worten „Das ist ganz einfach. Erklärt sich von selbst.“ einzuführen, in Schulaufgaben komplett ungeübte Aufgabenformen dranzubringen und, weil sie ja jetzt am Ende des Jahres irgendwie das Buch nicht schafft, die Kinder den Unterricht schmeißen zu lassen, während sie auf Klassenfahrt ist. Ergebnis: Ein großer Teil der Klasse hat in der letzten Schulaufgabe eine 5. Den Unterricht mach eigentlich ich.

Dass der/die UP in den
LK kommt, zeigt doch, dass er/sie die Sprache gut kann, dass
die Grundlagen also sitzen.

Aber kann er/sie sie auch vermitteln. Darum geht es. Dazu braucht man Talent. Wer nicht erklären kann, kanns nicht und lernts auch nicht im Studium.
Es gibt außerdem genug Übungen mit

Lösungen, die man sich besorgen kann, wenn man sichergehen
will, dass auch alles stimmt, was man korrigiert.

Das funzt aber nicht ganz so einfach.

Und aus welchem Grund bitte nicht? Man geht in die Buchhandlung, holt sich ein Übungsbuch und schaut es sich als Nachhilfelehrer an. Dann werden einem ohnehin Alternativen einfallen, die auch richtig sind. Die überprüft man dann durch Rücksprache mit dem eigenen Lehrer/Dozenten und schreibt sie sich auf.

Ich werde ja selbst Lehrerin, und eine spezielle Ausbildung
für Lehrer ist sinnvoll, existiert aber auf diese Weise nur in
Deutschland.

Gerade dann solltest du wissen, dass pädagogische Didaktik
gerade bei den Anfängen einer Sprache wichtig ist. Mich
verwundert ehrlich gesagt, was du schreibst, wenn du wirklich
auf Lehramt studierst.

Wieso verwundert dich das jetzt? Ich spreche von der Realität, und die Realität ist, dass die Bezeichnung „Pädagogen“ für Lehrer eigentlich völlig am Platz ist, weil Lehrer keine Ahnung von Pädagogik und auch nicht von Didaktik haben.

Laut meiner britischen Dozentin benötigt man in
Großbritannien ein abgeschlossenes Studium und
Unterrichtserfahrung, um seinen Master of Education machen zu
dürfen. Sind jetzt alle Briten dumm und haben nix gelernt, nur
weil ihre Lehrer nicht immer perfekt ausgebildet waren?

??Hä? Hier widersprichst du dir gerade selbst.

Wieso widerspreche ich mir selbst? Das ist ein komplett anderes System. Man braucht einen Master in einem Fach, was auch immer für eins. Dann unterrichtet man eine Zeit lang, denn man muss Unterrichtserfahrung nachweisen, und DANN ERST macht man einen Master of Education. Das ist ein komplett anderes System als hier und setzt voraus, dass auch didaktisch unausgebildete Menschen in Schulen als Lehrer arbeiten. In den USA ist das komplett so. Da gibts gar kein Lehramtsstudium.

Außerdem braucht man pro Fach 2 SWS Didaktik (im gesamten
Studium!), um zum Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in
Bayern zugelassen zu werden. Und das, was man da lernt, kann
man sich auch aus Büchern aneignen.

???
Also Sinn ergibt das, was du da schreibst, nicht wirklich.

Wieso ergibt das keinen Sinn? Ich habe dieses Semester Didaktik-Proseminar, 2 SWS, und danach hab ich erst wieder was mit Didaktik zu tun, wenn ich aufs Staatexamen lerne. Man hat als Lehrer nur Alibididaktik. Man muss vorher erklären können, sonst kann man eben nicht erfolgreich unterrichten. Wenn man Didaktik als Nebenfach in einem Magister macht, ist man didaktisch wirklich fit. Dumm nur, dass man dann nicht unterrichten darf. Wenn du mir nicht glaubst, kannst du dich gerne unter www.km.bayern.de - Lehrerbildung - Rechtliche Grundlagen informieren.

Gruß
Elke

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Ich würde auf einen guten Selbstlernkurs zurückgreifen. Es
gibt da ganz gute, auch für den Computer. Wenn du dann diesen
Selbstlernkurs als Nachhilfelehrerin begleitest, ist das
bestimmt ein guter Kompromiss. Ergänzend dazu kann man dann
noch einige Übungen und Texte aus dem Schulbuch dazunehmen.

