Hallo!
Hi
Vokabeln umsonst? Welche Vokabeln aus einem Selbstlernkurs für
Anfänger sollen denn dann umsonst sein? Solche Kurse
orientieren sich - wie andere Lehrbücher auch - an einem
gewissen Grundwortschatz, den jeder irgendwann braucht.
Also ich hab in der Buchhandlung ein Praktikum gemacht letztes Semester, und ich war in der Fremdsprachenabteilung. Ich hab mir da das Angebot angeschaut, und es geht da eben oft um Arbeitsleben etc. Diese Vokabeln sieht zumindest das Kind als sinnlos an und verliert dann vielleicht die Lust.
Ich bin ja zugegebenermaßen ein Bücher-Freak, gerade was
Französisch angeht. D.h. ich habe mir schon so viele
verschiedene Lehrwerke ausgeliehen, gekauft und (teilweise
oder komplett) durchgearbeitet. Klar, es gibt Themen in
Erwachsenenlehrwerken, wie z.B. die Hotelreservierungen, die
in Schülerbüchern so kaum vorkommen. Aber früher oder später
braucht man sie doch! Umsonst sind sie bestimmt nicht.
Naja, Hotelreservierungen seh ich nicht als Problem, weil die Kinder das für sinnvoll halten werden, weil man dann sieht, was man damit anfangen kann. Also mit der Sprache.
Mal ganz abgesehen davon: Wenn ein Kind lernt, was man in
einer Fremdsprache im Hotel, Restaurant, beim Arzt, im
Geschäft, bei der Post oder sonst wo sagen kann, verbessert
das auch ganz allgemein die Alltagsfähigkeit des Kindes. Im
späteren Leben kann das durchaus nützlich werden
.
Ja, sicherlich.
Die Computerprogramme zum Schulbuch sind bestimmt gut, viele
sind aber sehr teuer und die, die ich bisher kennengelernt
habe, sind auf die Dauer sehr langweilig, denn sie befassen
sich oft nur damit, Vokabeln auswendig zu lernen oder
grammatische Strukturen einzuüben. Darüber hinaus sind manche
wirklich penetrant pingelig und können damit jeden Spaß
verderben.
Dem „teuer“ kann ich definitiv zustimmen. 50 Euro für so ne blöde CD-Rom… Das von Découvertes soll sehr gut sein, aber ich muss zugeben, dass ich es nicht kenne.
Ein echter Selbstlernkurs ist unterhaltsamer und verpackt
diese weniger amüsanten Themen eleganter.
Ich hab noch keinen gemacht, deswegen kann ich zum amüsant sein nichts sagen. Ich hatte mir nur wie gesagt einige Inhalte der Lernprogramme angeschaut und die waren sehr schulbuchfern.
Mit einem Schulbuch ist man immer von einem Lehrer abhängig,
weil es keine Lösungen enthält. Ein Selbstlernkurs macht
selbstständig. Gute Erwachsenenlehrbücher sind ein Mittelding.
Man kann damit auch gut allein arbeiten, aber viele Aufgaben,
die in der Gruppe oder zu zweit mündlich erledigt werden
sollen, sind nicht machbar.
Das stimmt allerdings. Daran habe ich nicht gedacht, weil ich hier jederzeit an die Lehrerbücher rankomme. Stehen ja in der Unibib.
Ich persönlich würde zweigleisig fahren: Erst mit dem
Selbstlernkurs mal einen Einblick in die Sprache erarbeiten
und dann nach jeder Lektion eine aus dem Schülerbuch
durchgehen. Den Schwerpunkt dann auf die Schüler-Vokabeln
legen und die Selbstlernvokabeln erst mal nur passiv
beherrschen lernen. Es überschneidet sich sowieso viel.
Das wäre natürlich eine Möglichkeit. Ich finde es nur wichtig, dass das Kind die Form des Schülerbuchs kennenlernt, um sich dann problemlos darin zurechtzufinden.
Den Selbstlernkurs würde ich mehr oder weniger allein
durchgehen und das Schülerbuch dann zusammen mit der
Nachhilfe.
Ach so. Dann hatte ich dich falsch verstanden.
Denn ein guter Selbstlernkurs hat bei einem motivierten
Schüler einen gewissen Suchtfaktor. Man will ein Stündchen
lernen und hockt dann 2-3 mal so lange davor. Fast wie bei
einem Computerspiel. Und in diesem Fall wäre das doch gar
nicht mal schlecht
.
Nein gar nicht. Gibts sowas auch für Finnisch? das wollt ich shcon ewig mal lernen.
Und wenn da mal die eine oder andere Vokabel hängen bleibt,
die die Klasse noch nicht durchgenommen hat, kann das im
späteren Schulunterricht doch auch mal ganz nützlich werden…
Sicher. Es ist halt nur wichtig, dass alle Vokabeln sitzen, die die Klasse bereits gemacht hat.
LG, Sarah.