Auf jeden Fall kann deine Schülerin auch dann weitermachen,
wenn du gerade nicht da bist.

Das würde ich nicht raten. Die Selbstlernkurse von einigen Marken sind zwar unumstritten gut, aber ausnahmslos für Erwachsene erstellt. Das bedeutet, dass die Vokabeln umsonst gelernt werden, weil Schulvokabeln kaum enthalten sind, da die Kurse komplett anders orientiert sind. Die grammatikalische Progression ist da auch oft anders. Wenn überhaupt mit Computerprogramm, dann würde ich das begleitende zum Schulbuch nehmen.

Hallo,

Das hab ich doch versucht zu erklären: Das lernt man auch
nicht im Studium.

Das erklärt die Kompetenz von frisch gebackenen Lehrern.
Komisch bloß, dass die Lehrer, die an unserer Schule was anderes erzählen. Wahrscheinlich Ausnahmeerscheinungen.

Haha, das ist doch ein Witz!!! […]Ergebnis: Ein großer Teil der Klasse hat in
der letzten Schulaufgabe eine 5. Den Unterricht mach
eigentlich ich.

Ein schlechtes Beispiel soll doch nicht dazu anregen, es selbst schlecht zu machen, oder?

Das funzt aber nicht ganz so einfach.

Und aus welchem Grund bitte nicht?

Warum studierst du eigentlich auf Lehramt, wenn man das sowieso alles in einem Nachmittag aus einem Buch sich anlesen kann?

Wieso verwundert dich das jetzt?

Stimmt. Da du noch nicht Lehrerin bist, fehlt dir wohl selbst noch die Erfahrung.

Ich spreche von der Realität,
und die Realität ist, dass die Bezeichnung „Pädagogen“ für
Lehrer eigentlich völlig am Platz ist, weil Lehrer keine
Ahnung von Pädagogik und auch nicht von Didaktik haben.

Sprich für dich selbst.
Schlechte Beispiele, auch gehäufte, sind kein Argument.

Laut meiner britischen Dozentin benötigt man in
Großbritannien ein abgeschlossenes Studium und
Unterrichtserfahrung, um seinen Master of Education machen zu
dürfen. Sind jetzt alle Briten dumm und haben nix gelernt, nur
weil ihre Lehrer nicht immer perfekt ausgebildet waren?

??Hä? Hier widersprichst du dir gerade selbst.

Wieso widerspreche ich mir selbst? Das ist ein komplett
anderes System.

Tell me about it.

Ich habe dieses Semester
Didaktik-Proseminar, 2 SWS, und danach hab ich erst wieder was
mit Didaktik zu tun, wenn ich aufs Staatexamen lerne.

Das ist vielleicht nicht genug, aber es IST Didaktik.

Gruß
Elke

PS: Ich bin normalerweise keiner, der Hallo und Gruß einfordert, aber die Art, wie du hier schreibst, lässt doch in manchen Bereichen, nicht nur in Didaktik und Logik ein Defizit erahnen.

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Hallo!

Vokabeln umsonst? Welche Vokabeln aus einem Selbstlernkurs für Anfänger sollen denn dann umsonst sein? Solche Kurse orientieren sich - wie andere Lehrbücher auch - an einem gewissen Grundwortschatz, den jeder irgendwann braucht.

Ich bin ja zugegebenermaßen ein Bücher-Freak, gerade was Französisch angeht. D.h. ich habe mir schon so viele verschiedene Lehrwerke ausgeliehen, gekauft und (teilweise oder komplett) durchgearbeitet. Klar, es gibt Themen in Erwachsenenlehrwerken, wie z.B. die Hotelreservierungen, die in Schülerbüchern so kaum vorkommen. Aber früher oder später braucht man sie doch! Umsonst sind sie bestimmt nicht.

Mal ganz abgesehen davon: Wenn ein Kind lernt, was man in einer Fremdsprache im Hotel, Restaurant, beim Arzt, im Geschäft, bei der Post oder sonst wo sagen kann, verbessert das auch ganz allgemein die Alltagsfähigkeit des Kindes. Im späteren Leben kann das durchaus nützlich werden :wink:.

Die Computerprogramme zum Schulbuch sind bestimmt gut, viele sind aber sehr teuer und die, die ich bisher kennengelernt habe, sind auf die Dauer sehr langweilig, denn sie befassen sich oft nur damit, Vokabeln auswendig zu lernen oder grammatische Strukturen einzuüben. Darüber hinaus sind manche wirklich penetrant pingelig und können damit jeden Spaß verderben.

Ein echter Selbstlernkurs ist unterhaltsamer und verpackt diese weniger amüsanten Themen eleganter.

Mit einem Schulbuch ist man immer von einem Lehrer abhängig, weil es keine Lösungen enthält. Ein Selbstlernkurs macht selbstständig. Gute Erwachsenenlehrbücher sind ein Mittelding. Man kann damit auch gut allein arbeiten, aber viele Aufgaben, die in der Gruppe oder zu zweit mündlich erledigt werden sollen, sind nicht machbar.

Ich persönlich würde zweigleisig fahren: Erst mit dem Selbstlernkurs mal einen Einblick in die Sprache erarbeiten und dann nach jeder Lektion eine aus dem Schülerbuch durchgehen. Den Schwerpunkt dann auf die Schüler-Vokabeln legen und die Selbstlernvokabeln erst mal nur passiv beherrschen lernen. Es überschneidet sich sowieso viel.

Den Selbstlernkurs würde ich mehr oder weniger allein durchgehen und das Schülerbuch dann zusammen mit der Nachhilfe.

Denn ein guter Selbstlernkurs hat bei einem motivierten Schüler einen gewissen Suchtfaktor. Man will ein Stündchen lernen und hockt dann 2-3 mal so lange davor. Fast wie bei einem Computerspiel. Und in diesem Fall wäre das doch gar nicht mal schlecht :wink:.

Und wenn da mal die eine oder andere Vokabel hängen bleibt, die die Klasse noch nicht durchgenommen hat, kann das im späteren Schulunterricht doch auch mal ganz nützlich werden…

Viele Grüße

Anne

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Hallo erstmal.

Hallo,

Das hab ich doch versucht zu erklären: Das lernt man auch
nicht im Studium.

Das erklärt die Kompetenz von frisch gebackenen Lehrern.
Komisch bloß, dass die Lehrer, die an unserer Schule was
anderes erzählen. Wahrscheinlich Ausnahmeerscheinungen.

Also gut, dann formuliere ich es anders. Man lernt das nicht im Studium nach der bayerischen Lehramtsprüfungsordnung von 2002, wenn man nicht noch erheblich mehr neben dem Studium liest und in den Praktika die Lehrer nach wirklich ehrlichem Feedback fragt und sie drängt, öfters unterrichten zu dürfen.

Haha, das ist doch ein Witz!!! […]Ergebnis: Ein großer Teil der Klasse hat in
der letzten Schulaufgabe eine 5. Den Unterricht mach
eigentlich ich.

Ein schlechtes Beispiel soll doch nicht dazu anregen, es
selbst schlecht zu machen, oder?

Nein, tut es nicht. Ich mache es übrigens auch nicht schlecht, dieses Feedback habe ich von Didaktikern und Lehrern bekommen (man muss ja ein paar Praktika machen). Ich bin so unglaublich sauer auf diese Frau… Aber sie ist leider die Realität der (meisten) momentanen Spanischlehrer in Bayern. Sie hat das als Erweiterungsfach studiert und sonst keine Fremdsprachenfächer, die Beschäftigung mit Fremdsprachendidaktik liegt zu weit zurück, weshalb sie zu viel voraussetzt. Hinzu kommt noch, dass sie sich wohl nicht so gerne vom Spaßfaktor des Wahlfachs Spanisch entfernen möchte.

Das funzt aber nicht ganz so einfach.

Und aus welchem Grund bitte nicht?

Warum studierst du eigentlich auf Lehramt, wenn man das
sowieso alles in einem Nachmittag aus einem Buch sich anlesen
kann?

Man kann sich nicht alles an einem Nachmittag anlesen. Wenn man aber einigermaßen erklären kann und bereit ist, sich auf den Hosenboden zu setzen und sich gründlich vorzubereiten. Natürlich ist bei einem solchen Crashkurs eine besondere Lernbereitschaft und -leistung des Lerners Voraussetzung.

Wieso verwundert dich das jetzt?

Stimmt. Da du noch nicht Lehrerin bist, fehlt dir wohl selbst
noch die Erfahrung.

Irgendwie kann ich mich hier jetzt nicht an den Zusammenhang erinnern. Ich schau noch mal nach und antworte dann auf diesen Teil.

Ich spreche von der Realität,
und die Realität ist, dass die Bezeichnung „Pädagogen“ für
Lehrer eigentlich völlig am Platz ist, weil Lehrer keine
Ahnung von Pädagogik und auch nicht von Didaktik haben.

Sprich für dich selbst.

Ich spreche für alle Studenten nach der bayerischen LPO I von 2002. Jeder hier an der Uni gibt ganz offen zu, dass er/sie keine Ahnung von Pädagogik und Didaktik hat. Liegt vor allem an der bulimischen Lernstrategie für die Erziehungswissenschaften-Prüfung. Die einzigen Menschen, die die Sinnlosigkeit dieser Prüfung noch leugnen, sitzen leider im Kultusministerium.

Schlechte Beispiele, auch gehäufte, sind kein Argument.

Laut meiner britischen Dozentin benötigt man in
Großbritannien ein abgeschlossenes Studium und
Unterrichtserfahrung, um seinen Master of Education machen zu
dürfen. Sind jetzt alle Briten dumm und haben nix gelernt, nur
weil ihre Lehrer nicht immer perfekt ausgebildet waren?

??Hä? Hier widersprichst du dir gerade selbst.

Wieso widerspreche ich mir selbst? Das ist ein komplett
anderes System.

Tell me about it.

Ich weiß darüber noch nicht im Detail bescheid. Aber ich gehe für ein halbes Jahr als Teaching Assistant nach England. Danach gerne mehr.

Ich habe dieses Semester
Didaktik-Proseminar, 2 SWS, und danach hab ich erst wieder was
mit Didaktik zu tun, wenn ich aufs Staatexamen lerne.

Das ist vielleicht nicht genug, aber es IST Didaktik.

Ja, das stimmt, es ist Didaktik. Aber zu wenig. Lächerlich wenig. Der Staat verlangt doch eine gründliche Lehrerausbildung. Aber er liefert sie nicht. Und darüber bin nicht nur ich sauer.

PS: Ich bin normalerweise keiner, der Hallo und Gruß
einfordert, aber die Art, wie du hier schreibst, lässt doch in
manchen Bereichen, nicht nur in Didaktik und Logik ein Defizit
erahnen.

Es tut mir leid, falls ich unhöflich rüberkommen sollte. In den anderen Foren, in denen ich schreibe, schreibt man nicht vor jedem Beitrag Hallo. Mir war auch nicht bewusst, dass ich unhöflich wirke. Ich wollte auf keinen Fall jemandem auf den Schlips treten.

LG, Sarah

Hallo!

Hi

Vokabeln umsonst? Welche Vokabeln aus einem Selbstlernkurs für
Anfänger sollen denn dann umsonst sein? Solche Kurse
orientieren sich - wie andere Lehrbücher auch - an einem
gewissen Grundwortschatz, den jeder irgendwann braucht.

Also ich hab in der Buchhandlung ein Praktikum gemacht letztes Semester, und ich war in der Fremdsprachenabteilung. Ich hab mir da das Angebot angeschaut, und es geht da eben oft um Arbeitsleben etc. Diese Vokabeln sieht zumindest das Kind als sinnlos an und verliert dann vielleicht die Lust.

Ich bin ja zugegebenermaßen ein Bücher-Freak, gerade was
Französisch angeht. D.h. ich habe mir schon so viele
verschiedene Lehrwerke ausgeliehen, gekauft und (teilweise
oder komplett) durchgearbeitet. Klar, es gibt Themen in
Erwachsenenlehrwerken, wie z.B. die Hotelreservierungen, die
in Schülerbüchern so kaum vorkommen. Aber früher oder später
braucht man sie doch! Umsonst sind sie bestimmt nicht.

Naja, Hotelreservierungen seh ich nicht als Problem, weil die Kinder das für sinnvoll halten werden, weil man dann sieht, was man damit anfangen kann. Also mit der Sprache.

Mal ganz abgesehen davon: Wenn ein Kind lernt, was man in
einer Fremdsprache im Hotel, Restaurant, beim Arzt, im
Geschäft, bei der Post oder sonst wo sagen kann, verbessert
das auch ganz allgemein die Alltagsfähigkeit des Kindes. Im
späteren Leben kann das durchaus nützlich werden :wink:.

Ja, sicherlich.

Die Computerprogramme zum Schulbuch sind bestimmt gut, viele
sind aber sehr teuer und die, die ich bisher kennengelernt
habe, sind auf die Dauer sehr langweilig, denn sie befassen
sich oft nur damit, Vokabeln auswendig zu lernen oder
grammatische Strukturen einzuüben. Darüber hinaus sind manche
wirklich penetrant pingelig und können damit jeden Spaß
verderben.

Dem „teuer“ kann ich definitiv zustimmen. 50 Euro für so ne blöde CD-Rom… Das von Découvertes soll sehr gut sein, aber ich muss zugeben, dass ich es nicht kenne.

Ein echter Selbstlernkurs ist unterhaltsamer und verpackt
diese weniger amüsanten Themen eleganter.

Ich hab noch keinen gemacht, deswegen kann ich zum amüsant sein nichts sagen. Ich hatte mir nur wie gesagt einige Inhalte der Lernprogramme angeschaut und die waren sehr schulbuchfern.

Mit einem Schulbuch ist man immer von einem Lehrer abhängig,
weil es keine Lösungen enthält. Ein Selbstlernkurs macht
selbstständig. Gute Erwachsenenlehrbücher sind ein Mittelding.
Man kann damit auch gut allein arbeiten, aber viele Aufgaben,
die in der Gruppe oder zu zweit mündlich erledigt werden
sollen, sind nicht machbar.

Das stimmt allerdings. Daran habe ich nicht gedacht, weil ich hier jederzeit an die Lehrerbücher rankomme. Stehen ja in der Unibib.

Ich persönlich würde zweigleisig fahren: Erst mit dem
Selbstlernkurs mal einen Einblick in die Sprache erarbeiten
und dann nach jeder Lektion eine aus dem Schülerbuch
durchgehen. Den Schwerpunkt dann auf die Schüler-Vokabeln
legen und die Selbstlernvokabeln erst mal nur passiv
beherrschen lernen. Es überschneidet sich sowieso viel.

Das wäre natürlich eine Möglichkeit. Ich finde es nur wichtig, dass das Kind die Form des Schülerbuchs kennenlernt, um sich dann problemlos darin zurechtzufinden.

Den Selbstlernkurs würde ich mehr oder weniger allein
durchgehen und das Schülerbuch dann zusammen mit der
Nachhilfe.

Ach so. Dann hatte ich dich falsch verstanden.

Denn ein guter Selbstlernkurs hat bei einem motivierten
Schüler einen gewissen Suchtfaktor. Man will ein Stündchen
lernen und hockt dann 2-3 mal so lange davor. Fast wie bei
einem Computerspiel. Und in diesem Fall wäre das doch gar
nicht mal schlecht :wink:.

Nein gar nicht. Gibts sowas auch für Finnisch? das wollt ich shcon ewig mal lernen.

Und wenn da mal die eine oder andere Vokabel hängen bleibt,
die die Klasse noch nicht durchgenommen hat, kann das im
späteren Schulunterricht doch auch mal ganz nützlich werden…

Sicher. Es ist halt nur wichtig, dass alle Vokabeln sitzen, die die Klasse bereits gemacht hat.

LG, Sarah.

Hallo,

Nein, tut es nicht. Ich mache es übrigens auch nicht schlecht,

habe ich nicht gesagt, es war auf diese Lehrerin bezogen: nur weil es schlechte Lehrer gibt, ist das keine Entschuldigung für andere schlechte Lehrer (und das habe ich nicht auf dich bezogen, sondern auf alle, die denken, man könnte das so nebenbei locker mal machen).

Tell me about it.

Ich weiß darüber noch nicht im Detail bescheid. Aber ich gehe
für ein halbes Jahr als Teaching Assistant nach England.
Danach gerne mehr.

Vielleicht lernst du dann ganz nebenbei, dass „tell me about it“ eine Redewendung ist, die nicht zum Mehrerzählen auffordert, sondern die man benutzt, wenn man etwas bestätigt, weil man es selbst schon weiß (Bsp: „Mr X is a horrible boss, he always asks me to work overtime.“ - „Tell me about it!“ = brauchste mir nicht zu sagen, mit mir macht er das gleiche).

Es tut mir leid, falls ich unhöflich rüberkommen sollte.

Tat es in der Tat.

In
den anderen Foren, in denen ich schreibe, schreibt man nicht
vor jedem Beitrag Hallo. Mir war auch nicht bewusst, dass ich
unhöflich wirke. Ich wollte auf keinen Fall jemandem auf den
Schlips treten.

Ist okay, deshalb habe ich es (auch) erwähnt. Bei werweisswas wird das von vielen eingefordert und wenn man sich dran hält, tut man sich leichter.

Gruß
Elke

PS: Du widersprichst dir, weil du selbst denkst, dass man dir als Lehramtskandidat nicht genug Didaktik beibringst und du gleichzeitig sagst: braucht man ja auch gar nicht, es geht auch ohne.

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Hi!

Nein, tut es nicht. Ich mache es übrigens auch nicht schlecht,

habe ich nicht gesagt, es war auf diese Lehrerin bezogen: nur
weil es schlechte Lehrer gibt, ist das keine Entschuldigung
für andere schlechte Lehrer (und das habe ich nicht auf dich
bezogen, sondern auf alle, die denken, man könnte das so
nebenbei locker mal machen).

Ach so. Ja, der Meinung bin ich auch.

Tell me about it.

Ich weiß darüber noch nicht im Detail bescheid. Aber ich gehe
für ein halbes Jahr als Teaching Assistant nach England.
Danach gerne mehr.

Vielleicht lernst du dann ganz nebenbei, dass „tell me about
it“ eine Redewendung ist, die nicht zum Mehrerzählen
auffordert, sondern die man benutzt, wenn man etwas bestätigt,
weil man es selbst schon weiß (Bsp: „Mr X is a horrible boss,
he always asks me to work overtime.“ - „Tell me about it!“ =
brauchste mir nicht zu sagen, mit mir macht er das gleiche).

Vielen Dank! Man lernt nie aus. Und sowas lernt man in der Uni schon gar nicht. Blödes artificial learning environment :wink:.

Es tut mir leid, falls ich unhöflich rüberkommen sollte.

Tat es in der Tat.

Okay. Nochmals: Tut mir leid.

In
den anderen Foren, in denen ich schreibe, schreibt man nicht
vor jedem Beitrag Hallo. Mir war auch nicht bewusst, dass ich
unhöflich wirke. Ich wollte auf keinen Fall jemandem auf den
Schlips treten.

Ist okay, deshalb habe ich es (auch) erwähnt. Bei werweisswas
wird das von vielen eingefordert und wenn man sich dran hält,
tut man sich leichter.

Danke für den Hinweis :smile:.

PS: Du widersprichst dir, weil du selbst denkst, dass man dir
als Lehramtskandidat nicht genug Didaktik beibringst und du
gleichzeitig sagst: braucht man ja auch gar nicht, es geht
auch ohne.

Ah okay. Ja, das liegt dann mal wieder daran, dass ich zu viel voraussetze/zu schnell denke. Das passiert mir des Öfteren.
Meiner Meinung nach ist es für den Einzelunterricht im Sinn von Nachhilfe nicht unbedingt nötig, fundiertes didaktisches Wissen zu haben, vor allem, weil er von der entsprechenden Lehrkraft an der Schule begleitet werden kann (so war das damals bei meiner Schwester). Ich suche mir auch jetzt noch regelmäßig Hilfe bei Dozenten, wenn ich nicht weiterkomme, und habe in der Schule immer die Lehrer/innen gefragt. Das setze ich für so eine Crashkursgeschichte einfach voraus, dass man jemanden hat, von dem man sich helfen lässt. Sonst kann es selbstverständlich nichts werden.
So, ich hoffe, jetzt ist alles geklärt.
LG, Sarah